Mittwoch, 29. September 2010

Bundesratsfest und Gemeinderats-"Fest"

Der St. Andrews Knopf in der Krawatte für morgen Donnerstag ist frisch "im Trockenen" geknöpft (gemäss Internetanleitung). Die Einladung des Gemeinderates an die Bevölkerung im Oberaargau ist verteilt. Die Verwaltungsangestellten, welche in die Organisation der Feier involviert waren, haben sich fast beide Beine dafür ausgerissen. Ihnen gilt mein herzlicher Dank. Das Fest von morgen Abend kann steigen. Ihr seid herzlich eingeladen. Aber das wisst ihr ja bereits vom gelben Zettel in euren Briefkästen.

Am Freitag folgt dann das nächste "Fest".
Der 1. Oktober 2010 bedeutet für mich 1 Jahr im Gemeinderat Langenthals. Ups and Downs.
Irgendwo in einem stillen Eck werde ich ein Kerzchen entzünden und meines ersten Jahres in der Exekutive gedenken. Falls fruchtbare Gedanken aufkommen, werde ich euch daran teilhaben lassen.
Im Moment denke ich: Das Jahr verging äusserst schnell. Rückblickend lässt sich sagen, dass trotz des allgemeinen Pragmatismus' der Politik doch schon einiges geschehen ist. Mehr dazu frühestens am Freitag.

Dienstag, 28. September 2010

Lehrer schnell bleichen...

Stolz verkünden einige Kantone und die Fachhochschule Nordwestschweiz, dass sich über 2000 Personen für das Kurzstudium von Quereinsteigern in den LehrerInnenberuf interessiert haben. Dies sei ein Zeichen für die "Attraktivität" des Lehrerberufes, erklärt sich auch die Berner Zeitung von heute Mittag.

Das sind ja schöne Nachrichten. Toll. Danke!
Ich kann mir leider, leider (trotz allem Wunschdenken) nicht vorstellen, dass sich effektiv 2000 Personen gemeldet haben, welche über 30 Jahre alt sind, die nachgewiesen folgende Berufserfahrung mitbringen:
- mit tertiärer Vorbildung (Uni, Fachhochschule): 3 Jahre
- mit Berufslehre (evtl. mit Berufsmaturität oder mit qualifizierender Weiterbildung): 5 Jahre
- mit Maturität: 5 Jahre (inkl. allfälligen Teilstudien an Uni oder Fachhochschule)
die den Aufnahmetest bestehen (wollen) und die sich ein 2-3 jähriges berufsbegleitendes Studium (in dem Alter) antun, um schlussendlich in ihrem neuen LehrerInnenberuf als NeueinsteigerIn mit Fachhochschulabschluss wiederum etwa gleich viel oder weniger zu verdienen, wie in ihrem angestammten Beruf nach 10 Jahren Berufserfahrung (trifft zumindest auf die Primarlehrkräfte im Kanton Bern zu). Aber vielleicht hatte der Tagesanzeiger betreffend der 1400 neuquereinsteigenden Interessierten für die PH Zürich einen etwas besseren Riecher: "Laut Beat W. Zemp, Präsident des Lehrerdachverbands, haben sich einige Interessenten aus Litauen und Rumänien gemeldet, deren Deutschkenntnisse für eine verkürzte Lehrerausbildung in der Schweiz offenbar nicht ausreichten."

Bravo. Da werden wir den LehrerInnenmangel bestimmt bald politsch beheben können, ohne zu überlegen, was man anstelle dieser Vereinfachung der Ausbildung tun sollte, damit bewährte Lehrkräfte der Schule dauerhaft und gesund erhalten blieben. Ob die Qualität schlussendlich im Klassenzimmer stimmt, scheint sowieso schon lange sekundär geworden zu sein. PH-AbgängerInnen werden vor Masterabschluss eingestellt, Berufsleute werden bereits heute ohne Ausbildung befristet als Lehrkräfte engagiert, Klassendurchschnittsgrössen werden erhöht, etc. nur um am Ende jedes Schuljahres sagen zu können: "Es war zwar knapp, mit viel Engagement konnten wir aber wieder alle Stellen im Kanton besetzen."

