Dienstag, 20. Oktober 2009

Plakatmisère - dieses Mal: Die JUSO.

Dieser Schuss geht hinten raus. Und dabei ist er nicht einmal exportiert, sondern hausgemacht.

Kommentare:

Genosse hat gesagt…

Naja, es trifft zumindest den Kern der Sache. Durch dem export von Kriegsmaterial klebt uns Blut an den Händen. Man kann das versuchen zu rechtfertigen, aber wir könnens nicht leugnen.

Priska hat gesagt…

aber man kann sich nicht immer über den schlechten Stil der SVP aufregen und dann noch schlechteren Stil an den tag legen. das geht definitiv nicht!
Meinungsfreiheit ja, Geschmacklosigkeit nein.

Diana Kennedy hat gesagt…

Hm... bin ich jetzt pervers, dass mir das Plakat gefällt? :-D *duck* Die Grafik könnte aber besser sein, yo.

Reto M. hat gesagt…

Die Grafik ist wirklich sauschlecht.
Da war dieser Versuch der JUSO Aargau noch besser, der den SVP-Stil noch explizierter karikierte.
http://www.arlesheimreloaded.ch/upload/files/images/juso_plakat.png

@ Diana: Du würdest bestimmt schöner und gehaltvoller zeichnen.

Ich frage mich einfach - ist es wirklich der Stil der bei den Abstimmenden ankommt - auch als richtige Botschaft verstanden wird oder will man nur Aufsehen für die Partei erwecken?

odin hat gesagt…

In den Städten müssten jetzt die Linken auch dieses Plakat verbieten, wenn man die Basler Sozi als Maßstab nimmt, weil auch hier eine Person entwürdigt und diffamiert wird:) Werden die roten Socken aber nie machen.

Aber ich wäre hier ohnehin gegen ein Verbot, weil auch hier die Meinungsfreiheit gelten soll. Wer etwas in der Birne hat erkennt auch ohne Verbot den Schwachsinn dieser Initiative.

Die SVP hat mit ihren Plakaten eh mehr drauf als die Gegenseite. Selbst die Werber bescheinigen der SVP stets gutgemachte Plakate in Aussagekraft und Grafik.

Besser wäre es wenn die SP die Klappe hält und nicht den Stil der anderen kritisiert. Gerade die Juso sollten nicht immer Wasser predigen und Wein trinken. Auf solche schleimigen Moralaposteln kann ich gut und gerne verzichten.

Diana Kennedy hat gesagt…

@Reto, Ich würds überhaupt erst mal zeichnen, das wäre schon mal ein Anfang. ;-)
Ein mit roter Farbe beschmiertes Foto wirkt gewiss unseriös, so wie Plakat, das einem Filzstift-vandalen zum Opfer fiel, dies wiederum wird der Thematik nicht gerecht. Ich hätte eine gesichtslose Politkerfigur gezeichnet oder so.

Dass das Plakat in erster Linie provizieren soll, scheint klar; Bleibt natürlich die Frage ob das was bringt.

roetext hat gesagt…

fast noch schlimmer find ich die antwort aus dem juso-büro. was haben denn die für personal dort?
http://bit.ly/B6BLX

Anonym hat gesagt…

Ich verfolge gespannt, die m.e. etwas kurzgriffige diskussion über dieses plakat. es scheint mir fast, als ob die jusos wirklich klarere köpfe haben, als gemeinhin behauptet wird ;-)

einverstanden bin ich mit den kritikern über die "grafische qualität" des plakates. hier liesse sich, mit etwas mehr geld, wohl einiges verbessern.

über den vergleich mit den svp plakaten bin aber sehr erstaunt.

-die svp plakate "dämonisieren" immer gruppen (anonyme menschen) und stellen sie in corpore an den pranger. (auf geschmacklose, hetzerische und polarisierende weise) um daraus politisches kapital zu schlagen.

