Freitag, 30. Mai 2008

Bloggen über's Weekend

Wenn überhaupt werde ich an diesem Wochenende wohl vor allem hier bloggen. Danke für euer Verständnis.

Openair-Weekend

Damit wir vor der Euro 08 durch sind, haben wir unser Openair auf das kommende Wochenende vorverschoben. Nun hoffe ich einfach, dass das Wetter hält.

SF Meteo sagt vieldeutig: "Am Samstag teils sonnig mit Schauern bei 22 °C."Das dementsprechende Bild dazu zeigt Sonne, grosse Wolken, Regen und Blitze. Also alles ausser Schnee ist zu erwarten. Hmmm.... so viel könnte ich auch voraussagen.

Nun gut. Eine Wahl haben wir nicht. Werbung ist lanciert. Bands werden da sein und hoffentlich BesucherInnen auch.
Der Bus ist auf alle Fälle bereits wieder (hälftig) beladen.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Sie bringt's auf den Punkt.

Denke ich mir jedes Mal, wenn ich bei ihr auf dem Blog die Dinge erspähe, welche sie ständig in Zeitschriften oder im Netz entdeckt. Grosse Klasse.
Fantastisch fand ich auch den folgenden Wettbewerb:

Finde den Fehler:Und immer wieder merke ich dann, wenn ich wie heute Abend in anderen Blogs unterwegs bin, dass ich meine Blogroll aktualisieren sollte. Nun. Ich werde das bestimmt vor dem nächsten Blgmndybrn tun, denn sonst werden die Leut' dort dann mal ausschliessen. Final Countdown.....

Jagd auf RaucherInnen

Also ich bin ja Nichtraucher. Aber ich versteh' trotzdem nicht ganz, warum man gewisse Menschen mit einer genüsslichen Neigung zu Zigarren und Zigaretten derart verfolgt und man sie per Schock von ihrem Laster wegbringen will, zumal sie verdankenswerterweise durch ihr Verhalten den Steuern und der AHV massiv dienen (und den Krankenkassen leider schaden).
Quelle: 20min

Wann beginnen wir endlich Kleber von Unfallopfern auf unseren Autos anzubringen?
Oder Feinstaub-Asthma-Lungen auf die Tanksäulen zu kleben?
oder usw.

Gewisse Dinge finde ich politisch einfach unverhältnismässig aufgezogen. Auf der einen Seite Vollgas auf der anderen Seite Hemmschuh. Je nach Grösse der Benutzergruppe.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Langenthals Aldi


Nun. Von aussen sieht er sehr schön aus. Ich glaube, dank dem Umbau eines bestehenden Gebäudes wurden wir vom gewohnten Satteldach der Aldis und Lidls verschont. Das ist schon mal geglückt. Ob ich aber Kunde werde, in einem Geschäft, das nicht den Ruf hat gerade pfleglich und sozial mit seinen Arbeitnehmenden umzugehen, ziehe ich stark in Zweifel. Eventuell wird dann für einmal der "Gwunder" obsiegen, aber mehr als das?
War Aldi nicht derjenige mit den Menstruationsstirnbändern in Ostländern?
Auf so eine doofe Idee kann fast nur ein Mann kommen...

Dienstag, 27. Mai 2008

Würden Sie diesen Mann wählen?


Gut. Es ist nämlich mein offizielles Wahlfoto.

Montag, 26. Mai 2008

To blog or not to blog. Über den Mangel an Zeit.

Geneigten Lesenden mag es bestimmt schon aufgefallen sein, dass ich in den letzten Tagen meinen gewohnten 1-Blog-Tages-Rhythmus unterbrochen habe und "nur" noch alle 2 Tage hier schreibe. Nicht etwa, weil mir die Lust vergangen wäre. Nein. Es ist einzig und allein der Überfluss an Zeitmangel, welcher mich am Schreieben hindert. In Gedanken überschäumt es mich mit Ideen und Inhalten, welche ich hier noch publizieren möchte, doch haben im Moment andere Dinge Vorrang. Wie zum Beispiel das Ding hier:
Gemeinsam mit einer Jugendlichen bin ich für die Werbung verantwortlich...
Es wird aber bestimmt wieder toll. Meine wärmste Empfehlung für nächsten Samstag. Ab Morgen ist ja auch endlich wieder Sommer.
Heute schrieb ich nun den Medien und das dürft ihr unten auch lesen - insofern ihr mehr über den Anlass wissen wollt - (huch, wie lehrerhaft doch Letzteres klingt.). Zudem klingt das alles wiederum so, als wäre ich der "Siebensiech". To blog or not to blog??? Blog! Wenn ich mir schon die Zeit dazu nahm. ;-)
Also bis Samstag.

