Sonntag, 30. November 2008

Wahlen in Bern - Nause drin, Hügli raus.

Reto Nause (CVP) holt den Sitz von Stefan Hügli (ex-FdP).
Gut. Nause hat ja auch lange geübt, um jetzt den grossen Erfolg einzustreichen...
Sonst bleibt's beim Alten: Zumindest im Gemeinderat bleibt die Wende ein bürgerliches Hirngespinst. Jetzt fehlen noch die Stadtratsresultate, aber das wird vielleicht morgen Montag, bis die kommen.

Genaueres.

Wahlen überall...

Huttwil hat sich für Hansjörg Muralt (SVP) entschieden. Meine offenen Sympathien für den SP-Kandidaten Adrian Wüthrich nicht verbergend, will ich doch sagen, dass Letzterer mit seinen 28 Jahren einen tollen Achtungserfolg erzielt hat. Adrian verbuchte 654 Stimmen, während Hansjörg Muralt 986 Stimmen erhielt. Ein Verhältnis von 40% zu 60% mit dem er wahrlich zufrieden sein darf, war er doch als krasser Aussenseiter angetreten und verdichteten sich die bürgerlichen Stimmen und Haltungen deutlich. Er hat der SP in Huttwil und somit unserer Region insgesamt einen Erfolg beschert.

Burgdorf wählte überlegen Elisabeth Zäch (SP) zur neuen Stadtpräsidentin. Sie erhielt 2619 Stimmen, ihr Gegner Francesco Rappa (BdP) erhielt 1996 Stimmen. Natürlich hatte ich für die Frau der Sozialdemokratischen Partei gehofft, auch wenn wir uns bisher leider nicht begegneten. Würde ich die Verhältnisse besser kennen, hätte ich mich über Burgdorfs Wahlen schon früher geäussert, denn Francesco Rappa machte sich bei mir als Politiker in seinen Zeitungsinterviews nicht wirklich politisch sympathisch(er) - privat mag er ja ein ganz netter Mensch sein, aber er äusserte sich für mich da oft zu wirtschaftlich, zu unternehmerisch, zu militärisch, um eine Stadt wie Burgdorf zu leiten.
Im Gemeinderat bleibt die SP bei 2 Sitzen, die FdP hat 2 Sitze, die BdP 1 Sitz (-1 Sitz), die SVP 1 Sitz und die GFL ist neu mit 1 Sitz vertreten. Damit ein toller Erfolg für die Linken im Gemeinderat.
Im Stadtrat sieht das Sitzverhältnis wie folgt aus (in Klammern die Veränderung zur vorhergehenden Legislatur):
EDU 1 Sitz (0)
SD 0 Sitze (0)
BdP 7 Sitze (0)
GFL 5 Sitze (0)
EVP 3 Sitze (0)
Jungfreisinn 1 Sitz (0)
SVP 6 Sitze (+2)
SP 11 Sitze (0)
CVP 1 Sitz (+1)
FdP 5 Sitze (-3)
Womit man wieder einmal sagen darf, dass sich Langenthal und Burgdorf grundsätzlich unterscheiden. In Langenthal gewann die FdP, die SP verlor. In Burgdorf war die FdP die grosse Verliererin der Stadtratswahlen. Über die Gründe schweige ich mich aus.

Ostermundigen wählte auch. Und damit eine gute, alte Freundin. Sarah Gabi Schönenberger. Ich gratuliere. Leider wird man aus der Stadthomepage nicht schlüssig, wer dazugewonnen und wer verloren hat... deshalb verzichte ich an dieser Stelle auf eine Aufschlüsselung. Mehr Infos fand ich in der BernerZeitung. Inklusive eines kleinen Skandals. Auf welche Partei und Person(en) lauteten wohl die 50 "gleichen" Stimmzettel?

Steffisburg wählte auch, muss aber nochmals ran und Ursulina Huder SP bleibt im Rennen!

Worb. Rubigen. Belp. Kirchberg. etc...

Bern... ja Bern... da warten wir auf die Resultate. Was wir wissen, aber nicht wirklich erstaunt: Tschäpp@ ist wiedergewählt. Ich bin gespannt und wie immer an solchen Sonntagen selbst etwas nervös, auch wenn es mich nicht direkt betrifft, aber die Resultate der SP sind mir wichtig und das ist auch gut so. Bis jetzt sieht es für unsere Partei ja wahrlich sehr gut aus. Hoffen wir, dass der Misserfolg in Langenthal der einzige für die SP bleibt und die Zukunft für die Sozialdemokratie wieder froher aussieht. Harren wir der Resultate, die uns Bern vermeldet. Scheinbar ab 21 Uhr....

Freitag, 28. November 2008

Wie sag' ich's meiner Partei?

In 10 Minuten beginnt die Parteiversammlung... die letzte in diesem Jahr. Ich darf den Wahlanalyseteil bestreiten, weil dies bekanntlich ein Hobby von mir ist.

Wie erklär' ich es ihnen?

Wir haben verloren!
Ja, wir haben nicht so gut abgeschnitten.
Ehh... es könnte schlimmer sein.
Wir müssen künftig doch besser werden, wenn wir überhaupt etwas zu sagen haben wollen, denn noch sind wir stärkste Partei. Noch.

Wer mich kennt, weiss welche 2 Dinge ich aus obigen Varianten wählen werde.

Auf alle Fälle macht das CI der SP Schweiz im Foliensatz eine gute Falle und ich bin vor allem gespannt, was unsere Versammlung über das Ergebnis denkt.

Lassen wir sie kommen.

Donnerstag, 27. November 2008

Geschirr zerschlagen?

Auf alle Fälle ist es schon wieder weg. Die Porzellanfabrik stimmte der Verwendung nicht zu.

Berner Zeitung Front von heute:

Mittwoch, 26. November 2008

Nazi-Stadt?

Als ich heute Morgen zur Bank ging, erblickte ich am "Choufhüsi" (ehemals Gemeindehaus, mittlerweile Kunsthaus, Restaurant, Stadtladen und Juwelier) mitten in unserer Stadt, folgendes Transparent:
"Wir kämpfen um das Burgerrecht", steht darauf in kapitalen Lettern geschrieben. Mein Rätseln über die Urheberschaft liess verschiedene Schlüsse zu: Ein Überbleibsel einer Demo? Eine Ankündigung der Untersteckholzer betreffend der bevorstehenden Fusion? oder Eine kleine Provokation der nächsten Ausstellung U30 im Kunsthaus?

Letztere sind ja nicht erst - aber vor allem national - mit der Kunstaktion des Minaretts schweizweit bekannt geworden.

Die Aufklärung folgte heute dann mit der BernerZeitung. "Täterin" ist wiederum das Kunsthaus.


Das Kreuz, das am Boden des ehemaligen Gemeindepräsidentenzimmers mit Langenthaler Porzellan als weitere Provokation ausgelegt wurde, hinterliess auf mich einen angesäuerten und bleibenden Eindruck. Ich bin für eine sehr offene und freie Kunst. Kunst darf aus meiner Sicht fast alles... aber diese nun schon beinahe dauernde Provokation kann mich nicht mehr anregen, sondern eher aufregen... sprich auf den ersten Blick ging mir das ziemlich an die Ei...ngeweide.

"Ich mag nicht immer derjenige sein, der aus der Stadt mit DEM Vertreter einer rechtsextremen Partei kommt. Ich habe das Herumhacken auf dem rechtsextremen Wähleranteil langsam satt."

Die Tatsache der Existenz dieser rechtsextremen Gesinnung in unserer Stadt ist aber nur ein Teil der künstlerischen Darstellung. Scheinbar habe dazu mitgetragen, dass Langenthal gerüchteweise bei einer möglichen Einnahme durch die Nazis als Stützpunkt eines KZ verlautbart wurde, in welchen die Brennöfen der Porzi eine neue Bedeutung erhalten hätten.

Tragisch genug. Zumindest Letzteres, wovon ich noch nie hörte, hat mich dann doch noch bewegt und angeregt geschichtskundigen Menschen Langenthals eine Email zu schreiben, um nachzugehen, ob an dieser Behauptung Wahres dran ist.

Abgesehen davon müssen wir nun endlich die Gründe rechtsextremen Denkens und Handelns in Langenthal angehen, anstatt Kleber, Nazikreuze oder Minarette als Kunst und Provokation dagegen aufzustellen.

Wir wollen doch nicht zur Nazi-Stadt verkommen! Dann wäre ich ja...

Dienstag, 25. November 2008

Wahlkampf à l' Amerika?

Letzte Woche und diese Woche hat nicht etwa der Artikel über die Komissionssitzverteilung hohe Wellen geworfen, die auf mich zurückschlugen, sondern es ist vielmehr der Artikel über zwei unterschiedlich gewählte Bilder im Wahlkampf Huttwils.

Dies ist nicht nur leicht in den Kommentaren zu letzterem ersichtlich, sondern wurde mir auch direkt durch zwei unterschiedliche Quellen von Langenthalern, die sich ab und zu in Huttwil aufhalten, zugetragen. "Der Müller hat da einen ganz bissigen Artikel gemacht." oder ähnliches. Ja, es war wirklich vielleicht für Volkes Seele hier in der Art der Wortwahl in unserer Region zu viel. Zumal da Erstlesende auf dieses für sie wohl neue Instrument des Blogs treffen und meine Art des Berichtens nicht nachvollziehen können. Allgemein geht man da noch davon aus, dass man einen pfleglichen Umgang miteinander hat und sich nicht direkt angreift. Als Wahlpolemik oder Propaganda wird das allzu oft früh verschrien. Warum? Ich wäre dafür, dass man offen über Probleme, Stärken und Schwächen spricht - nicht nur in Sachthemen, sondern auch der Politiker, weil man Entscheide trifft, tagtäglich und diese auch vertreten sollte.

