Mittwoch, 3. November 2010

Minarettähnliches Mahnmal

Also manchmal ist es schon spannend, wenn man der Regierung einer Stadt angehört, denn man erfährt Dinge, die andere in diesen Ausmassen so nie wahrnehmen dürfen. Schön. Vor allem wenn einem diese in rund 150-seitigen Dokumenten präsentiert werden. Auf der anderen Seite bleibt man manchmal wirklich staunend zurück, insbesondere wenn man dächte, dass man von etwas erfahren müsste, was eine gewisse Tragweite haben könnte:

Wer hat das wohl bewilligt?

Ich auf alle Fälle nicht. Gut. Vielleicht bin ich ja auch als Mitglied dieser Exekutive nicht dafür zuständig. Wer weiss? Was aber auf der anderen Seite meine Feststellung auch nicht verbergen mag, dass die Ideen in der Langenthaler Minarettdebatte auch nicht origineller werden. Ein Turm als Mahnmal für oder gegen einen Turm - den es noch gar gibt - aufzustellen. Super. Fantastisch. Voll deeskalativ. Kein Wunder ist das wieder in der Zeitung.
Denn in dieser Thematik kann schon ein laues Lüftchen - und möge es eventuell auch nur ein Blogbeitrag sein, was ich nicht hoffe - schon grosse Presse auslösen, so wie die Ankündigung, dass das STOPP MINARETT Komitee ein sensationelles Mahnmal aufstellen möchte, was halt überregional im 20 Minuten Platz findet und unser Image prägt. Bitter. Haben wir da nicht noch mehr zu bieten? Scheinbar nicht.

Ein Vorschlag:
Eventuell gibt's ja zur Lösung der ganzen Problematik, dass die Muslime ein 3m-Türmchen ab Gebäudedach erstellen wollen, nun gekontert mit einem 7m-Turm-Mahnmal der fundamentalistischeren Christen im Dorfe auch ein ganz einfaches Joint Venture.
Stellt doch gemeinsam ein christlich-islamisches Minarett-Mahnmal auf und erquicket euch an der neuen Zusammenarbeit von gläubigen Menschen... egal aus welcher Religion diese stammen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ganz klar Verfassungswidrig, in der Schweiz darf man keine neuen Minarette mehr bauen. Das gilt natürlich auch für Nichtmuslime.