Freitag, 31. Juli 2009

Sommerkinodia


Ich konnte es natürlich nicht lassen, ein Werbedia für's Sommerkino zu machen, wenn wir schon - nebst den jll die einzigen sind, welche in einem Nichtwahljahr etwas ins lokale Kulturtreiben investieren. (Bild von der vorgestrigen Hauptprobe. Gestern war's etwas voller.) Schon krass. Letztes Jahr Wahlen: Fast alle Parteien dabei. Dieses Jahr keine Wahlen: Nur 2 Parteien dabei.

Tja. Freuen wir uns besser auf heute Abend. Kulturschock Indien ist angesagt.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Vorwehen des Sommerkinos

Frau Chliitierchnübler, die meistgelesenste Frau der Schweiz - zumindest was Blogs betrifft - ist eine begeisterte Sommerkinobesucherin Langenthals. Dies spürt man nun auch in ihrem neuesten Blogpost - hier zu lesen.

Auf Studisurf.ch, dem Studentenportal, in welchem sie zwischendurch bloggenderweise arbeitet, erklärt sie nochmals den ganzen Charme des Kinos und auch die etwas gewöhnungsbedürftige Art unseres Reservationssystems, welche sich im Verlaufe der Ausgaben eingebürgert hat.

Ich zitiere:

"Es lohnt sich auch bei schlechtem Wetter früh genug zu kommen. Man kann sich mit einem Post-It die besten Plätze sichern (einige sind gedeckt) und sich danach in der Sommerkinogartenbeiz mit Grillspezialitäten verköstigen und dazu einen Roten an der Weinbar oder ein kühles Haslibier geniessen. Zudem hat das Restaurant à la cArte während des Sommerkinos abends geöffnet."

Das ist hervorragend. Das Tüpfelchen auf dem i? Ja, das kommt noch: Wer die Gelegenheit auf 2 Gratistickets haben möchte, kann auf Studisurf.ch mittels Wettbewerb Eintritte zu jedem Film gewinnen.

Danke Chnübli. Komm bald ins Kino. Hoffentlich mit zahlreichen weiteren Gästen.

Weg...

Jetzt ist sie weg... tschüss. *schnief*

Dienstag, 28. Juli 2009

Die 2 Onlinegesichter Langenthals

Nicht normal:
Komisch... gebe ich nur langenthal.ch ein, so komme ich auf irgendeine Baustellenseite.
Gebe ich www.langenthal.ch ein, so lande ich schlussendlich dort, wo ich landen möchte. Ob das damit zu tun hat, dass wir nun endlich eine neue Gestaltung und einen neuen Aufbau unserer städtischen Webseite erhalten? Ich bin überfragt.

So wäre "noch normal":

Gut, alternativ darf man in solchen Situationen natürlich im Dörfli Steinis Homepage langenthal.com nicht vergessen zu erwähnen.

By the way. Ich habe heute endlich mal auch meine eigene statische Homepage ein wenig aktualisiert. Aber irgendwie hat's mir auch dort noch nicht alles 1:1 übernommen. Muss mal kuck'n. Ach, immer dieses Webzeugs.....

Montag, 27. Juli 2009

Sommerkino 2009

Ja, jetzt wird dieser Blog dann wieder inhaltlich leiden - Sommerloch nicht genug -, da ich ab Donnerstag auf www.sommerkino.ch halt mehrheitlich für und vom Sommerkino schreiben werden.... das wird aber wieder toll. Ein Besuch lohnt sich meistens nicht nur wegen des Films.

Sonntag, 26. Juli 2009

Brügglifäud eifach

Bild: YB kurz vor dem 3. Tor auf dem charmanten Aarauer Brügglifeld. Für YB Fans war's gut. Aarau hingegen spielte katastrophal.

Ach... meine Fresse...

...ist manchmal einfach zu schnell...
auch ich bin vor Falschmeldungen nicht gefeit.

Da werden die Linkskritischen unter euch aber jubeln und sagen, dass sie sich in ihrer Meinung bestärkt sähen. Nun denn....

