Dienstag, 30. Juni 2009

Stadtratssitzung Teilbericht 2

Ich überlege mir gerade, in wie viele Teilberichte sich die gestrige laaaaaange Sitzung unterteilen liesse. In viele. Das auf alle Fälle. Ich konzentriere mich nun halt auf mich. Das darf ich in meinem Blog wohl auch...

Erinnerst du dich an den Aufschrei, der durch's ganze Land ging, als es hiess, die Strompreise würden massiv erhöht?
Dieser Aufschrei setzte sich auch im Langenthaler Parlament fort und führte zu Vorstössen der SVP, der FdP und der SP. Allesamt scheinbar mit demselben Ziel, den Strompreis nicht exorbitant explodieren zu lassen. Aus Sicht letzteren Vorstosses - meinem - hätte dies damit beeinflusst werden können, dass der Gemeinderat abschliessend über die Höhe der Gebühren seiner Industriellen Betriebe - einer öffentlich rechtlichen Anstalt - bestimmen könnte. Dies wurde gestern deutlich abgelehnt. Ausser die SP und die Grünen war niemand dafür - obwohl alle sich dahingehend äusserten, dass es im heutigen Regime erhebliche Mängel gäbe, zum Beispiel in der Aufsicht über die Gebühren, was ich als sträflich, wenn nicht gar strafbar erachte, und welche dringend behoben werden müssten, befand die grosse Mehrheit in diversesten und teilweise kontroversen Begründungen Gründe für die Ablehnung meines Ansinnens. Nun könnte man vermuten, dass ich Revolutionäres verlangt hätte.
Wortlaut war aber der Folgende:
Motion betreffend Übertragung der Kompetenzen an den Gemeinderat zur Preisfestlegung der Gebühren für Wasser, Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignale Das Organisations- und Gebührenreglement der Industriellen Betriebe Langenthal (IBL) vom 18. September 2006 ist dahingehend zu ändern, dass der Gemeinderat abschliessend die Preise der Gebühren für Wasser, Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignale festlegt.

Begründung:
Das bisherige mit den IBL vereinbarte Regime führte in der Praxis dazu, dass der Gemeinderat politisch auf die Preisgestaltung der Gebühren in der Hoheit der IBL praktisch keinen Einfluss nehmen konnte, wenn diese den „Grundsätzen der Gebührenbemessung“ entsprach. Meiner Ansicht nach, genügt diese Regelung in der heutigen Zeit nicht mehr, sollte der Gemeinderat doch in wirtschaftlich schwierigen Phasen oder durch andere Umstände zumindest die Möglichkeit haben, sich in Rücksprache mit dem Verwaltungsrat der IBL von Artikel 34, Lemma 2 des Organisations- und Gebührenreglements der IBL zu lösen und eine flexiblere Preisgestaltung für Langenthal vorzunehmen:

2 Die Gebühren und Preise für die Versorgung mit Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignalen und für die weitern erbrachten Leistungen (Art. 32 ff) sind so zu bemessen, dass die gesamten Einnahmen aus den einzelnen Bereichen die jeweils darauf entfallenden Aufwendungen mit Einschluss der Abschreibungen, der Sicherstellung, der Werterhaltung der Anlagen und einer angemessenen Verzinsung des Fremd- und Eigenkapitals decken und überdies - unter Beachtung der gegenüber der Stadt Langenthal bestehenden Abgeltungspflichten (Art. 13) - ein angemessener Gewinn erwirtschaftet wird.

Konkret stellt sich hier die Frage, ob nicht – nach politischer Würdigung – auch ins Auge gefasst werden könnte, dass die Erhebung der Gebühren für ein oder mehrere Jahre einschliesslich aller Abgeltungs- und anderer Massnahmen nicht auch selbsttragend oder nach finanziellen Möglichkeiten der IBL kurzfristig defizitär ausgestaltet werden könnten, um die Standortattraktivität Langenthals, da insbesondere der Strom sich zur Zeit massiv verteuert, zu erhalten.
Insbesondere sind für eine Bemessung der künftigen Gebührenhöhe hinsichtlich einer politischen Einflussnahme folgende Artikel auch ins Auge zu fassen.
Artikel 27, Lemma 2:

Diese ist zu erteilen, wenn die Tarife den in diesem Reglement festgelegten Grundsätzen über die Gebührenbemessung entsprechen.

Der Gemeinderat soll pro Jahr über die Höhe der Preise inkl. der Konsequenzen für seine öffentlich rechtliche Anstalt IBL bestimmen können. Der Verwaltungsrat hat hierfür mit dem Gemeinderat Verhandlungen aufzunehmen, welche die Zukunft der IBL als öffentlich rechtliche Anstalt Langenthals sichert.

Reto Müller, Langenthal und Mitunterzeichnende
Wir (SP & Grüne) wollten damit erreichen, dass der Gemeinderat - respektive die Stadt - nicht nur für die IBL haftet und schlussendlich für Gewinn, Verlust, Erfolg und Misserfolg auch abschliessend verantwortlich ist, sondern in seiner öffentlich rechtlichen Anstalt auch das Sagen hinsichtlich der Tarifpolitik hätte. Heute bekommt er offenbar vom Verwaltungsrat nur ein Schreiben, dass die Gebühren den Grundsätzen des Reglementes entsprächen und nickt diese ab. Das wäre mir massiv zu wenig Einfluss. Eine Umfrage, welche ich bei anderen Industriellen Betrieben im Kanton Bern durchführte, zeigte, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin. Gänzlich alleine stehen wir zudem mit der im Reglement festgeschriebenen Forderung, dass nach Abzug aller Kosten, Aufwendungen und Abschreibungen immer ein Gewinn erzielt werden müsse. Ein Gewinn auf Kosten aller Gebührenzahlenden versteht sich. Macht denn ein Gewinn jedes Jahr und unter jedem Umstand für eine öffentlich rechtliche Anstalt, welche Arbeiten und Produkte im hoheitlichen Umfeld tätigt, aber wirklich Sinn?

Nun. Der Stadtrat hat gestern einen aus meiner Sicht mutlosen Entscheid gefällt. Alle sagten, man müsste etwas tun. Doch niemand ausser der SP und den Grünen wollten etwas tun. 21 Nein. 11 Ja. 3 Enthaltungen. Hierbei bewahrheitete sich einmal mehr unser neues Logo (so viel zur aktuellen Berechtigung).

Heute spricht in Langenthal jede Partei (auch wir) von Steuersenkungen. Von Gebührensenkungen sprechen auch alle, aber nur wir waren gestern bereit, effektiv etwas Konkretes in die Wege zu leiten.

Schade. Aber wir (bleibt wohl an mir hängen) bleiben dran.

Stadtratssitzung Teilbericht 1

Also. Ich bin unterlegen und zwar massiv. Mit 11 Ja zu 21 Nein und etwa 3 Enthaltungen stimmte der Gemeinderat gegen ein neues Regime in der Tarifgestaltung bei den Industriellen Betrieben Langenthals. Mehr dazu dann im Teilbericht 2. Hoffentlich Morgen. Gut. Da geht die Welt auch nicht unter. Deshalb. Item.

