Samstag, 31. Januar 2009

Käru liest Reto M.s Blog

Käru ist die Kultkolumne im Langenthaler Tagblatt. Diese gibt's bereits länger, als ich die Zeitung lese - was aber nichts mit meinen Lesefähigkeiten zu tun hat. Sie erscheint jeweils samstags und es ist nicht das erste Mal, dass Käru über diesen Blog berichtet oder es den Anschein hat, dass Käru hier mitliest.
Heute Samstag Folgendes:

"Langsam reicht es Käru. Seit Tagen, ja Wochen gibt es nur noch ein Thema: Personenfreizügigkeit. Leserbriefe füllen Zeitungsseite um Zeitungsseite und es wird eifrig darüber berichtet, wer am 8. Februar an der Fernsehübertragung aus Langenthal teilnimmt und wer nicht. Ängste werden geschürt, Tauben auf Raben losgelassen und Prognosen für die Zukunft angestellt. Braucht die Schweizer Wirtschaft die Personenfreizügigkeit oder wird sie durch diese bedroht? – Käru weiss nicht mehr, was er glauben soll. Da hat auch Christoph B. himself, der vor 899 Anhängern und einer Heldin – deren Name ja nun bekannt sein dürfte – referierte, nichts geändert.

Die Personenfreizügigkeit beschäftigt auch die SP Langenthal. Engagiert setzen sie sich für die Vorlage ein – stiessen dabei jedoch auf ein Problem: Die einzigen Pro-Plakate, jene mit dem schönen Apfelbaum, stammen von der Economiesuisse, und mit der hat die SP bekanntlich nicht viel am Hut. Doch kein Problem für die «Do-it-yourself-Renter» der SP (O-Ton Parteipräsi in spe Reto Müller): Kurzerhand wird ein eigenes farbiges Plakat gemalt und in der Bahnhofsunterführung präsentiert.

Käru, ab und zu freizügig"
Dazu ein paar Kommentare meinerseits:
- Ich habe eine Einladung der SP Schweiz erhalten zur Abstimmungsdiskussion und hoffentlich -feier am 8. Februar im Restaurant Äusserer Stand in Bern. Die SP wird NICHT in Langenthal sein. Gibt's eigentlich ein Bila-Blog-Hemd oder Sweat-Shirt o.ä.. Ich würde das dort tragen. ;-)
- Ich darf noch meinen Bila-Blog-Beitrag abliefern... (siehe "Ich-sollte-noch-Syndrom..:)
- Heldin. ;-)
- Die SP ist nicht gegen die Economie-Suisse. Mir gefällt der Apfelbaum einfach nicht. ;-)
- Die SP ist auch eine Wirtschaftspartei und mit ihren Thesen vielleicht naher an der Realität gewesen, als sogenannte Wirtschaftsparteien mit der Forderung nach einem möglichst schranken-, regel- und gesinnungslosem Markt.
- Mein erster Vorschlag für die Schaufenstergestaltung war übrigens, dass wir trotz "Apfelbaum" das Economie Suisse Plakat nehmen und dazu schreiben: "In sinnvollen Anliegen für die Schweizer Bevölkerung unterstützen wir alle. Auch die Economie Suisse."
- Ich bin überaus dankbar für unsere schlagkräftige RentnerInnentruppe innerhalb der SP Langenthal & Oberaargau. Ohne deren unermüdlichen Einsatz in solchen und anderen "Just-do-it"-Dingen wären die Mitgliederbeiträge mindestens doppelt so hoch.
- Parteipräsi in spe? Käru rät - mangels Wissens an Alternativen - wieder einmal ins Blaue hinaus. Das darf er auch. Wir werden sehen, ob er ein guter Prophet ist.

Alpimpression 4

Ich seh' Nebel. Von oben. ;-)

Freitag, 30. Januar 2009

Gedanken aus den Berner Bergen zu den Davoser WEF-Bergen

Heute kam mir auf der Alp sowohl eine Berner Zeitung, wie auch ein Tages Anzeiger in die Finger. WEF hier, Sozialhilfemissbrauch her, PNOS-Verurteilungen da, Generationen-Krach in der SP Stadt Zürich dort.
Alles Themen, über die es sich lohnen würde, eigenständige Diskussionen mit Beiträgen im Blog zu entfachen, anstelle von Bildern auf den Skipisten, die eigentlich doch niemand sehen will. ;-). Doch um sich zu beschränken und das "Fuder" nicht zu überladen, beschäftigen wir uns doch am besten erstmals mit dem World Economic Forum. Zumal die ja auch in den Bergen sind, wie ich. ;-)

Erdogan verlässt das Podium, weil Peres scheinbar 25 Minuten spricht, er 12, Ban-Ki-Moon gar nur 8 Minuten. Und was erzählt uns diese Geschichte? Würden sich die Herren wirklich ehrlich sagen, was sie voneinander und der Politik in ihrem Land halten und damit auch, weshalb Erdogan das Podium wohl effektiv verlassen hat, wäre das WEF eventuell wirklich für etwas gut und die ganze Welt einen Schritt weiter. Ansonsten liest man wiederum von viel "Blabla". Es wird zwar gesagt, dass nun mit der Finanzkrise andere Zeiten, Systeme und Ordnungen besprochen werden (müssten), doch gerade wie in konjunkturellen Hochs, als dies überhaupt kein Thema war und man sich plötzlich wie im letzten Jahr mit Brangelina, um die arme Weltbevölkerung zu kümmern schien, schwindet meine Hoffnung binnen Bruchteilen, dass sich effektiv nach dem ganzen "Blabla" am WEF in Davos etwas bewegen wird. Was hat sich denn wirklich bewegt für die Ärmsten dieser Welt, ausser dass sie nach dem Börsencrash auf Grund dümmster Spekulationen heute wieder NULL Thema sind. Sie sind verschwunden, weil wir uns lieber mit dem Aktienkurs und der Rettung unserer Grossbanken beschäftigen. Hauptsache wir sind irgendwie beschäftigt, damit's nicht langweilig wird. Scheint nicht nur die Devise in unseren Leben, sondern besonders auch am aufgeblasenen WEF zu sein.

Schlussendlich ist das WEF nämlich vor allem eins. Wirkungslos.

P.s.: & teuer.

Alpimpression 3

@ Titus: Was zu beweisen war. Auf's Latein verzichte ich heute. ;-) Darf ja ab nächster Woche wieder demonstrandum (Klugsch....).

Das "Ich sollte noch..."-Syndrom

Kennt ihr das "Ich sollte noch..."-Syndrom. Manchmal ereilt es mich in Phasen, in welchen ich total overworked bin und dann aber auch in Situationen, in denen ich einfach nur einen auf Ferien mache. Auf alle Fälle:

Ich sollte noch...

rund 15 Emails beantworten.
1 Leserbrief schreiben.
1 möglichst kreativen bila-blog Eintrag gestalten.
interessant(es) Bloggen.

