Montag, 29. März 2010

Grossratswahlen im Oberaargau - Grösste Verluste für SP, SVP und EVP

Eine erste Analyse mit gewissen Annahmen...

Meinem Hobby - der nachträglichen Analyse - konnte ich trotz meiner sonstigen politischen Auslastung natürlich nicht ganz abschwören. Ich muss euch aber sagen, dass sie sehr wahrscheinlich in diesem Jahr und diesem Blog weniger ausführlich stattfinden wird. Anbei findet ihr eine erste Tabelle, welche versucht auszusagen, wer in der Region Oberaargau wie viele Prozente verloren hat. Natürlich beruht diese auf einer Reihe von Annahmen, da sich die Wahlkreise nicht mehr vergleichen lassen. Die Resultate 2006 habe ich deshalb mehr oder weniger geschätzt. Sie enthalten bei Parteien, welche 2 Listen hatten (für West und Ost - respektive Ämter Aarwangen und Wangen, sowie Fraubrunnen und Burgdorf) nur das jeweilige Resultat - respektive die Stimmenzahl für die Ämter Aarwangen/Wangen ohne Huttwil. Bei Parteien, welche im alten Wahlkreis nur 1 Liste hatten, habe ich das Resultat einfach durch 2 geteilt. Das ist etwas brachial, denn die Amts- und Wahlkreise waren/resp. sind bezüglich der Einwohnerzahl nicht gleich gross und man hätte dort diesen Index für eine genauere Berechnung noch miteinbeziehen müssen, sowie die Resultate aus Huttwil, welche nun in den Zahlen von 2006 gänzlich fehlen. Da wir als SP-Liste(n) beim letzten Mal vor allem gegen Richtung Bern noch deutlich erfolgreich Stimmen auch für die damalige Liste 8, welche den Ämtern Aarwangen und Wangen entsprach, geholt haben, erscheint unser SP-Verlust prozentual im Oberaargau nun brutal gross. Da sich dieses Minus aber mit den Verlusten der SP im gesamten Kanton deckt, kann als erste Einschätzung davon ausgegangen werden, dass meine Berechnung wohl nicht wirklich von sehr weit her geholt sind.

Ich fürchte mich etwas davor, auszurechnen, wie knapp wir den dritten SP-Sitz im Oberaargau dank den Grünen halten konnten. Und wie viele wenige Stimmen diesen gefehlt hätten, um ein Mandat zu machen... das mit einer Frau aus einem anderen Wahlkreis besetzt worden wäre.
Auf Grund der Prozente 100/13 = 7.6923977 Prozente pro Sitz, können wir sagen, dass wir aus eigener Kraft bloss noch 2.2802 Sitze holten.
(Klick auf die Grafik macht sie lesbar.)

Sitzanteilsmässig massiv Schwein gehabt.
P.s.: An alle Mathematikprofessoren, weitere Statistik-Uni-Absolventen und alle Interessierete oder so. Bitte meldet mir Fehler - auch denkenderweise - in meiner Berechnung.

Samstag, 27. März 2010

Fertig Präsident. Jetzt beginnt das Kafisatzlesen...

Quelle: Tägu
Das abrupte Ende nach nur einem Jahr an der Spitze der SP Langenthal hat nun gestern Freitagabend effektiv - nach schon fast monatelanger Ankündigung - stattgefunden. Ich bin sehr froh, dass ich als meinen Nachfolger mit Stefan Ryser einen Präsidenten gefunden habe, welcher die Partei klar voranbringen kann und wird.
Ich betätige mich in der Zwischenzeit als Kaffeesatzleser im Wahlbistro. Morgen Abend wird's dann wieder klar sein, wie's aussieht. Übrigens. Wenn ihr - wie ich - noch nicht gewählt habt: Die Urnen sind noch bis 12 Uhr offen. Aber! Vergesst nicht die Uhren eine Stunde vorzustellen - von 2 auf 3 Uhr heute Nacht - und verpennt dadurch bitte nicht die Abgabe eurer Stimme! Ich bin gespannt. Weniger auf mein eigenes Resultat, sondern viel mehr auf die Zusammensetzung der neuen Regierung und wie sich die neuen Parteien GLP und BDP behaupten, ob wir dadurch noch 3 Sitze im Oberaargau für die SP halten können und wer aus unserer Region neu oder weiterhin in den Rat einzieht.

