Donnerstag, 17. Dezember 2009

Es gibt viele Vorteile in einer Kleinstadt zu leben...

Ein exemplarisches Beispiel:
Als ich heute Morgen wieder einmal auf mein Telefon blickte, fand ich eine SMS, die mir eigentlich bekannt schien: "Sie haben eine neue Nachricht auf Ihrer Combox."
Der Inhalt derselben war dann doch um einiges erstaunlicher:

"Guten Tag Herr Müller,
hier spricht Frau X. vom Blumenladen Schenk in Langenthal. Wir haben Ihre Autonummer gefunden. Sie dürfen Sie jederzeit bei uns wieder abholen."

Natürlich ging ich sofort zu meinem Wägelchen und siehe da, die Scheibe mit den bekannten Nummern fehlte hinten tatsächlich. Roten Kopfes ging ich in den Laden:
"Siehe da. Das sieht ja fast wie der Herr Müller aus."
"Danke vielmals. Echt peinlich. Ist eine Wechselnummer und gestern hat jemand das andere Auto gebraucht und die Nummer wohl nicht mehr richtig bei diesem Auto eingehängt. Besten Dank, wirklich."

Natürlich ging mir plötzlich durch den Kopf, wie ich mich nun bei den netten Frauen bedanken könnte. Nun. In einem Blumenladen ist es wohl nicht sehr opportun den Frauen Blumen zu bringen. Und in einer Art Dankesreflex Blumen zu kaufen und so zum Umsatz und Lohn des Betriebes beizutragen, wollte ich auch nicht - das war mir einerseits als Dank zu kapitalistisch und andererseits wäre die Empfängerin derselben wohl diejenige gewesen, welche die Nummer gestern im Stress nicht mehr richtig einhängte... das erschien mir auch keine wirklich gute Option. ;-)

So verblieb ich vorerst mit einem herzhaften Dank und dämlichen Grinsen, das wohl so viel aussagen sollte, wie: "Es wäre für Kopenhagen, die Welt und mich wohl auch besser, ich würde nicht Auto fahren."

Danke auf alle Fälle: Blumen Schenk in Langenthal. Ich weiss, wo ich künftig Blumen einkaufe, denn das war nicht selbstverständlich. Ideen zum Merci sagen werden noch gesucht.
Es gibt Vorteile in einer Kleinstadt, in welcher man gekannt wird, zu leben... auch wenn das Situationen provozieren kann, die unter Umständen etwas peinlich sind.

Kommentare:

Markus Meyer hat gesagt…

Schoggi, Reto, Schoggi! Oder, noch besser: Karamellbusquits!

uertner hat gesagt…

Hm und hon chon chi von der chinesischen Feindbeobachtung fichiert nun: Oblt Grütter mit Vorschlag zum Hptm kann keine Autonummern ordungungsgemäss befestigen.

Reto M. hat gesagt…

@ Markus:
Busquits? Ist das nicht das neue Katzenfutter?

@ Uertner:
Müsste nicht unbedingt die einzige Empfängerin von Blumen sein. Aber eben. Die China-Phobie ist schon ziemlich ausgeprägt, nicht?

uertner hat gesagt…

@reto

Die sind so viele, so fleissig und so stramm, wie wir vor 40 jahren.

Reto M. hat gesagt…

Wie ich vor 40 Jahren?

Puuuhhh... das wird schwierig.