Aber nachdem die Seele nun tagsüber in der Sonne und auf der Skipiste hängt, der Abend schon längst zur Nacht geworden ist und die Ruhe im Haus einzig durch das Klicken der Tastatur durchbrochen wird, scheint mir der Zeitpunkt nicht mehr richtig zu sein, jetzt noch zu grossen Sprüngen anzusetzen.

Wer mir aber gerne Ideen liefern möchte, um einen möglichst guten bila-blog oder sonstigen Blogeintrag zu erstellen, der fühle sich in den Kommentaren frei. Es wird mir über das Syndrom hinweg helfen. ;-) Zum Glück darf ich nächste Woche wieder im Nebel arbeiten.

Ansonsten wisst ihr, wo ihr mich bis dahin findet.
Auf der Alp.
Weitab vom Schuss.

Donnerstag, 29. Januar 2009

Alpimpression 2


Es tut mir ja leid, liebe Nebuländer, aber wir hatten heute wiederum prächtiges Wetter. Einige - Stratocirren, heissen die Dinger glaub' ich, hingen am Himmel und zwei, drei Kampfjets - wie immer. Aber sonst konnte uns nichts belästigen...

Mittwoch, 28. Januar 2009

Alpimpression 1

Fast live. Einfach schön.

Dienstag, 27. Januar 2009

Politik auf der Alp

Ich kann euch ja wohl nicht länger verheimlichen, dass ich eigentlich seit Sonntag auf einer tief verschneiten Alp im Berner Oberland sitze und meine Sportwoche (ein anderer Ausdruck für unterrichtsfreie Zeit) mit Skifahren und Geselligkeit verbringe.
Eigentlich wollte ich das ja nicht unbedingt so öffentlich machen, doch dann besann ich mich, dass eventuell einige plötzlich fragen könnte, weshalb ich - obwohl zu Hause - nie bei ihnen vorbeigeschaut habe oder verschiedene Sitzungen unter dem Vorwand absagte, im Schneesportlager zu sein und doch jeden Abend meine Blogeinträge realisierte, als wäre ich eben doch in Langenthal. Nun. Moderne Kommunikation sei Dank - oder auch nicht - ist das alles heute möglich, sobald man auch im entferntesten Eck der Schweiz oder der Welt Handyempfang hat (Keine Angst - es sind trotzdem keine wirklichen "Moblogs", so lange MMS möchte ich gar nicht schreiben.). Aber mobil sind wir halt trotzdem auch mit dem Laptop und einem kleinen, abonnementsmässig recht teuren, weissen Zusatzkästchen.

Die Tatsache, dass meine Leserschaft aber vor allem eins von mir erwartet - nämlich politische Kost und nicht privates Nähkästchenplaudern - verleitete mich vorerst dazu, an der Verheimlichung fest zu halten - auch wenn diese Dinge in Blogs oder zumindest so wie ich Blogging verstehe und praktiziere, nie untrennbar sein werden. Aber heute nochmals über die UBS-Boni zu berichten, war mir einfach auch zu öde.

Wie dem auch sei und um wieder etwas politischer zu werden: Die Zeit, weg von zu Hause und dem Gewohnten, verleitete mich auch wiederum zum grundsätzlichen Nachdenken und obwohl ich zuerst - frisch vom höchstem Amt - in der ersten Sitzung des Stadtrates am nächsten Montag keine Vorstösse einreichen wollte, doch heute Abend gleich zwei Stück formulierte...
Natürlich wäre ich äusserst blöde, diese bereits jetzt hier öffentlich zur Diskussion zu stellen, obwohl mich eure Meinung äusserst stark interessieren würde, hier aber nicht bloss "Gutmenschen" mitlesen. ;-). Allgemein gesagt, geht es aber eben um eigentliche Grundsätzlichkeiten und auch Dinge, welche hier in diesem Blog bereits mindestens einmal Thema waren. Und dabei habe ich den vielkommentierten Vorschlag für eine bürgernahere Politik durch verschiedene Internetlösungen noch gar nicht realisiert, weil ich eben dachte, an der ersten Sitzung noch nicht mit Vorstössen überborden zu wollen. Hmmm... scheinbar setzt sich das Politikergen in mir doch noch durch.

Die Vorstösse sind bei Experten in der Vernehmlassung - zumal ich dann - wenn diese sie gutheissen würden - noch in der Fraktion zu Kreuze kriechen müsste, weshalb ich die Vorstösse bzw. Ideen zu den Vorstössen noch nicht vor oder an der Fraktionssitzung hatte, worin man diese jeweils vorberät, bevor man sie einreicht.
"Mann. Oder Frau. Ich bin jetzt auf der Alp. Deshalb habe ich auch jetzt Zeit zum Nachdenken."

Gönnt euch wieder mal ein Time-out. Es lohnt sich.

Montag, 26. Januar 2009

Über Blocher in Langenthal und eine Heldin.

Darüber ob und was man tun könnte, wenn der SVP-Messias Langenthal beehrt, haben wir ja bereits ausführlich diskutiert. Nicht unerwartet zog C.B. vergangenen Freitag denn auch viele Leute an. Die Veranstalter sprachen von 900 Personen, neutralere Beobachtende nannten eine Zahl zwischen 300 und 500 Menschen, welche das Referat Blochers hören und erleben wollten. Ein solcher Auftritt ist halt auch ein wenig Erlebnis. Oder sollte hierfür gar ein neudeutscher Begriff des "Politainments" eingeführt werden analog des mir geläufigen "Edutainment" (vielleicht gibt's den aber auch schon so oder ähnlich).

Wie dem auch sei. Blocher kam und sprach und fast alle nickten. Fast alle, bis auf eine junge Frau. Eine Heldin in meinen Augen, die sich trotz Pfiffen und Buhrufen, die ihr entgegen schallten für ein klares Ja votierte und zudem von C.B. eine faire Debatte forderte. Denn Blocher verteilte laut Medien seine Schelte wiederum an: "die Medien, die Linken, die Mitte, das eidgenössische Parlament, den Bundesrat, die Classe politique allgemein, die Economiesuisse, den schweizerischen Bauernpräsidenten." - an (fast) alle. "Die Argumente der Befürworter würden sich bei genauerem Betrachten in Nichts auflösen.", liess sich Blocher zitieren, um auf die Kritik der jungen Frau dann zu sagen: "Ich habe nicht gesagt, dass die Befürworter Unrecht haben. Aber sie kommen nicht, sie haben Angst, sie haben keine überzeugenden Argumente." Dass Blocher mit seinem Auftritt wohl nur seine zuhörenden und reichlich eingewanderten Fans im Saal mehrheitlich begeisterte, ist aus meiner Sicht auch an den Medienüberschriften erkennbar.
Langenthaler Tagblatt: "Blochers zweifelhafter Vergleich."
Berner Zeitung: "Die Einmann-Show des Christoph B. zieht noch immer."
Aber wie sagte er doch selber: "Wenn man merkt, dass man gegen alle anderen ist, weiss man, dass man auf dem richtigen Weg ist."

