Donnerstag, 2. April 2009

Agglomerationsprogramm Oberaargau - Ich bin wütend.

Falls das meiste dessen zutrifft, wovon die Berner Zeitung heute berichtete, dann müssen Köpfe rollen. Das ginge auf keine vernünftige Kuhhaut oder worauf auch immer - da reichte nicht mal eine prä-was-auch-immer-Dinosaurier-Haut noch aus, um das wieder auszubügeln.

Im Namen der SP Langenthal äussert "man" sich natürlich etwas vernünftiger. Schliesslich wollen wir ja nicht vorverurteilen, sondern den Angesprochenen eine zweite Chance lassen, sozial wie wir sind, sich korrekt zu verteidigen. Die erste Gelegenheit liessen sie gemäss BZ voller Satire oder schweigend bereits verstreichen...

Das Thema bringt mich etwas zum Kochen, aber es bleibt mir bei voller Kenntnisnahme der Fakten dann noch genügend Zeit mich unumwunden zu äussern, so dass ich mir jetzt bissige Kommentare verkneife und vorerst auf die Antworten zu den Fragen warte:

Medienmitteilung der SP Langenthal:

Agglomerationsprogramm der Region Oberaargau.
Die Ohrfeige aus Bundesbern – Wir fordern Konsequenzen.

Der Medienberichterstattung in der Berner Zeitung von heute folgend (vgl. BZ), könnte man meinen, die Ablehnung des Agglomerationsprogramms Oberaargau durch den Bund, sei ein schlechter Aprilscherz.
Leider und obwohl sich der Präsident, der für das Agglomerationsprogramm verantwortlichen Region Oberaargau, Robert Sutter, trotz der Tragik der Rückweisung in der Zeitung darüber auch noch Scherze erlaubt: „Wir leben trotzdem weiter im Oberaargau.“, ist die Ablehnung des Agglomerationsprogramm Oberaargau leider Tatsache. Die Region Oberaargau hat scheinbar durch ungenügende Arbeit erreicht, dass das Programm durch die zuständige Behörde, wegen Lücken und Mängel nicht einmal geprüft wurde. Von allen eingereichten Agglomerationsprogrammen schaffte dies sonst keine andere Region.

Die SP Langenthal fordert die Verantwortlichen der Region Oberaargau und insbesondere den Vorstand der Region Oberaargau auf, zur Ablehnung und den Gründen der Ablehnung klar Stellung zu beziehen.


- Wir wollen wissen, warum ein Programm eingegeben wurde, das nicht einmal die Hürde der Vorprüfung schaffte?
- Wir wollen wissen, weshalb ein veraltetes Verkehrskonzept aus dem Jahre 1993 eingereicht wurde?
- Wir wollen wissen, ob die Region Oberaargau sich nur für die Realisierung eines Autobahnzubringers engagiert und darob sämtliche andere Aufgaben, die sie zu erledigen hätte, so vernachlässigt, dass dieser nachhaltige Schaden von rund CHF 55 Millionen entstanden ist.
- Wir wollen wissen, warum der Region Oberaargau der öffentliche Verkehr, der in Form des Ausbaus von Veloverkehrswegen, dem Ausbau des Park+Rail-Angebots in Langenthal und der Ortsdurchfahrtsverbesserungen von Bützberg, Aarwangen und anderen umliegenden Gemeinden nicht wichtig genug erscheint.
- Wir wollen wissen, wie die Region Oberaargau gedenkt die bis zu CHF 55 Millionen, die durch eine scheinbar schlechte Arbeit nun für die Region ausfallen, kompensiert werden können.
- Wir wollen wissen, welche Konsequenzen die Mitglieder des Vorstandes aus der schlechten Arbeit ihrer Organisation ziehen.

Denn eines ist klar. Wir akzeptieren die ungenügende Antwort des Präsidenten Robert Sutter in den Medien heute nicht und wir akzeptieren das Stillschweigen und die scheinbar ungenügende Arbeit, falls sich die Vorwürfe erhärten, des Geschäftsführers Markus Ischi, ebenso nicht. Wir erwarten eine klare Stellungnahme und dass sämtliche politischen Kräfte- so wie unsere Grossrätinnen Nadine Masshardt und Dorette Balli der SP Langenthal sich nun in Bern für die Region und die Rettung eines Agglomerationsprogramms einsetzen, das den öV in und um Langenthal stärkt und zur echten Entwicklung des Oberaargaus beiträgt.

Besten Dank für Ihre Stellungnahme.

Freundliche Grüsse,

Reto Müller, Präsident SP Langenthal

Kommentare:

daniel.steiner.evp hat gesagt…

Da will man den Oberaargau immer wieder besser positionieren und aus der Position der Randregion herausbringen und versifft 55 Millionen.

Mir fehlen immer noch die richtigen Worte...

Adrian Wüthrich hat gesagt…

Ich schliesse mich der Kritik an! Es ist unglaublich was da für Fehler gemacht werden. Dennoch meint man, dass andere die Fehler gemacht hätten... Unglaublich.
Gruess, Adrina

Reto M. hat gesagt…

@ beide:

We'll see. Ich habe erste Anzeichen, dass sich was tut. Aber schaut meinen neuen sehr kurzen Blogeintrag an. ;-)