Dienstag, 2. Juni 2009

Geständnisse, die die Welt nicht erwartet hätte

Weil's gerade Mode ist, sollte man sich zu etwas bekennen.

Also. Wenn unser Ex-Mister Schweiz Stefan schon nicht die Gerüchte bestätigen wollte, dass er etwas gay sei, obwohl eine ganze Community darauf Wetten abschloss, so brauchen wir doch einen neuen Mister Schweiz namens André, welcher sich nun heute als funktionaler Analphabet outet und nach Ultimo-Mister-Renzo auch als Mister gross Schlagzeilen macht, welche gar der Tagesschau würdig sind. Und was für welche: Solche, die er in gewissen Medien nur mit Mühe lesen kann.

Zumindest hat er nun wohl erreicht, dass die zahlreichen neuen Werbeverträge, die er dank der Publicity mit dem Outing hereinholte, ihm hoffentlich nun vorgelesen werden.

Wenn ich die satirische Ader in mir beiseite lasse, so stellt sich mir als Pädagoge schon die Frage: Wäre es möglich, dass sich in deiner Klasse Analphabeten oder funktionale Analphabeten "verstecken"? Also grundsätzlich wäre es nicht auszuschliessen, obwohl die Testsysteme, basierend auf Computer oder Papier respektive deren Resultate schon oft nach Zufallssystem ausgefüllt werden müssten und wohl nur schlechte Ergebnisse ausgeben würden, was einem doch auffallen müsste. Sowas wäre mir bisher nicht aufgefallen. Das Problem am Analphabetismus ist wohl aber, dass die Grenze unklar und nicht definierbar ist. Klar gibt es bessere und schlechtere Lesende und Schreibende, aber ab wann reicht es, dass jemand mit dem Gelernten in der Schule auch durch das ganze Leben kommt, auch wenn er nach der Lehre kein Buch mehr liest? Und ich meine damit absolute Basics.

Unvorstellbar für uns, welche täglich schreibend oder lesend tätig sind.

Und dann noch zu meinem "modischen" Bekenntnis:
Obwohl ich jährlich in die Hautkrebskontrolle gehe (ich gehöre zu einer Risikogruppe), verbrenne ich mir immer beim ersten Schwimmbadbesuch die Schultern. So auch heute. Damn.

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