Sonntag, 31. Januar 2010

Giacobbo/Müller - 1. Reihe

Das war ein Erlebnis und Ursula Wyss als Talkgast fanden wir echt auch super. Danke für alles.

Kommentare:

uertner hat gesagt…

uiui, war eine harte Sendung für die SP! Gar kein Heimpiel ;-)

Reto M. hat gesagt…

wäre ja auch nicht wirklich spannend, immer nur zu Hause zu spielen, oder?
Ich pflichte aber bei, dass dieses Kamel, welches die Idee mit dem Stoffzebra hatte und wohlweislich kollektiv die SP 11 in Zürich der Partei wieder einmal einen Bärendienst erwiesen. Der Generalsekretär der SP Schweiz - ebenfalls in der ersten Reihe sitzend - und ich, berieten noch kurz darüber, ob wir das Ding, das nach der Sendung immer noch auf dem Tisch lag, hätten mitlaufen lassen sollen, damit's nicht zum Running-Gag wird... wir liessen es bleiben. Harren wir der Dinge, die da kommen. Uernter wird mir aber fair beipflichten, dass Frau Wyss einen sehr guten Job machte.

Anonym hat gesagt…

Frau Wyss hat sich tapfer geschlagen. Etwas mehr Humor allerdings hätte der Sache nicht geschadet.
Mike Müllers "Outing" hat ihr fast den Atem verschlagen..;-)

Ich habe schon lange vermutet, dass M.M. eher "grunliberal" wählt. Bäumle scheint die Alternative für mittelalterliche "intellektuelle Männer" zu sein.
Er schreit und poltert wie Blocher, ist "felxibel" wie Darbellay, "knallhart neoliberal" wie alle Helden und sozial- (darwinistisch) wie Schluer ;-) Der neue, alte Mann eben.

Reto M. hat gesagt…

Ich bin eben der Meinung, dass Politiker und -innen in einem Format, wie es die Sendung Giacobbo/Müller anbietet, neben 2 Profisatirikern nie und nimmer den Clown spielen sollten, was den Humor anbelangt. Entweder man ist brutal schlagfertig, was U.W. am Ende bewies oder man bleibt besser, wie Schuster bei seinen Leisten. Daher war es aus meiner Sicht ein souveräner und fast perfekter Auftritt. Ich kann euch sagen, ich hatte rein vom Zuschauen her schon Muffensausen, wie muss es dann als Polito sein, der/die sich freiwillig den Fragen von Giaccobo und Müller stellt.
Übrigens. Ich bin auch erschrocken über Mike Müllers Aussage, aber dahingehend, dass er sagte, er wohne in Zürich. Schliesslich betonte er bisher in jeder Sendung, er sei aus Olten. Das hat mich echt überrascht. Alles Weitere über sein Wahlverhalten ist Spekulation.

Was die Grünliberalen anbelangen so muss ich in meiner Region deutlich sagen, dass das verkappte FdP'ler sind, welche sich den Anstrich der Grünen geben, aber punkto Parteiprogramm absolut 0 Fortschritte erzielten und den Themen opportunistisch aufhocken, wie sie daher kommen. In Langenthal sind sie zudem in einer Fraktion mit der EVP. In diejenige der SP und Grünen wollte sie nicht. Die EVP war 2 Legislaturen vorher übrigens bei der SVP dabei. Die GLP scheinen im Moment ein wenig eine Alternative für alle, alles und jeden zu sein und wer kann das schon sein? Für die Sozialliberalen, für die Grünen, für die FdPler welche nicht so gerne SVPler sind. Doch ist es eben nur Schein. Natürlich werden sie Erfolg haben. Aber schon bald, wird die Ernüchterung folgen.

Bruno hat gesagt…

Reto, das ist mir jetzt zu polemisch. Passt nicht zu Dir.

Anonym hat gesagt…

Man fragt sich nur, wie U.W. den Kapitalismus überwinden will.

Mensch, ihr (SP) habt vielleicht Visionen muss wohl alles gratis sein: keinen Lohn mehr, gratis Zug fahren, medizinische Versorgung und, und, und... alles gratis halt.. auch die Arbeit wird nicht mehr bezahlt.. wozu auch?( bei der Billag wäre ich allerdings einverstanden!)

Wie war das noch mit dem Kommunismus und den Diktaturen?

U.W. als Oekonomin kann man nur ernstnehmen, wenn sie uns (und alle anderen Sozis natürlich auch), beweist, dass es den Kapitalismus gar nicht gibt, weil der Mensch so oder so ein unbeholfener Parasit ist.... wenn man ihr so zuhört....