Das geht doch so nicht! Da ich nicht (nur) als Stänkerer bekannt bin, der keine Lösungen bereit hält, sage ich halt wiederum, was ich denke:
  • Der Lehrerinnen- und Lehrerberuf ist ein äusserst schöner Beruf.
  • Die pädagogischen Hochschulen sollten von den besten Maturandinnen und Maturanden besucht werden. Qualitativ darf es durch Kurzausbildungen keine Verschlechterung der Befähigungen von Lehrkräften geben.
  • Hierfür benötigt man attraktive Rahmenbedingungen, welche den Beruf für Maturandinnen und Maturanden, die sich in der Studienwahl befinden, aber auch für die bereits tätigen Lehrpersonen nachhaltig interessant gestaltet: 
    • flexible Einteilung der Arbeitszeiten (sprich Ferien (Erhaltensziel)), 
    • der Ausbildung und Qualifikation entsprechende (höhere) Entlöhnung, 
    • Ausfinanzierung der Bernischen Lehrerversicherungskasse (deren Verschulden wir Lehrkräfte nicht verschuldet haben / mein Solidaritätsbeitrag wird sich bis 2030 auf mehrere 10'000 Franken gehäuft haben!), 
    • interessante Fort- und Weiterbildungsangebote der PHs. 
Schnellbleichen für Lehrkräfte mögen nun aus Sicht der Politik für kurze Zeit den LehrerInnenmangel zu verhindern wissen. Ich hoffe einfach, dass sich werder die Neuquereinsteigenden, noch die verantwortlichen PolitikerInnen den Beruf als zu simpel oder einfach vorstellen. Sonst werden aus den schnell gebleichten LehrerInnen, schnell sehr bleiche LehrerInnen...

Montag, 27. September 2010

Frühmorgens am Stammtisch

Gegen acht Uhr, den Stammtisch des Hotel Bärens zu Langenthal im Rücken, trinke ich meinen ersten Kaffee und lese die Zeitungen über das Abstimmungswochenende. Ebendiese werden auch hinter mir verhandelt:

"Auso, das wär jetzt nid nötig gsi, dass die Boumgartner und dä Müuer do ou uf däm Föteli si, wäg der Abstimmig zur Kunschtiisbahn!"

Einen kurzen Augenblick überlege ich mir eine Reaktion. Möglich wären gewesen:
"Das war eine Vorlage des gesamten Gemeinde- und Stadtrates."
"Der Gemeinderat repräsentiert die Stadt."
"Ja, eigentlich wären nur KEB-Verwaltungsrätin und Gemeinderätin, Laura Baumgartner, sowie die Gemeinderätin Kultur und Sport, Paula Schaub, nötig gewesen."
"Ja, Sie haben Recht, das war nicht nötig, aber es war Sonntag und wir setzen uns auch am Sonntag für die Anliegen unserer Stadt ein."
"Ja, Sie haben Recht. Aber für ein Inserat in dieser Grösse, hätte ich mindestens CHF 2000.-- ausgeben müssen. ;-)"

Auf die Gefahr hin, dass ich sowieso nicht verstanden würde, egal, ob ich die satirischen oder echten Entgegnungen wählte, trank ich unbesehens und ohne Reaktion meinen Kaffee fertig. Bezahlte.
Stellte mich anschliessend vor dem Stammtisch auf und sagte:
"Ig wünsche euch e schöne Tag uf Wiederluege mitenang."

"A..adiö, Herr Müuer."

Wir sind halt doch ein Dorf. Mir gefällt das.

Sonntag, 26. September 2010

Langenthal die Schlöf, der Stadt Bern die Reithalle

Der Souverän hat entschieden. Beidenorts in ungefähr denselben Verhältnissen. 2/3 dafür, 1/3 dagegen. Langenthal darf auch weiterhin eine Kunsteisbahn betreiben und die Reithalle in Bern wird nicht an den Meistbietenden verschachert. Beide Ergebnisse machen mir Freude.