Ich rege mich zum Beispiel immer darüber auf, dass junge Politiker und -innen dahingehend verschrien werden, dass sie noch keine Erfahrung hätten und darum nicht geeignet seien, dass sie jetzt zuerst mal etwas Arbeiten sollen, bevor sie sich in der Politik "wichtigtuen" sollen. Nicht erkannt werden hierbei die politischen Glanzleistungen, welche insbesondere junge Frauen in der SP Kanton Bern schon hervorgebracht haben. Das Alter sagt nichts darüber aus, ob jemand gut oder schlecht politisiert. Wichtiger sind Engagement und Wille. In jedem Gremium sollten zudem alle Altersschichten vertreten sein. Das wäre Volkes Herrschaft in Purität. Mir graut vor reinen Männergremien mit grauen Haaren, wie mir auch graut vor reinen Frauengremium, die alle noch nicht 30 sind.

Sie durfte den amerikanischen Wahlkampf per Einladung in den USA live mitverfolgen. Das für mich eindrücklichste, das sie mir schilderte war, dass sich dort fast jede Person für jemanden entscheidet und dies dann am Haus mit einem Transparent oder per kleinem Schild im Garten auch kundtut. Dass die Menschen unter Umständen stundenlang für ihren Kandidaten anstehen, um zu wählen und dass sie in den Strassen mithelfen, Karten zu verteilen, auch noch vor den Schlangen bei den Wahllokalen. Der Wahlkampf war sehr hart. Die Demokraten spielten auf die Gesundheit McCains an, die Republikaner drängten Obama in die Nähe von Terroristen. Schlussendlich entschied dann doch wohl vor allem ein Thema, das von aussen aufgedrängt wurde und von beiden Wahlteams weder erwartet, noch konzipiert war: die Finanzkrise.

Ich denke, dass vielleicht in Huttwil, dadurch dass sich glücklicherweise zwei Menschen entschlossen haben zu kandidieren, eine echte Auswahl besteht und sich die Wählenden entscheiden müssen, welches Schild sie sich in den Garten stellen und dass sie nun ihren Kandidaten auch gegen Angriffe von aussen verteidigen. Ich finde das gut. Eine leichte Amerikanisierung, die ich durchaus gutheissen könnte.

Dass sich jetzt ein "Ausländer" aus Langenthal in diese Entscheidung einmischte - wie auch immer - wird halt nicht gerne gesehen. Ich kann es verstehen.

Ich wünsche Huttwil auf alle Fälle die richtige Wahl und einen fairen Wahlkampf, der nicht auf Vorurteilen basiert.

Sonntag, 23. November 2008

Wer wird SP-Präsidentin oder SP-Präsident?


Bereits einen Tag nach der offiziellen Demission unserer Präsidentin der SP Langenthal suchte das Langenthaler Tagblatt nach NachfolgerInnen. Natürlich ist es noch viel zu früh, zumal wir auf Grund der Wahlanalyse die Partei grob umbauen werden und es durchaus von Bedeutung ist, wie diese Partei danach aussieht und mit welchen Personen die Posten - nebst dem Präsidium - bestückt sind, ob jemand dieses Präsidium übernimmt. Es ist nach wie vor Freiwilligenarbeit und leider finden sich hierfür immer weniger Personen. Ich kann es nicht ganz verstehen.

Ich habe von einigen Personen gehört, dass sie möchten, dass ich die Nachfolge antrete. Und ich habe mich noch nicht entschieden. Natürlich wäre es toll, wenn man ein Team anführen kann, das gewillt ist, Langenthal, die Politik und somit ein kleines Stück dieser Welt verbessert. Auf der anderen Seite ist es ein Knochenjob die verschiedensten Strömungen, Einflüsse und Richtungen aller SP-Menschen und Meinungsträger in einer Partei, heterogen wie die unsere, zu vereinen. Reizvoll, aber hart.

Ich weiss es wirklich noch nicht. Denn ich müsste meine Arbeit auch anders aufteilen. Ich will gewisse Dinge zudem nicht einfach streichen. Ich brauche die Musik und den Volleyballsport weiterhin, sonst bin ich nicht derselbe und die Arbeit als Lehrer hat oberste Priorität. Lasst uns mal den Parteiumbau fertig machen und dann gehört das Vorstandsteam ans Ruder, das die höchste Durchschlags- und Erfolgskraft für unsere Partei und die Sozialdemokratie in Langenthal hat.

Lassen wir uns von der Zeitung auch nicht durch übergrosse Bilder zu einem voreiligen Schluss verleiten. Apropos Bilder... mir gefällt meines nicht wirklich. Aber ich durfte auch nicht auswählen.

Kommissionssitz-BlablaBlogging

Ja. Ohne wieder auf Blablablogger und ähnliche Streitereien auszuarten, hat das Langenthaler Tagblatt gestern die Geschichte über die Kommissionssitze aufgegriffen und berichtet. Man kann sich ja ergänzen und als Konkurrenz betrachte ich mich persönlich schon gar nicht. Gegenüber niemandem.
Ich denke, es war gewagt, das hier so zu bloggen, aber es kommt gut. Hinter den Kulissen laufen einige Gespräche und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden.

Aus dem Langenthaler Tagblatt, gestern:

Parteienknatsch wegen Kommissionssitzen

Stadtrat Die Verteilung der Kommissionssitze unter den Fraktionen sorgt für rote Köpfe

Die Stadtratsfraktionen versuchen sich in einer Sitzung jeweils über die Kommissionssitzverteilung für die nächste Legislatur zu einigen. Am Donnerstag führte die Beratung allerdings zu keiner Einigung, die Forderungen der Fraktionen waren zu unterschiedlich.

TOBIAS GRANWEHR

Frustriert und verärgert verliessen einige Parteimitglieder am Donnerstagabend den «Bären», nachdem die Verteilung der Kommissionssitze ergebnislos blieb. Was war passiert? Je zwei Mitglieder aller Stadtratsfraktionen trafen sich zur Verteilung der Kommissionssitze für die nächste Legislatur. Grösstenteils waren sich die Vertreter über die Zuteilung der Sitze auf die vier Fraktionen einig. Doch: Bei der Finanz- sowie der Bau- und Planungskommission – beide von grossem parteilichem Interesse – begannen die Unstimmigkeiten.

Die Forderung der FDP/jll-Fraktion

Es sei eine relativ frustrierende Sitzung gewesen, bestätigte der Anwesende Reto Müller (SP) auf Anfrage. Es müsse unbedingt noch bis zur ersten Stadtratssitzung zu einer Lösung kommen, sonst könne der Stadtrat bis zur dritten Sitzung im neuen Jahr keine ordentlichen Traktanden behandeln, befürchtet der SP-Stadtrat. Denn: Einigen sich die Parteien nicht, wird das Wahlverfahren kompliziert und die Kommissionen werden erst nach der zweiten Sitzung 2009 handlungsfähig (siehe Kasten rechts). Auch SP-Präsidentin Nathalie Scheibli würde die Verzögerung bedauern: «Die Finanzverwaltung beispielsweise könnte darunter leiden.» Stein des Anstosses war offenbar die Forderung der FDP/jll-Fraktion nach drei Sitzen in der Finanzkommission. Ohne ins Detail zu gehen, erklärte EVP-Präsident Daniel Steiner: «Gewisse Forderungen waren nicht akzeptabel.» Die übrigen Fraktionen seien damit nicht einverstanden gewesen. Er machte unmissverständlich klar, dass das Auftreten der FDP/jll-Vertreter auf wenig Gegenliebe gestossen sei.

«Ich verstehe, dass die übrigen Parteien nun auf uns einpreschen, da wir die Wahlsieger sind», erklärte FDP-Präsident Rudolf Lanz. «Jede Partei stellt doch ihre Ansprüche. Das können alle so handhaben, wie sie wollen.» Es sei alles halb so schlimm, versicherte er. Zur Verteilung der Kommissionssitze wurde eine zweite Sitzung vereinbart – vielleicht zeigten bis dahin einige Vertreter Einsicht, so Lanz. Namentlich spricht er die SVP an, die nach diesen Wahlen umdenken müsse. «Auch wir mussten uns in den vergangenen vier Jahren mit je einem Mitglied in den wichtigen Kommissionen begnügen.» Die SVP stelle zudem sowohl in der Finanz- wie auch in der Bau- und Planungskommission den Vorsteher. Das sei ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die Ruhe des Stadtschreibers

Roland Christen, Stadtrat und SVP-Präsident war zum Kommissionsknatsch nicht viel zu entlocken: «Man wird sich noch finden.» Rudolf Lanz zeigte sich für die zweite Sitzung am 3. Dezember optimistisch. Weniger positiv beurteilt Daniel Steiner die Lage: «Ich weiss nicht, wie gross die Bereitschaft der Parteien zu einem Konsens ist.» Er hoffe aber, dass bis zur zweiten Sitzung hinter den Kulissen an einer Lösung gearbeitet werde. Ansonsten befürchtet er einen Imageschaden für die Stadt, die vorerst ohne handlungsfähige Kommissionen dastehen würde.

