Freitag, 27. März 2009

Parteipräsident


Mein soziales Gewissen drang fast in mir durch, so dass ich auf diesen Beitrag beinahe verzichtet hätte, denn der arme Schreibende des Langenthaler Tagblattes, welcher aus unserer SP Hauptversammlung hinausrannte, damit er seinen Beitrag noch in die morgige Ausgabe bringe, hatte so gehofft, dass er mit der Mitteilung nun für einmal eher dran sein würde, als ich es zu bloggen vermag. Er fragte gar - ob ich bereits einen Post vorprogrammiert hätte - das war mir aber trotz aller Voraussicht am heutigen Nachmittag- zu heikel in einer ganz bestimmten, "was wäre gewesen, wenn nun doch noch jemand anderes gewollt hätte"-Situation, die trotzdem wohl nur in einem von abertausend möglichen Szenarien hätte passieren können.

Item. Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, als der Kelch an mir vorüber kam. Aber ich wusste auch, dass ich mich nicht mehr lange davor verstecken konnte und es mich wohl eines Tages so oder so trifft, zumal da neben mir im Moment niemand stand, dem/der ich hätte weitergeben können. Hauptziel des heutigen Abends in meiner kurzen Rede war für mich denn auch die Unmöglichkeit in der heutigen Parteisituation darzulegen, von mir und den anderen Chargierten nun genau ebensolches (Unmögliches) zu erwarten.

Natürlich werde ich alles in meiner Macht und Kraft stehende tun, um die SP möglichst gut zu vertreten, repräsentieren, bekannt und beliebt zu machen. Aber einfach wird das bestimmt nicht, was ich mir heute zugemutet habe. Wir werden sehen. Bisher bin ich an meinen Aufgaben auch stets gewachsen. Obwohl ich es lieber zeitlich begrenzt hielt, mit meinen Projekten, die normalerweise einen klaren Anfang und ein sauberes Ende hatten, nun in diesem Amt einen offenen, weiten Horizont sehe, den es mit sinnvollen Inhalten für die Menschen in Langenthal zu füllen gilt, was bestimmt eine riesige Herausforderung wird. (Tipps sind immer erlaubt.)


Nun. Ich habe ja nicht verraten, dass ich heute Präsident der SP Langenthal wurde und überlasse diese Mitteilung generös den morgigen hölzernen Medien.

Kommentare:

daniel.steiner.evp hat gesagt…

Herzliche Gratulation, Herr Kollege Parteipräsident.

hansruedi hat gesagt…

ich möchte Frau Gruetter mein Mitgefühl ausdrücken und wünsche Ihr viel Geduld, Langmut und Kraft.

hansruedi

bugsierer hat gesagt…

gratuliere herzlich.

Reto M. hat gesagt…

@ Daniel Steiner EVP:
Besten Dank, Herr Steiner. Als erstes Geschenk von Kollege zu Kollege erwarte ich natürlich, dass alle EVP'ler am Montag Ja zum Stimmrechtsalter 16 im Grossen Rat des Kantons Bern sagen. Danke.

@ Hansruedi:
Sie nimmt's locker. Ich vermute fast, dass sie in meinem neuen Ämtli etwas mehr Stolz verspürt, als ich selbst. ;-)

@ Bugsierer:
Ich danke dir. Mal schauen, wie's wird. ;-)

daniel.steiner.evp hat gesagt…

Stimmrechtsalter 16 hat meine Stimme und mein Engagement, das ist klar.

Zuerst muss aber mal die Hürde der Eintretensdebatte geschafft werden. Das könnte schon saumässig knapp werden.
Die Chancen bei einer allfälligen Volksabstimmung kennst du selber: Sonst schau nach Basel-Stadt...

Reto M. hat gesagt…

@ Daniel:
Wurde so aufgenommen. Auch die Resultate aus Basel.
Da meine Klasse mehrheitlich wollte, dass wir die Debatte morgen Montag live anhören, sind wir dann auf der Tribüne. Da hoffen wir schon, dass das Ansinnen wenigstens die Eintretensdebatte übersteht. ;-)

Ins Bundeshaus dürfen wir erst um 16 Uhr. Sonst müssten wir dann laaaange Shoppen gehen in der Zwischenzeit. ;-) Der Bärengraben zieht in der 9. Klasse nicht (mehr) so. ;-)