Werte Medienarbeitende

Am nächsten Samstag, 31. Mai 2008, findet in Bützberg zum vierten Mal das B-Openair statt. Wiederum fällt das Openair, das von Jugendlichen für Jugendliche mit der Unterstützung von Erwachsenen aus den Vereinen ToKJO (Trägerverein offene Kinder- und Jugendarbeit Oberaargau) und JzTB (Trägerverein Jugendzentrum Thunstetten-Bützberg) organisiert wird, durch die originelle Zusammenarbeit des Organisationskomitees auf. Alle Ressorts sind auch in diesem Jahr paritätisch mit einem Jugendlichen und einem Erwachsenen besetzt. Zudem werden auch in diesem Jahr musikalisch auf der Bühne, beim Auf- und Abbau, wie auch hinter den Theken und Tresen zahlreiche Kinder und Jugendliche gemäss ihren Kräften arbeiten und sich verwirklichen können. Dies ist unsere Auffassung von konkreter Jugendarbeit.

Musik
Die Jugend hat sich musisch im Organisationskomitee durchgesetzt. Das B-Openair wird 2008 bekannte Bands bieten und vor allem Hip-Hop Musik die Bühne erobern. Dass die Jugendlichen einen immer grösseren Einfluss auf das Programm und die Durchführung des Openairs nehmen, ist mehr als gewünscht und war auch immer ein Ziel dieser speziellen Form Jugendarbeit, welche der Trägerverein Jugendzentrum Thunstetten-Bützberg (www.jztb.ch) als B-Openair nun bereits zum vierten Mal stattfinden lässt. Zum zweiten Mal in der Organisation vertreten ist auch die regionale Jugendarbeit von ToKJO (www.tokjo.ch).
Die schweizweit bekannten Berner Rapper von Wurzel 5 und der weit über unsere Region bekannte Knackeboul (David Kohler aus Langenthal) werden als Hauptacts Thunstetten-Bützberg mit ihren Beats und Rhymes beben lassen.
Hinzu kommen als Vorgruppen die Nachwuchsbands und Zukunftshoffnungen AiB & Schpöugruppe, Foxy Moustache, Aikenzz, ebenso wie die bewährten Einsätze der Schülerbands aus Thunstetten-Bützberg, Önz und Langenthal. Das B-Openair soll – auch wenn es in diesem Jahr grösser wird und bekanntere Namen zu später Zeit die Bühne erklimmen, vor allem auch eins bleiben: Eine Möglichkeit zum Auftritt vor einem Publikum für jugendliche Nachwuchs- und Schülerbands aus der Region.

Neu: Shuttlebus (Mit der Bitte um Publikation).
Um die Jugendlichen sicher nach Bützberg ins Byfang-Areal zu bringen, bieten wir in diesem Jahr einen Shuttlebus für Gruppen an.
Der Bus steht um 19 Uhr zur Abfahrt nach Bützberg in Aarwangen beim Parkplatz des Gemeindehauses. 19.30 Uhr in Herzogenbuchsee am Bahnhof. Und um 20.15 Uhr in Langenthal beim Bahnhof. (Gohl-Reisebus mit B-Openair-Plakaten).
Zurück fährt der Bus gemäss den Wünschen der anwesenden Gruppen (ab 5 Personen) von Jugendlichen auf Routen in die angrenzenden Dörfer der näheren Region. Es wird uns ein Anliegen sein, möglichst viele Jugendliche sicher nach Hause zu bringen.
Wer genauere Infos möchte oder eine Rückfahrt vormerken will, meldet sich unter beeep oder beeepbeeep@mac.com ;-) bei Reto Müller.

Wir freuen uns auch in diesem Jahr auf einen tollen, gemütlichen Anlass der Jugendarbeit JzTB und ToKJO bei schönem Wetter und guter Stimmung und würden uns über einen Vorbericht und Ihre Openair-Berichterstattung sehr freuen.

B-Openair 2008 im Zeichen feinsten Hip-Hops.
Sie sind herzlich eingeladen.
Freundliche Grüsse,

Fabienne Zingg und Reto Müller
(Ressort Werbung)

Weitere Auskünfte erteilt:
Ressort Präsidium:
XY und YZ

Gestern: Umzug


KathrinB., bekannt aus diversen Blogkommentaren, zog gestern um.
Wiederum verlor ich eine tolle Person aus Langenthal an den grössten Schweizer Moloch...

