Donnerstag, 30. April 2009

Ein Präsident auf geistiger Gratwanderung

Das SP-Präsidium entwickelt sich zuweilen als heikle Gratwanderung. Ich entscheide manchmal nach meinem eigenen Gutdünken und diese Entscheidungen und persönlichen Meinungen, werden dann sofort als Gesagt-Getan der ganzen SP Langenthal interpretiert.

Dass der „Job“ nicht ohne Widerstand oder Kritik zu machen sei, wusste ich. In einer derart heterogenen Partei, mit einem lokalen Spektrum von Links bis Mitte-Links-Liberal, einer altersmässigen Durchmischung von jung und erfolgreich, bis alt und erfolgreich ;-) bin ich doch mittlerweile schon fast erstaunt, dass sämtliche Äusserungen und Aktivitäten meinerseits bisher intern noch nicht zu Kritik führten. Sehr wahrscheinlich sind dies auch noch erste Tage, Wochen und Monate, welche mir zur Schonung gereicht werden. Spätestens wenn es dann um Wahlen geht, wenn die ersten Seelen enttäuscht und verbittert die Schuld für die eigene oder parteiliche Niederlage bei der Parteileitung suchen, werde ich bestimmt mein Fett weg bekommen. Es kann aber auch sein, dass ich dermassen steril gegenüber Anfeindungen geworden bin, nach 10 Jahren in der Politik, dass ich es gar nicht mehr merke, denn auch von politischer Gegenseite verspüre ich im Moment viel Zuspruch, was ja an und für sich kein Kompliment wäre, wenn wir nicht alle hier manchmal "so schrecklich" nett miteinander wären, was ja wiederum auch schön ist, da wir konkordant so oder so alle im selben Boot sitzen und rudern - manchmal mehr, manchmal weniger im Wasser und das bestimmt dann auch die Geschwindigkeit in der es vorwärts oder eben nicht geht.

Ansonsten bleibe ich mir glaub’ ziemlich treu. Wenn mich was nervt, sag’ ich das, auch innerhalb der eigenen Partei. Wenn ich etwas will, dann reiss' ich das auch an.
Das kann dann auch mal ins Auge gehen, aber dann wird die Kritik begründet und berechtigt sein und davor fürchte ich mich nicht.

Was effektiv kürzer kommt und jetzt muss ich dem Mann aus der BZ schon fast Recht geben, ist dieses Blog. Aber ich geb’ mir Mühe. Und wenn dann erst mal der 1. Mai, zu dem ich alle hier Lesenden herzlichst einlade und zum Beispiel diese „neue“ Veranstaltung (ja, wir geben Gas) durch sind, bleibt bestimmt auch mehr Zeit zum Bloggen übrig. Oder so ähnlich...Das Polit-Kaffee steht ebenfalls allen Interessierten offen.

Dienstag, 28. April 2009

Autobahnzubringer Oberaargau


Dass einige Menschen unsere in der SP gefallene Entscheidung gegen den Autobahnzubringer nicht verstehen würden, hatte ich mir eigentlich schon gedacht. Zu massiv war in der Vergangenheit die Pro-Kampagne, welche die zusätzliche Strasse in unsere Region als Allerheilmittel gegen alle Verkehrsprobleme im Oberaargau gepriesen hatte.

So äusserte sich nun heute im Tägu auch ein Frau Zametschek aus Attiswil - erstaunlicherweise relativ weit ab von der diskutierten Strasse - zur Rolle der SP, als scheinbare Verhinderin von Umfahrungsstrassenprojekten. Woher kommt nur die Motivation Frau Sarah Zametscheks? Nun. Im Telefonbuch findet sich die Frau nicht. Dort gibt es in der ganzen Schweiz nur einen Herrn Zametschek in Zürich. Google meint, eine Frau Sarah Zametschek habe 2007 für die Freiheitspartei im Kanton Zürich für den Nationalrat kandidiert. Haben wir da in jüngster Vergangenheit Zuwachs für unsere politische Vielfalt im Oberaargau erhalten? Auf alle Fälle würde sich das Thema für eine Frau der Freiheitspartei zur Profilierung eignen und das würde auch den Querlink, den sie zur Westumfahrung nach Zürich schlägt, erklären. Doch der Fairness wegen würde ich dann doch erwarten, dass jemand, der sich als parteiliche Person äussert, dies auch so deklariert. Den Lesenden wäre dann auch auf Anhieb ersichtlich, aus welchem Eck' einer (ehemaligen) Autopartei die Motivation für das Schreiben kommt. Darum kann es sich ja nicht um ein und dieselbe Person handeln, die Folgendes schrieb und eine Breitseite gegen die SP lancierte:



Nun. Wie dem auch sei. Ihre Aussagen konnte ich in der Art und Weise so oder so nicht stehen lassen. So habe ich begonnen, einen Leserbrief zu schreiben. Was heisst da einen. Den ersten fanden ich und andere zu kompliziert, den zweiten zu lang, so wird's wahrscheinlich dann doch die Variante C werden, die eingereicht wird. Und dies immer ohne Garantie, dass überhaupt gedruckt wird, was zahlreiche schreiben und einreichen.

Oder was denkt ihr, welche Variante würdet ihr bevorzugen?

VARIANTE A
Umfahrung Langenthal

Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil

Als Mitglied der SP will ich möglichst rasch eine Lösung für die Probleme, welche die Ortsdurchfahrt Aarwangen heute hat. Da ein Autobahnzubringer, dessen Finanzierung zudem äusserst unsicher ist, diese frühestens 2016 bringen würde und ausserdem mit einer solchen Zusatzstrasse die Gefahr besteht, dass die Verkehrsprobleme sich im Raum Oberaargau an anderen Knoten, wie der Ringstrasse in Langenthal, dem Sonnenplatz in Herzogenbuchsee oder der Bern-Zürichstrasse in Bützberg vervielfältigen, kam die SP der Region Oberaargau an ihrem Parteitag mehrheitlich zum Schluss, dass der Autobahnzubringer Variante West nicht die Lösung für die Verkehrsprobleme in unserer Region ist, sondern im Gegenteil uns das geistige, schon über 30 Jahre dauernde Hochhalten des Traumes einer teuren und einfachen Lösung durch einen Autobahnzubringer nur eines verzögert: Dass eine effiziente und baldige Lösung für Aarwangen gefunden werden kann.
Die SP Oberaargau hat sich richtigerweise geistig von der Haltung und den Ideen anno 1970er Jahre gelöst und ich, als Person und auch als Parteipräsident in Langenthal verspreche, wir, SP und andere werden – damit niemand auf dem Abstellgleis stehen bleibt – an Lösungen und Varianten mitarbeiten, welche realistisch, finanzierbar und verträglich für die Menschen und die Umwelt im Oberaargau sind, damit das Gesamtproblem des motorisierten Individualverkehrs in der Region für alle erträglich bleibt.


Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal


VARIANTE B

Umfahrung Langenthal

Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil

Der Autobahnzubringer Oberaargau ist keine Lösung. Im Gegenteil. Was bringt der Strassentraum aus den 70er Jahren effektiv? Es entsteht frühestens 2016 eine neue Strasse mit zusätzlichem Verkehr und bedeutet zugleich die Vernichtung von Kulturland. Er kostet CHF 170 Millionen. Geld das im Moment weder die Region, noch der Kanton, noch der Bund, noch die Wirtschaft hat. Er verhindert, dass die Lösung der gefährlichen Verkehrssituation in Aarwangen bald realisiert wird. Und er verschiebt die Verkehrsprobleme an andere Knotenpunkte der Region, wie die Ringstrasse in Langenthal, die Zürich-Bernstrasse in Bützberg und den Sonnenplatz in Herzogenbuchsee.
Die SP im Oberaargau hat sich richtigerweise geistig von dieser veralteten Idee gelöst und ich, als Person und auch als Parteipräsident in Langenthal verspreche, wir, SP und andere zukunftsorientierte Organisationen werden – damit niemand auf dem Abstellgleis stehen bleibt – an Lösungen mitarbeiten, welche realistisch, finanzierbar und verträglich für die Menschen und die Umwelt im Oberaargau sind, damit das Gesamtproblem des motorisierten Individualverkehrs in der Region für alle erträglich bleibt.

Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal


VARIANTE C

Umfahrung Langenthal

Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil

Der Autobahnzubringer Oberaargau ist keine Lösung. Im Gegenteil. Das 35-jährige Projekt bringt eine neue Strasse, zusätzlichen Verkehr in Langenthal, 170 Mio an Kosten und vernichtet wertvolles Kulturland und eine schöne Landschaft. Gleichzeitig verhindert diese Planung, dass die unerträgliche Verkehrssituation in Aarwangen rasch und lösungsorientiert angepackt wird.

Die SP Oberaargau zeigt dieser Idee von vorgestern die rote Karte. Vielmehr setzt sie, zusammen mit anderen zukunftsorientierten Organisationen auf zeitgemässe Lösungen wie sie beispielsweise in Wiedlisbach, Kirchberg, Gerlafingen oder Aarburg realisiert wurden – damit niemand auf das Abstellgleis kommt.

Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal

Montag, 27. April 2009

Kulturnacht Langenthal

Umfrage aus dem Langenthaler Tagblatt.

Auch in diesem Jahr war die Kulturnacht in Langenthal fester Bestandteil eines genüsslichen Freitagabends und wiederum wurde man an diversen Kult(ur)stätten Langenthals mit fein(st)er Unterhaltung erfrischt. Eine echte Banause, wer sich den Termin entgehen lässt.

Obwohl die heute im Tägu veröffentlichte Umfrage (siehe oben) dies so verdeutlichen könnte, Priska und ich standen nicht im Mittelpunkt, sondern Kulturschaffende und -häuser der Heimat und erweiterten Region.

Auch in diesem Jahr musste ein selektives Vorgehen den Gang durch die Institutionen begleiten, da man leider nicht alles und jeden sehen kann an diesem Abend und manchmal schmerzte es denn auch zu hören, dass man etwas wirklich Gutes verpasst habe. Kuttu, die tamilische Interpretation des Wilhelm Tells oder auch Figaro, interpretiert durch ein Schauspiel des Gymnasiums Oberaargau, seien solche Highlights gewesen.

Erfreut haben mich insbesondere die Kurzfilme im Chrämi, Croubalian - ein Sänger der besonderen Art und immer ein Erlebnis, der Ausflug in die Vergangenheit im Museum und der Bunkerausflug unter das Stadttheater in Langenthal: Strohmann & Kauz im Bunker mit einer hervorragenden Szeneadaption innerhalb des alten Zivilschutzgemäuers und einer sensationellen Non-Stop-Performance inklusive einer Bunkerbar, in welcher unter anderem das Ehepaar H. Drinks mischte, die das Potenzial hatten, einem den Boden unter den Füssen weg zu ziehen, beeindruckten uns enorm.

Und schlussendlich ist genau Letzteres ja Ziel des Abends - nicht im alkoholischen, sondern im kulturellen Sinne - eine Nacht im Überfluss zu schwelgen und den Boden der Realität, ob all der schönen Künste um uns herum zu verlieren.

Merci an alle Kulturhäuser, Künstler und OrganisatorInnen. Es war schön.

Sonntag, 26. April 2009

Von Nacktwanderern und Parteispenden

Unglaublich was der CVP-Präsident hier zu den Bankspenden an die bürgerlichen Parteien sagte:
Es kann doch nicht sein, dass unsere Parteien von der Wirtschaft bezahlt werden. Und was mich zusätzlich aufregt: Die SP - meine Partei - kriegt nichts, überhaupt nichts von der Wirtschaft oder nichts, das sich lohnen würde, geheim zu halten. Die Arroganz, dass man nun als Partei, wie die CVP, die jahrelang Geld(er) erhalten hat, ein Nein der UBS zur künftigen Parteienfinanzierung nicht akzeptieren will, finde ich unsäglich ernervend.

