Samstag, 12. September 2009

Ich bin Kandidat für den Grossen Rat... vielleicht....

Dieser Titel und die entsprechende Presse bedürfen vielleicht ein wenig weiterer Erklärungen:
Nun. Ich war schon als Kandidat vorgesehen... zumindest in meiner Empfindung, denn der Grosse Rat interessiert mich, als Lehrer und Politiker seit jeher. Dann kam die grosse Rochade und mit ihr die Gewissheit und zusätzliche Aufgabe: Ich werde Gemeinderat.

Dies veranlasste mich dazu, meine Engagements grundlegend neu zu überdenken. Es war nicht einfach, mir darin klar zu werden, was ich nun weiter will. Das mir inliegende, urtümliche politische Interesse oder die Einschätzung meiner (Selbst-)Belastung. Natürlich ist es mir ein grosses Anliegen, dass ich mein neues Amt als Gemeinderat so gut und so effektiv als möglich wahrnehme, ein Einsatz und eine Erwartung insbesondere an mich selbst, die einem weiteren Engagement eventuell im Wege stehen könnten. Auf der anderen Seite werde ich im Gemeinderat das Ressort "Soziales & Altersfragen" übernehmen. Ein Ressort, ein Amt, in welchem mehrere Entscheide auf kantonaler Ebene gefällt werden, die wir dann lokal auszuführen haben, was der Erfüllung des Amtes auf lokaler Ebene natürlich dienen könnte.

Nun. Der Entscheid, den die SP Langenthal gestern fällte, mich vorerst als Ersatz und die vier anderen bereits als Kandidierende zu nominieren, kommt mir gelegen. Er gibt mir erstens Zeit, mich in mein neues Amt einzuarbeiten und den Aufwand abzuschätzen. Auf der anderen Seite muss ich mich auch angesichts der starken Kandidaturen und Bisherigen nicht damit auseinander setzen, wie - in welchen Namens auch immer - ich mich bloss organisieren soll, falls ich gewählt würde.

Es war übrigens nicht das einzige spannende Traktandum an diesem guten Abend. Das hervorragende Referat und die spannende Fragerunde mit unserer Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer rundeten einen schönen Parteianlass ab, den leider nur wenige Parteimitglieder besuchten. Wie bringe ich unsere und fremde Leute, die an der SP interessiert sind, bloss an die Versammlung? Gut. Vielleicht nie mehr einen Freitagabend als Versammlungszeitpunkt wählen. Aber sonst? Hilfe erwünscht.

Zum Schluss:
@ Giorgio: Frau Offizier und Herr Soldat waren übrigens nach der Sitzung dann noch an einem Offiziersanlass, der einen Stock über der Versammlung im selben Gebäude stattfand (damit auch noch etwas Privates verraten sei), wodurch Parteipräsident Müller die Versammlung in Anzug und Krawatte leitete, was eher an die FdP erinnerte und doch niemanden gross störte. Tja. So beginnen sich klare Fronten langsam aufzuweichen....

1 Kommentar:

uertner hat gesagt…

Vielen Dank für die interessante Einsicht in dieses Detail. Der öffentliche Paartanz unter den Bedingungen des Gendermainstreamings ist ein sehr interessantes Beobachtungsfeld. Aber denkt immer auch etwas Huan-Ho-Chi den freundlichen Schweiz-Spezialisten der chinesischen Internet-Aufklärung ;-) (und an all seine KollegInnen, in den autoritären Ländern, die sich gerade wundern, wie einfach das ungeeinte Europa zu zerlegen ist.)Nicht alle Länder sind so doof wie die Schweiz, dass sie im Parlament Hackerangriffe auf befreundete Nationen ankündigen)