Zu Recht erhält die einzige Stimme des Widerstands im Saal auch in den Kommentaren auf BZ-Online Komplimente:

Vitus Ehrenbolger 12:12 Uhr

Chapeau für die Frau, welche an der SVP-Kopfnicker-Versammlung in Langenthal mutig ihren Standpunkt vertrat. Solche Leute braucht die Schweiz. Dass die wohl einzige mutige Person im Saal ausgelacht und verhöhnt wurde, erinnert an die dunkelsten Zeiten der Weltgeschichte, wo einer wie ein Affe schrie und alle andern einfältig Beifall klatschten! Kaum zu glauben, aber wahr. Ach, wie traurig!!

Den beiden Schreibenden der Zeitung (deren Arbeit ich im übrigen sehr schätze und ihre Artikel gerne lese) und die eigentlich die junge Frau meines Wissens auch hätten erkennen sollen... oder vielleicht auch haben und trotzdem nicht erwähnten, wie auch allen Lesenden in dieser bescheidenen Blogwerkstatt sei hier der Name und das Gesicht meiner Heldin verraten: Priska Grütter, Roggwil.

Mehr dürfte bekannt sein oder ist meinem Beziehungsstatus im Fratzenbuch (Facebook) zu entnehmen. Ja. Dieser Artikel ist auch eventuell leicht emotional verfärbt. ;-)

Mehr zu Blochers Auftritt im BZ-Online-Artikel.

Sonntag, 25. Januar 2009

Dein Ferrari - mein Ferrari? Über UBS-Boni.

Wäre es allzu populistisch, wenn man begönne die 2 Mrd. Franken anzuzweifeln, welche die UBS bis Ende März in baren Schweizer Franken an ihre Angestellten als Boni auszahlt?
Wäre es allzu schlimm, wenn man als absoluter Nicht-Banken-Kenner sagen würde, dass da vielleicht in solchen Augen etwas nicht stimmen möge.

Bestimmt darf man attestieren, dass sehr wahrscheinlich nicht alle Bereiche der UBS rekordverdächtig tiefrote Zahlen fabriziert haben und dass die Krise ja nicht wirklich bei der Bank selbst entstanden ist, sondern sie eher eine Folge falschen Vertrauens, falschen Einschätzungen und falscher Entscheidungen einiger wenigen waren, welche in das System und an dessen selbstheilende und stetig wachsenden Kräfte glaubten.
Zudem weiss ich, dass nun erst Recht einige Bereiche bei Banken ausserordentlich gefordert sind, um die Sache wieder einigermassen auf die Reihe zu bringen, so dass diese nun mehr Personal und auch mehr Geld bräuchten. Aber das liegt halt nun auch bei Banken nicht mehr auf der Strasse... könnte man meinen, wenn heute nicht die Pressemeldung über diese hohen Boni kam.

Trotz aller Gründe, die ich für eine Bonusausschüttung auch finde, um nicht allzu einseitig oder eben populistisch zu werden - irgendwie stört's mich halt doch. Umgerechnet erhält jede/r UBS-Angestellte im Schnitt CHF 26'000.--. Das wäre ja gut und recht, wenn es so wäre. Doch ich denke, dass die meisten oder zumindest viele, nichts oder nur wenig davon erhalte. Zudem vermute ich, dass zum Beispiel die Raumpflege oder das Catering längst out-sourced sind, dass diese Personen schon mal im vornherein nicht mehr für einen Bonus in Frage kommen. Aber wer arbeitet denn hier überhaupt oder alles - oder wer hilft alles mit, die Arbeit am Laufen zu halten.

Ich verstrick mich in meinen Theorien und es regt mich je länger, je mehr auf.
2 Mrd. von 6 Mrd. Staatshilfe sind einfach zu viel.
So viel, dass man sich beim nächsten Ferrrari, welcher aus der Garage eines UBS-Oberen gekarrt wird, schon eventuell die Frage stellen dürfte, ob das jetzt ein Staatswagen sei.

Samstag, 24. Januar 2009

Reto M. stürzt die Schweiz in eine tiefe Krise.

Uppss... was habe ich denn nun schon wieder angestellt?
So mutete auf mich auf alle Fälle der Titels des Links zum Video, das ich per Email gekriegt habe:

http://www.tagesnews.com/video/s21iHgDr/

Ich find' die Idee genial. Aber echt. Am Anfang dachte ich: Nein, was soll das. Ich war doch so brav. Niemanden auf Friedhöfen kommentiert in letzter Zeit, auch nicht im Wald campiert und dabei eine Zecke eingefangen, keine Bananen vor Nationalräten abgewehrt, was soll das nun schon wieder?

"Muahahaaa... Reto Müller. Raus du Saulump."

Mit der Bitte um Weiterleitung an euch bekannte Nichtwählenden. Ich werd' bestimmt abstimmen.

Freitag, 23. Januar 2009

Der Preisüberwacher bloggt...

und ich werde trotzdem nicht richtig warm. Ein Preisüberwacher aus der CVP, mit politischem Ruf gegen Parallelimporte zu sein und überhaupt nicht den Qualifikationen, wie man oft hörte, die es für dieses Amt bräuchte, um insbesondere als Nachfolger von Ruedi Strahm, den ich sehr schätzte, bestehen zu können?

Vgl: Der Bund von heute:
"Seine Wahl im letzten Sommer löste Kopfschütteln und Kritik aus. Als Nachfolger für den bekannten Preisüberwacher Rudolf Strahm ernannte der Bundesrat Microsoft-Lobbyist Stefan Meierhans. Weder seine berufliche Erfahrung noch seine wirtschaftspolitischen Standpunkte machten aus ihm einen logischen Anwärter für das Amt. Als Nationalratskandidat 2007 für die CVP sprach er sich etwa gegen preisdämpfenden Importwettbewerb durch die Zulassung von Parallelimporten patentgeschützter Güter aus."
Das ist unser Preisüberwacher. Natürlich ist es bestimmt fast allen Parteien ein grosses Anliegen, das Volk nicht mit überhöhten Preisen zu schröpfen (Wirtschaftsparteien vielleicht ausgenommen, aber deren Branchen sind ja auch meist vollständig im Markt und Wettbewerb, worauf der Preisüberwacher dann eh keinen Einfluss ausüben kann).

Trotz allem. Monsieur Prix sollte für mich einfach ein Mann oder eine Frau aus der Sozialdemokratie sein. Ich meine, dass die Überwachung der Wirtschaft und der Konsumentenschutz Kernanliegen der SP sind. Schlussendlich - nur um ein Beispiel zu nennen - sind wir die einzige grosse Partei - welche von CS und UBS erwiesenermassen kein Geld erhalten hat. FdP, CVP, SVP wurden alle "bedient". Die Beträge sind nicht horrend, doch immerhin lassen sich Parteien nebst den Mitgliederbeiträgen auch fremdfinanzieren und wahrscheinlich nicht bloss durch Banken und da wir in der Schweiz keine Parteifinanzierungstransparenz haben - leider weil sich die besagten Finanzierten stets heftigst sowohl national, wie auch kantonal dagegen verwehrten - wird auch nicht ersichtlich, von wem alles eine Partei überhaupt bezahlt wird. Abstrakt gedacht: katastrophal und es herrscht eine latente Gefahr von Interessenskonflikten.

Heute Morgen am Bahnhof in aller Frühe vor der Arbeit verteilte ich zwar auch fremdfinanzierte Give-Aways für ein Ja bei den Bilateralen Verträgen und ich war froh, dass man mit den Post-Its oder Labellos der Jugendkampagne www.dabei-bleiben.ch zu den Bilateralen echt etwas in den Fingern hatte, das sich leicht verteilen liess und von den Menschen gerne in Empfang genommen wurde. Wenn du da manchmal mit Karten und irgendwelchen läppischen Schokolädchen stehst, die Hälfte der Flyer später am Perron wieder vom Boden aufliest, kommst du dir manchmal echt bedeppt vor. Weshalb bin ich nun heute Morgen so früh aufgestanden?

Zurück zum Preisüberwacher und dessen neuen Blog, auf dem er sich trotz beruflichen Vorgeschichten interessanterweise mit einem Apple-Computer zeigt. Ich find's ja gut, werden bürokratischen Hürden mit dem Blog abgebaut und versucht, die Stelle internetmässig bürgernah zu gestalten.
Aber dann erhoffe ich mir dann auch, dass preismässig von ihm was ins Rollen kommt. DIE Konsumentenschützerin, Simonetta Sommaruga, meinte ja heute unter anderem:
"«Es ist nichts Neues dabei», kritisiert Konsumentenschützerin Simonetta Sommaruga. Mit dem Transfer der Strompreise zur neuen Aufsichtsbehörde Elcom hätte er freie Kapazitäten für neue Themen. Die Berner SP-Ständerätin hatte konkretere Hinweise auf die Prioritäten des neuen Preisüberwachers erwartet.
(...)
Sie erwartet aber, dass Meierhans auch marktbeherrschende Unternehmen in der Privatwirtschaft unter die Lupe nimmt, beispielsweise Banken. Sommarugas Befürchtung, der ehemalige Microsoft-Mann habe Beisshemmung gegenüber der Wirtschaft, hat er gestern nicht entkräftet."
Quelle: Auch Bund von heute.

Was tue ich bloss, wenn es den Bund nicht mehr gibt.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Soirée Vergissmeinnicht

Es ist fast etwas peinlich zu sagen, dass ich beinahe vergass, über eine "Soirée Vergissmeinnicht" zu bloggen, worum ich vor über einer Woche gebeten wurde. Entschuldigend lässt sich sagen, dass es nicht gerade unterbeschäftigte Tage waren und ich zuerst dachte, ich würde dann das Thema mit den anderen Bilateraleninfos verknüpfen, so dass es mich nun im trendigen Fratzenbuch (Facebook) schlussendlich mahnte: Morgen - "Soirée Vergissmeinnicht"

Uuppss...

Nun. Das System ist bekannt. Du bringst das Stimmcouvert mit und hast dafür Eintritt zu einer tollen Party. Was uns wieder einmal bewusst macht: Alle Stimmen sind notwendig. Auch die gek...öderten. ;-) Geht hin. Habt Spass. Tolle Party. Wir sind uns ja alle bewusst, dass es unbedingt ein Ja sein muss, für die Zukunft unserer Schweiz.


Sonst treten wir dann halt der EU bei. Wenn die SVP das so will, so soll es halt sein. ;-)

Mittwoch, 21. Januar 2009

Rabenvater Blocher kommt nach Langenthal

Ich hab's bisher fast ein wenig verdrängt, doch die Inserate der JSVP werden in unserer Region dermassen omnipräsent - woher haben die bloss die Kohle - dass man zwangsläufig drauf aufmerksam werden muss. Blocher kommt am Freitag in meine Stadt... nach Langenthal... also dort, wo ich lebe und politisiere... was tut man da bloss?

Der Rabenvater höchstpersönlich. Ignoriert man sein Kommen, da man den Diskussionen mit Gegnern der Erweiterung der Personenfreizügigkeit oft keinen wirklich charmanten Charakter abgewinnen kann, da die Fronten in Scheinprognosen über die Zukunft verhärten oder geht man hin, um einmal mehr den absolut absurden Begründungen und Ängsten der SVP Schweiz und Bilateralen-Angstmachern entgegen zu treten? Reizt es einen sogar, wenn man Blocher eventuell live selbst zu seinem Ja-Nein- Zick-Zack-Kurs im Thema befragen könnte.
Doch vielleicht malt man sich das auch zu bunt aus, da Blocher bloss referiert und man gar keine Fragen stellen darf - der Kragen immer enger wird, dass er gar zu platzen droht. Oder darf man etwa im Albisgüetli aufstehen und fragen, was Ueli am Lauberhorn jetzt besser macht, als Sämi?

Absurd ist auch, dass sich die JSVP im ganzen Kanton Bern ausgerechnet die Stadt für den Blocherauftritt auswählte, in welcher die stadteigene SVP Sektion selbst die Ja-Parole zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit beschlossen hat.

Henusode. Eigentlich wäre es wohl am besten, wenn niemand ginge, doch der öminöse und mir unbekannte Finanzgeber der zahlreichen Inserate hat daran wohl kein Interesse, denn schliesslich muss trotz abgew. gewährt bleiben, dass man als Publikumsmagnet gilt.

Was soll ich, man, die Sozialdemokratie oder irgendwer dagegen bloss tun?

P.s.: Ich weiss überdies, dass ich nicht da sein werde, denn ich widme mich an diesem Abend der Jugend mit Aufsicht im Jugendraum Thunstetten-Bützberg. Also falls Tortenwürfe in den Kommentaren vorgeschlagen würden, kann ich es nicht gewesen sein, insofern solchen Worten denn auch Taten folgten. *Duckundweg*.

provozierende Gedanken zur Sozialdemokratie Berns

...erschienen im RotSPecht, der Parteizeitung der SP Langenthal.
Die Zeilen von Mark Balsiger sollen mittels Kolumne "Ein Blick über den Tellerrand." jeweils zum Nachdenken innerhalb der eigenen Partei anregen. Geschrieben wurde diese Kolumne auch schon von Pascal Dietrich, Präsident der Jungliberalen in Langenthal oder von Claude Longchamp, gfs etc.
Mit Mark Balsiger fand ich in dieser Ausgabe einen Autor, welchen ich mehr oder weniger seit dem oder vom Bloggen her kenne. Seine Meinung und seine Arbeit im Internet sind manchmal ja schon fast omnipräsent. Mit der Schaffung des Wahlbistros eröffnete er eine hervorragende Politidee-Kaffeeblogbude, deren Renomée nicht ausblieb und hoffentlich in den Grossratswahlkämpfen wiederum eine entscheidende Rolle spielen wird.