Donnerstag, 23. Juli 2009

Traditionelle Rollenverteilung oder mehr zum Thema Gleichberechtigung

Ein Bild sagt manchmal mehr aus als ein paar viele bloggende Worte:vom Güsche 09, Urheberin.
Ich wusste gar nicht, dass ich immer noch so knicksenkfussig stehe... manchmal.
Bevor übrigens zum Beispiel irgendwelche "OG"s Schlimmes vermuten könnten: Sie wurden von ihr bereits höchst säuberlichst "gepützt und dargetan". Meine Gummistiefel nicht. Eben doch traditionell... irgendwie.

Mittwoch, 22. Juli 2009

HarmoS im Kanton Bern. Die Abstimmungskomitees kommen in Fahrt.

Sowohl von Pro- wie auch von Contra-Seiten kommt im flauen Sommer zumindest via die neuen Werbekanäle Facebook und im Internet allgemein Bewegung in die Abstimmungskomitees, welche für oder gegen 26 einzelne Schulsysteme sprich für oder gegen das Schulkonkordat HarmoS kämpfen, worüber im Kanton Bern am 27. September 2009 abgestimmt wird.

Was mich als Lehrer und auch Politiker anbelangt, so habe ich mich längst auf die Seite der Befürworter geschlagen und bin deshalb dieser Facebook-Gruppe beigetreten. Es gibt so viele gute Gründe, dass man die Schulsysteme in der Schweiz endlich teilweise harmonisiert. Selbstverständlich bin ich als Lehrer auch dafür und dies scheint unerklärlicherweise das grosse Politikum zu sein, dass der Kindergarten für alle während zweier Jahren möglichst institutionalisiert wird (denn heute besuchen oft gerade diejenigen, welche es dringend bräuchten, den KG nicht) und zumal betrifft dies a) nur 14% der Kinder im Kanton Bern (86% gehen bereits in den zweijährigen Kindergarten) und b) bleibt die Wahlfreiheit von Eltern, falls sie eine spätere "Einschulung" in den Kindergarten wünschen, bestehen.

Aufräumen muss man auch in dieser Abstimmung unter anderem mit folgenden Märchen:
Der Kindergarten bleibt Kindergarten. Das Eintrittsalter bleibt sich gleich. Nach wie vor werden die Kinder individuell gefördert und dies im gleichen Lektionenpool. Der Staat wird nicht mehr Erziehungsarbeiten übernehmen, als er erstens muss und zweitens kann. Kommen die Kinder erzogen zu mir, brauche ich nichts zu erziehen. Für die Erziehung sind und bleiben die Eltern zuständig und verantwortlich. Die Kinder sind zu 80% der Zeit sowieso zu Hause und nicht in der Schule. Punkt.

Aufgeräumt wird zum Glück auch mit folgenden Kalbereien:
Unterschiedliche Fremdsprachenbeginne, unterschiedliche Lehrpläne, viele unterschiedliche Lehrmittel. Künftig wird bei einem Ja also auch ein Umzug in einen anderen Kanton bildungsmässig problemlos möglich.
Über Bildungsqualität mit Standards und weitere technische Dinge, lasse ich mich erst aus, wenn das Ansinnen bestritten wird, um Lesetext zu ersparen.

Gerne mache ich auch auf folgende Veranstaltung aufmerksam, welche die SP Langenthal und die SP Aarwangen (federführend die Fraktionspräsidentin sie) organisiert.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besuchende.

Dienstag, 21. Juli 2009

digital versus analog

Sorry, für das wenige Schreiben, aber ich habe das Lesen wiederentdeckt.

Jede Ferien starte ich einen Versuch, dieses Mal hat die Initialzündung geklappt, Frau Rothner. Das wird ein guter Sommer...

