Samstag, 2. Mai 2009

1. Mai Langenthal - Medienrückblick und -fazit

Dass wir mit Christian Levrat als Redner die Presse auf den Platz rufen würden, wussten wir und wären wir im Tageszeitplan früher dran gewesen, als die SP'ler in Pratteln, dann wären gar nationale Medien aufgefahren, um die Worte Christian Levrats einzufangen.

Wir sind glücklich und dankbar, wenn die regionalen Medien von unserer Feier, die in meinen Augen in diesem Jahr rundum gelungen war, und unseren Aktivitäten berichten, denn schliesslich leben wir - nicht nur politisch - sondern auch sonst von der Aufmerksamkeit, welche ebendiese unserer Partei zukommen lassen. Diverse Untersuchungen belegen, dass die mediale Bindung udn Berichterstattung der Politik über Erfolg und Misserfolg von Parteien entscheiden. Dies ist aber sowohl Chance, wie auch Gefahr.

Das regionale Radio 32 berichtete wie folgt über unsere Feier. Danke für das spannende Interview.

Das Langenthaler Tagblatt war mit einem ausführlichen Bericht dabei, welcher spannende Passagen aus der Rede Christian Levrats enthielt, leider online nicht zu finden ist. Hier ein Ausschnitt: (Quelle: MZ, 2. Mai 2009)
Zudem nahm sich das Langenthaler Tagblatt die Zeit und den Platz und berichtete über sämtliche Feiern und Redner in der Region, was der Bedeutung des 1. Mai und der Meinungsvielfalt der Redenden aus meiner Sicht gerecht wird. Danke.
Zur Rede Levrats in Pratteln (war dieselbe) erschien auf der a-z.ch Homepage folgender Artikel. Der Artikel ist mit Quelle: bz gezeichnet, was für Basellandschaftliche Zeitung steht, denn unsere BZ berichtete wie folgt und ziemlich anders über den Auftritt Levrats am Langenthaler 1. Mai. Es ist für mich erstaunlich, wie unterschiedlich dieselben Worte von Journalisten aufgenommen werden können.
Quelle: Berner Zeitung, 2. Mai 2009

Ich weiss, dass man nichts gegen die Medien sagen sollte, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist, auf welchem man als Politiker immer auf dem lahmeren Esel mit der kürzeren Lanze sitzt, denn man ist - wie einleitend betont - auf die Medien, deren Berichterstattung und Goodwill angewiesen. Natürlich freut mich das (gestellte) Bild des Einzelpolitikers neben unserem "Big Boss" Levrat zu sitzen, doch - meine Damen und Herren der BZ - das ist - in meinem Empfinden - kein Bericht, was sie da heute abgedruckt haben, das ist ein Kommentar oder bestenfalls ein Feature.
Meine Sicht über Levrats Rede deckt sich mit derjenigen des Radio32 Interviews. Levrat sprach - natürlich in seiner Rhetorik prägnant und fesselnd - diverse Punkte an, die es heutzutage aus Sicht der SP national zu bemängeln gilt. Es waren dies unter anderem die Bankspenden an die bürgerlichen Parteien, die Boni der UBS teilweise mitfinanziert durch den Staatsbeitrag, die Erhöhung der Krankenkassenprämien durch das Departement Couchepin und die Revisionspläne von Frau Bundesrätin Leuthardt, die er namentlich und punktuell in seiner Rede angriff. Das erwarte ich als SP'ler am 1. Mai auch und auf die Frage des BZ-Journalisten, wie ich die Rede fand, antwortete ich denn auch, dass ich froh darüber sei, dass es nicht zum dogmatischen Rundumschlag wurde, sondern dass es Levrat gelang in einzelnen Punkten die Nuancen hervorzuheben, in welcher sich die SP nun engagieren muss.

Nun. Mein Empfinden der sehr guten Rede kann auch von ideologischer Blindheit zeugen. Doch auch unter Berücksichtigung dieses Faktors empfand ich die BZ-Berichterstattung von heute, ebenso - halt andersrum - geprägt, welcher den Auftritt als provokativ und polemisch empfand. Zumindest so steht es auf der Hauptseite der BZ: "Gestern referiere SP-Präsident Christian Levrat in Langenthal. Der Polemiker und Provokateur kam an". Dass am Ende des Berichts gar ein Besucher mit den Worten zitiert wird: "Der regt mich auf da vorne." & "Gewerkschaften machen nichts. Ich kann sie nicht ausstehen.", setzt unseren "Feierlichkeiten" von Seiten dieses einzelnen Mediums natürlich noch den Rest an Abschätzigkeit hinzu, welches eine solche Blick-Repo... ehh BZ-Berichterstattung vervollständigt. Der direkte Vergleich des unterschiedlichen Journalismus' zwischen BernerZeitung und Langenthaler Tagblatt wird augenfällig und dies will ich aus einleitenden Gründen nicht wertend verstanden haben.

Es bleibt nun noch die Frage in mir, was die BZ gedenkt mit dem 15-minütigen Interview zu tun, das sie vorher einzeln mit Christian Levrat führen durften. Eventuell folgt ja noch ein "richtiger" Bericht.

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