Montag, 12. Januar 2009

Ewigkeiten im Blog - der Finanzkrise Gutes abgewinnen

Ja, tut mir leid. Ich weiss, es sind schon beinahe Ewigkeiten (gemessen am sonstigen Rhythmus), dass ich hier etwas veröffentlicht habe und... mir scheint manchmal es gäbe täglich Menschen, welche hier reinschauen, ob sich etwas getan hat, unglaublich, ich weiss, aber wahr und bei euch möchte ich mich entschuldigen, dass ich hab' warten lassen.

Aber es gibt Zeiten, da hängt man so viel vor dem Kasten, dass einem die Finger von der Tastatur spröde werden und das Projekt immer noch nicht abgeschlossen ist. Zudem gehe ich seit heute ja wieder geregelten Arbeitszeiten nach und musste im Job, in welchem ich wirklich meine Brötchen verdiene, auch wieder Gas geben. Darf man das nach der Raserdebatte noch sagen?

Wie dem auch sei, es gäbe sehr vieles zu erzählen, das ich mir im Hinterstübchen nun für später reserviert habe.

Zum Beispiel die Episode von der Heimreise nach Zürich, in welcher ich der Finanzkrise plötzlich doch auch Gutes abgewinnen konnte:

Unsereiner quetscht sich natürlich mit Rucksack, Fototasche, Schlafsack und Laptoptasche auf 1 Sitz im Tram, schwer beladen, nicht richtig bequem. Der Banker, welcher nachher zusteigt und sich vorne dran setzt, belegt den Fensterstuhl natürlich mit seinem Nappa-Valley-Lederköfferchen und setzt sich galant in den Stuhl des Durchganges.
Die Frau mit den schweren Einkaufstaschen und der violetten 90er Jahre Vögele-Jacke, die nicht gerade unbeleibt aussieht, setzt sich natürlich nicht neben den Banker. Sondern gesellt sich zum Gequetsche, das sich um mich herum aufbaut. Grrr.... Ja, dem Gedanken, dass der Pinkel vorne dran, auch nur eventuell durch die Finanzkrise den Job verlieren könnte, liess mir ein wenig das Leiden lindern, obwohl er das ja wohl nicht wird. Aber trotzdem. Ich spürte Schadenfreude in mir aufkommen, ob des Gedankens, so dass ich leicht - wenn auch säuerlich - lächelte.

Um dem Gedränge zu entkommen, löste ich für die restliche Zugsfahrt ein Ticket erster Klasse.
Ja. 'Tschuldigung. Wir Sozialdemokraten sind auch nur Menschen.

Morgen gibt's den nächsten Bericht. Versprochen.

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