Montag, 18. Oktober 2010

Was Obama und Maurer Ueli gemeinsam haben...

Nein, ich dachte nicht in erster Linie an das schöne Bureau. Da gefällt mir das Oval Office doch noch besser, obwohl ich weder Besagtes, noch ein Bureau unserer Bundesrätinnen und -räte je mit eigenen Augen gesehen hätte. Beim Lesen verschiedenster Blogbeiträge zu Ueli Maurers Besuch in Israel und dessen Tragen einer Kippa bei der Holocaust-Gedenkstätte, welche wohl nun auch nicht wirklich so in das Werbebild einer SVP zu passen vermag, erinnerte ich mich an die vielgelesene und -kommentierte Story, welche die SVP damals mit Calmy-Rey und deren Kopftuchtragen im Iran lancierte.

Nun, könnte man ja das Pendant schaffen. Da es aber kein unlizenziertes Bild Ueli Maurers im Internet zu geben scheint, versuche ich mich mit einem Vergleich mit Obama, denn Wikimedia ist voll davon.


Nun. Nüchtern betrachtet bin ich froh, bleibt es hier bei diesem kümmerlichen Versuch, denn das wahrhafte Publizieren dieses Beitrages würde sich wohl doch eher in eine unrühmliche Reihe verschiedenster misslungener Politwerbungen einreihen. Siehe hier.

1 Kommentar:

Diana Kennedy hat gesagt…

Ich finde Deinen Vergleich unglücklich. Der Kontext ist absolut nicht der selbe. Vergleichbar wäre es (halbwegs) wenn entweder Maurer und Obama die Kippa gleich bei ihrer Einreise in Israel übergezogen hätten, oder umgekehrt, wenn Clamy-Rey das Kopftuch im Iran nur bei einem Moschee-Besuch angezogen hätte.
Der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte ist wie der Besuch einer Synagoge / Moschee / Kirche was auch immer: man betritt eine intime Welt mit eigenen Regeln innerhalb des entsprechenden Landes. Dass man sich dort den Gepflogenheiten unterwirft ist klar. Letzten Endes muss ja niemand diese Stätten aufsuchen.

Calmy-Rey hat sich aber lediglich einem menschenrechtswidrigen ZWANG unterworfen, dem alle Frauen des ganzen Landes überall und immer ausgesetzt sind, dem sie nicht entkommen können.

Aufgrund ihrer Position wäre es ihr möglich gewesen, sich diesem Zwang zu verweigern und somit ein starkes Zeichen für Selbstbestimmung zu setzen. Natürlich wäre das nicht ohne Irritationen abgegangen. Selbigen wollte sie entgehen, das war feige. Dass es für diese Feigheit Kritik gab, ist nur folgerichtig.