Der Aufsteller folgte dann in der Sonntagszeitung und war ein Inserat. Ja, ich lachte mich fast tot, denn die Werbung, die ich online leider nicht mehr fand, deckt für mich eine Mehrzahl bestimmter Indikatoren für gute Werbung ab:
ein brandaktuelles Thema, humorvolle Interpretation und gute grafische Umsetzung.
Die Firma Mammut wirbt mit Wanderschuhen und einem Adamsblatt vor schwarzem Hintergrund mit dem Spruch:
"Liebe Nacktwanderer, tragen Sie wenigstens gutes Schuhwerk."
(oder so ähnlich. Denn die Sonntagszeitung bliebt im Zug und das Foto krieg ich von meinem Handy mit Spinnoption im Moment nicht runter...grrrr... gilt auch für die Bilder, die ich an der Anti-AKW-Demo schoss.) -> "Häää? das Inserat ist ja nun da... siehe Kommentare zu diesem Post."
Blüteln ist nun also im Kanton AI von der Landsgemeinde verboten worden. So what. Hoffentlich gilt das nicht für die kleinen Appenzeller Kinder in den Gärten mit ihren 9Franken80-Gummi-Swimmingpools aus der Migros und dem Arielle-Aufdruck. Sonst gibt's dann CHF 200.-- Busse. Ob sich dadurch ein deutscher FKK'ler (scheinbar sind sie die Trendsetter in diesem Bereich) vom Besteigen (der Appenzeller Berge "natürlich") abhalten lässt, wird sich zeigen. Wird da nun eine Nacktpolizei hinter den einen oder anderen Felsen platziert oder gibt's neu gar einen Flitzer-Blitzer der anderen, etwas besonderen Art?

Lassen wir uns überraschen. Die nackte Politik hat mich auf alle Fälle auch heute wieder amüsiert.

P.s.: Die restlichen Blog-Pendenzen arbeite ich morgen Montag mit Hilfe der Printmedien ab. Bin ich halt mal langsamer... ausnahmsweise sei mir dies gestattet. :-P

Demobesuch und Blogpendenzen

Auf dem Weg an diese Demo kommen mir noch unzählige Dinge in den Sinn, die ich noch zu tun hätte...

so hatte ich gestern doch versprochen, hier noch zu schreiben. Sorry. Die Zeit reichte nicht mehr. Ich hoffe, dass ich alles heute Abend irgendwann erzählen kann, das es noch zu sagen gibt:
Aber hier schon mal eine Liste meiner Pendenzen:
- Kulturnacht -> Blog
- Parteitag SP Oberaargau -> Blog
- Demo keintschnernobyl.ch -> Blog
- 1. Mai (Plakat anpassen, Inserat gestalten, Programm aktualisieren)
- RotSPecht Artikel schreiben

Erschwerend kommt hinzu, dass mein Handy dermassen spinnt, dass keine Mo'Blogs möglich sind... schade.

Aber wird schon schiefgehen.

Samstag, 25. April 2009

Parteitag der SP Oberaargau

Die SP Oberaargau hat entschieden:
Sie ist gegen den Autobahnzubringer Oberaargau. Das Resultat war deutlich.

Nun wenden wir uns der Diskussion zum Agglomerationsprogramm zu. Herr Robert Sutter erklärt die Vorgehensweise der Region. Mehr Details folgen heute.

Mittwoch, 22. April 2009

Autobahnzubringer - wirklich ein Thema für eine Maturarbeit?


Äusserst erstaunt nahm ich heute von den Forschungen von fünf jungen Berufsmaturanden in Langenthal Kenntnis, welche auf Grund von Umfragen und gewisser Unterlagen, die aber im Bericht nicht näher spezifiziert werden, einstimmig zum Schluss kommen, dass es den Autobahnzubringer Oberaargau brauche. Hierfür stellen sie sich auch sehr werbewirksam und charmant vor ein altbekanntes Plakat und um nicht noch mehr versteckte Botschaften zu platzieren und es geradeaus zu sagen: Ich bin absolut gegen den Autobahnzubringer, weil er das Problem in Aarwangen nicht löst, absolut überdimensioniert und unökologisch geplant und Bützberg und Langenthal mit einer Mehrbelastung an Verkehr konfrontiert, die in der Ringstrasse und der Zürich-Bernstrasse nicht mehr aufgenommen werden kann.

Der Artikel hinterlässt in mir viele Fragen, welche leider nicht beantwortet werden. So wird gesagt:
Zur Kostenfrage:
"Dass das Projekt überhaupt finanziert werden kann, ist für die Fünfergruppe unbestritten. «Diese Frage ist eher rhetorischer Art», sagte Patrick Jordi während der Präsentation; es sei einzig offen, wer die Kosten zu tragen habe. Im Vordergrund steht für die zwischen 19 und 21 Jahre alten Berufsmaturanden dabei ein bereits diskutiertes Public-Private-Partnership, das sie als «innovative Idee» bezeichneten."
Liebe Maturanden. Das ist nur eine rhetorische Frage, wenn das Geld an den Bäumen wächst. Wer bezahlt in einem PPP-Projekt wohl die Miete der Strasse, wenn nicht auch der Steuerzahlende? Findet sich heute eine Firma, welche eine Strasse sponsert, ohne einen direkten finanziellen Nutzen daraus zu ziehen? Ist es auch immer noch eine rhetorische Frage, wenn die Gemeinden der Region die 180 Mio. zu bezahlen haben? Sind Bundessteuern nicht auch Steuern? Was ich damit sagen will. Wir bezahlen den Autobahnzubringer so oder so. Von den flankierenden Massnahmen, die auf Langenthal, Aarwangen und Bützberg dann noch zukommen, gar nicht zu reden.
"«Der Bau des Autobahnzubringers ist beinahe unausweichlich, wollen die Betriebe den Anschluss nicht verlieren», hielten die Präsentatoren in ihrem Fazit denn auch fest; gleichzeitig verbessere diese Massnahme auch die Lebensqualität in Aarwangen deutlich. Unter den drei diskutierten Varianten «Ost», «Mitte» und «West» würde die Arbeitsgruppe letzterer den Vorzug geben. Wegen des dabei vorgesehenen Tunnels werde kein Waldgebiet zerschnitten, was die Variante am umweltfreundlichsten mache."
Die Zweckmässigkeitsbeurteilung, die der Kanton Bern veranlasste, kam zum Schluss, dass der Autobahnzubringer (wenn auch knapp) unter der Grenze der Wirtschaftlichkeit liegt und dies obwohl man einen sehr günstigen Kilometerpreis berechnet hat. Diese ZMB mit einem fadenscheinigen "Anschluss-nicht-verlieren"-Writschaftsargument vom Tisch zu räumen, erscheint dilletantisch. Zudem ist interessant, dass die regionalen Firmen - gemäss Aussage im Artikel - den Fragebogen mit einer Ausnahme nicht retourniert oder schlecht retourniert hätte. Ist der Autobahnzubringer somit für alle Firmen ausser einer (!) kein Bedürfnis? Warum braucht die Wirtschaft denn diese Strasse, wenn sie dafür nicht mal bereit ist, einen Fragebogen auszufüllen und zu retournieren? Die Behauptung, dass die Umfahrungen die Lebensqualität in Aarwangen tatsächlich verbessert, muss noch belegt werden, denn in Aarwangen ist es nicht einzig die Menge des Verkehrs, die das Problem verursacht, da zum Beispiel in Bützberg und Langenthal (Aarwangenstrasse) mehr Verkehr als in Aarwangen selbst zirkuliert. Die Strasse muss dringend umgestaltet werden. Das löst das Problem effektiv. Von einer der drei besagten Varianten als "die umweltfreundlichste" zu sprechen ist angesichts des riesigen Baus aller Varianten und dem massiven Einschnitt in die Kulturlandschaft ein Hohn sondergleichen. Eine Strasse ist nie umweltfreundlich. In dieser Art zu werben ist einfach nur Augenwischerei. Bösartigerweise wurde die vierte Variante, die reell existiert, durch die Maturanden scheinbar nicht beachtet. Die Variante Null+ wird mit keinem Wort erwähnt.
"Diese Schlussfolgerungen freuten Markus Quaile. Der Gemeindepräsident von Thunstetten und «grosse Befürworter» des Autobahnzubringers wohnte der Präsentation bei und lobte die «gute Arbeit». Einzig bei den Schlussfolgerungen zu den Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt und dem Verkehrsaufkommen teilte er die Meinung der Referenten nicht ganz."
Schön. Darf damit die Meinung entnommen werden, dass Bützberg den Mehrverkehr, welchen ein Autobahnzubringer zwangsläufig mit sich bringt, will. Bützberg ist mit der Zürich-Bernstrasse heute bereits im Oberaargau das Dorf, das den grössten Verkehr auf(sich)nimmt. Mehr will ich dazu nicht sagen, da ich in diesem Dorf arbeite und mich politisch explizit nicht äussere.