Stadtschreiber Daniel Steiner ist hingegen noch nicht beunruhigt. Auch er setzt darauf, dass die Parteien nochmals miteinander reden und sich finden. Er sei lediglich Moderator der Sitzung und habe kein Entscheidungsrecht. «Noch sind die Alarmglocken nicht auf Rot», sagte der Stadtschreiber. Dennoch: «Es wäre ärgerlich, wenn das politische System Langenthals wegen eines Kommissionssitzes aufgehalten wird.»

VERTEILUNG KOMMISSIONSSITZE

Der Stadtrat wählt jeweils zu Beginn einer Legislatur die Mitglieder von sechs Kommissionen (siehe Tabelle). Zu verteilen sind 48 Sitze. Gewählt wird im Proporzverfahren, also aufgrund der Wähleranteile der Parteien in den Gemeindewahlen. Der Proporz gilt allerdings nur für die gesamte Sitzzahl und nicht für die einzelnen Kommissionen. In der neuen Legislatur (2009 bis 2012) werden die Kommissionssitze somit wie folgt verteilt: SP/GL 16; FDP/jll 14; SVP 11; EVP/glp 7. Gemäss Stadtschreiber Daniel Steiner unterbreitet die Verwaltung den Parteien jeweils einen Vorschlag zur Verteilung der Kommissionssitze. In einer Sitzung wird dann darüber diskutiert. Die Parteien seien nicht gezwungen, sich an den städtischen Vorschlag zu halten, so Steiner. Erzielen sie keine Einigung, wählt der Stadtrat die Kommissionsmitglieder ohne Vorschlag. «Dann wird es sehr kompliziert, weil während der Abstimmungen immer darauf geachtet werden muss, dass der Proporz eingehalten wird. Das ist fast nicht lösbar», erklärte der Stadtschreiber. Der Vorteil der frühzeitigen Einigung ist laut Steiner, dass die Parteien bereits vor der ersten Stadtratssitzung mit der Rekrutierung der geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten beginnen können. (TG)


SITZVERTEILUNG IN VOM STADTRAT GEWÄHLTEN KOMMISSIONEN (2005 – 2008)*

SP/GL SVP FDP/jll EVP

Bau- und Planungskommission (7 Mitglieder) 3 2 1 1

Finanzkommission (7 Mitglieder) 2 3 1 1

Sozialkommission (9 Mitglieder) 3 2 3 1

Geschäftsprüfungskommission (7 Mitglieder) 3 1 2 1

Kommission für öffentliche Sicherheit (9 Mitglieder) 3 3 2 1

Volksschulkommission (9 Mitglieder) 4 2 2 1

Total 18 13 11 6

*ohne Vertreter anderer Einwohnergemeinden


Wähleranteile in Prozent

2004 35,42 24,25 25,58 **12,35

2008 31,80 22,39 26,83 15,53

**ohne glp

Samstag, 22. November 2008

Favorit?

I weiss noni.

Stadtlauf Langenthal

Eiskalt dieses Jahr. Bin froh darf ich Medaillen verleihen und muss nicht durch's Zentrum rennen.

Freitag, 21. November 2008

Bilder sagen mehr als 1000 Worte.

Warum nur, begreifen das viele Hobby-Politiker und -innen einfach nicht?
Quelle: Berner Zeitung, Oberaargau, 20. November 2008

Dies sind Herr Muralt links und Herr Wüthrich rechts mit Bildern in der gestrigen Ausgabe der Berner Zeitung, die sie notabene selber haben auswählen dürfen. Beide wollen in Huttwil Gemeindepräsident werden. In der Auswahl der Bilder zeigt sich ein Klassenunterschied sondergleichen.

Herr Muralt zeigt sich auf seinem Bild auf dem Friedhof der Gemeinde, vor dem Massengrab ehhh... Gemeinschaftsgrab, zusammen mit einem Werkhofmitarbeiter mit betenden Händen. Er blickt auf ein Mäppli und scheint etwas zu erklären. Die Frisur gerät aus den Fugen. Was ist die Botschaft dieses Bildes?
Er erklärt auf dem Friedhof? Warum? Wieso hält sich der Gemeindearbeiter an den Händen? Muss er sich zurückhalten, damit er nicht tätig wird? Wieso nicht ein Bild, auf dem der Kandidat in die Kamera und zu den Lesenden blickt? Ein Präsident für alle. Und damit auch für die Toten? Wer als Politiker freiwillig eine solche Location für Wahlbilder bestimmt, ist entweder verlorener Anhänger der Gothic-Szene oder politisch wohl schon scheintot.

Ganz anders Herr Wüthrich. Er symbolisiert mit dem Bild die Eigenschaften, die er acuh textlich propagiert: Dynamisch, offen (in der Körperhaltung), freundlich, bereit, lebensbejahend und frisch. Er bleibt geerdet und hat Halt (siehe Hand). Er zeigt sich vor seinem künftigen Wirkungsort: dem Stadthaus mitten im Dorfkern Huttwils.

Widersprüchlicher könnten die Bildaussagen nicht sein. Auf der einen Seite der trauernde, vergangenheitsgewandte und herunterblickende Politiker. Auf der anderen Seite der offene, fröhliche und zukunftsorientierte Mann.

Man darf zumindest noch hoffen, dass Herr Muralt nicht auch noch einen Berater oder Fotografen für so eine Auswahl bezahlt hat. Meine Ratschläge wären günstiger. Ich wage mal zu behaupten nicht nur im Porte-Monnaie.

Möge der Bessere gewinnen: Adrian Wüthrich.

Donnerstag, 20. November 2008

Die Sitzung der langen Messer? Kommissionssitzverteilung

Heute Abend durfte ich einer Sitzung beiwohnen, die ich gerne gemisst hätte. Das Resultat ist nämlich niederschmetternd. 0. Das ist kein Vertippen. Das Resultat nach über eineinhalb Stunden war null.

Die Kommissionssitze werden in Langenthal nach dem Proporz unter den Fraktionen des Stadtrates verteilt. Das bedeutet: Jede Fraktion hat Anrecht auf eine bestimmte Anzahl Sitze, je nach Wahlresultat. Wohin, in welche Kommissionen diese aber verteilt werden, das ist Verhandlungssache zwischen den Parteien. Natürlich sollte der Proporz auch dort -nach meiner Ansicht und daher, dass dadurch der WählerInnenwillen befolgt wird - weitestgehend beachtet werden.

Im Empfinden der Politiker und Politikerinnen aus allen Fraktionen, die sich heute am Tisch nun also gegenübersassen, gab es unterschiedliche Wahrnehmungen in der Wichtigkeit der Kommissionen. Das trifft in der Realität auch zu, aber nie in dem Masse, wie sich heute Abend einige in die Sache hineinsteigerten, so dass am Ende - trotz langem Ringen - leider kein Kompromiss gefunden werden konnte.

Dass keine Lösung gefunden wurde, liegt massgeblich in der Tatsache, dass einige Personen gekommen sind, mit Ansprüchen, die ich - persönlich - für nicht statthaft halte. Schlussendlich drehte es sich darum, dass zwei grosse Parteien sich darüber nicht einig werden konnten, wer den Sitz in der einen Kommission nimmt oder gegenüber einem begehrteren Sitz in einer anderen Kommission. Es wurde zu aller Anfang fair diskutiert und hart verhandelt. Wir(SP/GL/JUSO) haben Hand gereicht für eine Lösung, wollen (wir verlieren 3 Sitze) aber nicht noch mehr Kompromisse eingehen, als das wir es schon haben - wollen zudem die Anspruch stellende - hauptsächlich besagte - Partei auch nicht in einer Vertretung von 43% (3 von 7 Sitzen) in ihrer Wunschkommission haben, da wir nicht goutieren, dass Geschäfte irgendeiner Kommission massgeblich aus einer Richtung "diktiert" werden - was nicht dem WählerInnenwillen entspricht.

Nun kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Berichtes, denn solche politischen Konflikte und Peinlichkeiten, wie auch persönlichen Angriffe gibt es ja oft und ich hüte mich immer absolut, solche Dinge hier breit zu schlagen, auch wenn sie durchaus leserwirksam wären, da der Blog nicht dazu da ist, den Leuten den Eindruck zu vermitteln, alles was sie in meiner Gegenwart sagen würden, fände dann hier Niederschlag. Das ist äusserst heikel.
In diesem Falle liegt mein Eindruck anders: Es ist von gesteigertem öffentlichen Interesse, dass alle Parteien zur Räson kommen. Denn:

- Vor vier Jahren hat man in Würde und Anstand eine Lösung gefunden, die für alle Parteien (es gibt immer Verluste auf einer Seite) tragbar waren.
- Heute Abend wurde zu stur und zu harsch gefordert - auch zu einseitig. Diskutiert wurde zuweilen gar sehr persönlich. Sowas wie heute, musste ich mir noch nie anhören... Zwei Fraktionen reichten einander und den anderen die Hand für eine Lösung. Diese wurde nicht nur abgelehnt, sondern fürwahr verweigert.
- Ebenso handelt es sich bei diesen Gesprächen nicht um eine Sitzung mit Stillschweigen und Amtsgeheimnis. Eine Veröffentlichung der für alle peinlichen Situation führt nun hoffentlich zur Besinnung, denn...

... mit diesem Verhalten blockieren sämtliche Parteien die Stadt Langenthal. Wenn es so weitergeht, verlieren wir ganze 2 Monate im nächsten Jahr, in welchen wir keine ordentlichen Geschäfte erledigen können, da der Stadtrat über die Sitzverteilung (bzw. die Wahl in die umstrittene Kommission) entscheiden muss und alle anderen Wahlen des Parlamentes dadurch auf die nächste Sitzung verschoben werden müssen.

