Dienstag, 25. August 2009

Das letzte Mal Stadtrat


Nicht das letzte Mal im Stadtrat, also schon als Stadtrat, aber sonst werde ich wohl auch als Gemeinderat dort ab und an anwesend sein (bedeutet eigentlich immer). Ich war echt überrascht, als ich am Ende der heutigen laaangen Sitzung für meinen Austritt aus dem Stadtrat geehrt wurde und mit Blumenstrauss zudem gleich auch die Gratulationen zum neuen Amt als Gemeinderat in Empfang nehmen durfte. Das hatte ich nicht erwartet. Vielleicht wäre es vorhersehbar gewesen, doch habe ich schlicht nicht soweit gedacht. Trotz der gelungen Überraschung, musste ich dann doch nicht um Luft und Worte ringen, sondern sagte halt, wie ich mich im Moment mit dem Verlassen des Stadtrates und vor dieser neuen Herausforderung als Gemeinderat fühle. Schlecht kam das Gesagte wohl nicht an, wie mir schien.

Für mich persönlich war's heute Abend so oder so ein sehr versöhnlicher Abschluss im Stadtrat als Stadtrat. Insbesondere riesige Freude hatte ich am positiven und einstimmigen Beschluss, dass der Wuhrplatz umgebaut werden kann. Wer meine politischen Aktivitäten ein wenig kennt, wird wohlweislich feststellen, dass dies fast das erste Ansinnen war, dass ich damals gemeinsam mit ihr wieder in Angriff nahm und nun - nachdem erste Ideen bereits 1983 enstanden - endlich ab nächstem Jahr zum Zentrum der Stadt Langenthal und zum Begegnungsplatz ausgebaut wird.

Zudem nahm der Stadtrat ebenfalls einstimmig ein Postulat meinereiner an, mit welchem künftig das Onlinebuchen von Sportstätten getätigt werden können sollte, was einem grossen Anliegen der lokalen Sportvereine entspricht.

Bei der Beantwortung zur Interpellation, welche auch schon in der Presse Niederschlag fand, lehnte ich mich nicht mehr allzuweit aus dem Fenster hinaus. Schliesslich wird mich künftig kollektiv treffen, was ich heute noch von mir gab. Diese Ehrlichkeit rührte doch im Rat zu einigen Lachern. Aber auch diesbezüglich musste ich mich nicht vor meiner eigenen Meinung verstecken.

Nun. Das war natürlich nur die ganz kurze, persönlich völlig durchtränkte Wahrnehmung des heutigen Abends im Stadtrat, welcher (ohne Bier am Ende) von 17.30 Uhr bis sicher 22.30 Uhr dauerte und noch viele andere gewichtige Geschäfte (Voranschlag, Police Bern, etc.) beinhaltete. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich denn auch froh, nicht ein offizielles Medium zu sein. Ich kann jetzt - lückenhaft, wie das Gebiss eines Zweijährigen - meine Berichterstattung abschliessen und ins (aus meiner Sicht) wohlverdiente Bett, währenddem andere bestimmt noch am Schreiben sind.

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