Sonntag, 19. Juli 2009

Gurten - Tschüss bis zum nächsten Jahr

Der rappelvolle Bahnhof Waberns deutet's richtig.. in Scharen strömen sie vom Gurtenberg. Es war wiederum einzigartig... schön. Halt mehrheitlich zu nass und kalt, doch die Abendstimmung heute ist bestimmt ein Vorgeschmack auf 2010. Yes, seit gestern 31 and still rocking. Toll war's. ;-)

Gurten voll

Heute ist bei diesem Wetter nun echt viel Volk unterwegs... wir lassen zu Travis aus der Ferne eher etwas ausklingen. Die vordersten Plätze seien den neuen Besuchern in (noch) sauberen Schuhen gegönnt. ;-)

Samstag, 18. Juli 2009

Gurten 09

Bild: Silbermond live. Sumpf & Musik gehen weiter... Stimmung und Musik super. Allein die extreme Produktion und Hammershow von Peter Fox hätten den Besuch gestern gelohnt. Trotz Regen, Schlamm und Kälte. Weiter geht's.... Silbermond.

Freitag, 17. Juli 2009

Es sumpft bereits zünftig...

...nachdem Blitz, Donner und Regen die Umgebung bis weit in den Morgen hinein zünftig aufweichten. Die Wetterprognosen versprechen zudem für die Schweiz heute nicht viel Gutes und auch im Meteo-Trend lässt sich Konkretes nicht wirklich ablesen, ausser dass es kalt werden wird.
Die Gummistiefel sind auf alle Fälle geordert und das neue Vorzelt erweist sich als sehr guter und zuverlässiger Einkauf.


Gut, wenn die Musik dann spielt, wird das Wetter hoffentlich sekundär sein.

Gibt's eigentlich Blogger, die nicht irgendwo auf oder rund um den Gurten versumpfen? Sieht man sich in der Szene um, könnte man meinen Blogger seien nicht nur zwanghafte Schreibende sondern auch Festivalgänger.

Donnerstag, 16. Juli 2009

So ein Chabis...


Fotografiert aus der Berner Zeitung.
Das verbreiten von - sagen wir mal - Halbwahrheiten in der Politik ist eines der grössten Übel. Ich weiss, ich mach's nicht besser, indem ich eine schlechte Qualität des Inserates hier nun auch noch veröffentliche, aber meine Güte, hat mich das aufgeregt.

Meine Lösungen wären effektiv, aber sie würden halt kosten:
Bessere Kinderbetreuung, flächendeckende Schulsozialarbeit, bessere Bildung durch mehr und weitere schulische Angebote, Tagesschulsstrukturen, ...
gegen Verwahrlosung, Vereinsamung und Verdummung - schlussendlich zur Verhinderung von Gewalt.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Harziger Wiedereinstieg

Nun. Es ist bei mir ein bekanntes Phänomen, wenn ich den Rhythmus durchbreche, finde ich anschliessend kaum Zeit und Themen, um wieder Fuss im Bloggen zu fassen. Deswegen ist dieser Eintrag nichts weiter als ein "Eisbrecher". Doch ich vermute, dass auch im Bloggen eine Art Sommerloch herrscht. Will man sich nicht der Bundesratswahlen, Ehedramen oder persönlichen Eindrücken und Erlebnissen annehmen, gibt's fast nichts zu berichten.

Zwar läuft auch in Langenthal - im politischen Mikrokosmos allerhand - doch darüber schreiben - darf ich im Moment noch nicht.

Auf bald. Ihr werdet in den nächsten Tagen hier vor allem von unseren Gurtenfestivalabenteuern lesen können. Ja, persönliche Eindrücke und Erlebnisse halt.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Nix geht mehr.

Bis nächsten Montag geht hier drin nix.

Mir kam da ein ganz wichtiger Termin dazwischen und mit Hinweis auf eine Terminkollision habe ich mir für einmal gar erlaubt, mich für Sitzungen zu entschuldigen. ;-)

Wie ich schon in der Zeitung sagt: "Das Präsidium muss auswechselbar sein." Soll auch heissen, wenn ich jetzt nicht drei Tage offline gehe, dann geht's fast gar nicht mehr. Und ich brauch' das jetzt.