Und das nur, weil nicht alle haben können, was sie sich wünschten. Ich bitte, dass wir in der nächsten Runde die Lösung gütlich finden. Zweifle, aber hoffe doch sehr, dass diese Zeilen dazu beitragen. Zum Wohle der Stadt.

Was hat meine Stadt mit einem Joghurt gemeinsam?

Ich gebe zu, das Zitat, welchem ich diese Frage ableitete, ist weder von mir, noch neu. Trotzdem sorgte sie an der STADTkulTOURstattPOLITIK Veranstaltung, welche ich für "meine" Politikerinnen und Politiker organisierte, für Heiterkeit. Wie auch der ganze Abend. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Ich bin einfach stolz und dankbar für alle Künstlerinnen und Künstler, welche an besagtem Abend auftraten. Danke euch nochmals vielmals.
Ach ja, die Antwort: Sowohl Langenthal wie auch ein Joghurt haben eine aktive und lebendige Kultur.

Bericht aus dem Langenthaler Tagblatt:
Da er so ausführlich ist, findet ihr den Text unter den Bildern nochmals. Er hatte im Original nicht auf dem Scanner Platz. ;-) Danke Tägu. Einzig die Überschrift finde ich verbesserungswürdig. Kultur ist nie Platzfüller für etwas.


Bericht der Berner Zeitung:

Stadtrat: Kultur mangels Traktanden

Die für den Montag vorgesehene Stadtratssitzung wurde mangels Traktanden abgesagt. Als «Kontrastprogramm» lud Stadtratspräsident Reto Müller zu einer kulturellen Tour durch die Stadt. Dabei lernten die Politiker, was Langenthal und ein Joghurt gemeinsam haben.

OLIVIER ANDRES, Langenthaler Tagblatt


«WAS HABEN LANGENTHAL und ein Joghurt gemeinsam?» – Mit dieser Frage leitet Stadtratspräsident Reto Müller (SP) die jüngste Zusammenkunft von Mitgliedern des Stadtparlaments ein. Nicht harte politische Auseinandersetzungen, Beschlüsse über Ausgaben oder die Behandlung von Vorstössen stehen dabei für einmal im Vordergrund. Denn diese scheinen dem Rat vorläufig ausgegangen zu sein. Mangels Traktanden wurde die auf den vergangenen Montag angesetzte Sitzung abgesagt – ein Novum, das laut Gaby Heiniger vom Präsidialamt zumindest in den letzten acht Jahren nicht vorgekommen war.

WÄHREND EINIGE Stadtparlamentarier den freien Abend zu Hause geniessen, folgt rund die Hälfte der Ratsmitglieder Müllers Einladung zu einem kulturellen Alternativprogramm. Sämtliche Fraktionen sind an der «STADTkulTOUR stattPOLITIK» vertreten – doch keine vollzählig. In gewohnter Umgebung – dem Stadtratssaal der «Alten Mühle» – aber ungewohnter Sitzordnung – sämtliche Parteien bunt durchmischt – startet der Abend. «Der Staat muss die Kultur fördern, genauso wie er die Müllabfuhr finanziert; das Theater ist die Müllabfuhr für die Seele», zitiert Müller den Theaterintendanten Hansgünther Heyme – und lanciert damit dennoch eine politische Botschaft an dem ansonsten unpolitischen Abend.

DASS LANGENTHAL – auch dank staatlicher Unterstützung – genau wie ein Joghurt über eine vielfältige und aktive Kultur verfügt, wird den Stadträten an diesem Abend dank dem Engagement vieler Kunst- und Kulturtätigen gezeigt. Den musikalischen Auftakt macht Michelle Hess. Die Saxofonistin spielt eine Fantasie von Georg Philipp Telemann sowie einen Tango von Astor Piazzolla, bevor sie fürs «Oberaargauer Lied» an Samuel Kuert auf dem Waldhorn übergibt.

DER PFARRER SEI für diesen Abend «umfunktioniert» worden, sagt Müller. Ursprünglich hatte Kuert den Auftrag, an der vorgesehenen Stadtratssitzung eine «parlamentarische Besinnung» durchzuführen, nun sorgt er als Stadtchronist an der «STADTkulTOUR» für «historische Blitzlichter». Nach seinem Vortrag wissen die Politiker nun, warum auf dem Hochwacht-Turm die Langenthaler Fahne weht und dass die Stadt im 19. Jahrhundert ein eigentliches Rütli, eine liberale freisinnige Hochburg der Schweiz darstellte. Ob dies nach den neusten Wahlergebnissen bald wieder so sein wird, lässt das Referat von Samuel Kuert offen.

UNTER DER FÜHRUNG von Sam Herrmann schickt Reto Müller die Stadträte in die Kälte der Nacht. Mehrere Male habe sie bereits an Stadtführungen teilgenommen, erzählt «Kulturministerin» Paula Schaub (EVP), doch immer wieder erfahre und entdecke sie etwas Neues. Den meisten Stadtratsmitgliedern dürfte es gleich gehen wie der Gemeinderätin, doch alle hängen sie an Herrmanns Lippen und lauschen, wie dieser von der Geschichte der Mühle, vom «Stopp-Lisi» «mit den Oberaargauer Hüften» und vom Mörder im Bärestöckli erzählt. «Dieser war halt Jurist und erhielt nach der ersten Verurteilung Aufschub» – über die entsprechenden Lacher konnten auch die anwesenden Rechtsgelehrten schmunzeln.



DURCH DIE MARKTGASSE und vorbei an der extra für diesen Anlass voll beleuchteten Kirche – «ich dachte, dies mache sich für den Besuch des Stadtrats noch gut» – führt Herrmann die Politiker zurück in die Wärme des Nyffeler Kellers. Ein heisser Glühwein, die Bilder von Reti Saks und das Violinkonzert von Andreas Kunz rüsten die Stadträte für die letzte Station der «STADTkulTOUR».

NACH DEM BESUCH der Ausstellung von Matthias Gabi und Einlagen von Knackeboul und «Kris vo Bärn» klingt die etwas andere Stadtratssitzung im Chrämerhuus mit Filmen der Gebrüder Heiniger aus. «Die Kunst und Kultur im Rat hoch halten» – dieses Ziel ist Reto Müller spätestens nach diesem Kulturprogramm vom Montag gelungen. Was die Stadträte davon in den politischen Alltag mitnehmen, wird sich zeigen. Denn selbst das beste Joghurt ist irgend einmal ausgelöffelt. Für die Langenthaler Stadtkultur sollte dies jedoch nicht gelten.

Mittwoch, 19. November 2008

Baby Woodrose im Chrämi

Baby Woodrose (DK) im Chrämerhuus Langenthal ist definitiv immer wieder die Steigerungsform von laut, genial und am geilsten. Uuuh that rocks. Auch am Mittwoch....

Wie komme ich als Partei an Geld?

Dies ist eine Hommage an meine Kommentatoren... es sind ja vor allem fast nur Männer... leider.
Ich danke euch vielmals für die angeregte Diskussion zum vorhergehenden Post. Super spannend und deshalb möchte ich eine neue Runde lancieren:

Ich möchte nochmals und vor allem meinen Standpunkt in Sachen SVP und Blocher darlegen und begründen, warum sich die SVP selbst in dieser Thematik so stur und irgendwie auch unbelehrbar anstellt.

Derjenige Mann - nennen wir ihn mal beiläufig Christoph - der deinen Verein Jahr für Jahr mit Millionen unterstützt hat, möchte gerne nochmals Chef werden. Du getraust dir aber nicht - aus Angst, dass er seine Liebe (Geld) und sein Engagement (Geld) dem Verein entziehen könnte - ihm dies direkt zu sagen, obwohl alle merken, dass er den Zenit längst überschritten hat und mittlerweile ein alter, grauer und doch auch vom System und der Schweizer Politik verbitterter Mann geworden ist.
Du hast zwei Möglichkeiten: Du sagst es ihm ins Gesicht und nimmst den Entzug in Kauf oder du machst es auf die feige Art und lässt andere über das Schicksal entscheiden, so dass du ihm dann sagen kannst:

"Christoph mir händ di alli wölle. Aber die andere böse Parteie händ di eifach verhinderet, wöll sie nid wend, dass de bescht und gschiidscht ad Macht chunt. Die wänd uf ihrer fuule Huut blibe ligge. Mir bruuche dis Gäld um üsere Politik au künftig zum Durchbruch z'verhälfe und i däm Bärn ufzruume."

Es fragt sich einfach, ob man alte und ev. leicht senile Männer und Frauen vor derartigen Legatschleichern, die einem den Himmel auf Erden versprechen, obwohl es ohne Aussicht ist, nicht per Gesetz schützen müsste.

Dienstag, 18. November 2008

Blocher: «Ich muss das jetzt machen»

So gesagt im Interview mit der Berner Zeitung und von mir nachgeblablat.
Er glänzt auch mit anderen Aussagen:
"Trauen Sie sich das Amt erneut zu?
Ich bin nicht sicher, ob ich in diesen schweren wirtschaftlichen Zeiten die schwierige Aufgabe, allein gegen sechs andere, erfüllen kann. Wir werden ja wahrscheinlich das VBS übernehmen müssen. Das ist eine Herkulesarbeit. Ich würde es jedoch machen. Die vier Jahre im Bundesrat ermutigen mich dazu. Ich habe einiges bewirkt, obwohl ich alleine war."