Auch wenn dies im Falle von Langenthal die Stadt teuer zu stehen kommt: Maximal 607'000 Franken pro Jahr wird Langenthal nun künftig investieren und zudem die Schulden tilgen, welche auf 2,225 Mio. Franken aufgelaufen waren, sowie eine Zusatztribüne für 670'000 Franken abkaufen, welche der Schlittschuhclub einmal finanzierte und einbaute (und die seither bei den Spielen eigentlich praktisch immer leer steht und die Stadt zum freien Eislaufen und Schulsport auch nicht bräuchte). Trotz aller Kritik an der Vorlage, die auch ich mir in der Klammerbemerkung nicht ganz verkneifen kann, bin ich heute sehr glücklich darüber, dass die 38,5% der stimmberechtigten Langenthalerinnen und Langenthaler, die zur Urne schritten,  so entschieden haben. Langenthal braucht eine Kunsteisbahn. Langenthal braucht die Sportstätten! Ich bin froh, dass wir weiterhin vom Stadion über die Hallen bis hin zur Kunsteisbahn ein breites sportliches Angebot für die Bevölkerung bieten können. Schliesslich sind genügend Vereine in Langenthal aktiv und kümmern sich mit viel Elan und freiwilliger Arbeit um sportliche Nachwuchsförderung und Jugendarbeit. 2 Aspekte des Sporttreibens, welche nicht zu vermissen wären. Natürlich sollte die Stadt, welche der KEB AG nun aus der Finanzpatsche geholfen hat, künftig gebührend strategischen Einfluss nehmen können und natürlich werden wir der stadträtlichen Meinung nachgehen, die im Volksbeschluss Ziffer 4 heute auch angenommen wurde, dass die Eigentumsverhältnisse mit den zig Kleinaktionären geklärt werden muss. Grundsätzlich sollte nun von der KEB AG überprüft werden, wie eine Kunsteisbahn am Standort Langenthal und explizit im Schoren möglichst effizient und kostenneutral (sprich ökologisch-ökonomisch) betrieben werden kann. Das ist meine Erwartung.
Wenn mir Gerüchte zu Ohren kommen, dass der SCB im August bereits im Schoren trainiere, weil es in Bern noch zu teuer sei, um Eis zu machen, dann frage ich mich als bescheidener Bürger auch, was das soll. Aber vielleicht war's nur ein böses Gerücht und nichts Wahres dabei. Das Geld der Stadt sollte aus meiner Sicht nun keineswegs einen Freipass aus dem Verteidigungsdrittel darstellen (der meist in überlaubtem "Icing" endet), sondern auch hier gilt, dass man aus einer soliden finanziellen Defensive nun zum kontrollierten Angriff übergehen kann. 

Was die anderen Abstimmungen anbelangen, so darf festgehalten werden, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Kanton Bern (deutlich) keine Gemeindeautonomie im Ausländerstimmrecht wollen und dass die Schweiz (präziser die Deutschschweiz) wohl das einzige Land auf dieser Erde bleibt, das freiwillig für höhere Beiträge und weniger Leistung bei der Arbeitslosenversicherung stimmt und zudem für ein Recht ist, das die Gutverdienenden massiv bevorteilt. Ich wage zu behaupten, dass eine solche Vorlage in Frankreich zu üblen Demonstrationen geführt hätte, in der Schweiz aber mit grossem Mehr passiert. Wir sind halt anders...

(P.s: Dieser Eintrag erscheint automatisch frühestens um 18.05 Uhr, da um 18 Uhr eine Pressekonferenz stattfindet und sich die Mitglieder des Gemeinderates zur KEB-Abstimmung erst ab diesem Zeitpunkt äussern.)

Freitag, 24. September 2010

Hier bleibt alles neu. ??


Mit diesem Titel erklärt das "neue" az Langenthaler Tagblatt das neue Erscheinungsbild. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, weshalb wir nicht näher auf das "neue" Layout eintreten wollen. Aus einer 4-Bund-Zeitung wurde erst kürzlich eine 2-Bund-Zeitung, welche nun wohl scheinbar noch näher an den Aargau und die az rückt - auch bildlich - als mir dies persönlich lieb und recht ist. Es sieht in meinen Augen nach Zusammenschluss, Zusammenlegen und Sparen aus. 


