Mittwoch, 17. März 2010

Die Erotikmesse hat bereits umgebucht!

Da das Thema wieder einmal bestimmend war, gestern Abend beim Essen, heute Morgen im Lehrerkollegium, heute Nachmittag in einer Sitzung, so fand ich es doch für einmal angebracht nachzugoogeln, mit welchen Menschen man es in dieser Amor-Organisation eigentlich zu tun hat, zumindest bei denjenigen, die sich nicht hinter lächerlichen Pseudonymen vergraben. Das Ergebnis war nur einigermassen interessant, aber zu brisant, um hier Erwähnung zu finden.

Viel interessanter fand ich, dass die Veranstalter sogleich auf unsere Ablehnung reagierten und auf ihrer Webseite den neuen Austragungsort bekannt gaben:
Es ist Langelthal. Na denn. Bin ich doch froh, dass für alle Seiten Befriedigung erzielt werden konnte. Diejenigen, welche wollen, dürfen das Vergnügen nun in Langelthal erleben.

P.s.: Soll mir noch einer oder eine jammern, dass wir (in Langelthal) keinen Autobahnzubringer hätten. Zählt mal mit: 1, 2, 3, 4, 5..... !!!!

Kommentare:

Diana Kennedy hat gesagt…

Der Eindruck, dass diese Szene vermutlich nicht gerade mit Intelligenzbestien bestückt ist, drängt sich stets schnell auf, sobald man es mit Menschen zu tun hat die dieser entweder angehören, oder eine überproportionale Affinität dazu verspüren.
Von daher kann ich es emotional ja auch nachvollziehen, dass eine Gemeinde Bauchweh hat bei dem Gedanken einer solchen Messe, bzw deren Kolateral-Erscheinungen.

Trotzdem gilt es pragmatisch abzuwägen, was nun wirklich objektiv schadet und was man einfach subjektiv nicht mag.

Genosse hat gesagt…

So, Langenthal hats wieder ins 20min geschafft.

http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Radikale-Christen-gegen-Islamisierung-26026051

Ich hab echt keine Ahnung wieso wir Angst um unseren Ruf haben, wenn eine Erotikmesse nach Langenthal kommen soll, aber stillschweigend Neonazis und Christliche Extremisten tolerieren.

daniel.steiner.evp hat gesagt…

Auf den ersten Blick hat Genosse Recht.
Auf den zweiten Blick ist es halt etwas komplizierter:
Die PNOS wurde vom Volk gewählt. Meines Wissens gibt es keine Möglichkeit, einem Politiker den "Vertrag" zu kündigen. Und meines Wissens stellt die Stadt der PNOS keine Liegenschaft zur Verfügung...
J.P. Love hat einen Mietvertrag abgeschlossen. Dieser kann von der Exekutive gekündigt werden...

Genosse hat gesagt…

Natürlich, Herr Steiner, haben sie Recht. Man kann einem Politiker nicht den Vertrag kündigen. Genau so wenig kann man die Gesinnung der PNOS irgendwie verbieten. Aber man kann auf allen Ebenen mit verschieden Mitteln, den Rechtsextremen und Rassisten die Agitation schwer machen. Muss das z.B. sein, dass die PNOS in der alten Mühle Veranstaltungen durchführen kann?

Es wäre für den Ruf von Langenthal allemal besser, sich mal wieder mit diesen Problemen auseinander zu setzen, als eine Erotikmesse zu verbieten.

Dass es die Erotikmesse in Langenthal nicht braucht ist mir übrigens schon klar. Es gibt aber noch vieles, dass es in Langethal nicht unbedingt braucht. Aber nur weil es etwas nicht unbedingt braucht und es einem persönlich nichts sagt, bedeutet dies noch lange nicht, dass man es deswegen verbieten muss, nur weil man es kann.

Wünsche ihnen ein schönes Wochenende