Das ist ein Affront, nicht nur seine Aussage, sondern sämtliche Bestrebungen so jemanden wieder in eine Kollegialbehörde einbinden zu wollen. Schiffbruch Steuerbord. Oder rechts davon.

Zudem finde ich es recht krass, dass man in Zürich hauptsächlich die Person möchte, welche zur Hetzkampagne gegen den bisherien VBS-Chef Bundesrat Samuel Schmid auch beigetragen hat. So könnten die unrühmlichen Dinge, welche hauptsächlich von der SVP Zürich gegen Samuel Schmid gesagt und getan wurden, also doch in ein erfolgreiches Mobbing münden. Darf das sein?
Nein.

STADTkulTOUR stattPOLITIK

Da heute Abend in Langenthal die Stadtratssitzung mangels Traktanden ausfiel, führte ich eine spezielle Sitzung durch. Eine Kultur-Tour durch Langenthal mit verschiedenen Stationen des hiesigen Kulturschaffens.

Sie war auch mit ein Grund, dass ich in letzter Zeit das Bloggen sträflich missachtete.
Der Abend war aus meiner Sicht schön, abwechslungs- und ereignisreich. Ich danke all jenen, die sich aus Stadt- und Gemeinderat, wie auch von kulturschaffender Seite diesem Wagnis stellten.

Mit dabei waren aktiv:
Michelle Hess (Saxophon)
Simon Kuert (Stadtchronist)
Samuel Herrmann (Stadtkulturführer)
Dänu Sägesser (BaltArt)
Reti Saks (Kunst aus Estland)
Carmen Mebes (Nyffeler-Keller)
Andreas Kunz (Violonist)
Matthias Gabi (Bilder)
Dave Kohler (Literarisches)
Markus und Stephan Heiniger (Film)

Als Gäste durften wir zudem begrüssen:
Klaus Stauffer (Tanz)
Christoph Hauri (Malerei)
wie auch VertreterInnen von Kulturinstitutionen Langenthals und allerlei Teilnehmende aus Gemeinde- und Stadtrat.

Danke, dass ihr dabei ward. Danke, für die Kultur und das Leben in Langenthal. Ich war sonderbar nervös und nun bin ich sehr erleichtert. Es war ein schöner Abend für mich. Ich hoffe, dass die Begegnung zwischen Kultur und Politik fruchtet. Auch über diesen Abend hinaus.

Sonntag, 16. November 2008

Oppsition - Medien - Härte - alles Posse

Die SVP müsse wieder in den Bundesrat eingebunden werden, hört man nun vielerorts und aus vielen Mündern. Es sei wichtig, dass sie sich wieder als Regierungspartei sehe und den Kurs der Schweiz mittrage. Doch: Liebi Froue u Manne. Was hat sich denn verändert seit die SVP Oppositionspartei ist?

Nichts. Die SVP war auch vertreten mit o, einem halben, eineinhalb oder 2 Bundesräten immer dieselbe Partei. Sie scherte sich oft kaum darum, was ihre Bundesräte wollten. Sie dachte meist nicht daran, wirklich Regierungspartei zu sein. Und deshalb war der Wechsel von der sogenannten Regierungspartei SVP, zur Oppositionspartei SVP auch nicht spürbar.

Es spielt somit keine Rolle für die Schweizer Politik, aus welcher Partei man nun in den Bundesrat wählt, wichtiger ist vielmehr, wen man in den Bundesrat wählt. Er oder sie muss befähigt sein, die Probleme im VBS zu lösen. Ebenso hat es unser Schweizer Sport verdient, von einer charismatischen und aktiven Person vertreten zu werden. Über allem steht aber die Fähigkeit die Konkordanzregierung mitzutragen und zu stützen, anstatt sie zu spalten und zeitweise praktisch oder faktisch zu hintergehen.

Wen halte ich hier für fähig? Viele Politikerinnen und Politiker. Gerade in der Wahl von Frau Widmer-Schlumpf hat das Parlament bewiesen, dass es ausgesprochenes Fingerspitzengefühl hat, fähige Personen - auch weitab des eigenen Lagers - zu erkennen und zu ernennen.
Was die bisher portieren Namen Erich Hess, Caspar Baader, Adrian Amstutz, Ueli Maurer, Christoph Blocher betrifft, bin ich da eher skeptisch, dass sie meine Anforderungen erfüllen können. Dann doch wohl am ehesten noch Bruno Zuppiger. Wenn's denn SVP sein muss, was aus meiner Sicht wirklich nicht zwingend nötig ist.

Was den Frontalangriff des Bundesrats auf die Medien in den heutigen Sonntagspostillen - sie hätten zu hart berichtet - betrifft, kann ich wirklich auch nicht ganz verstehen. Ich denke die Politik muss damit zurecht kommen. Allzu oft nutzt sie die Medien zu ihren eigenen Gunsten und Gutdünken aus, als dass sie sich nun darüber zu beklagen hat, dass es in derselben Strenge in die andere Richtung ausschlägt. Wenn mehr Sachlichkeit gefordert sein soll, dann will ich die Homestorys über PolitikerInnen künftig nicht mehr sehen. Und da müssten einige über ihren Schatten springen und bei Anfrage auf solches verzichten.

schon wieder Volleyball

NLB Damen. Langenthal - Fribourg.

Samstag, 15. November 2008

Charakter bewiesen...

hat auf jeden Fall die ganze Mannschaft. 3:2 gewonnen. War wieder mal schön.
So ein fast politfreies Weekend auch.

Auszeit

Timeout mit der SP Leitung... ;-)
Tiefsinniges & Politisches kann man auch an langweiligen Regentagen bloggen...

Donnerstag, 13. November 2008

Mittwoch, 12. November 2008

Solarprojekt

Heute Abend war ich in einem revolutionären Dorf als Gast geladen. Wenn die realisieren können, was sie vorhaben, dann: "Hut ab. Chapeau.".
Ich kann wirklich nicht all zu sehr ins Detail gehen, da sie mit der Sache noch nicht wirklich öffentlich gegangen sind. Ich habe ihnen das "Going Public" nun sehr ans Herz gelegt. Denn die grossartige Idee hat einen Haken. Noch keinen Käufer.

Erstaunt und überrascht war ich von der grossen Initiative, welche die Versammlung an den Tag legte. Wir wollen das versuchen, obwohl es uns selbst nicht direkt etwas bringt und eigentlich nur der Umwelt hilft. Doch aber auch niemandem direkt schadet oder viel kostet, wenn er oder sie es nicht will.

Ich merke, dass ich aufhören muss, da es nichts bringt, hier weiterhin in Rätseln zu sprechen. Aber ich wollte bloggen, um meine grosse Freude über die Sache und meinen Respekt für diese Menschen und die Idee offen zu legen.

Galle raus, Sämi weg, SVP drin?

Es war ein hartes Jahr für Bundesrat Samuel Schmid. Ohne Frage. Da verwirft er es sich dermassen mit seiner eigenen Partei, dass ihm schlussendlich sprichwörtlich die Galle hochkommt, welche nun sehr wahrscheinlich und trotz Entnahme mit ein Grund für den Rücktritt bildet.

Auch abgesehen vom politischen Parteiengeplänkel:
Lässt man das Sämi Schmid'sche Jahr passieren und beginnt man sämtliche Geschichten über die Armee aufzulisten, sieht man sich mit lauter Problemen konfrontiert.
Armee versagt in der Logistik.
Armee stürzt von der Jungfrau.
Armee hat zu viele kaputte Fahrzeuge und Flieger.
Armee geht in der Kander unter.
Armee kämpft gegen Zecken.
Armeechef mit seiner Ex.
Armeechef mit seiner Ex.
Armeechef mit seiner Ex.
Armee speist im Asbest.
Armee schickt 70 Rekruten heim.
Armee kriegt das Budget nicht.

Nun, da es sich scheinbar für ihn eher wieder zum Guten zu wenden schien (Teilerfolg in der SiK gestern betreffend Rüstungsprogramm), kündigt er heute den Rücktritt an.

Sämi die Wundertüte. Nicht von gestern, auch wenn man das auf seiner Homepage meinen könnte. Gestern sagte er nämlich noch, er sehe keinen Grund mehr zurückzutreten, heute tut er es. Wohl weil es keinen Grund mehr gibt, zurückzutreten? Wer weiss. Vielleicht wird der Bericht über Armeechef Nef, welcher Ende Monat veröffentlicht wird, erneut Gründe an den Tag bringen, vielleicht hat er aber einfach auch genug vom Ganzen und will sich nun seiner Familie und seiner Gesundheit widmen.

Wie dem auch sei, hat natürlich das KandidatInnenkarussell nicht schon heute zu drehen begonnen, sondern bereits vor über einem Monat, als doch wahrhaftig einige in der SVP Fraktion nochmals den abgew. Bundesrat (sprich Altbundesrat) Blocher hatten auf den Schild heben wollen. Worin man in solch heftigen innerfraktionellen Weichschnä.... Dummschnä.... -streit ausbrach, dass man sich einigte, noch niemanden zu portieren, bis Sämi zurücktritt. Was dann zu Aussagen des Toni B.'s heute führte, dass jedes Mitglied der SVP nun in Frage käme. Sein Tagesschaugrinsen brannte sich mir ein, wobei ich nun heftigst versuche, die Augen nicht mehr zu verschliessen...

Aus meiner Sicht will ich der SVP gerne Folgendes mitteilen:
Tut das doch. Stellt Blocher als Kandidaten auf!

Dann wird endlich CVP-Schwaller Bundesrat oder die Grüne Franziska Teuscher Bundesrätin.

Sämi Schmid zurückgetreten!