Warum ich nun blogge hat vor allem ja nur mit Rita, welche unbedingt noch einen Blogeintrag wünschte, zu tun und dem Wunsch nach der Sitzung - da es im Sitzungslokal ja nichts mehr gab - noch 1 Bier zu trinken und den komischen Rubbelkarten der ortsansässigen Brauerei und netten Kollegen, welche einem dann noch eins und noch eins und so ergab das eine das andere und diesen Blogeintragt...... und item 2..... morgen - respektive jetzt ist ein neuer Tag. Gute Nacht.

Sonntag, 28. Juni 2009

Das neue SP Logo


Jetzt wird alles besser.
Wir sagen einfach Ja.

Nun die SP Schweiz begründet den Logoentscheid natürlich schon etwas umfassender, nach dem Warum und Wieso (Video). Wir (kleine und mittlere Sektionen) müssen nun einfach schauen, wie wir das überall einpflegen wollen/werden und hoffen, dass die Richt(ig)linien des Grafikers nicht allzu streng ausgelegt sind. Es würde ihn eh nur enttäuschen.

Der Anfang von allem?

Mittwoch, 24. Juni 2009

Twitter Zeitalter

In besagter Timeline und Namics motiviert, machen wohl auch solche Blogeinträge mangels Zeit und Energie Sinn:
"Schnarch. Kaputt. Theater. Schule. Kostüme. Kulisse. Bus. Stress. Fertig. Vorerst. Kein Ende. Trotzdem. Schnarch."

Dienstag, 23. Juni 2009

Web 2.0 über alles in Parteikampagnen?

Heute dachte ich, dass ich über meinen riesig grossen ideologischen Schatten springe und mir erlaube, über eine andere Partei zu bloggen, welche mutig Elemente des Web 2.0 in ihre Kampagne einbaute. Da ich nicht genau weiss, wie es mit dem Urheberrecht steht, verweise ich bloss auf den Link:

http://wahlen.fdp-stadtluzern.ch/FDP.html


Vlogs. Wow.
Nummer 9 ist mein absoluter Favorit. Den würde ich auf alle Fälle wählen. Nummer 14 helikoptert mir argumentativ auch nicht schlecht.

Nun mal ernst:
Web 2.0 im Campaigning ist gut und recht, aber das ist so was von in die Hose gegangen. Unprofessionell gemacht. Vollkommen gestammelt, gestottert und gestaggelt. Absolut schlimm.
Ich mahnte heute meine Kollegen, mich vorher kalt zu stellen, falls ich mal mit solchen Ideen ankommen sollte. Zuerst fragte ich mich echt, ob es eine Folge einer bekannten Satire-Sendung sei oder eine Anti-Campaigning-Seite der Gegnerschaft. Das ist keine Campaign mehr, das ist bloss noch Pain.

P.s.: Der Spenderin danke ich für den Linktipp. Wir lachten uns im Büro krumm.

Montag, 22. Juni 2009

Der Welcome Back Aktenberg

Wer möchte tauschen? Gut, ist ja alles freiwillig...

Sonntag, 21. Juni 2009

Im zivilen Leben

Wieder da. Zurück im zivilen Leben. Für immer.

Heute musste ich nur noch rasch auf dem KP vorbeischauen und mich abmelden. Jetzt habe ich so eine Art Urlaub, bis zum Tag, an welchem der Kompanieabend stattfinden wird, den ich dann noch als allerletzten Militärtag besuche.

Etwas eigenartig war's schon, als ich sie heute auf den Zug begleitete. Gut, die Blicke bin ich mir inzwischen gewohnt, welche sie zwischen all den Einrückenden an einem Sonntagabend in der ganzen Schweiz und allen Bahnhöfen auf sich zieht. Heute bestieg sie den Zug schlussendlich alleine. Ich fand das immer recht lustig und auch cool, wenn wir gemeinsam im WK oder in den WK unterwegs waren, obwohl wir in Dienstkleidung - insbesondere in alle Öffentlichkeit - nie wirklich offensichtlich machten, dass wir zusammen sind. Ich weiss, dass diese Gefühle und Handhabungspraxis auf Gegenseitigkeit basieren. Ich bin echt stolz darauf, wie sie das alles schafft und was sie bis jetzt erreicht hat, in einer Umgebung, welche eher feindlich auf Weibliches und Linkes reagiert. Jetzt bleib ich halt Zuhause und sie geht ins Militär. Ich werde sie - obwohl ich vieles, sehr vieles in der Armee anzweifle - immer unterstützen- auch dort.

Zum Schluss darum noch etwas aus dem Nähkästchen:
Vor drei Jahren, als wir den ersten WK leisteten und die Kunde unserer privaten Bande noch nicht weite Kreise zog, da wir die Beziehung im Dienst - wie bereits gesagt - nicht offensiv leben (so viel zum Knutschen Chnübli), sprach mich ein damaliger Fahrer mal an:
Er: "Hej. Da dieser neue Leutnant, da die Frau, das ist noch eine heisse Katze. Was sagt wohl deren Freund dazu?"
Ich: "Kein Problem, ich bin ja dabei."
Er: "Hehehehe... ja ist schon gut."
Zwei Tage später kam er wiederum zu mir, aber ungleich bleicher.
Er: "Du hättest mir auch sagen können, dass das deine Freundin ist."
Ich: "Sagte ich ja."

Über diese Situation lache ich mich heute noch krumm. Das war wirklich witzig.

Nun bin ich halt nicht mehr dabei. Aber ausser der Tatsache, dass wir nun halt eine Woche getrennt sind, ist das für mich immer noch kein Problem. Und der Blog wird wieder um einiges politischer werden, was ihm auch nicht schaden wird.

Wann kann ich meinen Grümpel eigentlich abgeben?

Samstag, 20. Juni 2009

Die letzte Nacht im Militär

Als ich damals meinen ersten WK hatte, staunte ich (damals noch als Na-Sdt) in Interlaken ob des Typens, welcher seine letzte Nacht im Militär durchzechte und sich am Morgen danach - sozusagen - beklagte, dass sie ihn nicht in den Puff hereingelassen hätten, weil er eine Uniform trüge.

"Meine Güte ist der aber hässlich, so was zu wollen oder zu tun!", dachte ich damals und bevor ihr euch zu ängstigen beginnt ob meines Berichtes: "Ich denke auch heute noch 100% so!"

Einzige Parallele: Auch ich habe heute Abend meine letzte Nacht hier. Das letzte Mal in welcher ich mit 20 Männern ins Bett und Priska ins Hotel geht. Sozusagen. Da heute aber fast alle ausgeschwärmt sind, darf ich mich mit "bloss" 3 Männern im selben Zimmer begnügen. Ein Segen, wenn man bedenkt, dass ich ausgerechnet seit heute Morgen eines der Oropax nicht mehr finde.

Nun, vielleicht werdet ihr denken, warum ich denn - um diese Zeit - noch wach bin, wenn ich schon nicht durchzechen wolle.
Antwort: Nachtwache.
Ja. Auch das ziehen wir halt - seriös und pflichtverbunden, wie wir sind (mehr oder weniger) - bis zum Schluss durch.