- die juso stellt sich gegen den export von waffen. waffen haben den zweck zu töten. blut fliesst in der konsequenz. frau leuthard hat sich dezidiert für den export von kriegsmaterial in gewisse länder ausgesprochen. zum beispiel nach saudiarabien. (dort werden - allerseits bekannt- die christen vom regime blutig verfolgt.)

eine unappetittliche geschichte. waffen "generieren" blut und eben nicht "volle bäuche".

und dieses blut klebt nun mal an den händen all derer, die sich dafür einsetzten.

blut ist immer unappettitlich. so unappettitlich wie das waffengeschäft eben ist. frau leuthard ist sich dessen bewusst. ihre interessensabwägung hat stattgefunden. sie zieht es vor, "blut an den händen" zu haben um dafür die wirtschaft zufrieden zu stellen.

die juso zeigt dies klar und deutlich auf. unappettitlich ist nicht das plakat, sondern der fakt.

weichgspüler gibt es hierzulande und diesbezüglich genug.

ich kann also die aufregung nicht ganz nachvollziehen.

:-)

odin hat gesagt…

Warum legst du dir kein Pseudo an Anonymer??

Anonym hat gesagt…

Ob mit oder ohne Pseudo, wir sind beide anonym, nicht wahr? würde denn ein pseudo unter meinem beitrag für sie etwas ändern? ich bin sozusagen ein nicht-weichgespülter-anonymer.

;-)

odin hat gesagt…

Naja, es gibt hier glaubs mehrere Anonyme. Um auf etwas zurückgreifen zu können, weiss ich dann bei dir nicht so genau, ob ich vom richtigen Anonymen zitiere. So wie wenn es mehrere Odin's hier geben würde. Könntest dir ja ein Zahl zum Anonym zulegen.

Anonym hat gesagt…

Ach so. ok. Ich werde mir beim nächsten Mal so ein Ding zulegen.

PS. Witzig, im Kontext der Sache und des Plakates, finde ich übrigens r.m`s einleitende Sätze.

"Der Schuss ging hinten raus. Und dabei ist er hausgemacht und nicht mal exportiert..." o.s.ä.

think about :-)

odin hat gesagt…

Aber zurück zum Thema...

" die svp plakate "dämonisieren" immer gruppen (anonyme menschen) und stellen sie in corpore an den pranger. (auf geschmacklose, hetzerische und polarisierende weise) um daraus politisches kapital zu schlagen."

Das sagen immer jene die keine Ahnung haben von der Sache. Dämonisieren ist das falsche Wort. Schwarze Schafe und Islammisten muss man nicht dämonisieren, weil diese ohnehin das Böse und unterdrückerische darstellen.

Es steht auch nirgends das alle Muslime mit diesen schwarzen Minaretten und der Burkafrau gemeint sind. Ein Muslim der sich anständig benimmt muss sich nicht angesprochen fühlen von diesem Plakat. Es geht nur um die Unanständigen unter den Muslimen.

Ich fühle mich ja auch nicht angesprochen, wenn auf einem Plakat christliche Fundamentalisten angeprangert werden. Aber es gibt hier halt ein so merkwürdiges Kollektiv Empfinden vieler Muslime...

Es gibt zahlreiche völkerrechtliche Gesetze über die Art und Weise wie man einen Krieg führen DARF. Das töten ist dann ein legaler und erlaubter Akt. Deshalb ist es etwas paradox wenn die Linken den Waffenexport beseitigen möchten. Töten darf man dann, Waffen liefern nicht?? Im Sinne der völkerrechtlich konformen Kriegsführung haben wir ohnehin die strengsten Ausfuhrbestimmungen die es gibt.

Krieg ist dann ja auch nur immer die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

Es stehen auch 60'000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Wie beim Bankgeheimnis hätten wir einen Wettbewerbsnachteil, wenn andere Länder etwas machen dürfen das wir nicht mehr praktizieren dürften.