Dass das Layout halt doch etwas altbacken wirkt, wird immerhin dadurch bestätigt, dass das Datum auf der ersten Seite auf den Umstand verweist, dass wir mit dieser Ausgabe von heute Mittwoch, 2. Januar 1980 in den Händen halten. Ja, ich glaube damals, wäre so ein 5-Spalten-Layout überaus revolutionär gewesen. Bravo, Käru.

Mittwoch, 22. September 2010

Dienstag, 21. September 2010

Minarett, Parlament und Bundesratskribbeln

Es wäre ein Leichtes, erneut auf die Minarett-Themen in Langenthal einzugehen, welche Morgen die regionalen Zeitungen beherrschen werden, aber wahrscheinlich würde ich dann nicht vollständig die bereits geäusserte Meinungen teilen. Und da der Gemeinderat stets nur mit einer Stimme auftritt, verweise ich in dieser Sache lieber auf das Minenfeld.

Was, jetzt bloggt er schon wieder? Ja. Bestärkt unter anderm auch etwas narzisstisch, dass die Leserzahlen des gestrigen Artikels sich wie früher unter die Top10 des Tages reihten, was natürlich Topblogger nicht kratzen würde... mich aber schon.

Heute gilt es Folgendes im Bezug zu gestern noch mitzuteilen: Ich bin stolz auf das Parlament in Langenthal! Danke, Stadtrat. Gestern bewilligte dieser mit überwältigendem Mehr das neue Amt für Bildung, Sport und Kultur, inklusive der Stelle einer/s Jugendbeauftragten und eines/r Sportkoordinators oder -in. Das wertet sämtliche angesprochenen Themen auf den entsprechenden Stellenwert auf, den diese in unserer Stadt verdient haben. 

Auf der anderen Seite wächst meine Nervosität. Wer wird morgen gewählt? Im Wahlkampfblog ist das schon ziemlich konkretisiert worden. Ich verweise.
Ich kann mir nie so richtig helfen. Meine Anspannung ist völlig unbegründet. Die Wahl betrifft mich nicht persönlich. Natürlich hoffe ich, dass Simonetta Sommaruga und Johann-Niklaus Schneider Ammann gewählt werden, doch eigentlich dreht sich meine Welt auch so weiter. Und doch ist da dieses Kribbeln, dieses Fesseln, das mich - seit ich zurückdenken kann - stets an die Politik band. Es wird mir auch helfen, mich morgen Mittwoch so früh zu erheben, dass ich es um 06.18 Uhr auf den Zug schaffe, um im Bundeshaus dabei zu sein.

Der Bericht folgt. Garantiert. ;-)

Montag, 20. September 2010

Wer im Glaspalast* sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen...

Ich bekam in den letzten Tagen von verschiedensten Seiten Signale, dass ich doch das Bloggen wieder aufnehmen solle. Unter anderem formulierten auch Parteifremde und trotzdem "Freunde", dass ich mich doch wieder einmal zu Wort melden sollte. Zumindest meine ich, dass es der Verlinkte ist, denn Michael Jägers scheint es in diesem Internet wie Reto Müllers in der Schweiz zu geben.
Der Entschluss mich still und heimlich mal von der Blogosphäre zu verabschieden, fiel eigentlich in Raten und auch nicht leicht. Seit ich dieser Exekutive, die in unserer Stadt Gemeinderat genannt wird, angehöre, hat einfach die Anzahl Fettnäpfchen in welche man treten könnte, bei Aussagen, welche man jetzt oder künftig politisch tätigt, ungemein zugenommen. Wer geht schon gerne freiwillig über ein Minenfeld? Und da es nicht meiner Art entspricht, wenn ich etwas sage, nicht dasjenige loszuwerden, was mich beschäftigt, musste ich andere Ventile finden: Jammern bei der Freundin sei als eines der Beispiele genannt.