Samstag, 24. Mai 2008

Offiziell: SP Langenthal hat nominiert

Gestern Abend in meiner Lieblingsbeiz und meinem liebsten Kulturverein hat die SP Langenthal nun also die Katze aus dem Sack gelassen. Ich bin Gemeinderatskandidat!

Gut, gut. Für regelmässige Leserinnen und Leser dieser meiner Gedanken (Blog) mag das nicht überraschend sein. Und für alle Politinteressierten wohl auch nicht, denn wo soll der Müller nach seinem Jahr als höchster Langenthaler bloss hin? Einige mögen sicher denken: Zurück in den Stadtrat. Andere mich vielleicht gar ins Pefferland wünschen. Doch immer grösser wird auch der Zuspruch jener Gruppe, welche mich gerne mit exekutiven Mächten und Pflichten ausstatten würde. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Ich fühle mich bereit.

Mit mir kandidieren die Kolleginnen und Kollegen: Laura Baumgartner (bisher), Kurt Blatter (bisher), Aysel Güler, Stefanie Loser, Urs Masshardt und Monika Nützi. Ich darf zu Recht behaupten, dass es eine starke Truppe ist. 6 von 7 im Stadt- oder Gemeinderat. 7 von 7 stadtbekannt. 7 von 7 sehr engagiert.

Mehr zu reden wird wohl unsere Nomination in den 40-köpfigen Stadtrat geben. Als grösste Partei Langenthals mit 13 Mandaten im Stadtrat, treten wir mit einer vorkulumierten 20er Liste an. Erstmals. Das mag auf den ersten Blick risikohaft erscheinen, doch muss Folgendes gesagt sein. Die Liste liest sich dadurch, dass 11 Bisherige wieder kandidieren, ebenso wie auch die 2 Gemeinderäte als Stimmensammler drauf sind, zusätzlich dann noch 7 stadtbekannte Personen wie das Who-is-Who (der sozialdemokratischen Partei) Langenthals. Das ist die SP Langenthal. Dieses Mal sind keine Gefälligkeitskandidierende oder Halbherzkandidaturen vertreten. Ob des Anblicks des Engagements oder Bekanntheitsgrades gewisser Neukandidierenden zittert man fast um den eigenen stadträtlichen Sitz. Und das ist auch gut so. So wird unser Wahlkampf vorangetrieben werden und alle setzen sich für ein gutes Abschneiden der Partei ein.

Lieber eine kompetente und starke 20er Liste, als eine erkrampfte "Kreti-Bleti"-40er Liste. Irgendwann muss man den Schritt wagen. Wir tun es in diesem Jahr.

Donnerstag, 22. Mai 2008

kindliche Reaktionen

Obwohl man erwachsen ist, gibt es Situationen, in denen man sich trotz fortschreitenden Alters immer noch kindlich verhält.

Ich finde das soziologisch einerseits problematisch, aber andererseits völlig natürlich und interessant. Niemand kann verleugnen, woher er kam. Wir waren alle Kind. Oder kann jemand behaupten, dass er / sie sich stets rational und bewusst verhält?

Mittwoch, 21. Mai 2008

gfs.bern: Meinungsumschwung hin zu 3x Nein

So was habe ich bewusst noch nie erlebt. Meinungsumschwünge in der Grössenordnung, wie wir sie nun zwischen der ersten SRG Umfrage vor rund 1 Monat betreffend der Abstimmungen vom 1. Juni erleben und denjenigen, die das gfs.bern in diesen Tagen veröffentlichte.

Es zeichnet sich nun ein dreifaches Nein ab, das natürlich meinem Geschmack entspräche.

56% der Befragten sprechen sich nun gegen die Vorlage "Für demokratische Einbürgerungen" aus. Nur noch 33% sind dafür. 11% unentschlossen.
In der krassen ersten Umfrage sah das Ganze noch ziemlich anders aus. Damals sprachen sich 48% für ein Ja aus.
Ebenso ein extremer Meinungsumschwung bei der Krankenkassenabstimmung. 45% sind dagegen. 39% sagen Ja. 16% sind unentschieden. Vor einem Monat waren nur 18% dagegen. Ein deutlicher Meinungsumschwung auch hier.

Nicht signigikant verändert hat sich die Meinung zur "Behördenpropagandainitiative". Dort sind 60% dagegen und 26% dafür, wobei sich 14% noch eine Meinung bilden wollen.