Erklärung des Bundesrates

Bern, 12.11.2008 -

Der Bundesrat hat vom Entscheid Samuel Schmids, auf den 31. Dezember 2008 zurückzutreten, Kenntnis genommen.

Bundesrat Schmid hat seit seiner Wahl in die Landesregierung das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport geführt.

Während seiner Amtszeit hat er - im Einvernehmen mit Bundesrat und Parlament - die Institution Armee dem international veränderten politischen Umfeld wie auch den neuen Bedrohungsformen angepasst. Er hat dies in einer Phase bewerkstelligt, da sich einschneidende Kürzungen des Bundeshaushalts gerade auch auf die Armee erheblich ausgewirkt haben.

Als Sportminister hat Samuel Schmid nicht zuletzt auch die Gesamtverantwortung für die Organisation der EURO 2008 gehabt. Dank der dabei getroffenen Massnahmen verlief dieser höchst bedeutende Anlass ohne Probleme und in einem Geist der Freundschaft.

Der Bundesrat bedauert den Rücktritt von Samuel Schmid, der als loyaler Kollege immer darauf bedacht war und ist, ausgewogene Lösungen anzustreben. Er dankt seinem Kollegen schon jetzt für sein grosses Engagement im Dienste von Land und Volk.

Herausgeber:

Bundeskanzlei
Internet: http://www.bk.admin.ch
Hier die Rede von Samuel Schmid von heute Morgen: http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/documentation/news/news_detail.22767.nsb.html

Montag, 10. November 2008

Blogger bloggen. Würden sie es besser lassen?

Man kann sich schon fragen, weshalb es Menschen gibt, die sich die Mühe machen, hier und andernorts immer Internet immer wieder ihre Spuren zu hinterlassen und ihre Meinung aller Welt kund zu tun und das, obwohl sie sich danach nahbar und je länger, je angreifbarer machen.

Blogger.

Ich werde mich nicht bemühen, den von David Bauer mit seinem Sonntagszeitungsartikel über Bla-Bla-Blogger lancierten offenen Schlagabtausch hier wiederzugeben oder zu kommentieren. Meine Meinungsspuren habe ich in Kommentaren in Artikeln zum entsprechenden Thema längst andernorts hinterlassen. Aber ich muss schon sagen, dass es groteske Züge annimmt, was sich die Sonntagszeitung im offenen Streit mit Bundesrat Moritz Leuenberger im Moment leistet und diesem Fragen stellt, die man einem Bundesrat eigentlich aus Anstand nicht stellen sollte. Meine Theorie: Durch seinen Blog wird er nahbarer als andere Bundesräte. Und daher fragt die Sonntagszeitung auch unverfroren, ob er Radio Energy den Stecker zog, weil ihn Roman Kilchsperger scheinbar mal als schwulsten Hetero bezeichnete. Wobei sich Bundesrat Leuenberger dann in seiner Richtigstellung zur Frage im Blog, die er scheinbar nicht beantworten wollte und laut neuerlichen Behauptungen der Sonntagszeitung damit durch ihn selbst zensiert worden sei, dann im Kommentar auch mit dem Vorwurf eines Homosexuellen konfrontiert sieht, dass es keine Schande sei, diese Frage zu beantworten und er mit dem Nichtbeantwortenwollens Homosexuelle diskriminiere.

Tja. Fragt man sich dann. Wäre es nicht besser einfach nichts zu sagen?

Man könnte sowohl verhindern, dass man plötzlich zwischen die Fronten der konventionellen Holz- und der neuen Internetmedien gerät. Wie auch, dass man sich im Blog als Person, wie auch mit der eigenen Meinung vor Kommentaren zu rechtfertigen hat.

Trotz- oder gerade wegen all dem bin ich überzeugt, dass Blogger eine Existenzberechtigung haben und dass es gut ist, dass man seine Meinung kund tut und diese auch gegenüber ungerechtfertigten Angriffen verteidigt. Ich versuche schon gar keine drohende Adaption in die Politik zu machen.... Ich möchte meiner Leserschaft aber danken: Dafür, dass sie eine Existenzberechtigung meiner Meinung im Medium Internet durch ihre Besuche und meines Blogs in den Kommentaren zum letzten Post öffentlich gemacht hat. Wie auch anderen Bloggern, welche dieses Portal als gutes Beispiel nennen - auch wenn sie sich vielleicht täuschen mögen... danke auf alle Fälle.

Das ist Rekord. 6 Kommentare auf 2-3 Sätze meinerseits und das nur wegen eines anonymen Schwätzers. Danke. Wir (Blogger) machen weiter und wie schon oft betont, auch wenn das, was ich hier oder andere schreiben, niemanden interessieren sollte. Who cares. ;-)

Wochenende. - Welches Wochenende?

Je älter ich werde, desto kürzer erscheint mir das Wochenende.

;-)
Guten Morgen, Montag. Hallo Welt. Yes, we can.

Samstag, 8. November 2008

Quo vadis? Mit 30 Jahren in der Politik.

Heute Morgen Sitzung in Bern... ja... samstags.... morgens... tja.

Grundsätzlich diskutierten wir darüber ob und wie es mit bestimmten Untergruppen eines Verbandes weitergehen solle. Bisher war das nicht klar, da einige Gruppen nicht mehr besonders aktiv waren. Als Präsident einer solchen Untergruppe im Oberaargau, weiss ich nun nach heute definitiv, dass auch dort Arbeit auf mich wartet.

Bedeutet auch, wenn ich das Ratspräsidium Ende Jahr abgebe, wird einiges Neues und Altes auf mich warten, das erledigt werden will. Ich werde nicht in ein Loch fallen....

Ein wenig bedaure ich schon, dass ich das Präsidium abgebe. Ich habe diese "Marke" in "meinem" Jahr auch ein wenig gepflegt und gelebt. Aber wie mit so vielem im Leben, man gibt diesen Kelch weiter. Und das ist auch gut so.

Heute habe ich folgendes Gratulationsschreiben erhalten:
"Die Wahlen sind nun schon 2 Wochen vorbei, die Wogen haben sich gelegt und es ist wieder etwas ruhiger geworden in Langenthal. Nun ist es an der Zeit dir zu deiner glänzender Wiederwahl in den Stadtrat zu gratulieren.
Bin sicher, dass wir in Langenthal von deiner langjährigen Erfahrungen in der Politik profitieren."
Ich habe mich sehr gefreut und dann ein wenig gestockt: Kann man mit dreissig Jahren schon eine langjährige Erfahrung in der Politik haben... in meiner Rechnung kam ich auf 8 politische Kommissionsjahre, wovon 6 bereits im Stadtrat Langenthals. Wie die Zeit vergeht.... Ja, scheinbar kann man schon von einer gewissen langjährigen Erfahrung sprechen. Irgendwie hab' ich das nie so gerechnet. Unter politischer Erfahrung verstand ich meist Menschen mit grauen oder keinen Haaren und einer Statur, welche in Breite und Form von zahlreichen Sitzungen geprägt ist.

Beim Blick aus dem Fenster Berns, wo Unterschriften gesammelt wurden für die GSOA-Anti-Flugi-Kampa und Flyer für eine Flexibilisierung der AHV dachte ich mir schon auch.... quo vadis, Reto? So weiter? Oder anders?

Freitag, 7. November 2008

Ich schwimme. Du nicht. Religion in Badehosen.

Das Bundesgericht hat nun schweizweit geltend beschlossen, dass auch streng muslimisch erzogene Kinder den Schwimmunterricht besuchen müssen.
Es stellt somit erstmals das Bildungsrecht über die Religionsfreiheit und handelt damit nach meiner Ansicht richtig.

Es ist ein heikles Thema. Zumal man als nicht wirklicher Kenner des Korans und grossmehrheitlicher Agnostiker im christlichen Glauben eventuell gewisse Grundsätze missachtet. Und trotzdem denke ich, dass es in der Schweiz absolut wichtig ist und über vielen anderen Gütern steht, dass man in erster Linie dieselben Möglichkeiten und dieselbe Bildung erfährt, wie alle anderen Menschen, die in diesem Land leben.

Daher finde ich es auch richtig, dass alle Schwimmen lernen, dass alle zum Beispiel Sexualkundeunterricht haben, dass alle in Klassenlager dürfen und dass alle einen Beruf erlernen können. Ich bin ein Verfechter einer individuellen Schule, die aber das Ziel verfolgt eine gleich hohe Bildung und gleiche Chancen für alle Bewohnenden der Schweiz anzustreben, ebenso wie ich dafür einstehe, dass Religion in die heutige Zeit übertragen werden muss, um gelebt werden zu können. Wir haben nicht mehr dieselben Um- und Missstände wie im Mittelalter oder davor, somit müssen wir auch nicht 1:1 nach den Regeln derselben Zeiten mehr leben.

Die Zeiten der Aufklärung, des Humanismus, sind nicht spurlos an der Gesellschaft und am Staat vorübergegangen, sondern haben bleibende und geltende Veränderung in Recht und System erschaffen, das mehr oder weniger der heutigen modernen Auffassung entspricht. Daher sollten diese Auswirkungen und Erkenntnisse auch an der Religion und deren Auslegung erkennbar sein.

Ich hoffe auf Toleranz. Im Interesse der Kinder.

Donnerstag, 6. November 2008

Blogger müde...