Das musste ich mir in der ersten Aufregung nun von der Seele schreiben. Ich will die Arbeit der Maturanden nicht anhand des zwar ausführlichen Presseberichtes beurteilen. Auf Grund des im Bericht Geschriebenen, das in mir all diese Fragen hinterlässt, müsste ich sonst zu einem ungemütlichen Schluss kommen. Aber ich werde mich morgen auf die Suche nach den Personen hinter dieser Arbeit machen, mir ein Exemplar zukommen lassen, damit ich mir ein genaueres Bild machen kann und mich mit den Erstellern, falls dies möglich ist, auch treffen, um mich mit ihren Argumenten und Antworten auf meine Fragen auseinanderzusetzen. Das klingt auf alle Fälle nach spannender Politik. Die Motivation hinter der Arbeit will ich ebenfalls ergründen. Das finde ich spannend.

Auf alle Fälle ein Thema, das bewegt. Siehe Samstag: www.sp-oberaargau.ch

News aus der SP Langenthal

Nun. Morgen Donnerstag ist's in der Presse. Heute schon hier und eben auch bei mir. ;-)

Dienstag, 21. April 2009

Nachhaltiges? Pollenbericht.

"Und du gehst jetzt nach Hause und bloggst noch?"- meinte eine Politfreundin aus verwandtem Lager heute beim abschliessenden Nachsitzungsgerstensaft.
"Puuhh, zuerst schreibe ich mal die Medien- und Parteimitteilung (siehe Blog morgen) und sehe dann weiter. Worüber soll ich denn heute noch schreiben?"

"Also, im Moment beschäftigen mich vor allem die Pollen."

Die Pollen, die Pollen... ob diese im Moment wohl mehr Reiz verbreiten mögen, als mein Geschreibe, trotz des gewitterhaften Niederregnens heute Abend? Sehr wahrscheinlich und auch mit einem in diesem Medium verbreiten politischen "Stopp die Pollen"-Aufruf werden sie wohl nicht aus der Welt zu schaffen sein, was indirekt ja mit der Zerstörung sämtlicher Fauna und Flora einherkäme, was die Betroffene aus verwandtem politischem Lager - ich sage nicht, dass sie grün ist, denn das wäre zu indiskret - bestimmt auch nicht schätzen würde.

Nun passt eigentlich nur noch das folgende Bild in den perfekten Abend der nachhaltigen Inkonsequenz, die sich mit Ausnahme der nun folgenden Tat zum Glück meist nur gedanklich abspielte:
Diese sündige, mitternächtliche Kalorienbombe muss jetzt mit diesen Erdbeeren - und den darin wohl noch mit zigtausend nachhaltig grauen Kilometern vorhandener Energie - einfach noch getilgt sein. Zu meiner Verteidigung möchte ich anfügen: "Ich hab' sie nicht gekauft." Und zur Inkonsequenz: "Meine Güte sind die bereits gut."

Montag, 20. April 2009

Ein Montag voller Neubeginne

Und deshalb komme ich nicht auf meine Leier von gestern zurück. In meinen Augen bestätigte der Monsieur in Genf heute meine gestrigen Befürchtungen eines Faux-Pas. C'est dommage.

Item. Diesbezüglich habe nichts zu melden. Das wird sich wohl auch nie ändern, obwohl ich so ein Beraterhonorar auch noch nehmen würde, wenn ich nebenbei Lehrer bleiben darf, deshalb:

Schulanfang. Aber da ich auch sonst nie über meine Schule, meine Klasse und mein Lehrersein aus Gründen der Diskretion und Privatsphäre Dritter berichte, sondern höchstens über Schulpolitik, spare ich mir auch für heute Abend nähere Angaben aus.
Und die erste Vorstandssitzung nach neuen Statuten und neuer Zusammensetzung in der SP Langenthal.