Bis när.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Mehrheit ist für das Minarett

Heute erschien nun also der Artikel im Langenthaler Tagblatt deren 1000-Zeichen-Stellungnahme mir mehrere Hirnzellen raubte. Interessant scheint mir, dass die Parteien ausserordentlich ähnlich zu argumentieren scheinen.Link zur Digitalausgabe:
http://www.a-z.ch/news/vermischtes/mehrheit-ist-fuer-den-minarettbau-2194545

Wie bereits versprochen, veröffentliche ich hier und auf der Website der SP Langenthal die ganze (ungekürzte) Stellungnahme der SP Langenthal (also von mir und einigen zugewandten, ungenannten Mitschreibenden), um unsere Haltung zu verdeutlichen und einer neuerlichen Diskussion zur Verfügung zu stellen:

Stellungnahme der SP Langenthal zum Baugesuch eines Minaretts in Langenthal

Ist der Entscheid der Stadt zur Bewilligung eines Minaretts aus Sicht Ihrer Partei richtig?
Der Entscheid wurde nach geltendem Baurecht gefällt. Das Baurecht – Teil der schweizerischen Gesetzgebung - gilt für alle Bewohnerinnen und Bewohner gleichermassen. Es gibt kein Verbot religiöser Symbole oder Bauten. Der Entscheid ist richtig.

Können Sie sich erklären, warum dieses Verfahren seit der Rückweisung der kantonalen Baudirektion im April 2007 über zwei Jahre in Anspruch nahm?
Unserer Partei gegenüber erklärte der Gemeinderat das Erstellen des Nutzungskonzeptes durch die Glaubensgemeinschaft und das Verhandeln zwischen den Antragsstellern und Einsprechenden habe viel Zeit in Anspruch genommen. Wir haben ein gewisses Erstaunen, dass ein Baugesuch über zwei Jahre Zeit in Anspruch nimmt, sehen aber weder Gründe, noch Anzeichen einer Verschleppung des Entscheids.

Was bedeutet der Bau eines Minaretts für die Stadt Langenthal?
Grundsätzlich ändert sich nichts. Für die Ausübung des Islams braucht es keine Minarette, aber durch ein Verbot oder das Verhindern einzelner religiöser Symbole wie Kopftücher oder Minarette, Kirchenkreuze, -glocken oder Sikh-Fahnen lösen wir weder gesellschaftliche, noch religiöse, fundamentalistische Konflikte. Die Glaubensgemeinschaft Xhamia e Langenthalit besteht schon seit 17 Jahren und sie leben ihren Glauben integriert in unserer Gesellschaft. Bevor sie das Minarett aufstellen wollten, waren keine Klagen zu vernehmen. Sie fiel ohne Minarett nicht negativ auf, wieso sollte sie es mit Minarett? Ob das Anbringen eines Turmes aus dieser Gemeinschaft urplötzlich radikalere Menschen macht oder gar eine Islamisierung Langenthals oder der Schweiz nach sich zöge, ist stark zu bezweifeln und gehört ins emotionale Ausredenrepertoire der Gegnerschaft verbannt. Dass die Gemeinschaft ihren Glauben gegen aussen – ähnlich wie viele Kirchen, Freikirchen, Sikhs und Buddhisten in Langenthal – zeigen wollen, können wir verstehen. Die Akzeptanz der Kuppel und eines drei Meter hohen Minaretts durch die Bevölkerung bedeutet für uns daher einerseits die Einhaltung der geltenden Gesetze inklusive der schweizerischen Verfassung und das Ausleben einer gegenseitigen religiösen Toleranz und Freiheit. Wir sind eine aufgeklärte und demokratische Stadt. Die Diskussion über Toleranz und Freiheit wird die Langenthaler Bevölkerung und unsere muslimische Glaubensgemeinschaft einander näher bringen und gegenseitiges Verständnis und religiöses Wissen aufbauen. Das Minarett auf der Fabrikliegenschaft, wird in der Stadt sichtbar machen, dass innerhalb der abendländisch-christlichen Kultur auch das Leben einer anderen Kultur möglich ist, wie der Sikhs-Tempel im Dennli dies auch symbolisiert. Das Minarett wird deshalb hoffentlich den Anstoss geben, gerade auch in der eigenen Kultur über Vielfalt und Toleranz nachzudenken und wird helfen, gegenseitig religiöses Wissen aufzubauen.
Das religiöse Mit- und Nebeneinander kann in Langenthal gelebt werden, wie in den aufgeklärten Städten Genf, Zürich oder Winterthur, wo es auch Minarette gibt. Unsere Stadt hat im 19. Jahrhundert als liberales „Grütli der Schwiez“ eine Kultur der Humanität aufgebaut, welche religiöse Toleranz mit einschliesst. Wir können gerade im Zusammenhang mit der Minarettfrage beweisen, dass es uns damit heute noch ernst ist. Eine vernichtende, politisch polemische Schlammschlacht über religiöse Gefühle, Fanatismus und Extremismus, wie in Wangen bei Olten, kann verhindert werden.