Es lohnt sich, Aufklärung zu betreiben. Ein Merci für die Daten ans gfs.
Doch der Einsatz für ein dreifaches Nein ist noch nicht zu Ende.

Deshalb:

Dienstag, 20. Mai 2008

Stadtratssitzung Langenthal - Teil 3 - 2008

Nun. Es war einerseits amüsant und/aber auch wiederum erschreckend ermüdend. Gestern als ich nach Hause kam, hatte ich echt das Gefühl, voll auf den Hund gekommen zu sein.... wenn man das so überhaupt ausdrücken kann.... ich war einfach müde.
Es war einfach wieder einmal ein bisschen viel auf einmal in den letzten Tagen. Aber wenn ich bei meinen Kolleginnen und Kollegen frage, dann geht es ihnen ähnlich oder gleich. Momentan stehen wieder einmal Tage, nein: Wochen an, in denen fast ausschliesslich jeder Abend mit einer Sitzung belegt ist. Aber ich will mich nicht beklagen. Es ist alles freiwillig....

Und man lernt auch immer wieder Dinge hinzu.

Seit gestern Abend kenne ich nun den Unterschied zwischen einer Natriumquarzdampflampe und einer Hochdruckquecksilberlampe bei Strassenbeleuchtungen. Und etwas wird mir noch in Erinnerung bleiben: Es gab gestern eine unheilige Teppichallianz (keine Angst, es ist kein Filzteppich). Die SVP und die SP/GFL waren nach 16 Jahren Gebrauch für eine Erneuerung der Teppiche im Verwaltungsgebäude, die EVP und FdP/jll dagegen - bzw. wollten sie nur die verbrauchten Teppiche austauschen und die guten Teile noch behalten.

Wie dem auch sei. Wir haben beschlossen neue Teppiche anzuschaffen. Wow. ;-)
Es wird aber bestimmt auch wieder Sitzungen geben, in welchen Bewegenderes debattiert und beschlossen wird.

Hier noch die Ratssplitter aus dem Langenthaler Tagblatt:

© Berner Rundschau / MLZ; 20.05.2008; Seite 1

.Langenthal

Ratssplitter

«Ich übergebe das Wort an Professor Doktor Reto Steiner.»
Reto Müller, Stadtratspräsident (SP), gratulierte dem Präsidenten der Geschäftsprüfungskommission damit zu seinem neuen Titel. Steiner gab aber zu verstehen, dass Müller die Bezeichnungen gerne weglassen könne.

«Ist das ein typischer Vorstoss, wenn man zwei Titel vor dem Namen stehen hat?»
Reto Steiner (evp) merkte selber, dass sein Postulat zur Einführung des integrierten Aufgaben- und Finanzplanes nicht für jedermann ganz so einfach zu verstehen ist.

«Das Arbeiten in aufgeräumten Büros steigert die Effizienz.»
Samuel Köhlis (sp) Votum zum Investitionskredit für neue Teppiche in der Stadtverwaltung.

«Die Medien werden morgen sicher darüber berichten, falls wir hier drin dicke Luft gehabt haben.»
Sagte Reto Müller, nachdem sich gezeigt hatte, dass die lokalen Medien nur wenig Interesse an einer Publikation der Luftqualitätswerte in der Stadt Langenthal haben.

«Die ist wenigstens nicht pädophil.»
Murmelte Beatrice Lüthi (FDP), nachdem Reto Müller gefragt hatte, warum auf dem Fussgängerzone-Schild in der Marktgasse kein Mann zu sehen sei.

«Die Kosten könnten klar gesenkt werden, wenn es weniger Leute mit wenig Hirn geben würde.»
Werner Meyer, Gemeinderat (FDP), hat eine eigene Theorie, wie die Sicherheitskosten bei SCL-Matches tief gehalten werden könnten.

«Wir haben aus Gutmütigkeit beschlossen, das Postulat als erheblich zu erklären.»
Franz Flückiger, zeigte, dass seine SVP manchmal auch eine weiche Seite haben kann.


Sonntag, 18. Mai 2008

Biodiversität im Oberaargau


Heute war ich am Apéro des Biodiversitätstages in Roggwil.
Hmm... Apfelsaft. Danke für den toll organisierten, äusserst sinnvollen Anlass.
Leider konnte ich den 4km-Rundgang im Anschluss nicht mitmachen, da ich um 11 Uhr bereits eine nächste Sitzung (Einrad-Meeting) hatte...
....es sah bestimmt so aus, als würde der Müller nur rasch sein Gesicht zeigen und dann nicht Wandern wollen. So wie die Politiker halt sind....
Egal. Ich werde auch künftig versuchen, wenn ich eingeladen bin, zu erscheinen - auch wenn es dann nur 30 Minuten sind. Zudem: Mich danach zu richten, mich so zu verhalten, wie andere denken könnten, habe ich schon längst aufgehört.