Grundsätzlich lässt sich behaupten, dass beide Beginne sehr gut verlaufen sind, dass aber auf Grund eines gelungenen Anfangs noch lange keine Erfolge garantiert sind. Ich denke es ist stets ein weiter Weg, der auch mit kleinen Schritten begangen werden muss und beäugt man zum Beispiel die niederschmetternden Resultate der SP in Olten von gestern, erscheint der Pfad umso schmaler und einem manchmal schon fast endlos lang. Und wiederum gilt es zu sagen, dass wir nicht vor dem Nichts stehen. Vieles können wir erfolgreich weiterführen und wir wagen uns auch an Neues. Die Kraft, die man heute verspürte, in dieser kleineren Vorstandsgruppe war gut spürbar. Ich glaube, dass sich hier für die SP in Langenthal ein recht verschworenes Grüppchen im positiven Sinne zusammenfindet. Und obwohl es für mich beim Bloggen spätnachts nach langen, intensiven, aber äusserst fruchtbaren Sitzungen nicht immer ganz einfach ist, alles schön und positiv zu sehen - so wie wir SP'ler halt gemeinhin denken sollten, gemäss vorherrschender Volksmär -, gebe ich unumwunden zu, dass mich diese Partei und die Menschen, die sich darin oder überhaupt sozial engagieren, enorm faszinieren und sich unser Engagement, wenn auch momentan nicht in Wählerstimmen, so doch für die gesamte Gesellschaft lohnt.

Die Frauenkirche in Dresden (rechts im Bild). Berühmtes Beispiel eines modernen Neubeginns, das gemeinsam mit dem alten (die dunklen Steine wurden aus dem Schutt des im 2. Weltkrieg Zerbombten nach Jahren wieder an der ursprünglichen Stelle platziert), zwar nach über 50 Jahren Pause, "plötzlich" durch den Willen, die Kraft und den Ehrgeiz einiger Visionäre wieder in die Höhe schoss. Ebenso interessant ist das neue Geschäftsviertel (in der Mitte des Bildes), das in den letzten beiden Jahren so mal rasch neu dort entstand.

Sonntag, 19. April 2009

Merz Ahmadineschad oder die Grenzen der Diplomatie

Wagt man sich überhaupt in der Internationalität noch davon zu sprechen? -
"Die Lösung für den Nahen Osten."
Nein. Denn die Antworten auf das "Warum?" sind wohl vielfältiger als die Auswahl an Schokolade im nächstbesten M-Gestell. (Randbemerkung: Meine Güte regt mich die Kampagne auf...)

Bundespräsident Merz trifft sich in einer fotografisch handschüttelfrei abgeschirmten Zone also mit einem in seiner Rhetorik schon mal gegen Israel derart ausholenden iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad, dass er den Holocaust leugnet, um mit ihm Dinge zu besprechen, welche die Öffentlichkeit nicht zu wissen hat.

Die Tradition der Schweiz in der Diplomatie und Wegbereiterin in Sachen Konfliktlösung in allen Ehren dünkt mich die Aktion - dessen Sinn und Zweck wir eben nicht kennen - schon etwas seltsam, weil wir ebendiese nicht kennen sollen.

Dies wiederum eröffnet das weite Feld der Spekulationen:
Geht es nun um den Konflikt zwischen Israel und Palästina? Geht es um die Frauenrechte im Iran, um welche es nicht zum besten bestellt ist? Geht es um die atomaren Gelüste Irans und dessen Abrücken von dieser absurden Idee? Geht es bloss um das Geplänkel zwischen zwei Staaten, die sich gerne freundschaftlicher gesinnt wären? Oder geht es eben doch nur um dieses blöde Gas, womit zum Beispiel auch mein Auto fährt?
(Obwohl ich mir habe versichern lassen, dass das Gas aus meiner Zapfstelle aus der Nordsee stammt, was mein Gewissen einigermassen beruhigte und ich nach wie vor schwer hoffe, bald direkt bei der Kompogasanlage tanken zu können.)

Vielleicht werden wir "Normalos" es nun halt nie erfahren, obwohl ich mich liebend gerne von den Inhalten und Resultaten der heutigen Schweiz-Iranischen Diplomatie hätte positiv überraschen lassen.
Dass sie - die liebe Diplomatie - heikel ist, wussten wir, dass sie heute auch anders angegangen werden könnte, wissen wir seit Barack Obama. Wäre es denkbar gewesen, dass der amerikanische Präsident ein amerikakritisches Buch aus den Händen Hugo Chavez' entgegen nimmt? Hätten wir tatsächlich gedacht, dass das Embargo gegen Kuba jemals gelockert würde, was dem verbliebenen Fidel-Regime wahrscheinlich gar den Todesstoss versetzen könnte, da sie die Armut der Bevölkerung Kubas stets mit den Repressionen der USA rechtfertigte?

Oder erliege ich nur der Charme-Offensive der neuen US-Regierung, welche den guten Worten und zahlreichen diplomatischen Freundschaftsgesten, dann aber auch noch etliche Taten zu folgen hat, obwohl das schon besser ist als Bush's Golf-Ferien-Diplomatie in Camp David oder bleibt die Diplomatie so leichtfüssig sie einige nun zu begehen scheinen, wohl doch eher etwas, das man hinter verschlossenen Türen im Hotel Intercontinental in Genf oder gar unwissentlich der Bevölkerung zu tun hat?

Ich weiss es nicht, aber ich hoffe, dass man sich sowohl in Front der ganzen Medienschar oder alleine hinter verschlossenen Türen diplomatisch gleich verhält: Ehrlich und aufrichtig.

Käru und ich

"Hej, du stehst wieder im Käru!" - sagte sie mir gestern nach einem ersten Blick ins Langenthaler Tagblatt -
"Was, ich habe doch gar nichts gemacht und auch nicht viel gebloggt in diesen Tagen." - schliesslich sind ja noch Ferien... oder unterrichtsfreie Zeit, wie man dem auch so schön sagt -
"Doch, wieder im Käru, wegen der BZ Online-Ausgabe."

Heute muss es medial wohl manchmal sehr rasch gehen. Bei mir auch. Da schleichen sich Fehler ein. Da kann es schon vorkommen, dass im Header halt noch Langenthal, statt Huttwil stehen bleibt. Immerhin war die Meldung über die Versammlung und Wahlen der SP Huttwil dieses Mal ausführlicher ausgefallen, als die damalige - in meinen Augen immer noch recht kümmerliche Mitteilung - über die Parteiversammlung in Langenthal, was doch auch verdankenswert ist. Schliesslich und wenn man heute die Parteien studiert, sind diejenigen erfolgreich, welche ihre Botschaften über die Medien zu verbreiten wissen. Natürlich Botschaften, die bei den Menschen ankommen und da hapert's seit eh und je.

Lustig trotzdem, dass sich das Langenthaler Tagblatt via ihres Haussatirikers Käru über die Konkurrenz der BZ hermacht. Sind wir mal gespannt, ob die BZ auf die eine oder andere Weise reagiert.