Die Wahlnacht hat Spuren hinterlassen... ebenso der Abend für Abend volle Terminkalender in dieser Woche.
Zeit für ein Schaumbad. Zeit um ein gemütliches Feuerchen anzuzünden, das ich hiermit der Bloggergemeinde stifte:



Ich weiss. Nur virtuell. Die Bilder sind übrigens von der 1. August Feier 2007 in Roggwil. Insgesamt eine Spielerei mit verschiedenen iProgrammen. Ich wünsche euch allen gute Erholung.

Mittwoch, 5. November 2008

Obama - Gedanken eines Lokalpolitikers


Ich habe mich heute Morgen, als ich um 7 Uhr den Fernseher wieder einschaltete, nachdem er nebenher so oder so fast die halbe Nacht lief, echt gefreut.
"Change."
Ja, Senator Obama hat auch in mir die Hoffnung geweckt, dass er derjenige sein könnte, welcher in diesen United States of Amerika einen Wechsel herbeibringen könnte. Vielleicht auch herbeibringen muss.
"United."
Natürlich kamen mir nicht gleich die Tränen, wie Jesse Jackson oder vielen anderen, welche man in der bewegenden, äusserst präsidialen, grossen Rede von Barack Obama in Chicago eingeblendet erhielt und die einem einen kleinen Eindruck des grossen Gefühls geben konnten, wie bedeutend diese Wahl insbesondere für Afro-AmerikanerInnen ist. Den Glanz und die ganze Beliebtheit, welche ihm in grossem Masse mit diesem historischen Erfolg nun zu Teil wurde, wird er bestimmt auf Grund der schwerwiegenden Probleme, die ihm unter anderem durch die Bush-Regierung zu verdanken sind und er anzupacken und im amerikanischen Volk durchzubringen hat, eines Teils verlieren. Hätte ich mich (ohne mich mit einem Mann seines Kalibers auf eine Stufe begeben zu wollen) freiwillig - auch wenn das Amt mit Ruhm und Ehre bekleckert ist - in so eine schwierige Situation gebracht? Chapeau. Vor Obama und McCain, dass sie die Herausforderung angenommen haben und diesen Wahlkampf bestritten.
"Hope."
Auf der anderen Seite, welcher Person nebst Obama hätte man sonst zugetraut, dass er es schaffen könnte? Dass er dieses Amerika einen wird, dass er die wirtschaftlichen Probleme und die grossen Umweltsünden dieser Vereinigten Staaten zu lösen beginnt und einen politischen Internationalismus prägen wird, welcher nicht von Feindbildern und Terrorismus durchdrungen ist...
"Believe."
Ich glaube und dies nicht, weil er gewisse messianische Einflüsse durch und in seiner charisamtischen Art und Rhetorik besitzt, dass die Welt - wie sie heute ist - dringend eine Veränderung braucht. Wir stehen weltpolitisch längst nicht dort, wo wir sein müssten. Die Russen installieren Kurzstreckenraketen in Kaliningrad, weil die USA planen, ein Abwehrsystem für Langstreckenreakten in Polen zu stationieren. Verrückt, oder? Klingt ähnlich dem Rasseln des Kalten Krieges. Umwelt- und Menschenrechte werden vielerorts immer noch mit Füssen getreten und so lange wir uns in Europa, Nordamerika und anderen Industrienationen mit den Auswirkungen der Finanzkrise zu beschäftigen haben, können wir unser Augenmerk nicht auf andere Dinge lenken, die unbedingt auch unserer Aufmerksamkeit bedurften.
"We'll see."
Vielleicht ist es auch ausgesprochen naiv von mir, in dieser kleinen Stadt im Mittelländchen, knapp oberhalb des Nabels der Schweiz, mitten in der Nacht zu hoffen, dass der Weltfrieden und eine -verbesserung für alle Menschen der Welt von einer Person abhängig seien. Ist es nämlich nicht. Kann es nicht sein. Aber wenn wir alle etwas dafür tun, uns weiter engagieren und Frieden und Wohlstand für alle in der Welt wollen, so könnte die Utopie doch durchaus gelingen. Auch wenn ich - wie der Name schon sagt - von dieser Sicht nicht 100% überzeugt bin, was den Realismus betrifft. Doch wo wir uns bestimmt einig sind, ist, dass es so, wie in den letzten Jahren ja wohl nicht weitergehen kann. Ich glaube an das Gute im Menschen und ich glaube an die Zukunft.
"Yes, we can."

Yes, we can!

Thank you.

Alles ist gesagt: Ich übergebe das Wort einer amerikanischen Bloggerin Lynn Sweet.

oder ihm:

Dienstag, 4. November 2008

Wie sag' ich's meinem Kinde? Das amerikanische Wahlsystem.

Wie erkläre ich meinen Schülerinnen und Schülern einfach, was heute Nacht Weltpolitisches in den USA abgeht. Natürlich habe ich ein ganzes Dossier zusammengestellt, das sie in einer Art Webquest mit Hilfe des Internets erarbeiten. Sehr wichtige Hilfen waren hierbei Lehrfilme auf Youtube, wie auch die Spiegelseite Deutschlands mit folgenden Teilen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,578359,00.html
http://www.spiegel.de/flash/0,5532,18762,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,574746,00.html
http://www.spiegel.de/flash/0,5532,18715,00.html

Letztere fiktive Wahlmaschine ist noch interessant. Bei mir schwingt ein Kandidat mit 12 gegen 5 Stimmen obenaus. Ich sage nicht, welcher der beiden Obamas es ist...

Ich habe mir auch überlegt, ob ich auch so einen Film in den "Lehrgang" einbauen sollte:



Da es aber mit dem Sarkasmus so eine schwierige Sache ist, liess ich es gerne sein. Bei meiner Recherche bin ich übrigens auch auf folgendes Lehrfilmchen gestossen:



Darf und will ich natürlich nicht einsetzen. Aber es entlockte mir schon mehr als nur ein Schmunzeln.

Montag, 3. November 2008

Tänzer auf verschiedenen Hochzeiten

"Du, schreib doch mal über die Eröffnung des Chrämerhuus, das lokale Thema des Sommers.", fand sich in den Kommentaren.
"Du, schreib doch mal wieder was über's Volleyball.", hiess es von einem jungen Herrn, welcher in derselben Mannschaft spielt, wie ich.
"Wie weit bist du eigentlich mit den Wahlanalysen?", wurde ich heute von einem JUSO aus Basel via Facebook-Chat gefragt.

Aber erst einmal der Reihe nach. Reto M. ist ein Tänzer auf verschiedenen Hochzeiten. Seine Zeit wird nach den Kriterien 1. Beruf, 2. Politik, 3. Freizeit eingeteilt. Dies nicht immer zu Ungunsten seiner selbst, aber doch auch oft. Manchmal gelingt es der Musik oder anderen Nettigkeiten des Lebens auf Rang 2 oder gar 1 vorzustossen. Grundsätzlich gilt aber die Liste.

Leider war es ihm deshalb auch nicht möglich, dass er der gesamten Chrämi-Eröffnung beiwohnen konnte. Seine Präsenz am Wochenende war - durch Volleymatch und private Einladungen sehr lückenhaft. Was gesagt werden kann: Die Renovation ist geglückt. Das Chrämi hat seinen Charme nicht verloren, aber es ist heller, offener und klarer. Das Essen schmeckt vorzüglich. Er wird das Thema bestimmt noch einmal differenzierter aufgreifen.

Heute Abend war er zuerst im Volleyballtraining der 3. Mannschaft des VBC Langenthals, dessen Vizepräsident er ja "by the way" auch ist. Es hat geschmerzt. Am Ende fühlten sich die Muskeln schwammig an und die Beine eierten beim Gehen nur so vor sich hin.
Dem nicht genug, stattete Herr Stadtratspräsident nach dem Training noch einen Besuch beim überparteilichen Podium zur AHV-Initiative in der alten Mühle zu Langentahl ab und die 2 Bierchen im Anschluss taten seinem Gehen nicht wirklich viel Gutes zu.

Schlussendlich die Wahlanalysen. Seite 15 im Moment. Nicht alles ist veröffentlichbar. Vieles bleibt intern. Heute hat er sich - Dani Bochslers Analysen sei Dank - auch tiefergehend mit den Panaschierstimmen auseinandergesetzt und leider festgestellt, dass der Anteil an Stimmen, welche von der SP an andere Parteien vergeben wurden, im Vergleich zur Gesamtzahl der Stimmenzahl und der Wahlen 2004 von 14% auf rund 18% gestiegen sind... Gründe dafür könnten viele sein... vielleicht spielt auch die vorkumulierte Liste eine Rolle.

Und schlussendlich liess er sich auch wieder auf eine Spielerei ein... er nahm seine Stimmen - ohne die unveränderten Listenstimmen der SP - und erstellte sich ein Diagramm, wie er sein müsste, nach dem Profil seiner Wählenden:

Das Resultat:


... ein Tänzer auf verschiedenen (Partei-)Hochzeiten. Etwas weniger krass ist es übrigens, wenn man sämtliche Listenstimmen der SP hinzunimmt. Dann nimmt der Anteil der SP auf 81% zu.

Spielereien... und bevor ich weiterhin in der dritten Person von mir selbst spreche, gehe ich doch besser mal Schlafen...

Wahlwerbung - Don't vote? - Vote!

Um mich dem momentanen Klischee gewisser Printjournaillen gänzlich zu unterwerfen, übe auch ich mich etwas im Bla-Bla-Blogging und verbreite weiter, was ich gesehen und gehört habe. Nämlich bei Clemens aus Wien - via Chliitierchnübler drauf gekommen... von wegen deren 5 ernst zu nehmende.... pffff...

