Montag, 16. März 2009

Staatsaffäre und Belly-Off-Reloaded?

Heute wurde mir durch die Blume vorgeworfen, ich würde nur diejenigen Infos über mich in diesem Blog veröffentlichen, die ich möchte. Nun. Das stimmt natürlich völlig. Alles andere wäre gelogen und äusserst dumm. Zudem hat der Blog ein Konzept, auch wenn man dies nicht immer merkt, so versuche ich doch meist den Eindruck trotz der "Wahnüberschrift" eines seriösen und normalen Politikers zu erwecken und vor allem über politische Inhalte zu schreiben und nicht über Privates - obwohl dies in meinem Leben manchmal wirklich schwer trennbar ist.

Hauptgrund des Verschweigensvorwurfs war mein Engagement an der Huttwiler Fasnacht, bei welchem das Langenthaler Tagblatt dann schon fast stolz das Ende der "Staatsaffäre" zwischen Huttwil und Langenthal, die notabene die Berner Zeitung aufbauschte, verkündete:

SCHNITZELBÄNKE

Langenthal hilft Huttwil

«Die ganze letzte Woche wusste ich nicht, ob ich meine Schnitzelbänke am Freitagabend vortragen kann», erklärte Scheich Samul dieser Zeitung. Seine Stimme versagte zeitweise wegen einer hartnäckigen Krankheit. Die Rettung kam dann aus Langenthal:

Über seinen Vater, der bei den Napfgeistern mitmacht, erfuhr Reto Müller, der letztjährige Stadtratspräsident von Langenthal vom Ungemach und bot spontan seine Unterstützung an. Er erschien als Haremsdame Fatimü und sprang ein, wenn Scheich Samul seiner Stimme eine Erholung gönnen musste. Im «Bahnhof» erhielt der Auftritt sogar eine politische Note: Dort trafen die Bänkler auf den Huttwiler Gemeinderatspräsidenten Hansjörg Muralt (SVP). Müller (SP) hatte in seinem Blog Muralt im Huttwiler Wahlkampf heftig attackiert und für Herausforderer Adrian Wüthrich (SP) Partei ergriffen. Im «Bahnhof» kam es zwischen den beiden zu einem Versöhnungsbier. (jr)

Nun. Am Text stimmt auch etwas nicht, aber lassen wir das. Interessant finde ich, dass ich scheinbar in diesem Jahr die Prägung "letztjähriger Stadtratspräsident" habe, was mich auch ein wenig darin bestätigt, dass ich das Amt zu einem gewissen Label gemacht habe und dass es wiederum heisst, Langenthal hilft Huttwil - wie es beide Städte ganz betreffen wüde - so wie es bei der Affäre im Herbst hiess: Langenthal und Huttwil streiten online.... obwohl das nur ein ganz persönliches Ding von mir war...

Für mich ist das Versöhnungsbier eigentlich nicht der Rede wert. Es war nett. Hansjörg Muralt war mir auf Anhieb im persönlichen Begegnen sympathisch. Es ist nun gut so, denn wie ich schon mehrfach betonte, galt meine geäusserte Meinung nicht der Person des Präsidenten selbst, sondern nur dem Umstand und der Interpretation dessen, wo sich dieser hatte abbilden lassen. Abgesehen von allem und grundsätzlich: Als Politiker und auch als Blogger sollte man sich eine dicke Haut zulegen.

Apropos Dicke. Jetzt kommt's. Folgenden Beitrag im Unter Emmentaler wollte ich eigentlich der Blogöffentlichkeit vorenthalten... aber ihr wollt es so.

In diesem gut gemeinten Bericht sind gar zwei Dinge inhaltlich nicht ganz stimmig. Aber lassen wir das auch hier mal so stehen. Das Foto - muss ich zu meiner Verteidigung sagen - wurde aus einer sehr unvorteilhaften Pose von unten aufgenommen, was mein figurbetontes Kleid nicht wirklich zu kaschieren vermochte, wurde sehr wahrscheinlich durch eine extreme "Hohles-Kreuz-Haltung" zusätzlich verschlimmert.
Item. Ich wäre für eine Runde Belly-Off-Reloaded.

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