
Dass einige Menschen unsere in der SP gefallene Entscheidung gegen den Autobahnzubringer nicht verstehen würden, hatte ich mir eigentlich schon gedacht. Zu massiv war in der Vergangenheit die Pro-Kampagne, welche die zusätzliche Strasse in unsere Region als Allerheilmittel gegen alle Verkehrsprobleme im Oberaargau gepriesen hatte.
So äusserte sich nun heute im Tägu auch ein Frau Zametschek aus Attiswil - erstaunlicherweise relativ weit ab von der diskutierten Strasse - zur Rolle der SP, als scheinbare Verhinderin von Umfahrungsstrassenprojekten. Woher kommt nur die Motivation Frau Sarah Zametscheks? Nun. Im Telefonbuch findet sich die Frau nicht. Dort gibt es in der ganzen Schweiz nur einen Herrn Zametschek in Zürich. Google meint, eine Frau Sarah Zametschek habe
2007 für die Freiheitspartei im Kanton Zürich für den Nationalrat kandidiert. Haben wir da in jüngster Vergangenheit Zuwachs für unsere politische Vielfalt im Oberaargau erhalten? Auf alle Fälle würde sich das Thema für eine Frau der Freiheitspartei zur Profilierung eignen und das würde auch den Querlink, den sie zur Westumfahrung nach Zürich schlägt, erklären. Doch der Fairness wegen würde ich dann doch erwarten, dass jemand, der sich als parteiliche Person äussert, dies auch so deklariert. Den Lesenden wäre dann auch auf Anhieb ersichtlich, aus welchem Eck' einer (ehemaligen) Autopartei die Motivation für das Schreiben kommt. Darum kann es sich ja nicht um ein und dieselbe Person handeln, die Folgendes schrieb und eine Breitseite gegen die SP lancierte:

Nun. Wie dem auch sei. Ihre Aussagen konnte ich in der Art und Weise so oder so nicht stehen lassen. So habe ich begonnen, einen Leserbrief zu schreiben. Was heisst da einen. Den ersten fanden ich und andere zu kompliziert, den zweiten zu lang, so wird's wahrscheinlich dann doch die Variante C werden, die eingereicht wird. Und dies immer ohne Garantie, dass überhaupt gedruckt wird, was zahlreiche schreiben und einreichen.
Oder was denkt ihr, welche Variante würdet ihr bevorzugen?
VARIANTE AUmfahrung Langenthal
Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil
Als Mitglied der SP will ich möglichst rasch eine Lösung für die Probleme, welche die Ortsdurchfahrt Aarwangen heute hat. Da ein Autobahnzubringer, dessen Finanzierung zudem äusserst unsicher ist, diese frühestens 2016 bringen würde und ausserdem mit einer solchen Zusatzstrasse die Gefahr besteht, dass die Verkehrsprobleme sich im Raum Oberaargau an anderen Knoten, wie der Ringstrasse in Langenthal, dem Sonnenplatz in Herzogenbuchsee oder der Bern-Zürichstrasse in Bützberg vervielfältigen, kam die SP der Region Oberaargau an ihrem Parteitag mehrheitlich zum Schluss, dass der Autobahnzubringer Variante West nicht die Lösung für die Verkehrsprobleme in unserer Region ist, sondern im Gegenteil uns das geistige, schon über 30 Jahre dauernde Hochhalten des Traumes einer teuren und einfachen Lösung durch einen Autobahnzubringer nur eines verzögert: Dass eine effiziente und baldige Lösung für Aarwangen gefunden werden kann.
Die SP Oberaargau hat sich richtigerweise geistig von der Haltung und den Ideen anno 1970er Jahre gelöst und ich, als Person und auch als Parteipräsident in Langenthal verspreche, wir, SP und andere werden – damit niemand auf dem Abstellgleis stehen bleibt – an Lösungen und Varianten mitarbeiten, welche realistisch, finanzierbar und verträglich für die Menschen und die Umwelt im Oberaargau sind, damit das Gesamtproblem des motorisierten Individualverkehrs in der Region für alle erträglich bleibt.
Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal
VARIANTE BUmfahrung Langenthal
Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil
Der Autobahnzubringer Oberaargau ist keine Lösung. Im Gegenteil. Was bringt der Strassentraum aus den 70er Jahren effektiv? Es entsteht frühestens 2016 eine neue Strasse mit zusätzlichem Verkehr und bedeutet zugleich die Vernichtung von Kulturland. Er kostet CHF 170 Millionen. Geld das im Moment weder die Region, noch der Kanton, noch der Bund, noch die Wirtschaft hat. Er verhindert, dass die Lösung der gefährlichen Verkehrssituation in Aarwangen bald realisiert wird. Und er verschiebt die Verkehrsprobleme an andere Knotenpunkte der Region, wie die Ringstrasse in Langenthal, die Zürich-Bernstrasse in Bützberg und den Sonnenplatz in Herzogenbuchsee.
Die SP im Oberaargau hat sich richtigerweise geistig von dieser veralteten Idee gelöst und ich, als Person und auch als Parteipräsident in Langenthal verspreche, wir, SP und andere zukunftsorientierte Organisationen werden – damit niemand auf dem Abstellgleis stehen bleibt – an Lösungen mitarbeiten, welche realistisch, finanzierbar und verträglich für die Menschen und die Umwelt im Oberaargau sind, damit das Gesamtproblem des motorisierten Individualverkehrs in der Region für alle erträglich bleibt.
Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal
VARIANTE CUmfahrung Langenthal
Antwort auf den Leserbrief von Frau Sarah M. Zametschek, Attiswil
Der Autobahnzubringer Oberaargau ist keine Lösung. Im Gegenteil. Das 35-jährige Projekt bringt eine neue Strasse, zusätzlichen Verkehr in Langenthal, 170 Mio an Kosten und vernichtet wertvolles Kulturland und eine schöne Landschaft. Gleichzeitig verhindert diese Planung, dass die unerträgliche Verkehrssituation in Aarwangen rasch und lösungsorientiert angepackt wird.
Die SP Oberaargau zeigt dieser Idee von vorgestern die rote Karte. Vielmehr setzt sie, zusammen mit anderen zukunftsorientierten Organisationen auf zeitgemässe Lösungen wie sie beispielsweise in Wiedlisbach, Kirchberg, Gerlafingen oder Aarburg realisiert wurden – damit niemand auf das Abstellgleis kommt.
Reto Müller, Parteipräsident SP, Langenthal