Dienstag, 27. Januar 2009

Politik auf der Alp

Ich kann euch ja wohl nicht länger verheimlichen, dass ich eigentlich seit Sonntag auf einer tief verschneiten Alp im Berner Oberland sitze und meine Sportwoche (ein anderer Ausdruck für unterrichtsfreie Zeit) mit Skifahren und Geselligkeit verbringe.
Eigentlich wollte ich das ja nicht unbedingt so öffentlich machen, doch dann besann ich mich, dass eventuell einige plötzlich fragen könnte, weshalb ich - obwohl zu Hause - nie bei ihnen vorbeigeschaut habe oder verschiedene Sitzungen unter dem Vorwand absagte, im Schneesportlager zu sein und doch jeden Abend meine Blogeinträge realisierte, als wäre ich eben doch in Langenthal. Nun. Moderne Kommunikation sei Dank - oder auch nicht - ist das alles heute möglich, sobald man auch im entferntesten Eck der Schweiz oder der Welt Handyempfang hat (Keine Angst - es sind trotzdem keine wirklichen "Moblogs", so lange MMS möchte ich gar nicht schreiben.). Aber mobil sind wir halt trotzdem auch mit dem Laptop und einem kleinen, abonnementsmässig recht teuren, weissen Zusatzkästchen.

Die Tatsache, dass meine Leserschaft aber vor allem eins von mir erwartet - nämlich politische Kost und nicht privates Nähkästchenplaudern - verleitete mich vorerst dazu, an der Verheimlichung fest zu halten - auch wenn diese Dinge in Blogs oder zumindest so wie ich Blogging verstehe und praktiziere, nie untrennbar sein werden. Aber heute nochmals über die UBS-Boni zu berichten, war mir einfach auch zu öde.

Wie dem auch sei und um wieder etwas politischer zu werden: Die Zeit, weg von zu Hause und dem Gewohnten, verleitete mich auch wiederum zum grundsätzlichen Nachdenken und obwohl ich zuerst - frisch vom höchstem Amt - in der ersten Sitzung des Stadtrates am nächsten Montag keine Vorstösse einreichen wollte, doch heute Abend gleich zwei Stück formulierte...
Natürlich wäre ich äusserst blöde, diese bereits jetzt hier öffentlich zur Diskussion zu stellen, obwohl mich eure Meinung äusserst stark interessieren würde, hier aber nicht bloss "Gutmenschen" mitlesen. ;-). Allgemein gesagt, geht es aber eben um eigentliche Grundsätzlichkeiten und auch Dinge, welche hier in diesem Blog bereits mindestens einmal Thema waren. Und dabei habe ich den vielkommentierten Vorschlag für eine bürgernahere Politik durch verschiedene Internetlösungen noch gar nicht realisiert, weil ich eben dachte, an der ersten Sitzung noch nicht mit Vorstössen überborden zu wollen. Hmmm... scheinbar setzt sich das Politikergen in mir doch noch durch.

Die Vorstösse sind bei Experten in der Vernehmlassung - zumal ich dann - wenn diese sie gutheissen würden - noch in der Fraktion zu Kreuze kriechen müsste, weshalb ich die Vorstösse bzw. Ideen zu den Vorstössen noch nicht vor oder an der Fraktionssitzung hatte, worin man diese jeweils vorberät, bevor man sie einreicht.
"Mann. Oder Frau. Ich bin jetzt auf der Alp. Deshalb habe ich auch jetzt Zeit zum Nachdenken."

Gönnt euch wieder mal ein Time-out. Es lohnt sich.

Kommentare:

hansruedi hat gesagt…

noch ein tipp für Leute mit kleinem Budget und grossem Mitteilungsbedürfnis
http://www.swisscom-mobile.ch/scm/unlimited_data_easy-de.aspx
oder
http://www.sunrise.ch/privatkunden/angebote/mobile/mobiles-internet/mobile-internet-prepaid.htm
oder....
wenn man sich das modem selber kauft (ohne simlock, Kosten ab ca. 250.-) kann man es auch im Ausland mit einer solchen "lokalen" Prepaidkarte bestücken. Bei einigen Laptops und Netbocks ist das Modem aber auch schon eingebaut.

hansruedi

Titus hat gesagt…

Auch ein Tipp vom Kassensturz (wo wir doch schon ob der technischen Möglichkeiten sind) zum mobilen Surfen mit dem Handy hinter meinem verlinkten Namen.

hansruedi hat gesagt…

wer mit dem Handy surft geht auch mit dem Sackmesser Bäume fällen, oder so. :-)

Wer sich am anfang auf Prepaidangebote beschränkt, sich die Hardware selber kauft und dabei auf Unlock achtet, macht nichts falsch.

hansruedi

Reto M. hat gesagt…

@ alle:

Ich habe einfach so ein data-unlimited-Teil. ;-) Kostet zwar jeden Monat etwas, aber was wäre ein Leben ohne jeglichen Luxus? Ich verzichte ja sonst auf anderes. Zum Beispiel auf Fleisch.