Peinlicher als den Fehler der Verwechslung von Huttwil und Langenthal fand ich - ebenfalls in der Onlineausgabe der BZ , dass sie den Geschäftsführer der Region Oberaargau - den im Moment vielbeschriebenen Herrn Markus Ischi - von der SVP in die SP überführten. Es stand dort allen ernstes: "Der SP-Geschäftsführer der Region Oberaargau, Markus Ischi,..." das ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Nun, wie dem auch sei:
Das Geschäft um die scheinbar immer schneller drehende Druckerpresse ist so rasant, als dass man diesen Artikel nun online schon gar nicht mehr findet. Und deshalb gilt, wie so oft im Umgang mit den Medien*: Heute gedruckt, morgen vergessen.

* (dieses Blog nicht ausgenommen)

Freitag, 17. April 2009

Ja, da gehen wir hin, aber sicher



Wer nicht kommen kann verpasst eine gute Kundgebung und eine immer wieder fantastische und faszinierende Band aus meiner Heimat.

Donnerstag, 16. April 2009

Agglomerationsprogramm Oberaargau - ein Zwischenbericht

Grussbotschaft des Präsidenten der Woche 16 (dieser Artikel erscheint heute auch hier)

Werte SP-Mitglieder, liebe Lesenden

Die SP Oberaargau und die SP Langenthal setzten sich in den vergangenen Wochen und Tagen sehr intensiv mit der Ablehnung des Agglomerationsprogramms der Region Oberaargau auseinander. Dies aus gutem Grund und obwohl uns von Seiten Herrn Sutters unser Vorgehen über die Presse auch Kritik einbrachte, doch die Förderung des Langsamverkehrs in Langenthal und der Region, durch den Bau von Radwegen, die Überbauung und Neugestaltung des Wuhrplatzes zu einem Begegnungsort im Zentrum Langenthals, der Kreisel an der Ringstrasse und der Ausbau des Park+Rail-Angebotes beim Bahnhof der Stadt Langenthal sind für uns Sozialdemokraten alles Anliegen von höchster Priorität. Nicht nur politisch, sondern auch persönlich schmerzt es mich daher, dass das Programm mit einem Wisch des Bundes vom Tisch der Subventionen flog, da wir uns Jahr für Jahr - nun zum Beispiel bereits seit über 4 Jahren für die Überbauung des Wuhrplatzes - engagierten und mindestens ebenso lange für eine Umgestaltung des Bahnhofareals. Nun steht die Stadt wieder vor der Entscheidung: Alles selbst finanzieren oder darauf hoffen, dass die Mängel im Agglomerationsprogramm 2015 – 2018 – die letzte Chance für Bundesgelder! – behoben sind, so dass wir unterstützt werden.

Wir haben erste Antworten erhalten

Auf unsere Fragen haben wir nun von Herrn Ischi der Region Oberaargau erste Antworten erhalten, die noch nicht ganz Klarheit darüber bringen, warum das Agglomerationsprogramm abgelehnt wurde, da das ARE des Bundes auf die Frage seitens der Region, wo die Mängel sind, ebenfalls noch keine Antwort gab. Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken, dass die Region Oberaargau, namentlich Herr Ischi diesbezüglich in einen Dialog mit der SP Langenthal tritt, der nach Klärung der Restfragen bestimmt noch vertieft werden wird, denn eines ist klar: Unser oberstes Anliegen ist die Unterstützung des Agglomerationsprogramms 2015 – 2018, damit „unsere“ Projekte mitfinanziert und realisiert werden.

Unsere Fragen an die Region und die Antworten.

1. Wir wollen wissen, warum ein Programm eingegeben wurde, das nicht einmal die Hürde der Vorprüfung schaffte?
- Unser Aggloprogramm wurde erst im Entscheidbrief des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE an die BVE des Kantons Bern vom 8.5.08 als "ungenügend" taxiert, aus den 2006 und 2007 erfolgten Zwischenbeurteilungen des ARE konnten wir schliessen, dass unser Aggloprogramm die Grundanforderungen erfüllt. Sie können sich gerne die einzelnen Dokumente ansehen.

2. Wir wollen wissen, weshalb ein veraltetes Verkehrskonzept aus dem Jahre 1993 eingereicht wurde?
- Das Verkehrskonzept der Stadt Langenthal stammt zwar aus dem Jahre 1993,
ist aber deswegen nicht veraltet. Die Stadt Langenthal setzt es kontinuierlich bei baulichen Veränderungen an Strassenanlagen um. Bis heute sind schon rund 200 Einzelmassnahmen umgesetzt worden.

3. Wir wollen wissen, ob die Region Oberaargau sich nur für die Realisierung eines Autobahnzubringers engagiert und darob sämtliche andere Aufgaben, die sie zu erledigen hätte, so vernachlässigt, dass dieser nachhaltige Schaden von rund CHF 55 Millionen entstanden ist.
- Der Autobahnzubringer ist eines von vielen Projekten der Region
Oberaargau. Im Agglomerationsprogramm Langenthal war er anfänglich
enthalten, jedoch in der dem Bund eingereichten Fassung in Absprache mit den
kantonalen Stellen nicht mehr. Die Herkunft der von Ihnen genannte Betrag
von 55 Mio. Fr. kennen wir nicht.
Gemäss Bundesvorgaben können nur Projekte auf Gemeindegebiet von Langenthal berücksichtigt werden (Agglomerationsdefinition gemäss Bundesamt für Statistik ist massgebend). Auf der Liste Juli 2008 der möglicherweise beitragsberechtigten Projekte im Agglomerationsprogramm Langenthal figurieren für die Periode 2011-14 Vorhaben von insgesamt 13,75 Mio. Fr. (davon kantonale für geschätzte 1.61 Mio. Fr., städtische im geschätzten Betrage von 12,14 Mio.Fr.).

