Mittwoch, 2. Februar 2011

Masshardt oder Fuchs?

Aus der JUSO Oberaargau kam der Aufschrei: "Falls Ursula Wyss in den Ständerat gewählt wird, so wird unsere Gründerin und erste Präsidentin Nadine Masshardt Nationalrätin!"Nun hat aber - wie so viele - auch diese Medaille eine Kehrseite: Schafft es nämlich Adrian Amstutz (SVP) in den Ständerat - obwohl mit Werner Luginbühl schon ein gewähltes SVP-Mitglied im Ständerat sitzt (ich kann ja auch nichts dafür, dass der kurz nach den Wahlen direkt zur BDP konvertierte (trotzdem reicht mir ein Rechter pro Ständeratskanton ausreichend)) - so wird Thomas Fuchs neuer Nationalrat für die SVP.

Nun. Man mag von persönlichen und privaten Vorlieben beider potenzieller Nationalratsnachrutschkandidierenden halten oder behaupten, was man will. Ich bin der Letzte, der sich darüber auslassen würde und nur wenige dürften ja behaupten können, davon betroffen (oder betroffen gewesen) zu sein. ;-)
Doch und was politisch effektiv entscheidend ist: Vergleicht man die Politik von Masshardt und Fuchs im Grossen Rat so finden sich wahrlich Welten:

Hier die Vorstösse von Herrn Fuchs im Grossen Rat.
&
Hier die Vorstösse von Nadine Masshardt im Grossen Rat.

Zusammengefasst: Auf der einen Seite finden wir zukunftsorientierte, optimistische und durchaus realistische Vorstösse zur Verbesserung der Welt. Auf der anderen Seite Fragen und Vorstösse zu Autonummern, scheinbaren Asylantenferien oder Heiratspublikationen. Etwas rückständig, wenn man mich ganz persönlich fragen würde...  oder wie wir manchmal auch meinen in der Stadt Langenthal: "Veloständerprobleme..." - was so viel heisst, wie "unbedeutender Vorstoss"...

...deshalb ist es auch für mich ganz klar, welche Seite der Medaille ich am 13. Februar 2011 wählen werde: Ursula Wyss und Nadine Masshardt. Oder wie es das Komitee "2 für 1" in Facebook - dem ich auch seit gestern angehöre und das ich sehr empfehlen kann - ausdrückt:
"Wer Adrian Amstutz als Ständerat wählt, wählt gleich zwei rechtsaussen Hardliner ins nationale Parlament. Denn der frei werdende Nationalratssitz der SVP würde dann durch Thomas Fuchs besetzt. Doch zusätzliche Polteris die sich selber rühmen mit der Motorsäge Politik zu betreiben, brauchen weder Ständerat noch Nationalrat. Sie bringen unser Land nicht weiter. Was wir brauchen sind Lösungen und kein Gezänk. Deshalb empfehlen wir für den Ständerat Ursula Wyss zu wählen. Sie setzt sich für zahlbare Mieten, faire Löhne und anständige Renten ein, will einen gut ausgebauten öffentlichen Verkehr und engagiert sich für eine starke Wirtschaft in einer gesunden Umwelt. Wenn Ursula Wyss Ständerätin wird, übernimmt Grossrätin Nadine Masshardt ihren frei werdenden Nationalratssitz. Nadine Masshardt würde zur jüngsten Nationalrätin der Schweiz werden und könnte im Nationalrat ihren Einsatz für erneuerbare Energien, mehr Transparenz in der Politik und für gerechte Steuern fortführen."
Morgen um 12 Uhr beginnen die Mitglieder der JUSO Oberaargau und Sympathisierende damit, diesen Flyer an den Bahnhöfen im Kanton Bern in Umlauf zu bringen, um die Menschen darauf zu sensibilisieren, dass sie sich für 2 Politiker oder 2 Politikerinnen zu entscheiden haben, die sich in ihrer Politik extrem unterscheiden. Wählt Zukunft! Danke.



























































Kommentare:

Peter Schlemihl hat gesagt…

Es gibt noch eine dritte Variante:

Markwalder wird gewählt und jemand aus der FDP (eigentlich Marc F.Suter) rückt nach.

Was Fuchs betrifft, gebe ich Ihnen aber voll und ganz recht!

Reto M. hat gesagt…

Nun das ist nicht ganz richtig, soweit ich informiert bin.
Bereits bei der Vakanz des FDP-Nationalratssitzes als Johann N. Schneider-A. in den Bundesrat gewählt wurde, hätte Marc F. Suter zurückkehren können. Dieser verzichtete und so ist - zumindest bis zu den nächsten Wahlen - Peter Flück aus Brienz neuer Nationalrat.
Folgedessen wäre bei einer erneuten Vakanz die Berner Gemeinderätin Barbara Hayoz nächste Nationalrätin. Nun will ich von Exekutivmitglied zu Exekutivmitglied nicht unfair sein, denn es ist als Parlamentarier/in viel einfacher keinen Fehler zu machen, als dies in einer Exekutive der Fall ist, da dort die Fehler und möglichen Verfehlungen beinahe an allen Ecken auf einen lauern, doch hat sie sich mit der Abrechnung des Berner Bärengrabens auch nicht wirklich mit Ruhm bekleckert.

Nachzusehen u.a. hier:
http://www.admin.ch/ch/d/pore/nrw07/list/cand/be_6_cand.html
und:
http://www.derbund.ch/bern/Baerenpark-Gemeinderat-beschliesst-Untersuchung/story/19015062/print.html