Dienstag, 27. April 2010

Wer wäscht weisser?


Nachdem wir nun (ur-)plötzlich alle gegen Schwarzgeld sind und saubere Weissgeldstrategien propagieren, welche zwar in Inseraten wieder dadurch relativiert werden, dass man dann doch keinen vollständigen Informationsautausch wünscht, bleibt doch nun einzig die Frage, wer denn nun am weissesten wäscht...

Interessant wäre dann auch mal zu sehen, wie sich die Unterstützung von Mindergedanken und Weissgeldstrategien nun in den Bank-Parteispenden der FdP und SVP niederschlagen werden. Nun haben auch erstere noch bemerkt, dass sie Politik doch nicht ganz gegen Volkes Meinung - trotz viel Geld(unterstützung) - durchpredigen können. Da sie sonst bald in etwa 7% Wahlstärkenniederungen untergehen werden. Doch leider werden wir auch hier nie ganz klar erfahren, wer wie viel Geld erhält - ausser die CVP verlangt wiederum trotzig wie im letzten Jahr von der UBS, dass diese trotz staatlicher Unterstützung artig die Parteispende vom Vorjahr zu bezahlen habe - denn noch immer sträuben sich in allen kantonalen und nationalen SP-Bestrebungen zur Offenlegung sämtlicher Parteispenden ab CHF 10'000.-- sämtliche bürgerliche Parteien.

Wie viel öffentlichen Druck wird es wohl auch da benötigen, bis wir diese so weit haben, dass sie wiederum eine Kehrtwende des Denkens und Handelns vollziehen?

Montag, 26. April 2010

1. Mai Reden reden

Eine Email der Papierpresse ermahnte mich heute, mich vielleicht zumindest gedanklich mal daran zu machen, einen Text für Samstag vorzubereiten. Gut. Ich könnnte auch Teile der Schnitzelbänke von Scheich Samul und Fatimü aus diesem Jahr (Fasnacht Huttu) vortragen...

Boni Boni Boni Boni
Boni Boni es göi nümm ohni.
Das seit, u mi düecht das sig scho chli übu
Wortgewandt u hochdütsch dr ex CS-Grübu.
Sit dass är bir UBS isch, tuet är sech für si Bonus wehre
Dr Gäudabfluss het er ömu afe gäbig chönne vermehre.

Dieser da ist aber nicht Copyright Fatimü, sondern aus des Scheiches Feder, insofern ich mir wohl noch anderes überlegen müsste. Was möchtet ihr denn so hören, wenn ihr an den 1. Mai kommen würdet?

Ihr könnt - im Kanton Bern - übrigens die folgenden Rednerinnen und Redner hören - der Kreis der üblichen Verdächtigen sozusagen oder anders die Crème de la PS... oder so.

1. Mai-Feiern finden an folgenden Orten im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern statt.

Bern
Maifeier auf dem Bundesplatz: 16 Uhr Besammlung Kramgasse, 16 Uhr 30 Umzug, 17 Uhr 15 Reden von Ruedi Keller,Präsident GSB, Stadtrat SP, Paul Rechsteiner,Präsident SGB, Nationalrat SP, Vania Alleva, Mitglied der GL Unia, ein Vertreter der Unia-Jugend. Aus aktuellen Anlass vorgesehen sind Redebeiträge zu WIFAG und Kartonfabrik Deisswil
ab 18 Uhr: Essen und Trinken, Siegerehrung Lenincup, ab 19 Uhr Konzert mit Chica Torpedos

Biel
Maifeier auf dem Zentralplatz: 16 Uhr Besammlung Bahnhofplatz, 16 Uhr 45 Reden von Daniel Hügli, Unia, Margret Kiener Nellen, Nationalrätin SP, Carlo Sommaruga, Nationalrat SP, Genf Claire Magnin
ab 18 Uhr 15: Konzert mit Ze Shnabr