Wehmut kommt bei mir bestimmt nicht auf, wenn ich das letzte Mal hier penne, aber das sagte ich schon mehrmals. Noch ein paar Minuten und dann kann auch ich mich für ein paar Augenblicke noch bis zum Abtreten hinlegen.

Bye, bye Militär. Es war nicht nur schön.
Das ist bestimmt etwas, das ich ohne schlechtes Gewissen und Strafverfolgung äussern darf und im Gegenzug lässt sich auch sagen: Es gab durchaus auch ganz gute Situationen. Die meisten davon haben mit besagter Frau Oberleutnant einen Zusammenhang oder mit meiner früheren Funktion. Aber vielleicht ist es auch mit letzterem so, dass die Vergangenheit trübt und vieles, was damals auch nicht so gut war, einfach über die Jahre in Vergessenheit geriet. In diesem Sinne: Tschou zäme.

Freitag, 19. Juni 2009

Online Zeitung lesen - Legislaturziele des Gemeinderates -> nef

Da die Armee heute wiederum mit einer logistischen Glanzleistung sämtliche Zeitungen an einen Standort sandte, obwohl wir mit dem heutigen Tag insgesamt vier Stützpunkte bezogen, war ich sozusagen gezwungen, online Zeitung zu lesen.

Mit dem hervorragenden Tool, das die AZ-Mediengruppe für "meinen" Tägu anbietet, ist das kein Problem. Wirklich gut und praktisch gemacht. Auch dass sich jede Seite oder die ganze Zeitung als pdf runterladen lässt, sucht in Sachen Digitalausgaben echte Nachahmer, damit's künftig auch mehr ohne Papier ginge, obwohl ich in Sachen Print wirklich ein echter Nostalgiker bin und es für mich nichts Schöneres als eine frisch nach Druckerschwärze riechende Zeitung bei einem guten Kaffee zu lesen gibt.


Da ich etwas Zeit vorrätig hatte heute, las ich die lokalen und regionalen News der Region der gesamten Woche und stellte mit Befriedigung fest, dass das Blabla auch weiter geht, wenn ich nicht direkt mitmische. Beruhigend. Dann kann ich auch problemlos mal zurücktreten, wenn ich genug vom Ganzen habe und/oder wieder mal (kommt periodisch vor) die Bedeutung lokalpolitischen Engagements in Frage gestellt sehe.

Etwas gestaunt habe ich, dass der Gemeinderat heute seine Legislaturziele in der Zeitung vorstellt, bevor er sie dem Stadtrat präsentiert hat. Kann auch sein, dass ich halt - da ich meine persönliche Post nicht kriege und sich zu Hause stapelt - nicht mit den nötigen Unterlagen dokumentiert wurde und nun halt als Stadtrat aus der Zeitung vernehmen darf, was der Gemeinderat in der kommenden Legislatur plant.

Einige Grundzüge konnte ich den Medien entnehmen:
Ich finde es gut, dass immer noch der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung gelten soll, total schockiert habe ich dann aber zur Kenntnis genommen, dass als erstes Beispiel unter diesem Leitsatz zur Umsetzung eine Strasse genannt wurde: Die Unterstützung des Autobahnzubringers Oberaargau.

Das beisst sich doch so was von....
"Nef!", sagt Sdt Müller.

Das Jucken in den Soldatenbacken

Ja. Es juckt mich manchmal doch noch in den Soldatenbacken. Nicht nur, weil sie vor lauter auf der Wache sitzen (vorhin auch wieder bis 2 Uhr) wund geworden wären, sondern auch, weil ich, wenn ich sehe, dass etwas in den Sand läuft, wobei viel Optimierungsbedarf und obwohl Potenzial vorhanden wäre, einfach meinen Mund nicht halten kann und es mich echt "vom Stüehli lüpft":

"Das geht so nicht."; "Das müsst ihr so machen."; "Ihr müsst besser kommunizieren."; "Ihr müsst motivieren und die Truppe auch mal loben."; "Einige der Jungs haben sich wirklich den A... aufgerissen und das ist euer Dank?."

Dass solche Botschaften von einem einfachen Soldaten gegen "oben" nicht immer sehr positiv verstanden und angenommen werden, kann ich durchaus verstehen, obwohl sie auch im Nachhinein etwas objektiver betrachtet, manchmal gar nicht aller Grundlagen oder Berechtigungen entbehren würden.

Ein AdA der Kompanie sagte schon vor Jahren: "Der Geist ist aus der Flasche entwichen." Er meinte damit nicht die Klosterfrau aus dem Melissengeist oder sonstig Alkoholisches, sondern der Korpsgeist aus der Kompanie. Ja. Früher war's easy oder easier. Heute nicht mehr. Gründe dafür sind, dass immer mehr Übungen à la Rekrutenschule in die Wiederholungskurse eingebaut wurden. In der Soldatensprache kann man sagen, dass der "Fick" von oben für alle in der Kompanie von Jahr zu Jahr zunimmt. Das spüren auch alle vom Soldaten bis zum Kadi und dies wiederum hat verschiedene Auswirkungen:

- Der Dienst ist nicht mehr so légère wie früher. (Das ist wohl von oben auf dem Weg zur besten Armee der Welt so gewollt....)
- Das ständige Üben und Beüben der AdAs und die stetig oder oft negativen Rückmeldungen schlagen enorm auf die Moral, bzw. den Truppengeist.

Was nun wirklich evaluativ oder als Summe für den Kernauftrag unserer Truppe besser wäre: a) die Schraube mit Füselzeugs und Hosengummis anzuziehen oder b) der Truppe den Einsatz im Kerngebiet durch theoretische Schulungen schmackhaft(er) und besser zu machen, was die WKs physischer wieder einfacher machen würde, wage ich nicht zu beurteilen.
"Kein Problem meiner Stufe...".

Auf Grund des Drucks auf das Kader, einerseits sämtliche Vorgaben der Vorgesetzten einzuhalten, andererseits die Truppe "bei Laune zu halten" - ein unmöglicher Spagat im Moment -, entstehen rasch und da eben nicht immer ganz lückenlos und klar informiert wird (oder werden kann) Diskussionen, Gerüchte, Fantasien und gleichzeitig ein grosses Streitpotenzial zwischen direkt führendem Kader und der Soldaterie. Und in all dem, dass ich als bald Aussenstehender hier in diesem Mikrokosmos menschlichen Zusammenlebens beobachte, frage ich mich einfach, ob es denn nicht möglich wäre, den Truppengeist zu finden und zu behalten, indem man trotz der Zunahme an grünem Ausbildungsteil mehr Verantwortung und Vertrauen nach unten delegiert und mehr versucht, die Truppe in die Aufträge einzubinden, anstatt sie als Gegner oder Widerstand der Aufträge anzusehen. Nein, demokratisch geht das im Militär natürlich nicht ganz, aber vielleicht doch mehr autokratisch?

Ich weiss, dass das vielleicht ein ewiger Wunsch des langsam Abtretenden bleibt und ich mir bei allen gut gemeinten Vorschlägen - die aus besagten Gründen nicht immer so gut ankommen, wie sie meinerseits gemeint sind - auch vorhalten lassen muss, dass ich ja auch hätte weitermachen können, wenn mir das so wichtig erscheint.

