Was mich als Lehrer und auch Politiker anbelangt, so habe ich mich längst auf die Seite der Befürworter geschlagen und bin deshalb dieser Facebook-Gruppe beigetreten. Es gibt so viele gute Gründe, dass man die Schulsysteme in der Schweiz endlich teilweise harmonisiert. Selbstverständlich bin ich als Lehrer auch dafür und dies scheint unerklärlicherweise das grosse Politikum zu sein, dass der Kindergarten für alle während zweier Jahren möglichst institutionalisiert wird (denn heute besuchen oft gerade diejenigen, welche es dringend bräuchten, den KG nicht) und zumal betrifft dies a) nur 14% der Kinder im Kanton Bern (86% gehen bereits in den zweijährigen Kindergarten) und b) bleibt die Wahlfreiheit von Eltern, falls sie eine spätere "Einschulung" in den Kindergarten wünschen, bestehen.
Aufräumen muss man auch in dieser Abstimmung unter anderem mit folgenden Märchen:
Der Kindergarten bleibt Kindergarten. Das Eintrittsalter bleibt sich gleich. Nach wie vor werden die Kinder individuell gefördert und dies im gleichen Lektionenpool. Der Staat wird nicht mehr Erziehungsarbeiten übernehmen, als er erstens muss und zweitens kann. Kommen die Kinder erzogen zu mir, brauche ich nichts zu erziehen. Für die Erziehung sind und bleiben die Eltern zuständig und verantwortlich. Die Kinder sind zu 80% der Zeit sowieso zu Hause und nicht in der Schule. Punkt.
Aufgeräumt wird zum Glück auch mit folgenden Kalbereien:
Unterschiedliche Fremdsprachenbeginne, unterschiedliche Lehrpläne, viele unterschiedliche Lehrmittel. Künftig wird bei einem Ja also auch ein Umzug in einen anderen Kanton bildungsmässig problemlos möglich.
Über Bildungsqualität mit Standards und weitere technische Dinge, lasse ich mich erst aus, wenn das Ansinnen bestritten wird, um Lesetext zu ersparen.
Gerne mache ich auch auf folgende Veranstaltung aufmerksam, welche die SP Langenthal und die SP Aarwangen (federführend die Fraktionspräsidentin sie) organisiert.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besuchende.




4 Kommentare:
Harmos wird bei den Kindern, Jugendlichen und Eltern kaum zu Veränderungen führen, den Schülern ist es egal ob sie das lesen, schreiben und rechnen aus einem Zürcher oder Berner Buch lernen, es wird aber sehr wohl Veränderungen für die Betreuer, Lehrer und Politiker verursachen.
hansruedi
Und die sollten diese Veränderungen ja auf Grund der massiven Vorteile problemlos mittragen können.
Ein ganzes Jahr habe ich den dümmsten, selbstverliebtesten, langweiligsten und mühsamsten Blog nicht mehr verfolgt. Es hat sich nichts geändert! Noch immer reagiert der Langenthaler Rotweinsozialist tödlich beleidigt, sobald er merkt, dass er mit seiner oberlinken Meinung völlig im Abseits steht. Ist ein Lehrer tatsächlich unfähig auch nur ansatzweise etwas zu hinterfragen?
Werter Anonym Anonym
Schön, dass Sie nach 1 Jahr Fernbleiben Ihre masochistische Ader wieder entdeckten und diesen Blog mit netten Kommentaren bereichern.
Es geht dem "tödlich Beleidigten" nämlich nicht darum andere Meinungen nicht zu akzeptieren oder Haltungen zu hinterfragen, sondern um die Art und Weise, wie die Meinung oder Haltung einem Gesprächspartner gegenüber ausgedrückt wird. Anstand nennt man das im Volksmund.
Da ich es mir gewohnt bin, teilweise zu erziehen, so werde ich die Versuche auch hier weiterführen. Mit oder ohne Ihre Beehrungen. Gruss nach Zürich. Wo die Städte noch so schön links regiert sind.
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