Was erwarten Sie nach dem Entscheid von der Glaubensgemeinschaft Xhamia e Langenthalit?
Ein Minarett wird die Muslime noch mehr in die Verantwortung nehmen. Es macht ihnen unsere demokratisch-rechtstaatliche Verfassung sichtbar, die die Bewilligung des Minaretts ermöglicht hat. Deshalb wird der Turm sie selber noch mehr verpflichten, in jeder Beziehung die Gesetze und die Verfassung unseres Staates und unserer Gesellschaft einzuhalten.
Wir erwarten von allen Beteiligten – auch von der Glaubensgemeinschaft - dass sie sich nun öffentlich über ihre Beweggründe austauschen. Das Misstrauen und die Vorurteile der Bevölkerung sind in weiten Teilen gross und basieren meist auf Angst oder Unwissenheit. Diese gilt es abzubauen. Es geht nicht darum eine einseitige Toleranz oder Bereitschaft zu zeigen, es braucht immer beide Seiten. Eine solche muss gelebt werden, damit das Minarett für Langenthal mehr ist, als ein umstrittenes drei Meter hohes Türmchen.


Reto Müller
Präsident SP Langenthal

Die Stellungnahme unseres Parteimitglieds Toni Ronchi in derselben Zeitung verdeutlicht mir auf alle Fälle, dass wir als Partei eine einheitliche und für uns richtige Meinung vertreten.
Danke, Toni.

Dienstag, 7. Juli 2009

Ferien oder unterrichtsfreie Zeit?

Eigentlich, ja, eigentlich hätte ich ja Ferien, aber irgendwie, ja, irgendwie merke ich noch nicht gerade viel davon. Tja... Segen des Milizsystems der Schweizer Politik und damit dieser Zustand nicht noch länger dauert, verkürze ich ihn, indem ich bloss das pdf des "sommerlichen Newsletters" veröffentliche, welcher morgen oder übermorgen alle Parteimitglieder auf postalischem Weg erreichen wird, denn was wir innerhalb der SP Langenthal verbreiten dürfen, wird wohl auch einem grösseren Kreise zu Gemüte geführt werden können. Auf alle Fälle tun wir was oder versuchen es zumindest. Aber ich gebe zu. Der Newsletter enthielt auch schon bahnbrechendere Neuigkeiten, als dieser da. Morgen in der Frühe werde ich sehr wahrscheinlich mehr zu bloggen wissen. Also: Geduld, meine lieben Lesenden.


Montag, 6. Juli 2009

Sag's in 1000 Zeichen...

Ich weiss, dass sehr viele Menschen jeweils, wenn sie etwas schreiben sollten, nicht wissen, wie sie es anstellen wollen und Stunden brauchen, um ein paar Sätze zu Papier zu bringen. Ich nicht. Warum nur muss man sich ständig beschränken? Da stellt einem jemand 4 Fragen und gibt dir bloss 1000 Zeichen Platz, um diese zu beantworten. Wie immer, schrieb ich zuerst einfach drauf los. An die 3x1000 Zeichen beschied mir danach die„Wörter zählen“ – Funktion. Das geht so nicht, kam die Antwort postwendend nach erster Einreichung und da der Schreibende unterrichtsfreie Zeit einbezieht, setzte ich mich halt nochmals neu an den Text, formulierte um und anders, als dass doch - trotz weniger Zeichen - alles zu den Fragen gesagt werden sollte. Auch der zweite Anlauf geriet etwas zu lange und ich laufe Gefahr, dass nun von fremder Hand gekürzt wird. Ob die Antworten trotz Kürze gelungen sind, wird schlussendlich erst der Zeitungsbericht am Mittwoch zeigen können. Merksch’es?

Kommunikation & Blogs

Nachdem ich nun über eine Stunde an einem "sommerlichen Newsletter" (wie dämlich, dass dies klingt, merke ich erst jetzt) für die SP Langenthal schrieb, hält sich meine Lust oder der innere Trieb zum Blogschreiben klar in Grenzen. Irgendwie scheint mir für heute, dass ich genug mitgeteilt habe, obwohl das Schreiben noch gar niemanden erreichte.

Das ist mit dem Bloggen halt schon grundlegend anders und mir wird bewusst, dass man hier in einem Klick alles sofort für alle Welt lesbar macht. Sind wir uns Blogger aber dessen auch immer bewusst? Nein.
Da schreiben sie vor sich hin über ihre Lieben, über Lieben, über's Lieben, über Mode, über Technik und Politik und allem in ihrem Leben, wovon sie überzeugt sind, dass jemand sich dafür interessieren könnte, ohne sich stets bewusst zu sein, dass es jemand liest, der einem hierfür nicht bloss Gutes zukommen lassen könnte oder möchte.

Ein Politerfahrener sagte mir mal: "Über deinen Blog wirst du politisch einmal stolpern. Du machst dich angreifbar."
Auf mein Gegenargument, dass ich schon oft stolperte und doch nicht fiel, meinte er: "Manchmal rettest du dich aus heiklen Situationen argumentativ mirakulös, ein andermal mehr schlecht als recht."

Ich bin für solche Rückmeldungen dankbar, sie lassen mich mein Tun und Schreiben neu reflektieren, freue mich aber auch über die weniger kritischen Bemerkungen, die mich manchmal erreichen. Heute zum Beispiel per Email, welche mein Schreiben und Wirken würdigen. Danke.

Für mich ist es nach wie vor ehrlicher, als anderes, besser als nichts. Ob ich in einer Güterabwägung für oder wider "(m)einer" politischen Karriere handle, scheint mir im Moment sowieso nichtig. Das Risiko gehe ich ein, obwohl ich nicht weiss, wer hier alles und mit welchen Absichten mitliest.

Ich könnte auch weniger persönlich. Mehr politisch. Weniger ehrlich. Ob ich dann aber noch diese Leserschaft hätte, wenn ich mein Konzept "sicherer" gestalten würde?

Obwohl auch dies - wie die ganze Schreibe hier - relativ ist. Manchmal nahezu top geratet und viel diskutiert, scheinen mir die nackten Zahlen manchmal doch auch fast vernachlässigbar, was nicht heisst, dass ich meine Lesenden nicht würdigen würde - im Gegenteil - ich schätze alle Kommentare (Stoff zu mehr Diskussionen) sehr. Verglichen mit statischen Parteiseiten unserer lokalen Parteien erhalte ich aber im Gegenzug pro Tag etwa gleich viele Besuchende, wie diese, welche ich unter Beobachtung nahm, in einem Monat. Was wiederum bedeutet: Alles relativ.

Und so relativieren wir also weiter. Auch hier drin.

Samstag, 4. Juli 2009

VVP - Voll viel Presse


Es ist immer noch eigenartig, wenn man des morgens zum Briefkasten geht, zwar wissend, dass man in der Zeitung ist, doch gleichsam überrascht und komisch den Tatsachen (sich selbst) bereits auf der Titelseite ins Auge blickt. Ui...

Morgen Sonntag bin ich 100 Tage SP Präsident Langenthals. Hätte die Redaktion nicht angerufen, ich hätte es gar nicht gemerkt. Wie dem auch sei, nahm ich die Gelegenheit zu einem guten Gespräch und einer Positionierung der Partei gerne wahr.

