Donnerstag, 20. August 2009

Zu wissen, was man soll...

Wisst ihr denn immer, was ihr wollt?

Manchmal wäre es mir am liebsten, ich könnte den Menschen so antworten, welche stets das Gefühl haben, dass wir (Politiker) immer auf einer Art Metaebene in Vogelflughöhe wüssten, was wir eigentlich wollten. Manchmal brauchen wir auch ein wenig Zeit, um die Situation zu analysieren und zu überdenken und darob sind wir trotzdem noch lange keine Pellis.

Es gibt Punkte, Geschäfte und Haltungen, welche unverhandelbar sind und darum eine Positionsbezeugung nullkommasofort erfolgen kann. Dann gibt es Dinge, welche verhandelbar sind und gemäss dem gutschweizerischen Kompromiss irgendwie als gegeben verrückbar verhandelt werden. Und es gibt einfach auch Situationen, in welchen die Zeit nicht reif genug ist, um eine Entscheidung zu fällen. Ziemlich erschwert wird die Situation zudem, wenn man persönlich betroffen ist.

So steht's mit meiner Person und der eigentlich bereits vorgesehenen Kandidatur für den Grossrat. Soll ich oder soll ich nicht? Einerseits ist da das neue Amt, das mich ab 1. Oktober in Beschlag nehmen wird und von dem ich nicht weiss, wie stark es mich beansprucht, denn obwohl viele Fragezeichen sind, ist hier mein eigener Anspruch klar: "Voller Einsatz und auf alle Fälle so gut "Gemeinderat sein", als mir möglich."
Dann bin ich angestellt und hätte äusserste Mühe ein zusätzliches Amt nun auch noch mit meinem Beruf zu vereinbaren. Auf der anderen Seite würde ich für die Partei recht viele Stimmen sammeln und die Chance wirklich in den Grossen Rat gewählt zu werden, bliebe - ob drei Bisherigen und vielen guten Mitkandidierenden - relativ klein.

Da ich unter anderem parteiintern für mein Zögern schon hoch genommen werde, handle ich so, wie ich immer handle: Ich mache meine Gedanken und mein Denken öffentlich. Mit allen Vor- und Nachteilen. Aber hört bitte auf zu glauben, dass die Politiker anders wären, als der normale Durchschnittsbürger (gäu, Simon). Ich will damit aber auch sagen, dass sie nicht schlechter sind (gäu, XY).

Und so schliessen wir diesen Eintrag fast so, wie wir begannen:
Muss ich das heute Abend noch entscheiden?
Nein!

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