Peter hat gesagt…

Unterm Strich nervt diese unötige Diskussion. Sie ist weder politisch noch menschlich wertvoll. Einzig erreichter Zweck -es wird darüber palavert. Und das zählt anscheinend heute mehr als eine solide Botschaft. Um was ging es eigentlich ?

odin hat gesagt…

Das sehe ich nicht so. Die Diskussion ist wichtig - es geht um die Meinungsfreiheit. Es geht darum weshalb die einen frei ihre Meinung bekunden dürfen und die anderen nicht!

uertner hat gesagt…

Schliesse mich Peter an. Darum hat der neue Tamedia-Hausphilosoph das Plakat auch gelobt. Es geht um die zynische Spassgesellschaft, die gefüttert werden will. Es ist gleich wenn die Eidgenossenschaft mit der politischen Kultur vor die Hunde geht: Hauptsache wir berichten Live und exklusiv über jedes Provokatiönchen. Der wahren Herzenssozialist wird man so nicht gewinnen und schon gar nicht bei der Stange halten können. Nach einem Wahlkampf mit Wermut wird sich bei der SP Bitterkeit breit machen.

Anonym hat gesagt…

Ja. Der wahre "Herzenssozialist," lässt sich vermutlich mit dem seichten Ja-a-a- Filmchen besser bewerben.

Man kann sich ja gleich der Argumentation von Spuhler, Bührer und co anschliessen.

Die sind gegen die Minarettinitiative weil sie befürchten, die Exportwirtschaft - auch Kriegsmaterial- könnte boykottiert werden.

Wirtschaft und Arbeitsplätze sind offenbar das "höchste Gut" der Schweiz. Von ganz rechts bis links.

Wer will sich da mit blutigen Händen, den "inneren Frieden" stören lassen. Wir sind ein christiliches Land, nicht wahr.

Und das bedeutet: Money makes the world go round.

odin hat gesagt…

Es gibt immer einen Grund um vor der islamisch-arabischen Welt zu kuschen: Entweder wegen dem Erdöl ( wie bei Gaddafi ) oder dann wegen den " Gefühlen " der Muslime. Die islamische Welt überlegt sich schon Sanktionen, falls die Schweizer die Minarettinitiative annehmen. Wenn aber christliche Kirchtürme in Saudiarabien verboten werden beschließt die EU auch keine Saktionen gegen dieses Land. Schon gar nicht wenn europäische Flaggen verbrannt werden und Christen zu schaden kommen.

Es wäre also mal an der Zeit wenn wir nicht mehr so sehr auf deren Befindlichkeit Rücksicht nehmen. Auch die muslimischen Länder müssen einmal Kritik einstecken können. Es gibt noch etwas das wichtiger ist als die wirtschaftlichen Interessen von Spuhler&Co in den islamischen Ländern: Unsere Freiheit und direkte Demokratie!! Wir haben mehr Probleme wenn wir weiter islamisiert werden, als dass wir an Handelsvolumen mit den arabischen Ländern einbüssen! Das gilt auch für das restliche Abendland!

Es kann ja auch so sein, dass uns gerade nichtmuslimische Ausländer meiden werden, wenn wir zum islamischen Land geworden sind. Berge und Minarette finden dann die japanischen und indischen Touristen ohnehin auch im viel näheren Kaschmir und am Hindukusch:) Unsere Kulturreste finden diese dann im Ballenberg...

Und noch etwas für die Gutmenschen und linken Verharmloser: In den 1970 Jahren ( als ich geboren wurde ) hatten wir 50' 000 Muslime, heute sind es schon gut 500' 000, deren es viele Glaubensbrüder gibt mit dunklen Tendenzen. Das sollte es doch erlaubt sein, dass ganze so zu thematisieren, wie es eben mit dem Minarettplakaten gemacht wurde!

Die Juso dürfen auch ihre Plakate machen, aber nicht Andere über deren Plakate belehren!!