Bestärkt wurde mein Verhalten dadurch, dass ich mich mit anderem, verbloggtem Dorfgeschwätz konfrontiert sah, das es dann gar noch in die Berner Zeitung (*Kopf schüttel*) schaffte. Ganz abgesehen davon, dass aus meiner Sicht, auch eigene Blogeinträge völlig verzerrt in die Holzmedien übertragen wurden (aber das Gejammer kennt ihr). Natürlich fand man - für den erwähnten Beitrag - für die Onlineausgabe auch noch ein passendes, schreckliches Archivbild. Merci, Redaktion. Und natürlich ist an den Vorwürfen nichts dran. Ich bin nun seit 5 Jahren stolz auf Macintosh unterwegs und die Schule auf Windows. Die Lizenzen, die ich als Lehrer privat erworben, bezahlt und unter den ehrlichen Angaben gar so weit registriert habe, als dass eben unter Organisation als freiwillige Angabe im fünften oder vierten Register bei den Dokumenteneigenschaften gar die Schule eingetragen ist, wenn man sie nicht von Hand rauslöscht, gingen ja sogar so weit, als dass ich sie für gewerbliche Zwecke einsetzen dürfte! Nun. Habe nun einen neuen Mac und beim erneuten registrieren MEINER Software keine Organisation mehr eingegeben. Man lernt halt nie aus. Es gibt viele Erklärungen, welche sich über das Vorgehen besagten Bloggers, winden, welchen ich aber hiermit nicht näher nachgehen möchte, um zu vermeiden, dass ich mich auf dasselbe Niveau herab- oder herauflasse (Frage des Standpunktes). Aber zu meiner eigenen Sicherheit habe ich mich an diversen Orten erkundigt, um mehr in Erfahrung zu bringen und auch Gesprächsbereitschaft signalisiert im Falle, dass noch Fragen bestünden, falls jetzt nicht Ruhe einkehrt. Hier würde das Zitat mit dem Glashaus wiederum lohnen, was ich aber nun nicht mehr wiederhole, da es schon im Titel steht.

Nun stellt sich die Frage: "Wozu oder warum bloggt man?"

Ich weiss. Ich habe mit meinem Bloggen - dazumals - auch schon Menschen vor den Kopf gestossen. Sie mit meiner subjektiven Wahrnehmung der Wahrheit konfrontiert, welche eventuell nicht derjenigen entsprach, welche die eigenen Rezeptoren aufzunehmen gewohnt waren. Aber ich habe oft versucht, mit den Menschen in Kontakt zu treten und mit ihnen einen Dialog zu beginnen.
Heute werde ich deshalb manchmal gefragt: "Wo ist deine provokative Ader, die du als Stadtrat noch hattest?"
Und ich weiss es nicht. Sie ist in der Exekutive halt schlicht nicht mehr gefragt. Heute geht es zum Beispiel darum, dass ich für eine Stelle eines/einer Jugendbeauftragten im Stadtrat kämpfen muss. Emotional zwar, aber sachlich und fundiert. Da bringt es nichts, die Menschen vor oder während der Debatte, inner- oder ausserhalb der virtuellen Welten zu brüskieren. Es erscheint mir heute sowieso nicht mehr als Gewinn, sich mit Halbwahrheiten und Scheinlösungen in einem Wortewettbewerb zu duellieren. Politik kann als Poetry-Slam durchaus manchmal Spass machen. Doch wer in der Verantwortung eines 35 Millionen-Haushalts und über 100 Mitarbeitenden steht ("alleine" in seinem Ressort), dem vergeht die Lust am Fabulieren durchaus rasch. So zumindest erging es mir.

Es könnte aber durchaus sein, dass ich in dieser Phase, die ich ohne mein Bloggen durchlebte nun dann bald zum Schluss kommen könnte, dass es eventuell eine andere Form annehmen könnte. Ich könnte zum Beispiel Bericht erstatten, wie ich die Delegationsteilnahme im Bundeshaus bei der Wahl der neuen Bundesräte oder -innen erlebe. Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Erlebnis. Wir werden sehen.

Danke auf alle Fälle an alle, welche den bloggenden Reto M. in irgendeiner Form vermisst haben.

*übrigens: Glaspalast nennt der Volksmund das Verwaltungsgebäude der Stadt Langenthal.