Freitag, 18. Juni 2010

Der ideale Blogtag

Heute scheint mir doch wieder einmal ein idealer Blogtag zu sein. Schlechtes Schweizer Wetter, die Schweizer Fussballnationalmannschaft spielt wieder einmal völlig über den Erwartungen, die Freundin dient wieder einmal als Offizier in der Schweizer Armee und wieder einmal ist mir das Schweizer wie auch das holländische Bier im Kühlschrank ausgegangen und ich bin wieder einmal zwar saumüde, aber doch zu wach, um Schlaf zu finden.

Es gibt eigentlich so vieles worüber ich noch berichten könnte, dass mein Bart zum Beispiel, den ich mir im Kosovo für 50 Cent habe rasieren lassen, schon wieder eine ordentliche Länge hat, währenddessen die Frisur für 1.50 Euro nach wie vor sehr gut hält. Spannend nicht. Werden wir aber an diesem Beispiel trotzdem rasch politisch: 1 Euro 50 für einen Haarschnitt. Wahnsinn nicht. Macht einen durchschnittlichen Lohn von 240 Euro pro Monat. Zum Überleben benötigt der Durchschnittkosovare aber mindestens 400 Euro. Woher kommt der Rest? (Halt, halt, nicht schon wieder Böses denken!) Er wird von den Verwandten im Ausland zugestellt. Die Diaspora von 750'000 im Ausland lebenden Kosovarinnen und -en, wovon 150'000 alleine als grösstes Dispositiv ihr Geld in der Schweiz verdienen, sind für den heutigen Kosovo überlebenswichtig. Der Arbeitsminister schätzte, dass 40% des Geldes im Inland verdient wird und der Rest somit aus dem Ausland kommt.
Es war ihm deshalb wichtig zu betonen, dass die Auslandskosovaren der Regierung enorm wichtig seien und sie auch verlangen, dass sich diese an Gesetze, Normen und Sitten des Gastlandes halten.

Weiter hatte ich ein Referat an der Abschlusstagung des Projektes der "Gemeindeorientieren Tabakprävention" an welcher Langenthal als Pilotgemeinde mitmachte. Das ist zwar bei näherem Überlegen schon über eine Woche her. War aber erst letzthin noch in der Presse, weshalb es mir immern noch präsent scheint.

Zudem dreht sich in Langenthal im Moment alles um das kantonale Jodlerfest des kommenden Wochenendes. Da spielt es auch keine Rolle mehr, wer wie viele Parkplätze ab wann belegt und ab wann man das Stadtzentrum sperrt, obwohl das sonst immer Lamenti gibt. Das scheint mir eine grosse Sache zu geben. Ich habe gar einen Jodler aus dem Seeland bei mir im Büro/Gästezimmer einquartiert. Wird sicher spannend. Scheinbar seien die über Nacht nie ganz still... ma kuck.... ehh hören.

Bis dann. Gute Nacht. Fazit wird folgen.

Kommentare:

Harald Jenk hat gesagt…

Holländisches Bier? Darfst Du als Langenthaler überhaupt etwas anderes als Haslibier trinken?

Reto M. hat gesagt…

Ich staune ob deinen lokalen Bierkenntnissen. Chapeau. ;-)