Dienstag, 26. Oktober 2010

Ursula Wyss tritt zu den Ständeratswahlen an!

Nun konkretisieren sich die Kandidaturen für den Ständeratswahlkampf vom 13. Februar ff. Heute Morgen 10.30 Uhr hat Ursula Wyss ihre Kandidatur bekannt gegeben. Online ist das schon auf diversen Portalen verzeichnet. Sie tritt also gegen SVP-Amstutz und FDP-Markwalder an, denn die Grünen haben bereits signalisiert, dass sie die Kandidatur von Ursula Wyss unterstützen werden. Danke, Grüne, das ist wirklich weise, dass die rot-grünen Stimmen nicht halbiert werden. Dass diese Konstellation einen zweiten Wahlgang erforden wird, scheint auch bereits klar. Rot-Grün scheint aus dem Stand ein Potenzial von 30-35% zu haben. Die SVP bekanntermassen 30% und die FDP zwischen 15-20%. Der Wahlkampf wird also zu entscheiden haben, wo im 1. Durchgang die 10 - 25% unentschlossenen Wählerstimmen hinfliessen, welche den Endausgang beeinflussen werden.

Ich bin äusserst optimistisch, dass Ursula Wyss es packen wird. Einerseits auf Grund der Politik, die sie auf ihrer Webseite erklärt (PDF downloaden), andererseits weil der Alpen-Richard-Gere (SVP-Amstutz) ein echter, rechter Hardliner ist, als welcher er auch (v)erkannt wird, andererseits weil Euro-Turbo-Markwalder die Stimmen, welche Amstutz als Euro-Bremser holt, in einem zweiten Umgang nicht machen wird. Nicht zu vergessen sind die Tatsachen, dass Ursula Wyss als Fraktionspräsidentin einer nicht immer leichten SP einen hervorragenden Job gemacht hat (respektive immer noch macht) und sich zu einem der profiliertesten Köpfe unter der Bundeshauskuppel entwickelt hat. Das sage ich nicht nur als SP Mitglied. Das Rating der SonntagsZeitung bestätigte meinen Eindruck:
Zitat:
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Keine Angst vor Kompromissen
 
SP-Fraktionschefin Ursula Wyss gewinnt das Parlamentarier-Rating vor Gabi Huber und Christophe Darbellay
 
von Denis von Burg und Claudia Stahel

SP-Fraktionschefin Ursula Wyss sieht sich innerhalb ihrer Partei als Vertreterin der «pragmatischen Mitte». «Mir ist der Kompromiss wichtiger als dass ich mit wehenden Fahnen untergehe», sagt sie. Dieses politische Credo hat sie vor vier Jahren an die Spitze der SP-Fraktion im Bundeshaus gebracht, wo sie mittlerweile als ausgleichende Kraft geachtet wird.
Das Amt der Fraktionschefin ist die Basis ihres Einflusses in den eidgenössischen Räten. Doch im Gegensatz zu anderen Fraktionschefs zieht sie sich nicht auf die Rolle der Gruppenleiterin zurück, sondern versucht auch, die parlamentarischen Instrumente zu nutzen. Deshalb ist die 37-jährige Bernerin dieses Jahr im Rating der SonntagsZeitung die einflussreichste Parlamentarierin.
Wyss sitzt an den Schalthebeln ihrer Partei und nimmt in der Finanz- und in der Umweltkommission Einfluss auf die wichtigen Entscheide zum Finanzplatz und zum Klimawandel. Sie spricht im Parlament zu den grossen Themen und hat sich bei ihren Ratskollegen die nötige Reputation geschaffen, um überzeugen und auch Kompromisse schmieden zu können."

Ursula Wyss gewann das Rating der SonntagsZeitung über alle Parlamentarier und -innen gesehen. Natürlich kann man sich über Ratings streiten und bezweifeln, was sie bringen. Trotzdem will ich betonen, dass die direken Gegner bei den anstehenden Wahlen mit Rang 19 von Christa Markwalder (immerhin die beste FdP-Politikerin im Kanton Bern) und gar nur Rang 148 von Adrian Amstutz massiv schlechter beurteilt wurden.
Ursula Wyss bringt sämtliche Eigenschaften mit, die es braucht, um im Ständerat eine gute Vertretung des bernischen Kantons zu sein, Ein Kanton der mit einer bürgerlichen Doppelbesetzung politisch völlig verzerrt repräsentiert wäre. Denn vergessen wir nicht, auch wenn uns die SVP dies immer glauben lassen möchte. Der BDP-Ständerat ist auch ein rechtsbürgerlicher Ständerat, obwohl er aus der SVP ausgetreten ist.


Kurzum: Ursula Wyss geniesst mein vollstes Vertrauen und meine ganze Unterstützung. Wer sich dieser anschliessen möchte, kann das zum Beispiel via Facebook tun. Danke.

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