Ich für meinen Teil werde trotzdem ganz ruhig schlafen können. Ich rechne nicht mit einer Wahl. Ich rechne nicht einmal mit geringsten Chancen. Ich habe auch praktisch 0 Wahlkampf gemacht. Warum habe ich ja schon längst erklärt. Gute Nacht.
Ich hoffe einfach, dass letzte beiden Worte nicht auch für die SP morgen Abend Geltung haben werden.

Donnerstag, 25. März 2010

In eigener Sache


Ja. Sie und ich hatten auch noch 2 Inserate. Das ist ja kein Geheimnis. Zum Glück. Und die beiden Inserate, die am Montag und gestern Mittwoch im Tägu erschienen, finden dank sehr guter Fotografin, sehr gutem Grafiker und guten Sprüchen auch sehr gute Resonanz. Zudem ist die ganze Grafik unter Retusche von SP, 2x auf jede Liste gar als Hochzeitsanzeige geeignet. Moment... schreit nicht gleich nach Einladungen, geplant ist noch nix.

Und nun sei noch etwas verraten, wofür dieses Blog eben gelesen wird:
In der engeren Auswahl für die Slogans war auch noch dieser Spruch:
"Wir arbeiten auch nachts an der Zukunft des Oberaargaus."
Doch irgendwie überstand der den internen Erotik-Messe-guter-Geschmacks-Cut nicht.

;-)

Mittwoch, 24. März 2010

Wie man als Politiker nicht heissen sollte:

Eher suboptimal... Um nicht schlecht zu sagen.

Montag, 22. März 2010

Game Over Erotikmesse

Ich frage mich, ob ich den Mund wieder einmal zu voll genommen habe. Gut. In dieser Thematik scheint mir das im Moment nicht wirklich "amächelig";-)
Obwohl ich ja gar nichts sagte... respektive schrieb. Gut. Es war ein Leichtes, da im Internet mehr herauszufinden. Und nein. Prüde sind wir nach wie vor nicht.
Und. So wie es aussieht, kostet es die Stadt gar nix. Es ist halt doch nicht so, wie Eugen L. im Leserbrief in der BZ schrieb, dass nur die LangenthalerInnen so dumm seien, für nicht gehabten Sex zu bezahlen.

Die Erklärungen zu meinem Eintrag.

Und wetten, dass dieser Titel sämtliche Statistikrekorde meines Blogs auf Grund der Searchmaschinenhits brechen wird?

Sonntag, 21. März 2010

Wo ist denn dein Wahlplakat?

Hier:

Da ich via Facebook schon Anfragen erhalte, wo denn mein Kopf neben den Strassen oder auch Ortseingängen stünde, will ich hier mal zur Beruhigung ein Bild mit meinereiner und meinereiner aus dem Bahnhof Langenthal abbilden. Also. Ich bin Kandidat. Man darf mich wählen. Ich stehe aber nirgends sonst, neben, vor, auf oder unter irgendwelchen Strassen. Erstens, weil mich persönlich übertriebene Werbung nervt, obwohl ich weiss, dass es weder medial, noch werbemässig zu einem Overkill kommen kann. Zweitens, weil ich mich als Kandidat für die Partei zur Verfügung stelle und für diese mit meiner Politik, meiner bisherigen Leistung und meinem Namen (nicht meinem Geld) möglichst viele Stimmen hole, damit wir weiterhin mit mindestens 3 Sitzen SP Oberaargau in Bern vertreten sind.  Drittens, weil ich es wiederum sehr nett fände, wenn ihr nicht nur mich 2x wählen würdet auf euren Listen, sondern auch andere. Meine exklusivste Wahlempfehlung in diesem Jahr geht - naturgemäss - an sie.
Für den Regierungsrat ist es sowieso klar. Dort empfehle ich diese 4. Obwohl die Grafik absolut abscheulich ist. So viel Ehrlichkeit sei auch im Wahlkampf ertragbar.