Burgdorf
Maifeier ab 17 Uhr Gebrüder-Schnell-Terrasse, Reden von Tanja Walliser, JUSO, Stadträtin Bern, Hans Schäppi, Präsident Solifonds, Anna Christen, Verein Nestbau,
anschliessend Konzert mit Harmonie Musik Burgdorf, Musique Similiund Mama Rosin

Herzogenbuchsee
Maifeier ab 17 Uhr 30 im Kornhaus. 19 Uhr, Rede von Rudolf Rechsteiner, Nationalrat, SP, Basel-Stadt

Interlaken
Maifeier ab 16 Uhr auf dem Ammann-Hofer-Platz, ab 17 Uhr Reden von Nadine Masshardt, Grossrätin SP, Adrian Durtschi, Jugendsekretär Unia, Evi Allemann, Nationalrätin SP, Micheline Calmy Rey, Bundesrätin

Langenthal
Risottoplausch ab 11 Uhr in der Oberen Marktgasse, 14 Uhr Rede von Adrian Wüthrich, Grossrat SP, 15 Uhr 45 Umzug nach Schwarzhäusern, dort Rede von Reto Müller, Gemeinderat Langenthal

Lengnau
Brunch ab 10 Uhr im Schulhaus Dorf. Reden von Stefan Krattiger, Grossrat SP, Gemeindepräsident Aegerten, Beat Jost, Unia, Ueli Scheurer, Grossrat SP, SEV, und Rebecca Balsiger, SP

Nieder-/Oberbipp
Ab 16 Uhr 30, Feier in der Oberbipper Waldhütte, Rede von Diana Sutter, Gemeinderätin Oberbipp, anschliessend Nachtessen

Roggwil
Ab 10 Uhr im Zelt bei der Ref. Kirche, Rede von Elisabeth Zäch, Stadtpräsidentin Burgdorf, Grossrätin SP, Apero

Spiez
ab 14 Uhr Rogglischeune, mit Reden von Evi Allemann, Nationalrätin SP und Ursula Zybach, Fraktionspräsidentin SP im Grossen Gemeinderat

Thun
ab 13 Uhr 30 Grabengut, Besammlung zum Umzug, ab 15 Feier auf dem Rathausplatz mit Reden von Peter Siegenthaler, Gemeinderat SP, Natalie Imboden, Grossrätin Grüne, Unia, Hasim Sancar, Grüne, Micheline Calmy Rey, Bundesrätin, Cédric Wermuth, JUSO, verschiedene Attraktionen, ab 20 Uhr Konzert mit Kummerbuben

Dienstag, 13. April 2010

Sozialinspektoren in Langenthal

Der Medienauflauf war beträchtlich, als wir gestern über die Einführung von Sozialinspektorinnen und Sozialinspektoren informierten.  Dies lag sicherlich einerseits daran, dass an den allseits medienarmen Frühlingsferien die Themen für Berichterstattungen nicht gerade auf der Strasse zu finden sind und andererseits, dass das Thema Sozialhilfe und deren Missbrauch halt nach wie vor - nach den Berichterstattungen über Bern und Zürich - grösseres, medienwirksames Interesse generieren.

Die Berichterstattungen sind gut ausgefallen. Einzig an den ersten Schlagworten im Radio 32: "Jetzt geits de Sozialhilfebezüger a Chrage..." fand ich nicht Gefallen. Es geht nur darum, die schwarzen Schafe unter den Bezügerinnen und Bezügern ausfindig zu machen. Die anderen wollen wir vor Pauschalisierungen schützen, so wie sie in diesen Worten eben zum Ausdruck kommen.