Ich weiss auch, dass es für die Kader halt nicht einfach ist mit gewissen "Nücheln", welche sich im Militär derart vor der Übernahme von Arbeit zu drücken verstehen, dass man kaum glaubt, dass sie sich im Privatleben selbständig ernähren können. Oder dass es Leute gibt, die nicht glauben wollen, dass der Befehl, dass sie das Duschzeugs im Rucksack mittragen sollten, wirklich durchdacht ist, sondern es als bessere Idee befinden, wenn sie die 200 Gramm Shampoo im Schlafsack eingewickelt per Duro transportieren lassen, der Schlafsack dann aber nicht in die Dusche geliefert wird - verständlicherweise, was den Soldaten ohne Duschzeugs dort über das Kader und die Scheissübung fluchend stehen lässt. Und dass es Nervensägen gibt, die immer alles besser wissen und dann gar noch darüber schreiben...

Und so schreibe ich doch und obwohl ich weiss, dass ich keine Wirkung habe und das keinen Einfluss haben wird: Mehr miteinander, offener und klarer kommunizieren und auch mal zusammen feiern, dann bleibt der Stress für Kader und Soldaten bestimmt kleiner und die Stimmung besser. Im Moment sind alle auch einfach ziemlich auf dem "Hund". Denn: Liebe Abteilung: Das war zuviel. Ihr habt über das Ziel hinaus geschossen und damit - aus meiner Sicht - die Falschen getroffen. Trotz der besagten speziellen Situation, dass ich als Soldat in bestimmten Situationen auch als "Angehöriger" eines Kaders gelte, bin ich auch als einfacher soldatischer Wachender aber zuversichtlich, dass sich das alles in den kommenden Wochen einrenkt. Habt ein wenig Nachsicht, viel Verständnis und umso mehr kollegiale Fürsorge füreinander.

Euer alter, ehemaliger Nachrichten-, abtretender, abgekämpfter Sicherheits-, Bürohhh...elfer-, Wach-, geliebter Soldat Reto M.

Wer's kolumnenartig mag, klickt jetzt zu ihr rüber.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Inspektion. Ein Wort, das uns bewegt.

Immer wenn ich im Militär bin, denke ich, dass ein Soziologiestudium äusserst interessant und reizvoll gewesen wäre.
Die enorme Vielschichtigkeit der Personen, welche man in diesem Dienst am Vater- bzw. Mutterland leistet, kennen lernt und zu denen man in seinem angestammten Leben wohl kaum den Kontakt gefunden hätte, ist wirklich faszinierend.

Dass man mit 31 Jahren immer noch in einem Zimmer zusammen mit zwanzigjährigen Jünglingen und anderen alten Schnarchern verbringt, ist doch auch spannend. Würde man sich dem privat oder sonst ungezwungen ausliefern? Wohl kaum. Nein, danke. Hier tut man es einfach.

Aber auch sonst haben die letzten Tage im Militär ihre spezielle Faszination. Wie schnell sich kommunikative Vakuen mit spekulativem Blabla (und das in einer Männerrunde) füllen, welche beinahe in die verbale Revolution ausarten, erstaunt mich wirklich. Ebenso schnell sind diese aber dann auch zerstreut und deshalb würde mich schon gelüsten mit einigen scheinbar viel "höheren" Menschen - wo gibt's denn heute so was noch - das direkte Gespräch zu suchen und sie auch zu fragen, weshalb die Organisation manchmal bis kurz vor Durchführung einer Übung einfach nicht klar scheinen - weshalb sie es denn damit schlussendlich überhaupt zulassen, dass überhaupt solche Vakuen für die direkt Führenden vor der Truppe entstehen können. Aber - und da will ich auch ganz ehrlich sein - ich bin in meinen letzten Tagen und lasse diese Fragen und Diskussionen, welche wahrscheinlich so oder so ziellos blieben, da früher oder später die Sinnfragen auftauchten, sein. Was ich aber feststelle ist, dass einige hier wirklich viel leisten. Vom Soldaten bis zu den Oberleutnants. Ich wahrscheinlich und da ich einen etwas geruhsameren Job in meinen letzten Tagen zugeteilt erhielt - ausgenommen. Heute waren die meisten AdA (Angehörige der Armee) von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr pausenlos auf den Beinen. Chapeau. Finde ich wirklich beeindruckend.

Aber was mich diesbezüglich auch erstaunt. Es ist ja nicht mehr die RS, aber: Alle machen mit. Uniformiert. Konformiert. Von den 20 bis zu den 34 jährigen Menschen hier ist zwar manchmal wörtlich viel Unmut zu hören, schlussendlich ziehen sie dann doch mit und dies kann man positiv, wie auch negativ werten. Irgendwie haben die uns damals in der RS etwas eingeimpft, das uns auch heute noch militärisch prägt. So überlegte ich mir beim Einrücken tatsächlich, ob ich nicht den früheren Zug nehmen sollte, um ja nicht zu spät zu kommen oder dass ich für die morgige Inspektion doch noch mal meine Schuhe putze, um ja konform in der Wache sitzend zu sein.

Krass, oder? Ein Wort, das uns plötzlich wieder alle in die Gänge bringt: Inspektion. Morgen.
Was, wenn wir es einfach nicht geschehen lassen würden. Im Militär gegen den Strom zu schwimmen, individuell die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, bleibt aber wohl unmöglich, ansonsten soziologisch das ganze System Armee, Militär und schlussendlich Krieg nicht stattfinden könnten.

Nur. Wäre das denn so schlimm?

Dienstag, 16. Juni 2009

Die SP geht im Web2.0 neue Wege

Ja, es gibt auch in diesen Zeiten in grün noch Dinge, die mich positiv überraschen können und wenn es dann auch noch aus der eigenen Partei kommt, umso besser.

Ich erhielt heute zuerst einen der wenig populären aber weit verbreiteten Newsletter. Der Inhalt war aber brisant und höchst des Web2.0's würdig. Chapeau.

Einerseits wird auf den SP-Blog verwiesen, welcher sich dann effektiv auch dahingehend würdig erweist, als dass es heisst:

Du bestimmst mit, wofür die SP kämpft!

Die SP stellt heute fünf konkrete Ideen für eine eidgenössische Volksinitiative öffentlich zur Diskussion. Bevor der Parteitag am 17. Oktober über die Lancierung entscheidet, wollen wir deine Meinung hören: Mach mit und beteilige dich jetzt an der Diskussion hier, auf unserem Blog oder auf Facebook. Sag uns deine Meinung, bringe deine Argumente ein und stimme für deine Lieblings-Initiatividee ab. Diese Fünf Vorlagen stehen zur Auswahl:

Lohndumping verboten – für einen Mindestlohn!
Bringt knapp und klar auf den Punkt, wofür die SP kämpft – für einen Mindestbruttolohn von 3500 Franken und somit für die Menschen mit den kleinsten Einkommen.

Neue Energien für neue Arbeitsplätze
Die Krise wütet, Menschen verlieren ihren Job. Mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien schaffen wir tausende neue Stellen und schützen unsere Umwelt.