Natürlich wächst in mir schon eine leichte Nervosität. Werde ich auf Grund meiner Zurückhaltung nun viel schlechter abschneiden, als meine Kolleginnen und Kollegen? Oder bin ich so oder so schon so bekannt, dass ein (nichtgeführter) Wahlkampf absolut keine Auswirkungen haben wird. Wie viel ist ein Wahlkampf wert? Da ich Kollegen in der Partei habe, die mit vielen Plakaten und Aktionen und auch eigenem Geld in die Sache gestiegen sind und in etwa dieselben Voraussetzungen mitbringen, wie ich, wird mir die Analyse nach dem kommenden Sonntag ein spezielles Vergnügen sein, an welchem ich euch gerne auch wieder werde teilhaben lassen. Wie üblich...

Freitag, 19. März 2010

Wahlwerbung

Die Wahlwerbung in diesen Tagen scheint einen beinahe zu erdrücken. Von und aus allen Seiten lachen einen die Kandidierenden an. Zeitungen und Strassenränder sind voll. Ich vergesse manchmal gar ob dieses gesammelten Eifers und Engagements anderer, dass ich ja eigentlich selbst auch Kandidat wäre. Ja. Ich habe das hier drin beinahe verschwiegen, ich weiss das, das hat aber auch seine Gründe. Das nette Inserat von Herrn Dr. med. Andreas Bieri, welches gestern im Anzeiger Langenthal und Umgebung erschien, weckte mich aus meiner Wahlkommunikationsabstinenz. Sowas ist aber auch viel sympathischer, als wenn ich ein Inserat von mir selbst in den Anzeiger aufgegeben hätte.

Danke. Dr. med. A. Bieri.
Bildquelle

Mittwoch, 17. März 2010

Die Erotikmesse hat bereits umgebucht!

Da das Thema wieder einmal bestimmend war, gestern Abend beim Essen, heute Morgen im Lehrerkollegium, heute Nachmittag in einer Sitzung, so fand ich es doch für einmal angebracht nachzugoogeln, mit welchen Menschen man es in dieser Amor-Organisation eigentlich zu tun hat, zumindest bei denjenigen, die sich nicht hinter lächerlichen Pseudonymen vergraben. Das Ergebnis war nur einigermassen interessant, aber zu brisant, um hier Erwähnung zu finden.

Viel interessanter fand ich, dass die Veranstalter sogleich auf unsere Ablehnung reagierten und auf ihrer Webseite den neuen Austragungsort bekannt gaben:
Es ist Langelthal. Na denn. Bin ich doch froh, dass für alle Seiten Befriedigung erzielt werden konnte. Diejenigen, welche wollen, dürfen das Vergnügen nun in Langelthal erleben.

P.s.: Soll mir noch einer oder eine jammern, dass wir (in Langelthal) keinen Autobahnzubringer hätten. Zählt mal mit: 1, 2, 3, 4, 5..... !!!!

Dienstag, 16. März 2010

Keine Sexmesse in unserer Stadt

Tja. Normalerweise ist das ja umgekehrt. Ich blogge hier und das Gebloggte erscheint als Notiz dann automatisch unter meinem Facebook-Account. Da ich nun bereits über eine Stunde surfte und las und schrieb und begründete und erklärte und schrieb und schrieb, reicht mir heute als Zusammenfassung in diesem Gefäss mein FB-Status:
Was machst du gerade?

Reto Müller

Reto Müller verteidigt den Entscheid des Langenthaler Gemeinderates in Sachen Erotikmesse in diversen Foren und Threads und staunt über die hohen Wellen, welche solch ein Thema wirft. Die Reaktionen reichen von: "Bravo!" bis zu "scheinheilige Füdlibürger!"

 

Wer sich näher erkundigen möchte, kann via Funk und Presse heute praktisch alle Kanäle besuchen, um fündig zu werden.
Zum Beispiel: BernerZeitung, Blick, 20 Minuten und Radio32.

Auch dieser Sturm geht vorüber. Noch offen bleibt, was uns der (nicht mehr) erotische "Spass" nun kosten wird.

Donnerstag, 11. März 2010