Ich sagte kurz zusammengefasst Folgendes:


Erläuterung der Sozialinspektion für die Jahre 2010 und 2011 im Kanton Bern

Der Gemeinderat der Stadt Langenthal hat entschieden, Sozialinspektionen per sofort zuzulassen. Dafür beauftragte die Sozialkommission die Firma ABS, Egerkingen. Der erforderliche Erlass erreichte das Sozialamt im Februar 2010. Es ist – auch auf Grund der Vorgeschichte, wie sie dargestellt wurde – ein offenes Geheimnis, dass wir sofort reagierten und die Sozialinspektion nun einführen. Nicht, weil wir ein hohes Mass an Missbrauch vermuten, Mängel in der Sozialhilfe fürchten oder zahlreiche Verdachtsfälle hätten, sondern weil es uns hierbei um die Glaubwürdigkeit des Systems geht. Sozialhilfe solle denjenigen zu Gute kommen, die sie nötig haben und brauchen. Sozialhilfemissbrauch wird nicht geduldet. Und: Es geht uns um die Stabilität und das nötige Vertrauen zwischen Sozialarbeitendem und Sozialhilfebeziehendem. Sobald nun Misstrauen aufkommt, kann das Dossier zur näheren Abklärung an eine externe Stelle weitergereicht werden. Die Sozialinspektion wird deshalb auch von Seiten der Sozialarbeitenden sehr geschätzt. Diese werden dadurch entlastet und können sich Ihren Hauptaufgaben, dem Helfen, vermehrt zuwenden.

Hauptziel gemäss dem Kanton Bern ist deshalb die Stärkung der Missbrauchsprävention und –verhinderung in der individuellen Sozialhilfe durch Sozialinspektion. Es geht also schon nur darum, ein Zeichen auszusenden, auch heute dank ihrer Hilfe, dass bei Misstrauen und Zweifeln ein Dossier genauer überprüft werden kann und dass Missbrauch nicht geduldet wird.

Medienberichte in alphabetischer Reihenfolge:


Langenthaler Tagblatt:

Radio 32:



Telebärn:

Donnerstag, 8. April 2010

Wer mich mal arbeiten sehen möchte:

Ich stehe morgen Abend an der Kasse dieser Veranstaltung und freue mich auf alle, die kommen.


Chrämerhuus Musik


FR
9.4.2010
kasse ab 20.00H

FREDDY ROTTEN, MATTHIEU HARDOUIN, JAWA

eintritt 12.-/10.- (mitglieder)

Palmer, Zatokrev und Hateful Monday am gleichen Abend auf der Bühne im Chrämerhuus? Nein, aber doch irgendwie. Mit Hardcore oder Punkrock hat das Ganze allerdings nichts zu tun: Fredy Rotten von Zatokrev und Matthieu Hardouin von Hateful Monday touren als Singer/Songwriter mit klassischer Gitarre und Gesang ausgerüstet durch die Schweiz. Sie bewegen sich dabei auf melancholischen Wegen. Eröffnet wird der Abend durch Jawa, ein Projekt mit Einflüssen aus Pop, Rock und Jazz. Die zwei Musiker der Lokalmatadoren Palmer, Jan Wälchli (Gitarre) und Ueli Heiniger (Kontrabass), werden dabei durch Marisa von Ballmoos am Gesang unterstützt.

Überzeugung gefällig? ->



Für zwöuf Stutz. Isch doch gschänkt!

Mittwoch, 7. April 2010

An Tagen wie diesen

... an welchen dein Lieblingskurzgeschichtenschreiber endlich seinen ersten Roman über 160 Seiten herausgibt.
... an welchen der Ex-Trainer deines Heimhockeyclubs von seinen eigenen Spieler so richtig spitalreif geprügelt wird.
... wieder einmal nur die YB-Spieler bestraft werden (sollen) und die des FC Basels ungeschoren davonkommen.
... sich die politischen News nicht einmal mehr im Feuilleton, sondern eher im "Glanz &Gloria"-Lichte halten.

... muss man sich schon fragen, warum man nicht längst auf dem Balkon oder sonstwo an der Sonne ein Buch liest oder sonst die Wärme und Strahlen des Tages einfängt, als dass man noch eine Sekunde länger vor dem Computer im Internet hä..............