Seine Zeilen blieben bei mir zumindest auch nicht ohne Folgen...
ich überlegte mir nämlich, ob ich jemanden im Stadtrat Bern kenne... mögliche Papbili sozusagen....
Beni Hirt, schoss es mir durch den Kopf. Ja, Beni, erstmals kennengelernt 2005 im grossrätlichen Wahlkampf... und dann ist da doch noch eine Frau... deren Namen mir nicht einfallen will... dann Michu Aebersold, Energieexperte von Berufes wegen und der SP Kanton Bern... ja, der ist auch dort, aber dann...? CHM von bloxxs war mal da... Europaallée... kenne ich von seinem Blog... etc...
Das darf's wohl noch nicht gewesen sein. Also schaute ich auf der Stadtberner Seite unter Stadtrat nach, wen man noch kennen müsste:

Folgende Personen blieben mir hängen, weil:
Die Frau, deren Namen ich im Gedächtnis suchte, war: Giovanna Battagliero, sie war oft in der Presse.
Rithy Chheng = im neuen Mitgliederprospekt der SP Schweiz.
Thomas Göttin = er bloggt, da schaue ich auch ab und zu mal rein.
Leyla Gül = Sekretariat SP Stadt Bern. Kennt man.
Annette Lehmann = Facebook
Ursula Marti = Texterin in Wahlkampagnen und bei den SP Frauen sehr aktiv.
Corinne Mathieu = war im Wahlbistro sehr aktiv.
Hasim Sönmez = bekannt aus der Presse als der "Rosenverkäufer"
Gisela Vollmer = Frau von Peter & Nationalratskandidatin
Beat Zobrist = über dessen Namen ich auch schon stolperte, aber den konkreten Grund? Ev. Kandidat bei den NR-Wahlen 07?

Nun. Ihr werdet feststellen, dass das wohl in etwa nur die Hälfte der SP-Stadträtinnen und -räte sind, die mir überhaupt ein Begriff sind. Was auffällt: Wer mir bekannt ist, war entweder in Wahlkämpfen zuvor, in der Presse oder ist im Internet aktiv. Das bleibt mir irgendwie und wohl auch anderen hängen.

Gut. Meine Ausbeute ist mager. Und ich stelle auch nicht den Anspruch oder auch nur die Idee in den Raum, dass mich irgendwer der Besagten oder Verschwiegenen kennen würde. Das zeigt einerseits die brutale überregionale Bedeutungslosigkeit der Lokalpolitik. Andererseits, dass man sich politisch innerhalb der Partei (zum Beispiel mit kantonalen Parlamentariertreffen) besser vernetzen sollte.

Aber nun hier der Artikel von Mark Balsiger, welcher diese Gedanken auslöste:

Dienstag, 20. Januar 2009

Nun Barack - jetzt alles neu?

Interview mit dem Generalsekretär der SP Schweiz - Thomas Christen

Nun. Wer sich fragte, was ich die letzten beiden Tage, während sogenannten "freien" Stunden tat, wird sich mit Blick auf diesen Link versichern können, dass es - zumindest aus sozial bis liberaler Sicht - sich um nichts Unanständiges handelte.

Die Parteizeitung der Sektion Langenthal ist wieder einmal erstellt (worden) und wird tausendfach (ca. 1300 Stück) nächste Woche in Langenthal und Umgebung verteilt. Wer sie gerne handfest möchte, darf mir seine Adresse gerne zum Beispiel via hier senden.

Von einer Verteilung an alle Haushalte mittels Amtsanzeigern oder ähnlichem, können wir - was die Kosten sowohl für Druck und Versand anbelangt - nur träumen. Da müssen wir das Feld der FdP überlassen. Scheinbar können die das zahlen.

Aber wir warten immer mit überaus lesenswerten Inhalten auf, auf die ich auch immer stolz bin (was nicht heissen muss, dass die FdP-Info nicht spannend wäre...). Besondere Leckerbissen sind dieses Mal ein Interview mit dem Generalsekretär der SP Schweiz, Thomas Christen, die Kolumne "Ein Blick über den Tellerrand" vom web-blog-polit-allbekannten Mark Balsiger und die Abstimmungsempfehlung über die Personenfreizügigkeit unserer grossrätlichen Nadine Masshardt.

Um einen Versuch zu starten, die Interaktivität des RotSPechts zu erhöhen, veröffentliche ich hier das Interview mit Thomas Christen und später die provozierenden Zeilen Mark Balsigers. Kommentare sind - wie immer - gerne willkommen.

P.s.: Wer den RotSPecht ganz herunterlädt, wird vielleicht vor allem auf Seite 2 schmunzeln können. Der Weg funktioniert von Bits & Bytes auf Holz, wie auch umgekehrt, von Holz in Bits & Bytes.

Montag, 19. Januar 2009

Bilaterale: Streetwork

Das Schaufenster im Bahnhof Langenthal ist gestaltet. Heute gibt's für die von der Arbeit Heimkehrenden einen Becher Glühwein und einen Flyer. Bila-Bloggen allein reicht halt nicht. Wir müssen und gehen auch auf die Strasse.

Sonntag, 18. Januar 2009

bila-blog.ch / eine geniale Politidee

Nicht ganz ohne Stolz betrachte ich die Entwicklung und Wirkung dieses Blogs in der letzten Zeit.
Nicht nur deshalb habe ich mit der Veröffentlichung weiterer Dinge zugewartet, da die Kommentare in den letzten beiden Artikeln ständig neue und interessante Ideen und Aspekte an den Tag förderten. So wünschte ich mir das eigentlich bei allen Artikeln.

Von der grössten Idee, die auf Grund meines Artikels zu den Jugendkampagnen der Abstimmung der Bilateralen II vom 8. Februar und von Kommentaren zwischen Andreas Kyriacou und mir in ihm reifte, möchte ich euch hier nun erstmals berichten.

Entstanden ist der bila-blog.
Dieses Blog darf sich als Geburtsstätte für den genialen Gedanken Andreas' rühmen. Dank und Lob für diesen einzigartigen und erstmaligen Zusammenschluss mehrerer Politblogger aus der ganzen Schweiz, in allen Landessprachen und Englisch gebührt aber Andreas Kyriacou und für die grafische und virtuelle Umsetzung im Internet Michael Jäger. Leider musste ich mich der Mitarbeit in der Lancierung des Projekts auf Grund vieler laufender anderer Dinge (ein anderer Grund, weshalb hier nicht viel Neues geschah) mehrheitlich verweigern. Aber ich bin natürlich im Projekt als Schreibender dabei und ich freue mich wahnsinnig, dass Blogger aus allen Lagern hier ein Gefäss entwickelt haben, in welchem sie sich für ein JA zur Erweiterung und Ausdehnung der Personenfreizügigkeit und Weiterführung der Bilateralen II einsetzen.

