Mittwoch, 3. Juni 2009

Politisches Werben über Facebook

Noch immer bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich funktioniert, via Facebook Werbung oder gar Druck zu machen für politische Anliegen. Irgendwie haftet den meisten Gruppen dort, welche es schaffen, aus dem Stand hinaus viele Mitglieder zu vereinen etwas Niederschwelliges, manchmal gar Anrüchiges an.

So ist es nicht erstaunlich, dass unsere "staubtrocken" aufgezogene Gruppe, da stets auf Seriosität und Vertrauen basierende Organisation des Mieterinnen- und Mieterverbandes Kanton Bern unter 100 Mitgliedern dümpelt, wobei ähnliche Gruppen wie diejenige der SP Kanton Bern unter denselben Marotten, wenn auch mit leicht mehr Erfolg - Politos sind eher in Facebook aquirierbar als Mietende - agieren. Angenommen wir würden wohl aber eine Gruppe gründen: "Ich könnte meinem Vermieter pausenlos die Fr.... polieren!" hätten wir binnen kürzester Zeit Tausende Mitglieder.

Abgesehen von meiner mir immer noch nicht zu nehmenden leichten Skepsis gegenüber Fratzenbuch und den mittlerweilen zahlreichen sogenannten "Freunde", erreichte mich heute die Gruppenanfrage:

Schluss mit korrupten Parteien - Offenlegung der Parteienfinanzen!

Es reicht! Die Finanzierung von Parteien durch Unternehmen und Grossbanken - auch genannt Korruption - soll endlich ein Ende haben!
Dass die Grossbank UBS die bürgerlichen Parteien jahrelang geschmiert und damit griffige Regulierungen verhindert hat, ist inzwischen bekannt. Dass sie das aber – mit Steuergeldern! – weiterhin tut hat erst ein Artikel im letzten „Sonntag“ aufgedeckt.
Die Hintergründe dieser Spendenaffäre sollen nun genau geklärt werden. Der zeitliche Ablauf lässt keine andere Schlussfolgerung zu, als dass die UBS sich mit der „Spende“ vom drohenden Lohndeckel freigekauft hat.
Die JUSO Schweiz wird bei der Bundeskanzlei Strafanzeige wegen Verstoss gegen Artikel 322ter und 322quarter StgB einreichen (bestechen und sich bestechen lassen).

Wir laden jedefrau und jedermann an, diese Strafanzeige mit zu unterschreiben. Eine eMail mit Name, Vorname und vollständiger Adresse an info@juso.ch genügt.

Desweiteren braucht es jetzt endlich eine Offenlegung der Parteienfinanzen - Die Demokratie gehört dem Volk!
Nun. Das ist eine Gruppe, die ich voll und ganz unterstützen kann und der ich ohne Zögern beitrat. Ich kann nur empfehlen, falls ihr auch "Community"-Mitglied seid, es mir gleich zu tun.

Kommentare:

Lupe hat gesagt…

die sache ist heiss und wird am nächsten sonntag.ch noch heisser.
:-)

Reto M. hat gesagt…

sehr wahrscheinlich schon...

war den ganzen Tag on the road. Morgen in aller Frühe beantworte ich dann auch noch deine Emails.