Die Gesellschaft modernisieren – Elternurlaub für Mutter und Vater
Eltern sollen nach der Geburt ihres Kindes Anrecht auf sechs bis zwölf Monate Elternurlaub haben. Finanziert über die Erwerbsersatzordnung, soll dieser die Kinderbetreuung gewährleisten.

Familien entlasten, Erbschaften belasten
Für Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 25 Jahre soll die Grundversicherung kostenlos sein, finanziert über eine nationale Erbschaftssteuer.

Für ein flexibles AHV-Alter – 40 Beitragsjahre sind genug
Das fixe Rentenalter trägt der individuellen Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht Rechnung. Anspruch auf eine AHV-Rente soll in Zukunft haben, wer während 40 Jahren Beiträge einbezahlt hat.

Dann folgt der Verweis auf die Abstimmungsseite, auf welcher man effektiv den Favoriten küren kann.
Ich bin echt begeistert. Das ist moderne Politik, das ist ein optimaler Einsatz von Web 2.0. Das ist bewegte und mitbestimmende Politik. Danke. SP.

Militärphilosophie

Wie viel Philosophie und Blog verträgt eine solche Nacht in grünem Gewand, wohl wissend dass nicht alles gesagt, geschweige denn geschrieben werden darf, in diesen Foren und Gefässen, die auch vom Mossad, Al-Quaida, der MP oder anderen schrägen Vereinen durchschaut werden könn(t)en?

Wohl nicht viel und so ringe ich meinem jetzigen nächtlichen Wachsein auf alle Fälle Gutes ab, indem ich denke, dass es für die anderen so auf alle Fälle besser ist. Aus dem Zimmer, in welchem ich mich bald auch niederlegen werde, sind bereits einige schnarch-schnatternde Geräusche zu vernehmen, was meine Lust auf drei Stunden Schlaf nicht wirklich steigert. Bloss drei Stunden bis wiederum im Verband eine gewisse Verantwortung aufgeladen wird. Sie mag klein sein und zumindest ansatzweise kompensieren, was man im grünen Militärgewand sonst an höhere Stelle zu delegieren pflegt: die Wahl der Kleider, die Wahl des Essens und deren Zubereitung und tiefdringenderes Denken, wobei Letzteres manchmal auch in höheren Chargen gänzlich in Delegation zu Tode erliegen scheint.

Henusode. Ich zähle rückwärts und schaue vorwärts und bevor mir irgendwelche Philosophie-Studierten kommen und sagen: "He, das ist nicht wirklich Philosophie im eigentlichen Sinne, was du hier vor dich hinbrösmelest, höchstens Hosensackpoesie.", mag ich nur erwidern.

"Schribs du es mal es Tegscht zmittss iders Nacht." ;-)
Danke, Muzzafer (via Mike Müller, nicht verwandt.)

Montag, 15. Juni 2009

Samariter im Tägu

Ich wusste gar nicht, dass ich schon ein eigenes Kürzel habe beim Tägu:
RML.
Klingt auf alle Fälle nicht schlecht, auch wenn im Moment die Aversion auf Abkürzungen akut erhöht ist.
Nur so zur Info nach der Frage "Weshalb?": Dem Samariterverein Langenthal war ich noch einen Gefallen schuldig und zwar aus dem Jahr 2006, als sie während der Einrad-WM wirklich krasse und lange Einsätze geleistet haben und sich überdies enorm flexibel zeigten, was uns oft aus der Patsche half. Und so schrieb ich ihnen auf Anfrage diesen Artikel, welcher freudigerweise in beiden Lokalmedien, BZ und Langenthaler Tagblatt, Niederschrift fand. Danke.


Keine Sorge. Ich avanciere nicht auch noch zum freien Journi, neben diesem Blog-Geschreibsel hier, fehlte mir dazu nebst dem nötigen Talent auch einfach schlicht die Zeit.

Samstag, 13. Juni 2009

Wir sind im WK... die Presse berichtet.

Als ich heute Morgen die Zeitung aufschlug, hatte ich eine Vorahnung, dass Käru über die momentan herrschenden Zustände im Hause Grütter-Müller kommentieren könnte
(siehe 2. Abschnitt):


Ich habe mich auch seit über 3 Jahren nun gefragt, ob es sowas wohl wirklich zweimal gibt, dass da Partner und Partnerin in dieselbe Kompanie für einen WK einrücken.
Mich gelüstete auch immer eine Kolumne während eines WKs dazu zu schreiben à la Schneider und Schreiber in der Coop-Zeitung. Der Soldat und der Offizier, die sich privat lieben, das Militär - auch in ihrer gemeinsamen Zeit - aber mit verschiedenen Graden und auch aus verschiedenen persönlichen Überzeugungen völlig unterschiedlich wahrnehmen.

Nun es hat sich nicht ergeben, dazu sind wir beide auch politisch zu exponiert, als dass wir uns nun da auch noch Plattformen rausnehmen würden. Bald ist es für mich nun sowieso vorbei und Wehmut bleibt nicht zurück. Für mich ist es gut so, dass es militärisch zu Ende geht. Es wurde mit den zunehmenden (Alters-)Jahren nicht einfacher. Was mich nicht minder beeindruckt, ob der freiwilligen Leistung, die Priska in diesem "Verein" erbringt und was sie bisher erreicht hat. Chapeau, Frau Oberleutnant.

P.s.: Wer's halt diesbezüglich kolumnenartig mag, muss nun auf ihren Blog wechseln.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Chrämerhuus - Chillout am Freitag

Nun. Es gibt heute wirklich nichts Militärisches zu berichten und deshalb lassen wir das doch auch am besten (fast) sein... ich habe heute ganze 2 Stunden Wache geschoben und geholfen 6 Tische zu zügeln und... also das war's eigentlich schon.

Dafür freue ich mich jetzt schon sehr auf das Nachhause kommen morgen Freitag. Versüsst wird es mit einem Abend im Chrämerhuus, obwohl man das gratis Bier zwischen neun und zehn Uhr ja nicht wirklich Versüssung nennen kann... Bier ist ja zum Glück nicht auch noch süss. Oder ist Eve-Bier auch gratis?

Kommt auf alle Fälle vorbei. Es lohnt sich. Ich würde mich freuen.
(Gibt's unter euch Bloggern oder Lesenden eigentlich eine/n DJ?)

Nun. Ich merke, dass ich mir schon wieder zu viele Gedanken mache, um in diesem grünen Mehrfrucht-Tarnkombi zu stecken und beende deshalb das Märtyrium meines auf Schwachstrom eingestellten Hirns.

Reto M. over and out. Wir sehen uns morgen Freitagabend im Chrämi. Zivil...

Mittwoch, 10. Juni 2009

Dienst tun... zum letzten Mal... oder so.

Die Tage in grün.
Die Zeit hat ein ganz neues Potential und auch eine neue Bedeutung. Sie ist wahrlich in Hülle und Fülle vorhanden. Ein Zustand, der sich sonst in meinem Leben wahrlich nicht oft einstellt.