Offiziell beginnt der Bila-Blog morgen. Heute ist bereits der Startartikel von Erika Forster, 1. Vizeständeratspräsidentin, veröffentlicht. Bald folgen dann die restlichen Porträts derer, die es erst heute einreichten (öhemöhem... inkl. Schreibendem). Bis am 8. Februar folgen zudem Beiträge mindestens 20 weiterer Blogger. Natürlich hoffe ich persönlich auch auf ein Mitwirken unseres obersten Politbloggers, was im Moment leider noch nicht bestätigt werden kann.

Die Realisation der Idee ist etwas, das mich unheimlich freut. Ich find's genial und beispielhaft für politische (Zusammen-)Arbeit und Kommunikation von heute! Ich danke euch wirklich allen. Insbesondere - wie bereits betont - Andreas und Michael für all die Arbeit, wie auch allen Schreibenden und Mitwirkenden dieses Projekts.

Hier die offizielle Medienmitteilung von heute:
20 Schweizer BloggerInnen treten gemeinsam für die Fortsetzung und Erweiterung der Personenfreizügigkeit ein.

Auf Initiative des Zürcher Grünen Bloggers Andreas Kyriacou haben sich 20 Bloggerinnen und Blogger zusammengeschlossen, um für ein Ja am 8. Februar zu werben. Mit von der Partie sind vier BundesparlamentarierInnen, weitere bekannte BloggerInnen wie der deutschsprachige Satire-Blog Swiss-lupe und der viel gelesene französisch- und englischsprachige Blog climbtothestars. VertreterInnen und Vertreter von SP, Grünen, CSP, CVP, FDP und SVP beteiligen sich mit Beiträgen in allen drei Landessprachen und auf Englisch.

Jeder Teilnehmende schreibt bis zum Abstimmungssontag auf seinem eigenen Blog einen Beitrag, in dem er oder sie einen wichtigen Grund aufführt, wieso wir am 8. Februar «Ja» stimmen sollen. Jeder Beitrag erscheint zusätzlich auf dem für die Kampagne eingerichteten gemeinsamen viersprachigen Portal http://www.bilablog.ch. Bilablog.ch kann somit für den ganzen Rest der Abstimmungskampagne täglich mindestens einen neuen Beitrag veröffentlichen - weitere BloggerInnen sind nämlich eingeladen, sich anzuschliessen.

bilablog.ch ist unseres Wissens die erste parteiübergreifende Blog-Kampagne. Wir bitten Sie, in Ihrer Berichterstattung darauf aufmerksam zu machen.


20 bloggeurs suisses se liguent pour soutenir la poursuite et l'extension de l’accord sur la libre circulation

A l'initiative du bloguer vert Andrea Kyriacou de Zurich, 20 bloggeurs se sont associé pour soutenir le "OUI", pour les votations du 8 février. Sont aussi de la partie: quatre parlementaires nationaux, d'autres bloggeurs célèbres, comme le blog satyrique (de langue allemande) Swiss-lupe et le blog franco-anglophone très connu climbtothestars. Des représentants Socialistes, Verts, Chrétiens-socials, Démocrates-Chrétiens, Radicaux, Libéraux et UDC participent avec des articles issus des trois régions linguistiques et en Anglais.

Jusqu'au dimanche de votation, chaque participant rédige une contribution sur son blogg, dans lequel il explique pourquoi nous devons voter "OUI" le 8 février. Chaque contribution apparaît aussi sur le site internet de la campagne pour le "OUI" : http://www.bilablog.ch / http://www.bila-blog.ch . Bilablog.ch peut publiera ainsi quotidiennement au moins un nouveau text pendant toute la campagne précédant les votations. D'autres bloggeurs sont bien-entendu invités à participer.

À notre connaissance, bila-blog.ch est la première campagne blogg interpartiale. Nous vous prions de prendre en considération ce communiqué.


20 Blogger svizzeri si uniscono per il rinnovo e l'estensione dell'Accordo sulla libera circolazione delle persone

Su iniziativa del blogger zurighese dei Verdi Andreas Kyriacou, 20 blogger svizzeri si sono uniti per promuovere il SI alla votazione dell'8 febbraio. Tra i partecipanti si trovano quattro deputati al Consiglio nazionale, diversi blogger conosciuti, come il satirico svizzero tedesco Swiss-lupe e il molto seguito blog in francese e inglese climbtothestars. Membri del PS, dei Verdi, del PPD, del PLR e dell'UDC scriveranno i loro contribui nelle tre maggiori lingue nazionali e in inglese.

I partecipanti scriveranno fino alla domenica delle votazioni un contributo sul proprio blog in cui spiegheranno l'importanza del SI. Ogni testo apparirà contemporaneamente anche sul portale multilingue http://www.bilablog.ch / http://www.bila-blog.ch. Bilablog.ch pubblicherà quindi almeno un contributo al giorno, altri blogger sono invitati a partecipare a questa iniziativa.

A mente nostra, bilablog.ch è il primo blog interpartitico per una campagna. Vi siamo grati sin d'ora per lo spiazio che vorrete accordarci.


20 Swiss bloggers join forces to advocate the continuation and extension of the agreement on free movement

Thanks to an initiative by the Zurich-based green Blogger Andreas Kyriacou 20 bloggers are joining forces to advocate a «yes» vote on February 8th. Among the bloggers are four members of the national parliament, other well-known bloggers such as the German-language satirical blog Swiss-lupe and the widely read French and English languag blog climbtothestars. Representatives of the Social democrats, the Greens, the Social Christian party (CSP), the Christian Democrats (CVP), the liberals (FDP) and the People's Party (SVP) are among the contributors, which will appear in the three national languages and English.

Before the polling date, every participant will write a post on their personal blog, in which she or he gives an important reason why we should vote «yes» on February 8th. Every post will additionally be published on the quatro-lingual campaign site http://www.bilablog.ch / http://www.bila-blog.ch. Bilablog.ch can thus publish a new post daily for the remainder of the polling campaign - as additional bloggers are invited to join in.

To our knowledge, bilablog.ch is the first multi-party blog campaign. We kindly ask you to make your audience aware of the campaign.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Zeig' es den Raben. "Moorhuhn"-Rabenjagd für ein JA


Den Schweizer Vogelschutz hat's nicht gefreut, dass nebst weissen und schwarzen Schäfchen nun die schwarzen Raben in der Politik zum Opfer der SVP geworden sind.

Es gibt gar eine Medienmitteilung, in welcher sie versuchen, den Namen des "grössten Singvogels und intelligenten Flugkünstler", dem Kolkraben, wieder weiss zu waschen. An der ganzen Tragik liesse sich nur eines noch dramatisieren, wenn die SVP mit diesen Vögeln gar nicht Vögel, sondern eigentlich Menschen meinten....

Nun. Bereits bei Lancierung der Kampagne dachte ich - auch nicht wirklich birdlifewürdig - daran, dass man eigentlich eine Moorhuhn-Jagd auf die Raben eröffnen sollte.

Die Umsetzung meiner Gedanken - die nie öffentlich wurden - fand ich heute hier.

Wir schiessen zwar mit Äpfeln auf Raben. Die SVP schiesst mit ihrem Nein Würgegriffe auf unsere Wirtschaft.