4. Wir wollen wissen, warum der Region Oberaargau der öffentliche Verkehr, der in Form des Ausbaus von Veloverkehrswegen, dem Ausbau des Park+Rail Angebots in Langenthal und der Ortsdurchfahrtsverbesserungen von Bützberg, Aarwangen und anderen umliegenden Gemeinden nicht wichtig genug erscheint.
- Wir informieren Sie gerne über unsere Anstrengungen im Bereich Langsamverkehr und öV. Zur Zeit laufen im öV-Bereich verschiedene Detailplanungen in Ergänzung zum regionalen Angebotskonzept 2010-13 (vom Grossen Rat des Kantons Bern in der Märzsession 09 genehmigt), so die Detailplanung in der Agglomeration Langenthal (Schwergewicht Neukonzept Stadtbuslinien und Regionallinien auf Stadtgebiet Langenthal), Buskonzept Jurahanggemeinden und Korridorstudie Wangen a /Aare – Herzogenbuchsee. Auf dem Gebiet des Langsamverkehrs wird in diesen Tagen ein Auftrag für die Vervollständigung des regionalen Velorichtplanes vergeben.
Im Übrigen verweisen wir auf unserer Geschäftsberichte und die Angebotskonzepte zum öffentlichen Regionalverkehr. Aktuelle Unterlagen finden Sie auf unserer Website.

5.Wir wollen wissen, wie die Region Oberaargau gedenkt die bis zu CHF 55 Millionen, die durch eine scheinbar schlechte Arbeit nun für die Region ausfallen, kompensiert werden können.
- Wie unter 3. dargelegt geht es um eine maximale Schätzgrösse von 13.75 Mio. Fr.. Wie hoch der Bundesanteil daran wäre, lässt sich nicht beziffern. Sie können in der Massnahmenliste Priorität A des GS_UVEK vom 19.12.2008 (Teil der Botschaft des BR an das Parlament für den Mitteleinsatz des Infrastrukturfonds) den ungefähren Beitragssatz entnehmen, er schwankt zwischen 30 und 50%.

6. Wir wollen wissen, welche Konsequenzen die Mitglieder des Vorstandes aus der schlechten Arbeit ihrer Organisation ziehen.
- Sie unterstellen uns schlechte Arbeit, ohne diese im Detail zu kennen. Wir werden die Zweckmässigkeit der Strukturen, welche im Jahr 2002 für die Erarbeitung des Agglomerationsprogramms beschlossen wurden, auf Grund der gemachten Erfahrungen überprüfen.

Schlussendlich
Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Situation und die folgenden Antworten auf die noch offenen Fragen entwickeln werden. Diesbezüglich erlaube ich mir zudem diesen Hinweis:
Die Region Oberaargau führt am Samstag, 25. April 2009, an ihrem Parteitag im Restaurant Kreuz Oberönz ab 9 Uhr unter anderem die Diskussion mit Herrn Dr. Ulrich Seewer, Leiter Fachstelle Gesamtmobilität BVE und Herrn Robert Sutter, Präsident der Region Oberaargau, über den Autozubringer Oberaargau und auch über die Ablehnung des Agglomerationsprogramms durch. Dieser interessante Anlass steht für SP-Mitglieder und Interessierte (nach Voranmeldung) offen. Stimmzettel der Sektion Langenthal und Programme des Parteitages können bei mir bezogen werden.

Wir bleiben im Dialog und beim Thema dran.

Mit herzlichen Grüssen,
Reto Müller

Mittwoch, 15. April 2009

Der Wider... ähhh Wiedereinstieg

Die Elbe bei Torgau.

Es ist nicht einfach wieder in den Fluss zu kommen nach einer Auszeit - weder im Bloggin' noch im sonstigen Leben. Zusätzlich erschwert wird diese Tatsache dadurch, dass es unaufholbar viele Dinge zu berichten gäbe, deren Zeitpunkt man aber mit dem Verleben verpasste und die nicht mehr Web2.0-würdig wären und dass nach einer Auszeit im Leben Berge von Dingen auf einen warten und obwohl man Ferien hätte, schmelzen einem die letzten Stunden dieser wohlwollenden Tage, wie der Schnee in der wunderbaren Frühlingssonne dieser Tage.

Genug der Poesie: Dies soll der Versuch eines Wiedereinstiegs sein.

Um es aufzulösen. Sie und ich waren im Osten Deutschlands und wir verlebten enorm spannende, interessante und schöne Tage entlang der Elbe mit unseren netten Gastgebern, welche uns das Leben in Deutschland, respektive in der DDR vom Zweiten Weltkrieg an, wie auch heute sehr nahe bringen konnten. Es ist einiges an und in mir hängen geblieben. Es war sehr eindrücklich.

Blick in eine ehemalige psychiatrische Abteilung.Völkerschlachtsdenkmal
Selbstredend.

Wir haben - so denke ich - etwa 500 Bilder gemacht und hätten wohl mindestens so viele Geschichten zu erzählen, so dass sie ein eigenes Blog füllen würden und bevor wir diesen Wahnsinn in die Tat umsetzen, wenden wir uns doch lieber nun und künftig der Gegenwart zu.

Denn da war dann in der kurzen Zeit nach Ostern doch schon wieder einiges Gegenwärtiges los. Zum Beispiel der "Mieterschreck" von Herzogenbuchsee. Hey Leute. Werdet bitte Mitglieder im Mieterinnen- und Mieterverband oder lernt das Mietrecht mal kennen. Wer im Verband Mitglied ist, den deckt unsere Rechtsschutzversicherung bis vor Gericht inkl. aller Kosten. Sorgen machen mir diejenigen Mietenden, welche nicht Mitglied sind und dann Kosten übernehmen, die sie per geltenden Recht nicht zu übernehmen hätten.

Und dann ist da auch immer noch die Aggro-... eehh... Agglo-Sache. Wir haben Antworten auf unsere Fragen erhalten. Aber das Thema lohnt sich für morgen Donnerstag aufzusparen und separat zu bloggen. Aber ich will hier und jetzt bereits sagen, dass wir effektiv erste Antworten erhalten haben und das gilt es auch positiv zu vermerken.

Und dann habe ich schlussendlich noch an Plakat und Flyer dieser kommenden Veranstaltung gebastelt, die morgen Donnerstag eben auch noch schnell mal in den Druck müssen. Die Arbeit geht halt nimmer aus. ;-) Aber es macht Spass.

Ein erster Blick auf's mögliche Plakat.

Dienstag, 7. April 2009

Wahnsinnig spannend....


das alles hier und manchmal gar nicht so weit weg, wie man eigentlich denken könnte.
Aber wir sind nicht zum Skifahren... wie einige bereits per SMS orakelten.
All jene übrigens, welche mittlerweile Emails sandten, ich könnte doch mal hierüber oder darüber bloggen, seien bitte auf nach den Ostern vertröstet. Wir werden dann auch noch mehr Bilder und Eindrücke unserer Erlebnisse hier oder dort verbauen. Aber das Internet recht langsam, das glaubt man in der Schweiz fast nicht mehr und die Beantwortung - schon nur der Emails nimmt etwas Zeit in Anspruch - so dass ich das Bloggen nun sein lasse, auf dass Morgen wiederum viele spannende Eindrücke auf uns warten.