Lesbar unter: http://www.a-z.ch/news/politik/das-praesidium-muss-auswechselbar-sein-2123032

Ebenfalls eine nette Überraschung war es, dass mir auf der ersten Seite des 3. Bundes in einer Vorankündigung eine meiner Schülerinnen entgegenblickte.

Eher lustig fand ich, dass die Journalistin, welche vom Abschlussabend berichtete, meinen Namen nicht richtig mitbekam. Sie fragte mich in der Pause nach einigen Dingen und ob allem Lärm verstand sie Peter, als sie mich nach dem Vornamen fragte. Ich fand's heute noch gut, sonst wäre es ja fast in eine reine Reto M. Show ausgeartet. Peter Müller ist auf alle Fälle mächtig stolz auf seine Schülerinnen und Schüler, welche nun leider ehemalige Schülerinnen und Schüler sind.
Leider kein Direktlink.
Nachtrag: Der komplette Textartikel: Copyright Langenthaler Tagblatt;

Modernes Märchen, belohnter Mut

Schulschlussfeier der Volksschule Thunstetten-Bützberg mit einem Theater der besonderen Art

Die Neuntklässer des Schulhauses Byfang in Bützberg zeigten ein gewagtes Abschlusstheater - ein modernes Märchen, das von der heutigen Jugendsprache lebt. Mit Erfolg. Die Besucher waren vom Engagement und vom Können der Jugendlichen begeistert.

KARIN ISELI-TRÖSCH

Ein Schulabschlusstheater mit Altersbeschränkung? Ja, so etwas gibt es. Und zwar im Schulhaus Byfang in Bützberg. «Wir empfehlen den Besuch des Theaters erst für Kinder ab der vierten Klasse - alles andere müssen Sie selbst verantworten», schrieb Peter Müller, Klassenlehrer der 14 Schulabgängerinnen und Schulabgänger, im Vorfeld der Veranstaltung. Müller weiter: «Achtung: Das Stück ist nichts für sensible oder bünzlige Gemüter.» Es handle sich um ein modernes Märchen, das sich der Jugendsprache bediene.

Von längst vergangenen Zeiten

Entsprechend gross ist die Spannung im Publikum. «Das Theater spielt in einer Zeit, als Bützberg noch mehr war als nur eine Strasse und Thunstetten mehr als nur ein Schloss», so die einleitenden Worte von Müller. Als Einstieg wird ein Kurzfilm abgespielt, in dem die jungen Akteure und ihre Rollen präsentiert werden. Aber halt mal: Diese Figuren kennt man doch. Ist das nicht das Rotkäppchen und da das Schneewittchen? Spielen diese beiden nicht Hänsel und Gretel und eine Kollegin die böse Hexe? Doch, so muss es sein. Die Kleidungsstücke ähneln jedoch wenig jenen aus den dicken Märchenbüchern, sondern müssen eindeutig der heutigen Zeit zugeordnet werden. Dennoch weiss jeder Besucher sogleich, um welche Märchenfigur der Gebrüder Grimm es sich handeln muss.

Als die jungen Schauspieler die Bühne betreten, kann sich das Publikum kaum mehr halten vor Lachen. Hans im Glück, gespielt von Fabian Rodel , stört Hänsel und Gretel bei einem Nickerchen im Wald. Seine Gesten und die Mimik entsprechen gänzlich den gängigen Vorurteilen gegenüber sexuell etwas anders orientierten Personen. Die von Grund auf kuriose Szene wird untermauert von einer Sprache, die man (fast) nur bei unter 20-Jährigen hört.

Plump wirkt das Ganze dennoch in keiner Weise. Im Gegenteil. Es erstaunt, mit welchem Engagement die Jugendlichen bei der Sache sind und wie gekonnt sie die nicht ganz einfachen Texte formulieren.

Scheissvögel fressen Chipsspur

Ein paar Müsterchen gefällig? Hänsel und Gretel legen ihre Spur nicht mit Brotstücken, sondern mit Chips. Doch die «Scheissvögel haben sie alle aufgefressen», wie Hänsel seiner Schwester verklickert. Die Hexe will die beiden Teenies schliesslich nicht mit Lebkuchen verführen, sondern mit Döner.