Dienstag, 13. Januar 2009

www.rettet-den-bund.ch - ein Klick kann helfen

Die Schweizer Demokratie basiert auf einfachen Grundlagen der Gewaltentrennung. Legislative, Exekutive und Judikative.

Zusätzlicher Keyplayer in dieser Organisation und meinerseits mindestens ebenso wichtig darin, sind die Medien, welche eine wichtige Kontrollfunktion auf obige Gewalten ausüben. Denn diese können auch einmal versagen, wie zum Beispiel Fälle von gewählten Armeechefs und anderes durchaus belegen könnten.

Man stelle sich nun vor, dass nur noch zwei oder drei Verlage sämtliche Medien herausgeben würden und im Zuge von Restrukturierungen ein Verlag gar zum Schluss kommen könnte, dass die Stadt Bern - unsere Hauptstadt - nur noch eine starke Tageszeitung brauche. Unvorstellbar? Leider macht die Tamedia ernst und will tatsächlich den Bund schliessen und vollständig in die BZ integrieren - was auch immer das heisst.

Ich bin Mitglied beim Komitee "Rettet den Bund".

Und das aus gutem Grund:
Hier ein Aufruf zum Beitritt den ich sehr empfehlen kann:

Die Berner Qualitätszeitung „Der Bund“ soll im Sommer eingestellt werden. Die Tamedia als Besitzerin verfolgt nur eine Option ernsthaft: die Fusion mit der „Berner Zeitung“. Für den Grossraum Bern hätte das gravierende Folgen, z.B. ein Medienmonopol mit all seinen Auswirkungen, die man von Basel und Luzern bereits zur Genüge kennt.

Für Bern kann das aus demokratiepolitischen Gründen keine Option sein. Gerade die kommunale und kantonale Politik nähme Schaden. Nicht zuletzt sind 65 Arbeitsplätze akut gefährdet.

In den letzten Wochen hat sich das Komitee „Rettet den Bund“ formiert. Es zählt bereits 8000 Mitglieder. Auf der Website www.rettet-den-bund.ch ist eine Online-Petition aufgeschaltet. Ich ermuntere dich, dich dort einzutragen. Jede Stimme zählt. Das Ziel müsste es eigentlich sein, mehr als 20'000 Mitglieder zusammen zu bringen. Nur so kann Druck gegenüber der Tamedia aufgebaut werden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Ein Tipp: Wer selber einen Webauftritt oder einen Blog hat, soll doch die URL

www.rettet-den-bund.ch

unter den Links aufführen und in einem Beitrag verwenden. Bislang haben das nur ganz wenige getan, etwa Daniel Klauser: http://www.danielklauser.ch/?p=59
Ich selber schrieb zur Thematik bereits Folgendes:
http://retomueller.blogspot.com/2009/01/kampagnen-zur-personenfreizgigkeit.html (erster Abschnitt)
http://retomueller.blogspot.com/2008/12/das-ende-fr-der-bund.html

Falls Ihr Leute kennt, die keinen Internetzugang haben: Druckt den Antworttalon für die Petition doch aus, ihr findet ihn hier:

http://rettet-den-bund.ch/?page_id=9


Ich danke für euer Engagement!

Montag, 12. Januar 2009

Ewigkeiten im Blog - der Finanzkrise Gutes abgewinnen

Ja, tut mir leid. Ich weiss, es sind schon beinahe Ewigkeiten (gemessen am sonstigen Rhythmus), dass ich hier etwas veröffentlicht habe und... mir scheint manchmal es gäbe täglich Menschen, welche hier reinschauen, ob sich etwas getan hat, unglaublich, ich weiss, aber wahr und bei euch möchte ich mich entschuldigen, dass ich hab' warten lassen.

Aber es gibt Zeiten, da hängt man so viel vor dem Kasten, dass einem die Finger von der Tastatur spröde werden und das Projekt immer noch nicht abgeschlossen ist. Zudem gehe ich seit heute ja wieder geregelten Arbeitszeiten nach und musste im Job, in welchem ich wirklich meine Brötchen verdiene, auch wieder Gas geben. Darf man das nach der Raserdebatte noch sagen?

Wie dem auch sei, es gäbe sehr vieles zu erzählen, das ich mir im Hinterstübchen nun für später reserviert habe.

Zum Beispiel die Episode von der Heimreise nach Zürich, in welcher ich der Finanzkrise plötzlich doch auch Gutes abgewinnen konnte:

Unsereiner quetscht sich natürlich mit Rucksack, Fototasche, Schlafsack und Laptoptasche auf 1 Sitz im Tram, schwer beladen, nicht richtig bequem. Der Banker, welcher nachher zusteigt und sich vorne dran setzt, belegt den Fensterstuhl natürlich mit seinem Nappa-Valley-Lederköfferchen und setzt sich galant in den Stuhl des Durchganges.
Die Frau mit den schweren Einkaufstaschen und der violetten 90er Jahre Vögele-Jacke, die nicht gerade unbeleibt aussieht, setzt sich natürlich nicht neben den Banker. Sondern gesellt sich zum Gequetsche, das sich um mich herum aufbaut. Grrr.... Ja, dem Gedanken, dass der Pinkel vorne dran, auch nur eventuell durch die Finanzkrise den Job verlieren könnte, liess mir ein wenig das Leiden lindern, obwohl er das ja wohl nicht wird. Aber trotzdem. Ich spürte Schadenfreude in mir aufkommen, ob des Gedankens, so dass ich leicht - wenn auch säuerlich - lächelte.

Um dem Gedränge zu entkommen, löste ich für die restliche Zugsfahrt ein Ticket erster Klasse.
Ja. 'Tschuldigung. Wir Sozialdemokraten sind auch nur Menschen.

Morgen gibt's den nächsten Bericht. Versprochen.

Freitag, 9. Januar 2009

Mittwoch, 7. Januar 2009

Ich osterweitere mich gedanklich.

Des kleinen Sozialisten Traum in mir wäre es schon einmal mit der Eisenbahn, via Berlin, Warschau, St. Petersburg bis nach Moskau in den Osten zu fahren. Die reine Fahrzeit beträgt rund 35 Stunden und die Strecke gäbe einem auch bei gelegentlichen Aufenthalten in genannten oder andern bedeutenden Städten bestimmt auch sonst einiges an Erlebnissen und Sehenswertem mit.
Ich habe keine Angst vor dem Osten. Obwohl der russische Bär neuerdings die Schweiz in militärischen Strategiegedanken nicht mehr mit Panzern an unserer Grenze bedrohen könnte, sondern mit dem Gashahn in seiner Hand, verstehe ich die Menschen sowieso nicht, welche den Ängstemachern (ja, es sind mehrheitlich Männer - ausser eine aus dem Osten, die trotzdem typisch luzernerisch heisst) aufspringen, zumal sich die hoffentlich abzeichnende Osterweiterung ja nicht bis nach Russland erstreckt.

