Samstag, 4. Juli 2009

VVP - Voll viel Presse


Es ist immer noch eigenartig, wenn man des morgens zum Briefkasten geht, zwar wissend, dass man in der Zeitung ist, doch gleichsam überrascht und komisch den Tatsachen (sich selbst) bereits auf der Titelseite ins Auge blickt. Ui...

Morgen Sonntag bin ich 100 Tage SP Präsident Langenthals. Hätte die Redaktion nicht angerufen, ich hätte es gar nicht gemerkt. Wie dem auch sei, nahm ich die Gelegenheit zu einem guten Gespräch und einer Positionierung der Partei gerne wahr.

Lesbar unter: http://www.a-z.ch/news/politik/das-praesidium-muss-auswechselbar-sein-2123032

Ebenfalls eine nette Überraschung war es, dass mir auf der ersten Seite des 3. Bundes in einer Vorankündigung eine meiner Schülerinnen entgegenblickte.

Eher lustig fand ich, dass die Journalistin, welche vom Abschlussabend berichtete, meinen Namen nicht richtig mitbekam. Sie fragte mich in der Pause nach einigen Dingen und ob allem Lärm verstand sie Peter, als sie mich nach dem Vornamen fragte. Ich fand's heute noch gut, sonst wäre es ja fast in eine reine Reto M. Show ausgeartet. Peter Müller ist auf alle Fälle mächtig stolz auf seine Schülerinnen und Schüler, welche nun leider ehemalige Schülerinnen und Schüler sind.
Leider kein Direktlink.
Nachtrag: Der komplette Textartikel: Copyright Langenthaler Tagblatt;

Modernes Märchen, belohnter Mut

Schulschlussfeier der Volksschule Thunstetten-Bützberg mit einem Theater der besonderen Art

Die Neuntklässer des Schulhauses Byfang in Bützberg zeigten ein gewagtes Abschlusstheater - ein modernes Märchen, das von der heutigen Jugendsprache lebt. Mit Erfolg. Die Besucher waren vom Engagement und vom Können der Jugendlichen begeistert.

KARIN ISELI-TRÖSCH

Ein Schulabschlusstheater mit Altersbeschränkung? Ja, so etwas gibt es. Und zwar im Schulhaus Byfang in Bützberg. «Wir empfehlen den Besuch des Theaters erst für Kinder ab der vierten Klasse - alles andere müssen Sie selbst verantworten», schrieb Peter Müller, Klassenlehrer der 14 Schulabgängerinnen und Schulabgänger, im Vorfeld der Veranstaltung. Müller weiter: «Achtung: Das Stück ist nichts für sensible oder bünzlige Gemüter.» Es handle sich um ein modernes Märchen, das sich der Jugendsprache bediene.

Von längst vergangenen Zeiten

Entsprechend gross ist die Spannung im Publikum. «Das Theater spielt in einer Zeit, als Bützberg noch mehr war als nur eine Strasse und Thunstetten mehr als nur ein Schloss», so die einleitenden Worte von Müller. Als Einstieg wird ein Kurzfilm abgespielt, in dem die jungen Akteure und ihre Rollen präsentiert werden. Aber halt mal: Diese Figuren kennt man doch. Ist das nicht das Rotkäppchen und da das Schneewittchen? Spielen diese beiden nicht Hänsel und Gretel und eine Kollegin die böse Hexe? Doch, so muss es sein. Die Kleidungsstücke ähneln jedoch wenig jenen aus den dicken Märchenbüchern, sondern müssen eindeutig der heutigen Zeit zugeordnet werden. Dennoch weiss jeder Besucher sogleich, um welche Märchenfigur der Gebrüder Grimm es sich handeln muss.

Als die jungen Schauspieler die Bühne betreten, kann sich das Publikum kaum mehr halten vor Lachen. Hans im Glück, gespielt von Fabian Rodel , stört Hänsel und Gretel bei einem Nickerchen im Wald. Seine Gesten und die Mimik entsprechen gänzlich den gängigen Vorurteilen gegenüber sexuell etwas anders orientierten Personen. Die von Grund auf kuriose Szene wird untermauert von einer Sprache, die man (fast) nur bei unter 20-Jährigen hört.

Plump wirkt das Ganze dennoch in keiner Weise. Im Gegenteil. Es erstaunt, mit welchem Engagement die Jugendlichen bei der Sache sind und wie gekonnt sie die nicht ganz einfachen Texte formulieren.

Scheissvögel fressen Chipsspur

Ein paar Müsterchen gefällig? Hänsel und Gretel legen ihre Spur nicht mit Brotstücken, sondern mit Chips. Doch die «Scheissvögel haben sie alle aufgefressen», wie Hänsel seiner Schwester verklickert. Die Hexe will die beiden Teenies schliesslich nicht mit Lebkuchen verführen, sondern mit Döner.

In einem nächsten Akt lernt das Publikum das naive Rotkäppchen und den Don Juan de Wolf, einen vorbestraften, geistesgestörten Schwerverbrecher, kennen. Zu guter Letzt betritt das zickige Schneewittchen, die Tochter des Herzogs von Thunstetten, die Bühne. Mit der Drohung «wenn ihr nicht folgsam seid, liefere ich euch den Langenthalern aus», terrorisiert sie die sieben Zwerge. Am Ende heiratet das Schneewittchen den Prinzen von Bützberg, woraufhin die beiden Gemeinden zu einem Königreich vereint werden.

Eine wichtige Rolle spielt der immer wieder unvermittelt auftauchende Hans im Glück. Die Figur scheint Fabian Rodel wie auf den Leib geschrieben. «Keiner wollte sonst diese Rolle übernehmen. Alle sagten, dass ich das am besten könne. Warum? Na ja, ich blödle halt auch sonst gern etwas rum», gesteht der angehende Handelsmittelschüler.

Vom Theaterstück, das die Klasse selbst aussuchen durfte, ist Fabian begeistert, auch wenn die Proben mit der Zeit etwas langweilig geworden seien. «Den Aufwand war es aber sicherlich wert», sagt Fabian Rodel . Seit April übten die Schüler das Stück ein. Lehrer Peter Müller gesteht: «Ich war zuerst nicht so sicher, ob wir dieses gewagte Theater wirklich aufführen können. Wenn die Schüler nicht von Anfang an so engagiert bei der Sache gewesen wären, wäre die ganze Inszenierung einfach nur peinlich gewesen.» Da die Klasse aber schon in der Vergangenheit immer wieder gezeigt habe, was in ihr stecke, sei er sicher gewesen, dass es gut komme.

Keine Kommentare: