Dienstag, 16. Juni 2009

Die SP geht im Web2.0 neue Wege

Ja, es gibt auch in diesen Zeiten in grün noch Dinge, die mich positiv überraschen können und wenn es dann auch noch aus der eigenen Partei kommt, umso besser.

Ich erhielt heute zuerst einen der wenig populären aber weit verbreiteten Newsletter. Der Inhalt war aber brisant und höchst des Web2.0's würdig. Chapeau.

Einerseits wird auf den SP-Blog verwiesen, welcher sich dann effektiv auch dahingehend würdig erweist, als dass es heisst:

Du bestimmst mit, wofür die SP kämpft!

Die SP stellt heute fünf konkrete Ideen für eine eidgenössische Volksinitiative öffentlich zur Diskussion. Bevor der Parteitag am 17. Oktober über die Lancierung entscheidet, wollen wir deine Meinung hören: Mach mit und beteilige dich jetzt an der Diskussion hier, auf unserem Blog oder auf Facebook. Sag uns deine Meinung, bringe deine Argumente ein und stimme für deine Lieblings-Initiatividee ab. Diese Fünf Vorlagen stehen zur Auswahl:

Lohndumping verboten – für einen Mindestlohn!
Bringt knapp und klar auf den Punkt, wofür die SP kämpft – für einen Mindestbruttolohn von 3500 Franken und somit für die Menschen mit den kleinsten Einkommen.

Neue Energien für neue Arbeitsplätze
Die Krise wütet, Menschen verlieren ihren Job. Mit massiven Investitionen in erneuerbare Energien schaffen wir tausende neue Stellen und schützen unsere Umwelt.

Die Gesellschaft modernisieren – Elternurlaub für Mutter und Vater
Eltern sollen nach der Geburt ihres Kindes Anrecht auf sechs bis zwölf Monate Elternurlaub haben. Finanziert über die Erwerbsersatzordnung, soll dieser die Kinderbetreuung gewährleisten.

Familien entlasten, Erbschaften belasten
Für Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 25 Jahre soll die Grundversicherung kostenlos sein, finanziert über eine nationale Erbschaftssteuer.

Für ein flexibles AHV-Alter – 40 Beitragsjahre sind genug
Das fixe Rentenalter trägt der individuellen Situation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht Rechnung. Anspruch auf eine AHV-Rente soll in Zukunft haben, wer während 40 Jahren Beiträge einbezahlt hat.

Dann folgt der Verweis auf die Abstimmungsseite, auf welcher man effektiv den Favoriten küren kann.
Ich bin echt begeistert. Das ist moderne Politik, das ist ein optimaler Einsatz von Web 2.0. Das ist bewegte und mitbestimmende Politik. Danke. SP.

Kommentare:

Michael Jäger hat gesagt…

Das Medium ist ja modern, aber die Botschaften sind es - mit Verlaub - doch eher nicht. Vielleicht bin ich da ja ein bisschen voreingenommen...

Stefan Krattiger hat gesagt…

@ Michael Jäger: Das ist wohl Ansichtssache. Was heisst schon "modern"? Das ist nicht das Kriterium für gute Initiativprojekte - modern mögen sie je nach Blickwinkel nicht unbedingt sein, wohl aber nötig und richtig!

Reto M. hat gesagt…

Hehehe... ich kann da Dinge der SP Schweiz lancieren und muss mich um den Kommentar nicht kümmern.

Big Krattiger is watching you.

Danke.