Bleiben wir mal bei den Fakten und betrachten die Lage nüchtern. Wer kennt einen aus dem "fernen" Osten eingewanderten Arbeiter, der ihm die Stelle weg nimmt?

Ich bin nämlich auf der Suche nach Menschen, welche durch die Personenfreizügigkeit ihre Brötchen nun in der Schweiz verdienen. Ich will Interviews für den RotSPecht machen und die Beweggründe erfahren, weshalb sie nun in der Schweiz leben. Je weiter im Osten desto besser. Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Ungarn wäre toll. Mit einem Deutschen oder einer Französin hau' ich in unserer Parteizeitung mit einem Interview niemanden vom Sockel.

Montag, 5. Januar 2009

Was erwartest du von einer SP?

Zürick... ehh zurück von besagtem Zürich. Natürlich wegen der Politik. Die spielt sich für mich - glücklicherweise - halt vor allem im heimischen Langenthal ab.

Hierfür - also für die Sitzung, die wir heute Abend hatten, beschäftigte ich mich dieser Tage vor allem mit möglichen neuen Inputs für die sozialdemokratische Politik in Langenthal. Da ich durch andere Aufgaben - Hut ab vor allen Müttern und Vätern, die sich um die Kinderbetreuung kümmern - noch nicht so weit in die Tiefe gehen konnte, reifte in mir heute der Entschluss, dass ich doch mal hier drin fragen könnte, was ihr von einer Sozialdemokratischen Partei in einer Stadt, wie dieser, überhaupt erwartet.

Also. Ich mache mir auch nicht grosse Illusionen, dass hier der Kracher kommt, den wir insgeheim doch alle als ultimatives Rezept gegen Wählerschwund suchen, wenn sich überhaupt wer auf mein Fragen meldet und sollte euch doch DIE Idee im Hinterkopf gedeihen, so wünsche ich lieber eine Email als einen für alle öffentlichen Kommentar. Die Email-Adresse findest du unter anderem übrigens auf meiner anderen Seite.

Sonntag, 4. Januar 2009

Aus der Provinz in die Stadt. Die Unterschiede des Denkens.

Wenn man - wie ich - für ein paar Tage aus seinem gewohnten Leben ausbricht und es aus einer mittelländischen Kleinstadt - wie in der Überschrift dieses Blogs behauptet - in die grösste Stadt der Schweiz verpflanzt und sich dabei noch ein zweijähriges Kind während einer gewissen Zeit dazu gesellt, so entstehen völlig neue Sichtweisen. Plötzlich hat man ganz anders Zeit, die Umwelt wahrzunehmen und dadurch verändert sie sich auch.

Man kann für eine Wegstrecke, die man sonst binnen Sekunden zurücklegt, Minuten brauchen, da es an dieser Ecke noch ein wenig Schnee liegen hat, den man berühren könnte oder der Hund, welcher der Strassenwischmaschine nachrennt, viel interessanter ist, als die Absicht möglichst schnell an den Hauptbahnhof zu gelangen, um Brot zu kaufen.
Ja. Brot. Obwohl die nächste Bäckerei nur wenige Schritte entfernt wäre, kommt man sogar auf die Idee mit dem Tram in den HB zu fahren, weil der Kleine halt gerne Tram fährt und Züge sieht: "Tuiiiii... Tsssug.", um dort Brot zu kaufen. Wie ineffizient ist das denn?

Das sind Dinge, die das Leben und Denken verändern. Plötzlich fragt man sich, wie viel Strom die verbraten und ob dieses Licht am späteren Abend wohl wirklich nötig wäre, damit wir für künftige Generationen keine neuen AKWs mehr brauchen:
Oder warum ausgerechnet der oder die noch arbeitet und andere nicht, obwohl zu Hause vielleicht Freund, Freundin, Frau, Mann oder Kinder warten.
Und ob all der neuen Langsamkeit, Ineffizienz und scheinbaren Belanglosigkeit in den Themen dieser Tage, merke ich vor allem eines:
Die Ursache dieses Denkens, die an deiner Hand geht, ist etwas vom Wichtigsten in deinem Leben. Ein Teil deiner Familie. Ein Teil Zukunft.

Samstag, 3. Januar 2009

Kampagnen zur Personenfreizügigkeit

Nach den stillen Tagen hoffe ich jeweils durch einen Knaller in den Zeitungen aus der Festtagsmüdigkeit geholt zu werden. Doch wurde ich beim Studium dreier (notabene Bezahl-)Blätter nicht wirklich geweckt. Es sei zumindest bemerkt, dass 2 der 3 Zeitungen schleichend je länger, je identischer werden... ein Phänomen das auch bei Feldschlösschen-Bier, Cardinalbier, Heinekenbräu, etc. pp. ständig in meinem Gaumen auftaucht. Das Gefühl von. "Das schmeckt doch immer ähnlicher." Bis schlussendlich der Name wechselt, die Dose oder Flasche gleich bedruckt und behauptet wird, es habe das andere nicht mehr gebraucht. Kein Wunder, wenn ihr das Gleiche abfüllt!

So blieb mir heute einzig der Eindruck der beginnenden Kampagnen zur Personenfreizügigkeit. Ich brauche hier unter euch Lesenden wohl nicht zu betonen, wie äusserst wichtig die Annahme der Erweiterung auf die Staaten Rumänien und Bulgarien sind. Und doch finde ich es wieder schlimm, wie viele den Ängsten der in dieser Thematik mehr als bloss zwischen Ja und Nein (auf Schleuderkurs befindenden) wechselnden SVP gemäss ersten Umfragen folgen. Die SVP versucht's auf alle Fälle nach den schwarzen Schafen mit den schwarzen Raben. Was haben die bloss immer mit diesen Tieren...

Die Young European Swiss, YES, bei welchen ich auch Mitglied bin, haben wiederum eine gemeinsame Kampagne mit fast allen Jungparteien lanciert: Ihre Homepage auf www.dabei-bleiben.ch - ist wie in den Abstimmungen zuvor - hervorragend aufgebaut und strukturiert. Alle Drucksachen wurden mit Verweisen auf diese Seite gespickt. Hervorragend. Insbesondere für junge Wählende.


Unterstützen lohnt sich.
Auch deshalb wurde der Rest des ursprünglichen Blogeintrages durch den Autoren entfernt.

Freitag, 2. Januar 2009

2009 hat fantastisch begonnen.

Das Jahr hat verheissungsvoll begonnen. Gestern Nacht, noch knapp am 1.1., wurde ich das erste Mal Götti. So toll darf es ruhig weiter gehen. Ich freue mich auf diesen kleinen Menschen und ein Stück mehr Verantwortung, welche nun gestern in mein Leben traten.

Was tut man als guter Götti nun in diesen modernen Zeiten zuerst für seinen Göttibub?
Ein Bankkonto eröffnen?
oder
Einen Facebook-Account erstellen?

Donnerstag, 1. Januar 2009

Laientheater Lindenblatt

Mit dem Stück "Unerwarteti Gescht" wie jedes Jahr ab mehrmals in Roggwil.