Nein sie hat sich nicht gut geschlagen, nur ein Werbelächeln aufgesetzt... ;-)

Reto M. hat gesagt…

@ Bruno:
Sorry, mein lieber Freund, der GLP, aber mit Listenverbindung zu der FdP hat sich die GLP Oberaargau leider wiederum klar positioniert. Und mich herb enttäuscht.
Klar ist: Im Moment werden die Grünliberalen als ein wenig wählbar für (fast) alle herumgereicht. Und ihr werdet auch gross herauskommen bei den nächsten Wahlen, doch:
"Im Kern grün und im Handeln liberal,...", mir ist das zu schwammig, um mit eurem grünen Kern der FdP wirklich Paroli bieten zu können.
Es fehlt immer noch ein konkretes Parteiprogramm. Die Positionspapiere stehen als Entwürfe auf der Homepage der GLP-Oberaargau, sind also wohl nicht fertig und schon gar kein Programm und die Positionen zu Langenthal datieren vom Oktober 2008.
Ich bin nicht gegen die GLP. Als sozial-liberal eingestellter SP'ler mit Erdgasauto komme ich euren Profilen in den Grundzügen recht nahe. Aber und genau da liegt das Problem, das kommt eurer Partei eben fast jeder, da die Grundzüge (noch) nicht richtig definiert wurden. Die Polemik rührt aus meiner Enttäuschung. Ich sähe die GLP immer noch lieber in unserer Nähe, als in derer der FDP.

@ Anonym:
Weder Frau Wyss noch die SP wollen im Moment den Kapitalismus überwinden. Dieser steckt in der grössten Krise seit der Neudefinition der westlichen Ordnung. Spanien gefährdet die wirtschaftliche Stabilität ganz Europas und damit gemeinsam mit Griechenland auch den sozialen Frieden in der westlichen Welt. Hierfür bedingt es bald Lösungen.
Diese hat Frau Wyss teilweise angesprochen.
Was ihre scheinbaren SP-Visionen anbelangen, so sind diese wohl aus dem Tierbuch und entstammen nie und nimmer den Mündern oder Büchern der SP.

Bruno hat gesagt…

Ok, Reto. Jetzt kann ich Deine Kritik nachvollziehen. Was ich dazu sagen kann: Es handelt sich vor allem um das Kleinstparteien-Syndrom. Aber das kann sich ändern.

Listenverbindungen sind (meine persönliche Ansicht) ebenso wenig das Gelbe vom Ei wie das Wahlsystem, das kleine Parteien benachteiligt.

Reto M. hat gesagt…

@ Bruno:
Danke für dein Nachfassen und deine Akzeptanz meiner Meinung. Eines sei dir noch auf den Weg mitgegeben. Der Kreis der wirklich Aktiven ist in einer grossen Partei nicht wirklich viel grösser....

kathrinb hat gesagt…

ja, ja, auch als (neo-)zürcherin lese ich noch hin und wieder deinen blog und kann es diesmal nicht lassen, auch zu kommentieren.
zum sp-11-zebra: du hast schon genug aktionen für die gratiszeitungen organisiert um zu wissen, wie die medien funktionieren. inhalte interessieren die meisten journis nicht, also muss man etwas inszenieren, wenn man die leute erreichen will. das hat die sp11 mit dem zebra gemacht. ob man das lustig findet oder nicht, darüber kann man sich streiten. aber immerhin wird jetzt darüber geredet. also, ziel erreicht, oder?

Reto M. hat gesagt…

@ kathrin b.
wir sind uns in vielem einig. aus erfahrung. man begibt sich oft in den kreis des lächerlichen, um die beachtung von 20min oder blaa zu erheischen. und es ist immer einfacher mit dem finger auf die schuldigen zu zeigen, als selbst etwas zu tun, um die partei in die schlagzeilen zu bringen.
das zebra hat's geschafft. also ein 5 minuten beitrag in einer derart renommierten sendung, das habe ich noch nicht erreicht.
in diesem falle zum man sagen: zum glück. denn trotz der bemühungen von seiten der sp 11 ist es halt schon eine geschmacksfrage, ab welchem zeitpunkt man mit einer aktion ins total lächerliche, kindische, perverse oder verrückte abdriftet.
hier fehlte meiner ansicht nach ein wenig das fingerspitzengefühl, denn man kann so ein marionettenspiel machen, aber das war keins. denn abgesehen von allem geschmack muss bei der sp 11 aktion klar und deutlich gesagt werden, dass die qualität miserabel war. und daher kommt das ganze peinlich und völlig unprofessionell daher.

sorry. mein schlussurteil vom bärendienst revidiere ich trotz oder gerade wegen meiner erfahrung nicht. ;-)

Anonym hat gesagt…

Ja, aber U.W. hat das Parteibuch zitiert und vormals auch Hansjürg Fehr und darin steht anscheinend geschrieben: - Ziel ist die Überwindung des Kapitalismus -

Das erinnert mich sehr stark an die Zeit zwischen 1965-1970. U.W. hat diese Zeit nicht erlebt aber die Schule womöglich bei den 68ern besucht. Mit anderen Worten, nichts gelernt aus der Zeit vor 1968 und nichts mehr dazugelernt von nach 1974 ( Erdölkrise!)

Eines hat sie gewonnen seit der Abwahl von Dr.Ch.Blocher....sexapeal...aber nur das...dank dem Werbelächeln ;-)

Reto M. hat gesagt…

Achso. Bei mir kam das sehr ironisch 'rüber. Aber das kann auch daher rühren, dass ich mich nun bereits seit 11 Jahren aktiv mit dem SP-Parteibuch auseinander setze...