Samstag, 4. April 2009

und tschüss...

Der Koffer ist gepackt.
Die letzten Emails sind versandt, die Wohnung aufgeräumt und einigermassen geputzt, das Grusswort für nächste Woche vorbereitet und schon verschickt.
Eigentlich könnte es jetzt losgehen. Fehlt nur noch sie.

Ob und wie viel in den nächsten 8 Tagen gebloggt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zeit, Lust, Laune, offenes Netz und sinnvolle Gedanken oder blogwürdige Bilder.

Ich wünsche gute Erholung allerseits.


Post scriptum zum Blog zum Schmunzeln:
Nach dem letzten Eintrag klingelte nur 3 Stunden später das Telefon. Am anderen Ende jemand von der Presse. "Du, was bedeutet das? Wo geht was? Wie ist das gemeint?"
Meine Erklärungen blieben nebulös. Würde ich etwas konkret sagen wollen, würde ich's wohl auch schreiben. Trotzdem fühlte ich mich geehrt und empfand wiederum Mitleid im Kampf um das Füllen der Seiten mit sinnvollen Themen. Ich kenn' das, darum setz' ich mir meine Messlatte bezüglich Erwartungen und der Qualität meines Geschreibsels nie zu hoch an. Aber mein Lohn ist auch nicht davon abhängig.

Freitag, 3. April 2009

Metaphorisches Mailen

Ja. Es bewegt sich was, obwohl die Kähne der Politik noch träger in ihren Gewässern dümpeln, als man sich das gemeinhin vorstellen mag.

Donnerstag, 2. April 2009

Agglomerationsprogramm Oberaargau - Ich bin wütend.

Falls das meiste dessen zutrifft, wovon die Berner Zeitung heute berichtete, dann müssen Köpfe rollen. Das ginge auf keine vernünftige Kuhhaut oder worauf auch immer - da reichte nicht mal eine prä-was-auch-immer-Dinosaurier-Haut noch aus, um das wieder auszubügeln.

Im Namen der SP Langenthal äussert "man" sich natürlich etwas vernünftiger. Schliesslich wollen wir ja nicht vorverurteilen, sondern den Angesprochenen eine zweite Chance lassen, sozial wie wir sind, sich korrekt zu verteidigen. Die erste Gelegenheit liessen sie gemäss BZ voller Satire oder schweigend bereits verstreichen...

Das Thema bringt mich etwas zum Kochen, aber es bleibt mir bei voller Kenntnisnahme der Fakten dann noch genügend Zeit mich unumwunden zu äussern, so dass ich mir jetzt bissige Kommentare verkneife und vorerst auf die Antworten zu den Fragen warte:

Medienmitteilung der SP Langenthal:

Agglomerationsprogramm der Region Oberaargau.
Die Ohrfeige aus Bundesbern – Wir fordern Konsequenzen.

Der Medienberichterstattung in der Berner Zeitung von heute folgend (vgl. BZ), könnte man meinen, die Ablehnung des Agglomerationsprogramms Oberaargau durch den Bund, sei ein schlechter Aprilscherz.
Leider und obwohl sich der Präsident, der für das Agglomerationsprogramm verantwortlichen Region Oberaargau, Robert Sutter, trotz der Tragik der Rückweisung in der Zeitung darüber auch noch Scherze erlaubt: „Wir leben trotzdem weiter im Oberaargau.“, ist die Ablehnung des Agglomerationsprogramm Oberaargau leider Tatsache. Die Region Oberaargau hat scheinbar durch ungenügende Arbeit erreicht, dass das Programm durch die zuständige Behörde, wegen Lücken und Mängel nicht einmal geprüft wurde. Von allen eingereichten Agglomerationsprogrammen schaffte dies sonst keine andere Region.

Die SP Langenthal fordert die Verantwortlichen der Region Oberaargau und insbesondere den Vorstand der Region Oberaargau auf, zur Ablehnung und den Gründen der Ablehnung klar Stellung zu beziehen.


- Wir wollen wissen, warum ein Programm eingegeben wurde, das nicht einmal die Hürde der Vorprüfung schaffte?
- Wir wollen wissen, weshalb ein veraltetes Verkehrskonzept aus dem Jahre 1993 eingereicht wurde?
- Wir wollen wissen, ob die Region Oberaargau sich nur für die Realisierung eines Autobahnzubringers engagiert und darob sämtliche andere Aufgaben, die sie zu erledigen hätte, so vernachlässigt, dass dieser nachhaltige Schaden von rund CHF 55 Millionen entstanden ist.
- Wir wollen wissen, warum der Region Oberaargau der öffentliche Verkehr, der in Form des Ausbaus von Veloverkehrswegen, dem Ausbau des Park+Rail-Angebots in Langenthal und der Ortsdurchfahrtsverbesserungen von Bützberg, Aarwangen und anderen umliegenden Gemeinden nicht wichtig genug erscheint.
- Wir wollen wissen, wie die Region Oberaargau gedenkt die bis zu CHF 55 Millionen, die durch eine scheinbar schlechte Arbeit nun für die Region ausfallen, kompensiert werden können.
- Wir wollen wissen, welche Konsequenzen die Mitglieder des Vorstandes aus der schlechten Arbeit ihrer Organisation ziehen.

Denn eines ist klar. Wir akzeptieren die ungenügende Antwort des Präsidenten Robert Sutter in den Medien heute nicht und wir akzeptieren das Stillschweigen und die scheinbar ungenügende Arbeit, falls sich die Vorwürfe erhärten, des Geschäftsführers Markus Ischi, ebenso nicht. Wir erwarten eine klare Stellungnahme und dass sämtliche politischen Kräfte- so wie unsere Grossrätinnen Nadine Masshardt und Dorette Balli der SP Langenthal sich nun in Bern für die Region und die Rettung eines Agglomerationsprogramms einsetzen, das den öV in und um Langenthal stärkt und zur echten Entwicklung des Oberaargaus beiträgt.

Besten Dank für Ihre Stellungnahme.

Freundliche Grüsse,

Reto Müller, Präsident SP Langenthal