In einem nächsten Akt lernt das Publikum das naive Rotkäppchen und den Don Juan de Wolf, einen vorbestraften, geistesgestörten Schwerverbrecher, kennen. Zu guter Letzt betritt das zickige Schneewittchen, die Tochter des Herzogs von Thunstetten, die Bühne. Mit der Drohung «wenn ihr nicht folgsam seid, liefere ich euch den Langenthalern aus», terrorisiert sie die sieben Zwerge. Am Ende heiratet das Schneewittchen den Prinzen von Bützberg, woraufhin die beiden Gemeinden zu einem Königreich vereint werden.

Eine wichtige Rolle spielt der immer wieder unvermittelt auftauchende Hans im Glück. Die Figur scheint Fabian Rodel wie auf den Leib geschrieben. «Keiner wollte sonst diese Rolle übernehmen. Alle sagten, dass ich das am besten könne. Warum? Na ja, ich blödle halt auch sonst gern etwas rum», gesteht der angehende Handelsmittelschüler.

Vom Theaterstück, das die Klasse selbst aussuchen durfte, ist Fabian begeistert, auch wenn die Proben mit der Zeit etwas langweilig geworden seien. «Den Aufwand war es aber sicherlich wert», sagt Fabian Rodel . Seit April übten die Schüler das Stück ein. Lehrer Peter Müller gesteht: «Ich war zuerst nicht so sicher, ob wir dieses gewagte Theater wirklich aufführen können. Wenn die Schüler nicht von Anfang an so engagiert bei der Sache gewesen wären, wäre die ganze Inszenierung einfach nur peinlich gewesen.» Da die Klasse aber schon in der Vergangenheit immer wieder gezeigt habe, was in ihr stecke, sei er sicher gewesen, dass es gut komme.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Ein Minarett in Langenthal

Es kann gebaut werden. Die Baubewilligung wurde erteilt. Jetzt stellt sich noch die Frage, ob es denn gebaut wird.

Nach den zahlreichen Protesten und Meinungen zum Kunstminarett letztes Jahr auf dem Choufhüsi, wird wohl auch diese Mitteilung des Gemeinderates, so kurz und knapp sie auch ausfiel, nicht ganz ohne Aufhebens und weitere Diskussionen bleiben.

Nach Zürich, Genf, Wangen bei Olten, .... , (gibt's noch mehr?) wäre Langenthal auf alle Fälle hier mal vorne mit dabei.

O-Ton der gemeinderätlichen Pressemitteilung:
Minarett in Langenthal
Erteilung der Baubewilligung

Mit Datum vom 30. Juni 2009 wurde die Baubewilligung für das Baugesuch der Islamischen Glaubensgemeinschaft Langenthal (IGGL) Xhamia e Langenthalit für den Umbau des bestehenden Vereins- und Gebetsraumes mit Fassadensanierung und dem Erstellen eines Minaretts und einer Dachkuppe an der Bützbergstrasse 101a in Langenthal erteilt.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Flower Power Bus

Ich durchbreche heute mal den Grundsatz, dass ich nicht über die Schule blogge:
Meine Schülerinnen haben mir sozusagen zum Abschied den Bus bemalt. Sie wollten eigentlich den ganzen Bus, dann eine ganze Seite und schliesslich einigten wir uns auf die Heckklappe.

Sieht aber wirklich gut aus. Mir gefällt's. Danke vielmals. Ich werde immer an euch denken, wenn ich in die Ferien fahre. ;-)


P.s.: Wenn ihr bereits im Aufschrei begriffen seid, dass hier einer von der SP manchmal so ein ü10l/100km-Auto fährt. Ich brauch' den selten. Ich hab' noch 'nen anderen.

P.s. Wenn der Grundsatz schon für einmal durchbrochen ist, so wage ich auch die Platzierung des Hinweises, dass "meine" Kids morgen Abend ab 20 Uhr hier in der Schule ein wirklich gewagtes, aber sehr gutes Theater (dieses Mal ü10) vorführen. Falls Interesse erteile ich Auskünfte via Email oder per Tel, gell.