Samstag, 3. Januar 2009

Kampagnen zur Personenfreizügigkeit

Nach den stillen Tagen hoffe ich jeweils durch einen Knaller in den Zeitungen aus der Festtagsmüdigkeit geholt zu werden. Doch wurde ich beim Studium dreier (notabene Bezahl-)Blätter nicht wirklich geweckt. Es sei zumindest bemerkt, dass 2 der 3 Zeitungen schleichend je länger, je identischer werden... ein Phänomen das auch bei Feldschlösschen-Bier, Cardinalbier, Heinekenbräu, etc. pp. ständig in meinem Gaumen auftaucht. Das Gefühl von. "Das schmeckt doch immer ähnlicher." Bis schlussendlich der Name wechselt, die Dose oder Flasche gleich bedruckt und behauptet wird, es habe das andere nicht mehr gebraucht. Kein Wunder, wenn ihr das Gleiche abfüllt!

So blieb mir heute einzig der Eindruck der beginnenden Kampagnen zur Personenfreizügigkeit. Ich brauche hier unter euch Lesenden wohl nicht zu betonen, wie äusserst wichtig die Annahme der Erweiterung auf die Staaten Rumänien und Bulgarien sind. Und doch finde ich es wieder schlimm, wie viele den Ängsten der in dieser Thematik mehr als bloss zwischen Ja und Nein (auf Schleuderkurs befindenden) wechselnden SVP gemäss ersten Umfragen folgen. Die SVP versucht's auf alle Fälle nach den schwarzen Schafen mit den schwarzen Raben. Was haben die bloss immer mit diesen Tieren...

Die Young European Swiss, YES, bei welchen ich auch Mitglied bin, haben wiederum eine gemeinsame Kampagne mit fast allen Jungparteien lanciert: Ihre Homepage auf www.dabei-bleiben.ch - ist wie in den Abstimmungen zuvor - hervorragend aufgebaut und strukturiert. Alle Drucksachen wurden mit Verweisen auf diese Seite gespickt. Hervorragend. Insbesondere für junge Wählende.


Unterstützen lohnt sich.
Auch deshalb wurde der Rest des ursprünglichen Blogeintrages durch den Autoren entfernt.

Kommentare:

Andreas Kyriacou hat gesagt…

Die Domain-Inhaberin ist Juristin. Folgerichtig versucht sie nun, dabeibleiben.ch wegzuklagen, um ihren Patzer auszubügeln.

Man kann nur hoffen, dass ihr dies nicht gelingt. Die Kollateralschäden wären zu gross. Wenn für Domain-Namen künftig gälte, dass alles weggeklagt werden kann, was einer bereits bestehenden Domain irgendwie ähnlich sieht, bekämen dies nicht nur ein paar Polit-Clowns zu spüren.

(Blog-Beitrag zum Thema).

Reto M. hat gesagt…

Lieber Andreas.

Ich habe den Hinweis, worauf du ansprichst, nach längerer Überdenkphase und auf Bitten wieder entfernt. Mein Geschreibsel ist nicht so wichtig, als dass ich mich für ein Scheitern der Abstimmung verantworten möchte. Manchmal musste ich in Vergangenheit ja für abstruseste, gedankliche Konstruktionen den Kopf hin halten.

Hier ist aber noch anders:

Die Kampagne braucht unsere Unterstützung und nicht mein gezeigtes "In-die-Pfanne-hauen"-Verhalten.

Wir müssen die Abstimmung unbedingt gewinnen.

Andreas Kyriacou hat gesagt…

Nun ja, wenn die schlechte Parodie in unseren beiden Blogs zu finden ist, wird das die Abstimmung wohl nicht zum Kippen bringen - natürlich nur deshalb, weil wir so eine kluge Leserschaft haben, nicht etwa wegen der beschränkten Reichweite unserer Botschaften ;-)

Aber im Ernst: Ich will die Abstimmung mit Argumenten gewinnen, nicht mit juristischen Krämpfen. Ob da nun die verqueren Online-Botschaften der Reduit-Schweizer etwas leichter oder schwerer zugänglich sind, ist zweitrangig. Wir mussen unsere Argumenten nach aussen tragen. Also müssen wir uns in erster Linie um unsere eigenen Web- und sonstigen Auftritte kümmern, nicht um die der anderen.

Reto M. hat gesagt…

Gut gebrüllt, grüner Löwe.
Ich liess mich etwas zum Rückzug mit guten Argumenten erweichen gestern. Auch das gebe ich unumwunden zu. Das gibt's auch. Mein Geschreibe ist nicht so wichtig, als dass man auf Teile davon nicht auch verzichten könnte. Meine Meinung bleibt trotzdem bestehen. Halt weniger öffentlich, wenn das in Zeiten von RSS und Atom etc. überhaupt rückgängig machbar ist. ;-) Es lebe die Realsatire.