Ansonsten sind die militärischen Tage geprägt von den bekannten, immergleichen Abläufen. Etwas tun, warten, wieder ein wenig tun, warten, warten, essen, verdauen, etwas tun, warten, warten, essen, verdauen, schlafen.

Neu prangt an der Eingangstüre zu unserer Unterkunft ein Schild: "No Video." - was einen darauf hinweist, dass die Bestimmungen - beziehungsweise die Kommunikation derselben, keine Bild- und keine Videoaufnahmen zu machen - verschärft wurden. Und auch in diesem Jahr ergibt sich dadurch die Schwierigkeit für meinereiner, worüber ich denn nun schreiben sollte oder könnte, wenn man schon nicht bilden darf - oder so ähnlich. Das Thema im letzten Jahr, war ja dann fast omnipräsent und ich hoffe, dass uns in diesem Jahr solcher Trubel erspart bleibt.

Auch wenn ich zugegebenermassen nicht oft den Sinn der Sache hier oder andernorts im Militär im ersten Anlauf erkannte, so ergeben sich doch in diesem Jahr gleich zwei grosse Vorteile:
a) noch 13 Tage insgesamt.
b) sie ist auch da.

Wer kann das schon von sich behaupten, dass er, wenn er in den Dienst einrückt, dies wenigstens mit seiner Partnerin tun kann. Und alles Zufall. Wir lernten uns kennen, bevor wir das erste Mal gemeinsam einrückten.

Dienstag, 9. Juni 2009

Grümpu

Gut. Es ist das letzte Mal. Immerhin... Hoffentlich verläuft's auch blogmässig ruhiger als letzten Sommer.

Montag, 8. Juni 2009

Interview Nadine Masshardt: Parteifinanzierungstransparenz

Nadine Masshardt, jüngste Grossrätin des Kantons Bern, griff das Thema zur Parteifinanzierungstransparenz in der laufenden Legislatur im Kanton Bern auf... und scheiterte mit ihren Anliegen für Transparenz bei den kantonalen Parteikassen und die Offenlegung der Geldflüsse bei Wahlen und Abstimmungen nur knapp.


Im folgenden Interview bezieht sie in diesem Blog Stellung zu drei Fragen des aktuellen Themas:

Nadine Masshardt, du hast einen Vorstoss im Kanton Bern zur Offenlegung der Parteifinanzen bereits im Jahr 2007 eingereicht. Er wurde mit nur 4 Stimmen beim ersten und beim zweiten Punkt (Offenlegung bei Wahlen und Abstimmungen) gar mit nur 1 Stimme Unterschied abgelehnt. Warum misstraust du den Parteien und ihren Finanzgebern?
Ich misstraue den Parteien grundsätzlich nicht, will aber mehr Transparenz für die Wählerinnen und Wähler. Sie sollen wissen, woher die Parteien das Geld erhalten, von wem sie finanziert werden. Neben dem Parteiprogramm, ist auch dieses Wissen wichtig für die Meinungsbildung.
Es ist ein normaler demokratischer Prozess, dass Verbände oder Unternehmen mit der Politik im Dialog stehen, und dass sie gewisse Projekte, die ihre Interessen tangieren, unterstützen oder bekämpfen. Dies muss jedoch transparent sein und offen gelegt werden. Denn nicht selten wird durch Wahlkampf- oder Parteienfinanzierung auch die Unabhängigkeit der Politikerinnen und Politiker in Frage gestellt.
Dank dem Register der Interessenbindungen kann sich jeder Bürger und jede Bürgerin ein Bild darüber machen, ob die Grossrätinnen und Grossräte im Zusammenhang mit einem bestimmten Geschäft eine gewisse Interessensbindung haben und dadurch nicht mehr ganz frei darüber entscheiden können. Weshalb soll diese Transparenz nicht auch bei den Parteien gelten?

Weshalb hast du diesen Vorstoss damals eingereicht?
Ich habe die Motion nach den letzten Nationalratswahlen eingereicht. Die Wahlbeobachterinnen und Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) empfahlen damals der Schweiz entschieden, die Finanzierung von Parteien offen zu legen. Ohne Offenlegung ist es laut der OSZE möglich, unbemerkt grossen Einfluss auf die Politik zu nehmen. Im vergangenen Nationalratswahlkampf hätten die Parteien und Kandidierenden mehr Geld als jemals zuvor bei einer Wahl in der Schweiz ausgegeben. Zu diesen Schlüssen kam die OSZE in ihrem Bericht zu den Schweizer Wahlen im Oktober 2007. Sie ist der Meinung, dass Transparenz zentral ist für demokratische Wahlen. Dies entspricht übrigens auch den Richtlinien des Europarates. Beides sind Organisationen, die eine ausgewiesene Fachkompetenz in Fragen von Demokratiestandards besitzen.
Das Resultat des OSZE-Berichtes zeigt: Bei der Transparenz über Herkunft und Verwendung der finanziellen Mittel der politischen Parteien hinkt die Schweiz anderen Ländern in Europa deutlich nach.
Ich will einen fairen Wettbewerb um politische Macht. Deshalb ist es nötig, Rahmenbedingungen und Spielregeln aufzustellen. Es geht dabei um Chancengleichheit, Transparenz und Offenheit gegenüber der Öffentlichkeit – und es geht auch darum, dass alle Parteien nach denselben Regeln ihre finanziellen Einkünfte offen legen.

Im Zuge der neuerlichen Parteispende der UBS an die CVP, welche nun pressemässig hohe Wellen schlägt, sind die Volkssympathien scheinbar klar für mehr Transparenz. Haben nun weitere kantonale Vorstösse in diese Richtung mehr Erfolg in den Parlamenten?
Es wurde bereits im Juni 2008 bei der Abstimmung im Grossen Rat sehr knapp. Die Zeit und auch die aktuellen Ereignisse sprechen eindeutig für uns und ich hoffe, dass mein Vorstoss in der neuen Legislatur 2010-2014 überwiesen wird. Das Volk will zu recht mehr Transparenz. Mehr Fairness in der Politik ist gefordert.



Besten Dank Nadine und weiterhin viel Erfolg.

Sonntag, 7. Juni 2009

Blogger formieren Widerstand gegen Parteispenden

Etwas ist nun raus: Der Widerstand gegen das Gebaren der CVP in Zusammenhang mit einer Spende der UBS und dem Resultat der Ständeratsabstimmung zur Rückweisung der Lohndeckel-Vorlage an die vorberatende Kommission verstärkt sich. Unter der Federführung des Swiss-Lupe Blogs beraten einige Polit-Blogger darüber, ob und wie man die Spenden, welche FdP, CVP und SVP in der Höhe von mehreren Hunderttausend Franken aus der Privatwirtschaft erhalten, künftig verhindern oder zumindest für die Wählenden transparent offen legen kann. So wird unter anderem beraten, ob eine Volksinitiative lanciert werden soll, 150'000 Unterschriften, welche eine Parteifinanzierungstransparenz ein für allemal auf höchster Stufe fordert. Gemäss meiner Einschätzung hätte ein solches Vorhaben im Moment bestimmt eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Denn es gibt - aus meiner Optik - keine Gründe, weshalb die Parteien nicht sagen müssten, woher sie ihr Geld beziehen. Warum wollen es die bürgerlichen Parteien nicht sagen? Das ist eine Frage, auf welche ich einfach keine Antwort finde(n will).