Diesbezüglich wird man aber auch durch "normale" Medien verwöhnt und muss sich als Blogger desse nicht schämen. Ohne Abschreibservices wie SDA oder AP wären unsere Zeitungen ja auch alle halb leer.

Das ist mal eine Wahlwerbung, die sich sehen lassen kann. Überall kämpfen Politisierende um eine höhere Stimmbeteiligung. In Langenthal beteiligte sich nur die erbärmliche Minderheit von 36% der Stimmberechtigten an den Wahlen. Das Aufgebot an Hollywoodstars ist also durchaus berechtigt. Mein Puls für Barack Obama steigt...

Sonntag, 2. November 2008

Die beliebtesten Politiker

... schrieb das Langenthaler Tagblatt am letzten Samstag, 1. November, auf eine ganze Seite ihrer Zeitung zum Thema Panaschier-Statistik der Stadtwahlen in Langenthal. Ich bin somit nicht der einzige mit grosser Freude an Zahlen und Statistiken nach den Wahlen.

Obwohl die Überschrift anders vermuten lässt. Das Podium der beliebtesten Politiker wird ausschliesslich von Frauen belegt. 1. Nadine Masshardt SP/JUSO, 2. Paula Schaub EVP, 3. Laura Baumgartner SP/JUSO.

Vierter und damit beliebtester (männlicher) Politiker bei den Wahlen 2008: Reto Müller SP/JUSO...

Nun. Die Panaschier-Statistik beschreibt ja nur, wie beliebt man bei Wählenden anderer Parteien ist. Ob das wirklich ein Kriterium ist? Da Nadine und ich ja auch innerhalb der SP massiv gepunktet haben und mit Laura Baumgartner die ersten Plätze der internen Liste belegen, mag Ausdruck dafür sein, dass wir in den letzten 4 Jahren mit der JUSO und der SP einiges in und um Langenthal geleistet haben. Ich nehme mir das auf jeden Fall mal so vor und lasse mir den inoffiziellen (männlichen) Titel nicht zu Kopf steigen....

zumal ich meinen Spitzenplatz bestimmt in erster Linie dem Stadtratspräsidium mitzuverdanken habe, das ich Ende Jahr in die Hände der EVP übergeben werde.

Hier die Top-30 aus dem Tägu (fett = gewählt; * = auch in den Gemeinderat gewählt):

DIE HITLISTE DER LANGENTHALER STADTRÄTE
Rang Name Partei Index

1 Nadine Masshardt SP 33.66

2 Paula Schaub* EVP 32.66

3 Laura Baumgartner* SP 28.08

4 Reto Müller SP 27.32

5 Christine Bobst* jll 26.79

6 Luzia Bossard GL 25.97

7 Aysel Güler SP 25.55

8 Christoph Stäger GLP 24.42

9 Kurt Blatter* SP 23.88

10 Pierre Masson SP 22.76

11 Patric Oppong jll 21.92

12 Mirko Hegi jll 21.67

13 Markus Gfeller FDP 20.70

14 Richard Bobst FDP 19.86

15 Rolf Bär* FDP 19.69

16 Daniel Steiner EVP 19.24

17 Hanspeter von Flüe SP 18.02

18 Anna Aeberhard GL 17.88

19 Stefanie Loser SP 17.57

20 Fritz Fiechter SP 17.52

21 Pascal Dietrich jll 17.08

22 Franz Flückiger SVP 16.49

23 Armin Flükiger SVP 16.39

24 Nathalie Scheibli SP 16.00

25 Beatrice Greber SP 15.69

26 Daniel Rüegger EVP 15.46

27 Karin Rickli GL 15.23

28 Michèle Rentsch EVP 14.81

29 Samuel Köhli SP 14.63

30 Urs Masshardt SP 14.60

Wer es genauer haben möchte:
Bericht aus dem Langenthaler Tagblatt, Samstag, 1. November 2008:

Die beliebtesten Politiker

Panaschier-Statistik Angeführt wird das Stadtratsranking von drei Frauen

Die Analyse der Panaschierstatistik zeigt, welche Politiker auch über die Parteigrenzen hinweg beliebt sind. Die Podestplätze gehen an Nadine Masshardt (SP), Paula Schaub (EVP) und Laura Baumgartner (SP).

OLIVIER ANDRES

Die absolute Beliebtheit von Politikern ist schwer zu bestimmen. Einen Ansatz dazu liefern Auswertungen von Panaschierstatistiken. Denn je öfter ein Name auf Listen anderer Parteien auftaucht, desto beliebter ist die entsprechende Person auch über die Parteigrenzen hinweg. Von der Möglichkeit des Panaschierens wurde anlässlich der Stadtratswahlen vom letzten Wochenende rege Gebrauch gemacht. Knapp eine von fünf Stimmen war eine Panaschierstimme – die Stadtratswahlen waren somit nicht nur Parteien- sondern zu einem grossen Teil auch Personenwahlen.

Panaschierkönigin Masshardt

Für diese Zeitung berechnete der Politologe Daniel Bochsler von der Universität Zürich eine Hitliste der beliebtesten Politiker (siehe Kasten rechts). Angeführt wird diese von Nadine Masshardt (SP). Die Plätze zwei und drei gehen an Paula Schaub (EVP) und Laura Baumgartner (SP). Mit Reto Müller (SP) belegt der erste Mann Rang 4, und Christine Bobst (jll) liegt als beliebteste Bürgerliche auf Platz 5.

Betrachtet man das Panaschierverhalten innerhalb der beiden politischen Blöcke, ergibt sich folgendes Bild: Im «rechten» Lager (SVP, FDP, jll, EDU, Pnos) liegen mit Christine Bobst, Mirko Hegi und Patric Oppong drei Vertreter der Jungliberalen vorne, die beliebteste Politikerin des «linken» Lagers liegt mit Paula Schaub auf Platz 11. Unter den links politisierenden Parteien (SP, EVP, jevp, GL, glp) bleibt Nadine Masshardt die Panaschierkönigin. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Reto Müller sowie Aysel Güler (SP); Christine Bobst auf Rang 23 ist die beliebteste Bürgerliche. Diese Abfolge überrascht kaum, werden doch die meisten Panaschierstimmen gemäss Daniel Bochsler innerhalb der politischen Lager vergeben (siehe Nachgefragt).

Würde die überparteiliche Popularität als einziges Kriterium für die Wahl in den Stadtrat berücksichtigt, so sähe dessen personelle Zusammensetzung anders aus. Werden die sechs, auch für den Stadtrat kandidierenden gewählten Gemeinderäte nicht gezählt, so könnten sich ebenfalls Pascal Dietrich (jll), Karin Rickli (GL), Matthias Wüthrich (GL), Therese Grädel (SP) und Stefan Ryser (SP) über einen Sitz im Stadtparlament freuen. Nicht geschafft hätten es dagegen Willi Lanz (SVP), Robert Kummer (FDP), Timotheus Winzenried (Pnos), Rudolf Lanz (FDP) und Anita Steiner (EVP). Die Kräfteverhältnisse präsentierten sich wie folgt: 13 SP, 8 SVP, 7 FDP, 4 GL, 3 jll, 3 EVP und 2 glp.

Interessant wird es, wenn ein Politiker dank Stimmen von fremden Parteilisten gewählt worden ist, von den eigenen Anhängern aber nicht gewählt worden wäre. Innerhalb der SP würde dieses Los ausgerechnet Präsidentin Nathalie Scheibli treffen. Parteiintern belegt sie Platz 14 der Beliebtheitsliste und hätte somit den Einzug in den Stadtrat verpasst. Stefan Ryser auf Rang 6 dagegen hätte die Wiederwahl geschafft. Ähnlich verhält es sich bei Willi Lanz: Parteiintern hätte der SVP-Politiker den Sitz verfehlt und Albert Schaller wäre wiedergewählt worden.

SVP-Politiker bei Pnos beliebt

Der umgekehrte Fall kann bei Rudolf Lanz, dem Parteipräsidenten der FDP beobachtet werden. Bei sämtlichen anderen Parteien (ausser den jll) liegt Lanz auf der Beliebtheitsskala teils weit zurück, erst die Stimmen auf veränderten Listen mit FDP-Bezeichnung verhalfen ihm zum Stadtratssitz. Dass Pascal Dietrich parteiintern mehr Panaschierstimmen erzielte als der Bisherige Patric Oppong, nützte dem jll-Präsidenten dagegen nichts. Dank den Stimmen der anderen Parteien ging das Stadtratsamt an Oppong.

Nur für die EDU-Wähler gehörte Timotheus Winzenried zu den 40 beliebtesten Politikern. Bei der SVP rangiert der Pnos-Mann knapp, bei den übrigen Parteien deutlich unter «ferner liefen». Von allen Stimmen auf veränderten Pnos-Listen gingen 78 an Winzenried. Oft auf Pnos-Listen panaschiert wurden die SVP-Politiker Patrick Freudiger, Franz Flückiger und Armin Flükiger. Der unter Pnos-Wählern beliebteste FDP-Vertreter war Rolf Baer, und Kurt Blatter holte von allen SP-Politikern am meisten Pnos-Stimmen.

Samstag, 1. November 2008

Reti Saks - Ausstellung in Langenthal

Wahnsinnig schön & berührend, was Daniel uns da mit seiner Galerie BaltArt wieder nach Langenthal in den Nyffeler-Keller geholt hat. Estnische Kunst von einer Frau namens Reti Saks. Filigran, verletzlich, verständlich, faszinierend. Als Druck, in Bleistift oder Bronze. Kommt zu Besuch. www.baltart.ch