Sonntag, 8. März 2009

Und sie demonstrierten nicht in Burgdorf...

Für Demokratie und Menschenrechte
Die SP Kanton Bern ist empört, dass es nach wie vor Menschen gibt, welche sich der Ideologie des Faschismus verschrieben haben und rechtsextremes Gedankengut verbreiten. Die SP Kanton Bern fordert alle DemokratInnen auf, sich vorbehaltlos für die Menschenrechte und die Menschenwürde einzusetzen. Alle demokratischen Kräfte müssen ebenso eindeutig gegen Rassismus, Menschenverachtung und Rechtsextremismus einstehen.

Die Geschichte hat uns auf grausame Art und Weise gelehrt, wie menschenverachtend und menschenunwürdig faschistische Ideen und Rechtsextremismus sind. Es ist empörend, dass es auch im 21. Jahrhundert immer noch unbelehrbare Menschen gibt, welche diese unsäglichen und undemokratischen Ideen verbreiten wollen.

Es braucht die vereinte Kraft aller demokratisch gesinnten Menschen, um dem rechtsextremen Gedankengut und den ExponentInnen, welche es verbreiten wollen, die Stirn zu bieten. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik ist zwingend, denn die SP befürchtet, dass es den Rechtsextremen gerade in Krisenzeiten gelingen wird, noch mehr Leute anzusprechen.
Es ist notwendig, dass sich alle politisch aktiven Menschen darauf besinnen, welche Verantwortung sie hier tragen. Wir stellen fest, dass Abstimmungs- und Wahlkämpfe leider oft auch rassistische Tendenzen aufweisen. Solche Kampagnen machen Rassismus und menschenverachtende Gedanken salonfähig. Sie sind als guter Nährboden für den Rechtsextremismus zu betrachten.
Neben dem eindeutigen Bekenntnis für Demokratie und Menschenrechte aller politischen Kräfte, sind auch Programme notwendig, welche einerseits der Prävention von Rechtsextremismus dienen und andererseits Ausstiegswilligen konkrete Hilfestellungen anbieten.
Die SP Kanton Bern ist froh, dass die politischen Parteien und die Exekutive in Burgdorf eine klare Botschaft an die Bevölkerung gegen Rechtsextremismus gesendet haben.

Kommentare:

Mirko hat gesagt…

Lieber Reto
Du schreibst leider nur von Rechtsextremen. Seh ich jedoch die vermumten Demoteilnehmer der Linken, finde ich dies genau so verwerflich. Dazu haben eben diese Linken auch keine Demobewilligung erhalten und dennoch eine unbewilligte Demo veranstaltet...
Egal ob RECHTS- oder LINKS-Extrem - beides gehört sich nicht!

Genosse hat gesagt…

Lieber Mirko

Du kannst einfach nicht Menschen die sich den Faschisten entgegenstellen als linksextrem bezeichnen. Der Kampf gegen faschistische Tendenzen sollte eigentlich eine demokratische Selbstverständlichkeit sein.
Das mit dem vermummen mag zwar irritierend wirken, dient aber dem Selbstschutz. Die Vermummung wurde ja offensichtlich nicht dazu benutzt zu randalieren.

Die PNOS ist eine Gruppierung ausserhalb des demokratischen Spektrums, auch wenn sie sich Partei nennen. Sie verhöhnen dunkelhäutige Menschen, sie laden Holocaustleugner zu Vorträgen ein, stören die Bundesfeier auf dem Rütli usw.

Den von dir "linksextrem" genannten, ging es ja eigentlich nicht darum einfach eine unbewilligte Demo zu veranstalten, sondern den antidemokratischen, faschistischen oder neonazistischen Kräften die Stirn zu bieten.

Reto M. hat gesagt…

Ich möchte hierzu noch dies anfügen:

Wo war denn die Bewilligung der PNOS als sie sie durch Bern marschierte und sich anschliessend auf dem Bundesplatz versammelte?

Hört mal endlich auf die Rechtsextremen zu verhätscheln. Ihre rassistischen Aussagen sind klar gegen unsere Verfassung! Sie werden immer wieder verurteilt und trotzdem seien die Linken die Bösen?

Anonym hat gesagt…

Komisch, dass hier mit verschiedenen Ellen gemessen wird, was Links- und Rechtsextremismus anbelangt! Was kommt raus, wenn man bei der PNOS den rassistischen = nationalistischen Teil weglässt?
Richtig: Sozialisten .... merkt ihr was?????

Mirko hat gesagt…

@Reto: hab ich die Rechtsextremen in Schutz genommen? Mein letzter Satz vom 1. Eintrag hat diesbezüglich eine klare Botschaft!

@Genosse: Vermummung als Selbstschutz? Wenn ich für was kämpfe resp auf die Strasse gehe, dann sollte ich dazu stehen können! (analog den Aussagen in diesem Blog)

Reto M. hat gesagt…

Das stimmt. Aber auch ich messe nicht mit unterschiedlichen Ellen. Die Verhätschelung von Gewalt - egal ob verbaler oder realer Natur - geht mir einfach auf die Nerven und gehört für mich verurteilt - woher sie auch stamme.

Der PNOS = Sozialisten-Spruch ist sowas von hohl, dass er keiner weiteren Kommentare bedarf. Die SozialDEMOKRATIE und der Sozialismus sind sowieso zwei verschiedene Dinge.

Was die Anonymität betrifft, so bin ja wohl ich der einzige, welcher nicht anonym ist (eure IP-Adressen mal ausgenommen, die aber nur für mich zugänglich sind).