Dass sich der Widerstand nun gerade unter den bloggenden PolitikerInnen formiert, scheint mir einleuchtend: Transparenter als wie wir unsere Politik pflegen, kann man es wohl gar nicht tun. Zudem sind wir schweizweit durch unsere Blogs und den Themen, die wir einerseits selbst lancieren und andererseits voneinander lesen, ständig informiert und über die Partei- und geographischen Grenzen verknüpft.

Eher erstaunt hat mich das bereits grosse mediale Interesse an diesem Vorgehen. Der Sonntag schrieb einen Artikel - für die bis jetzt beteiligten Blogs reichte es allerdings nicht mehr in die Printausgabe, sondern nur online.
Und. Siehe da - gar im Vorwebzeitaltermitteilungssystem - im Teletext:


Schlussendlich zeigen alle Berichte der Medien und die Empörung der Bevölkerung scheinbar auch Wirkung. Die CVP will laut Aussagen der Sonntagszeitung nun doch auf die Spende der UBS verzichten, derweil gleichzeitig öffentlich gemacht wird, dass die FdP von gewissen Lobbyisten erpresst worden sei. Das riecht ordentlich sumpfig. Auf alle Fälle kann oder wurde hier wiederum viel Gesch... ehh Vertrauen zerschlagen. Auch wenn die CVP nun auf die Spende verzichtet, so hat sie ihre Reputation bereits zerstört. Wer glaubt denn nun noch, dass die CVP aus lauteren Gründen auf das Geld verzichten wird und nicht aus staatsmännischer Vernunft?

Die bisher beteiligten Blogger, denen man sich auch noch gerne anschliessen darf:
http://swiss-lupe.blogspot.com/
http://www.ignoranz.ch/
http://www.kyriacou.ch/
http://retomueller.blogspot.com/
http://www.patrickangele.ch/
http://www.gerardo.li

Nachtrag am 8. Juni 2009:
http://www.augenreiberei.ch

Ich spende dir, so stimm' du mir.

In regelmässigen Abständen bloggte ich bislang über diese Thematik.
Zum Beispiel letztmals hier, hier oder hier. Es lässt mich nicht ganz los und dies auch nicht ohne Grund, denn ich trage in dieser Sache einige offene Fragen mit mir mit:

Warum darf niemand - auch nicht deren Wählende - wissen, woher die Gelder kommen, welche die Parteien tagtäglich zur Erledigung ihrer Arbeit benötigen?
Warum stimmten die bürgerlichen Parteien bisher gegen sämtliche Vorstösse, welche eine erhöhte Transparenz bezüglich Parteispenden verlangten?
Warum gelingt es nicht, das politische System - sprich die Parteien und die Politikerinnen und Politiker - gänzlich von privaten Spenden zu befreien, indem wir sie halt vielleicht steuerfinanziert besser entlöhnen würden?

Ich weiss, ihr lest dieses Blog nicht, um von mir Fragen aufgetischt zu erhalten. Ihr wünscht euch von den Politikerinnen und Politikern Antworten. Was nun, wenn diese eigentlich einfach wäre, aber 150'000 Unterschriften zwischen Vision, Realität und schlussendlich einem besseren System stünden?

Antworten folgen... bald...

Samstag, 6. Juni 2009

B-Openair 09

Ja, es regnet. Aber das stört uns auf dem Gurten ja jeweils auch nicht wirklich. Die Kids stört's nicht wirklich, so wie die vor der Bühne abgehen. Hauptsache lokale Hiphopper. ;-)

2 Tage ohne

Sorry, dass es etwas dauerte, aber ich musste mir und anderen (gell, N. und D. es ist kein Zwang!) etwas beweisen.
Es geht auch ohne... Blog und trotzdem trauere ich den vielen netten Geschichten nach, welche sich hier hätten binnen der 2 Tage erzählen lassen, von Feiern über neue Regierungsratspräsidenten in Langenthal, bei welchen uns die Vertreter der Aussengemeinden - obwohl wir keinen Ausgleich der Zentrumslasten Langenthals durch den Kanton erhalten - unser Onyx-Geld vom Apéro Riche tafeleten oder von Ausflügen in Rutschbahnwelten und immer wieder von etlichen Begegnungen.

Etwas Ausgleich fand ich beim Lesen und Beantworten der Emails, welche ich mittlerweile von Bürgerinnen und Bürgern in der Region zugestellt erhalte, welche scheinbar nicht kommentieren wollen. "Es isch e chli anonymer so...". Insbesondere die Krankenkassenprämiengeschichte scheint die Leute und ihre Meinungen zu bewegen. Im Moment erhalte ich Geschichten von Schicksalen zugesandt, welche sich zu veröffentlichen lohnen würden. Die Medizin macht heute vieles möglich, zu eine hohen Preis. Aber das ist nicht alles. Sie kann auch nicht alles.

So, ab ans B-Openair in Bützberg. Das Fest der Jugendlichen und ihre Arbeit.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Politisches Werben über Facebook

Noch immer bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich funktioniert, via Facebook Werbung oder gar Druck zu machen für politische Anliegen. Irgendwie haftet den meisten Gruppen dort, welche es schaffen, aus dem Stand hinaus viele Mitglieder zu vereinen etwas Niederschwelliges, manchmal gar Anrüchiges an.

So ist es nicht erstaunlich, dass unsere "staubtrocken" aufgezogene Gruppe, da stets auf Seriosität und Vertrauen basierende Organisation des Mieterinnen- und Mieterverbandes Kanton Bern unter 100 Mitgliedern dümpelt, wobei ähnliche Gruppen wie diejenige der SP Kanton Bern unter denselben Marotten, wenn auch mit leicht mehr Erfolg - Politos sind eher in Facebook aquirierbar als Mietende - agieren. Angenommen wir würden wohl aber eine Gruppe gründen: "Ich könnte meinem Vermieter pausenlos die Fr.... polieren!" hätten wir binnen kürzester Zeit Tausende Mitglieder.

Abgesehen von meiner mir immer noch nicht zu nehmenden leichten Skepsis gegenüber Fratzenbuch und den mittlerweilen zahlreichen sogenannten "Freunde", erreichte mich heute die Gruppenanfrage:

Schluss mit korrupten Parteien - Offenlegung der Parteienfinanzen!

Es reicht! Die Finanzierung von Parteien durch Unternehmen und Grossbanken - auch genannt Korruption - soll endlich ein Ende haben!
Dass die Grossbank UBS die bürgerlichen Parteien jahrelang geschmiert und damit griffige Regulierungen verhindert hat, ist inzwischen bekannt. Dass sie das aber – mit Steuergeldern! – weiterhin tut hat erst ein Artikel im letzten „Sonntag“ aufgedeckt.
Die Hintergründe dieser Spendenaffäre sollen nun genau geklärt werden. Der zeitliche Ablauf lässt keine andere Schlussfolgerung zu, als dass die UBS sich mit der „Spende“ vom drohenden Lohndeckel freigekauft hat.
Die JUSO Schweiz wird bei der Bundeskanzlei Strafanzeige wegen Verstoss gegen Artikel 322ter und 322quarter StgB einreichen (bestechen und sich bestechen lassen).

Wir laden jedefrau und jedermann an, diese Strafanzeige mit zu unterschreiben. Eine eMail mit Name, Vorname und vollständiger Adresse an info@juso.ch genügt.

Desweiteren braucht es jetzt endlich eine Offenlegung der Parteienfinanzen - Die Demokratie gehört dem Volk!
Nun. Das ist eine Gruppe, die ich voll und ganz unterstützen kann und der ich ohne Zögern beitrat. Ich kann nur empfehlen, falls ihr auch "Community"-Mitglied seid, es mir gleich zu tun.

Dienstag, 2. Juni 2009

Geständnisse, die die Welt nicht erwartet hätte

Weil's gerade Mode ist, sollte man sich zu etwas bekennen.

Also. Wenn unser Ex-Mister Schweiz Stefan schon nicht die Gerüchte bestätigen wollte, dass er etwas gay sei, obwohl eine ganze Community darauf Wetten abschloss, so brauchen wir doch einen neuen Mister Schweiz namens André, welcher sich nun heute als funktionaler Analphabet outet und nach Ultimo-Mister-Renzo auch als Mister gross Schlagzeilen macht, welche gar der Tagesschau würdig sind. Und was für welche: Solche, die er in gewissen Medien nur mit Mühe lesen kann.

Zumindest hat er nun wohl erreicht, dass die zahlreichen neuen Werbeverträge, die er dank der Publicity mit dem Outing hereinholte, ihm hoffentlich nun vorgelesen werden.

Wenn ich die satirische Ader in mir beiseite lasse, so stellt sich mir als Pädagoge schon die Frage: Wäre es möglich, dass sich in deiner Klasse Analphabeten oder funktionale Analphabeten "verstecken"? Also grundsätzlich wäre es nicht auszuschliessen, obwohl die Testsysteme, basierend auf Computer oder Papier respektive deren Resultate schon oft nach Zufallssystem ausgefüllt werden müssten und wohl nur schlechte Ergebnisse ausgeben würden, was einem doch auffallen müsste. Sowas wäre mir bisher nicht aufgefallen. Das Problem am Analphabetismus ist wohl aber, dass die Grenze unklar und nicht definierbar ist. Klar gibt es bessere und schlechtere Lesende und Schreibende, aber ab wann reicht es, dass jemand mit dem Gelernten in der Schule auch durch das ganze Leben kommt, auch wenn er nach der Lehre kein Buch mehr liest? Und ich meine damit absolute Basics.

Unvorstellbar für uns, welche täglich schreibend oder lesend tätig sind.

Und dann noch zu meinem "modischen" Bekenntnis:
Obwohl ich jährlich in die Hautkrebskontrolle gehe (ich gehöre zu einer Risikogruppe), verbrenne ich mir immer beim ersten Schwimmbadbesuch die Schultern. So auch heute. Damn.

Montag, 1. Juni 2009

Das Recht am eigenen Bild. Auch für Fotografen?

Ich gehöre nun halt zur Sorte, welche das Internet nicht nur mit Informationen füttert, sondern daraus auch solche bezieht. Nach der Meldung des Absturzes eines Flugzeuges vor Brasilien von heute klickte ich auf blick.ch auf ein Video, das zwar nicht viel aussagte, als die verstörten Gesichter scheinbarer Angehöriger, was mich einerseits an meiner Wahl der Informationsquelle zweifeln liess, aber auch andere Rätsel aufgab.

Am Ende kommt jeweils ein animierter Abspann der Ringier Press. Vollton, Vollfarbe, voll animiert, voll krass, voll durchdacht. Meint man, doch:

Dort ist auch ein Bild eines Fotografen zu sehen. Siehe hier ab 1 Minute. Nämlich das folgende der
Quelle: Screenshot von www.blick.ch
(http://www.blick.ch/news/ausland/wurde-flug-af-447-vom-blitz-getroffen-120461)

Nun: Dieser Fotograf - da bin ich mir fast zu 100% sicher - arbeitet nicht bei Ringier. Diese Frisur habe ich schon hinter Fotoapparaten zu BZ-Artikeln entdeckt (so ist das halt bei Politikern: den Journi erkennst du am Mund und den Fotografen an der Frisur.) Sie gehört zu einem Mann mit zwei Vornamen als Namen, wovon einer Peter ist und zum Kuriosum: Die Berner Zeitung gehört zur Tamedia.

Ob sich mein Verdacht aber erhärten liesse, ob es tatsächlich der vermutete Fotograf ist, ob da tatsächlich genug von besagtem Fotograf zu sehen ist, als dass dieser das Recht am eigenen Bild von Ringier einfordern könnte, ob er mit dem Bild einverstanden war oder manchmal nicht nur für die Tamedia sondern auch für Ringier arbeitet, wird wohl ebenso unbeantwortet bleiben, wie diejenige, ob ich mich mit dem obigen Screenshot nicht mindestens ebenso strafbar mache...
aber so ist das halt mit diesem Internet. Es braucht Bilder, es geht schnell, es ist grenzwertig.

Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen

Wird man die drohenden happigen Prämienaufschläge tatsächlich mit einer Petition in den Griff kriegen?
Eher nein.
Wird sich Monsieur "l'état c'est moi"-Couchepin tatsächlich von einer Bittschrift beeinflussen lassen?
Eher nein.

Wie ihr seht: Ich erahne diesbezüglich nicht viel Positives und trotzdem habe ich die Petition, welche der Schweizerische Konsumentenschutz SKS auf seiner Homepage lancierte, natürlich unterschrieben.

Was dort steht, kann ich nämlich mit meinem Namen unterschreiben und voll und ganz unterstützen, obwohl ich grundsätzlich zweifle, ob der Bundesrat sich dahingehend zu Massnahmen zwingen wird oder doch lieber den Versicherten eine massive Erhöhung aufdrückt:
Der Bundesrat muss sofort handeln:

Massnahmen gegen Kostenexplosion gehören nicht länger auf die Wartebank!

(...)

Sparen ist möglich, ohne Qualitätseinbussen:

  • Durch Massnahmen bei den Medikamenten, insbesondere den Medikamentenpreisen, lassen sich 800 Millionen Franken einsparen.
  • Makler erhalten hohe Provisionen von den Krankenkassen, wenn sie junge, gesunde Versicherte anwerben. Diese Praxis muss unterbunden werden – damit lassen sich weitere 200 Millionen Franken einsparen.

Inzwischen ist zu viel wertvolle Zeit verplempert worden, doch der Bundesrat hat es in der Hand, sofort Einsparungen von einer Milliarde Franken - also 5 Prämienprozenten - anzuordnen!

Wo finde ich eigentlich die Petitionen, welche Bundesräte man gerne zum Rücktritt bewegt haben möchte? Gibt's das ausserhalb Facebooks?

Lassen wir die Satire und unterschreiben, auch das ist ein Zeichen. Immerhin...