Samstag, 17. Mai 2008

Tue Busse und sprich darüber...

Nach dem Rundgang zur Eröffnung der Langenthaler Gewerbeausstellung (GALA) sprach mich der Präsident der städtischen SVP direkt auf einen Blogeintrag an. Und ich war erstens wiederum erstaunt, wer hier alles liest und zweitens, welche Wirkung das hier Stehende bei den Menschen haben kann - nicht zwangsläufig haben muss - denn so viel Einfluss messe ich meinem Tun - weder politisch, noch bloggend - zu. Ich realisierte, dass einige Menschen das hier Geschriebene ernster auffassen, als es von mir schreibenderweise (manchmal) gemeint ist.

In einem Anflug von Heiterkeit fragte ich damals hier:
Gestern Abend fand ich in meinem Briefkasten einen Umschlag der SVP Langenthal. Fein säuberlich mit Schreibmaschine angeschrieben und unfrankiert in meinen Briefkasten gelassen. Was mag das wohl sein? Ein verspätetes Gratulationsschreiben?
Und es waren eben ihre Wahlaussagen 2008. Das Gratulationschreiben traf ein oder zwei Tage später ein und worauf mich der Präsident gestern ansprach und bei mir in einem Anflug von kaltem Schweissausbruch auf der Stirn endete, war:
Ich habe (bis heute) hier nicht richtig gestellt, dass das Gratulationsschreiben der SVP Langenthal bei mir noch eintraf - da legen sie grossen Wert drauf, was ich auch herzlich und anerkennend verdanke - und er machte mich darauf aufmerksam, dass ich mich noch nicht beim Vorstand der SVP Langenthal bedankt habe. Ich geriet ins Hirnen... habe ich das wirklich nicht getan? Ich hatte doch bei der Bader AG Kärtchen geholt und diese an die zahlreichen Gratulanten versandt...
doch - begleitet durch einen weiteren Schub Schweiss auf meiner Stirn - ich hatte die Dankeskarten vor dem Eintreffen des Schreibens der SVP versandt (meine Wahl erfolgte ja Mitte Dezember) und die Pendenz bereits für erledigt erklärt.

Das entschuldigt mein Vergessen aber nicht. Und ich verstehe und danke ihm auch, dass er, der Präsident der SVP Langenthal, mich direkt und anständig auf den Fehler aufmerksam machte. Wenn ich - auch nur am Rande jemanden leicht hier im Blog auf die Schippe nehme - so mag es dann keinen Dank einfach überhaupt nicht leiden. Ich habe auf menschlicher Ebene und lokalpolitisch nämlich mit keinem und keiner aus der SVP ein Problem. Wir sind immer fair, anständig, sachlich und freundschaftlich miteinander umgegangen. Und ich bin mir sicher, dass dies auch künftig so bleibt.

Mein Vergessen sei hiermit in einem ersten Teil zu entschuldigen. Ich danke der SVP Langenthal für die Gratulation und ihren Beitrag zur fortlaufenden Entwicklung der Stadt Langenthal.

Tue Busse und sprich darüber...
auch in meinem Blog.

Freitag, 16. Mai 2008

Euro-Slang

Heute: Englisch-Wordlist-Test:

Translate:
German - English:

wunderbar = wunderfoul

Sollte man dies nun aus euro-euphorischen Gründen auch richtig zählen?

Donnerstag, 15. Mai 2008

Transparenz bei der Parteienfinanzierung

Der Regierungsrat unterstützt einen Vorstoss zweier Grossrätinnen und eines Grossrats im Kanton Bern, die Finanzierung der Parteien jährlich einmal - hauptsächlich bezüglich Wahlen und Abstimmungen - offen zu legen. Die dadurch gebotene Transparenz hinsichtlich Interessenbindungen, welche Parteien, aber auch Personen eingehen, könnte für die Stimmbürgerschaft ein "wahreres" Gesicht der politischen Macht zeigen, als dies bisher üblich war. Der Vorstoss und die Antwort des Regierungsrates sind wahrlich löblich.
Ich unterstütze den Vorstoss daher nicht bloss, weil eine meiner Lieblingsgrossrätinnen daran beteiligt ist...

Möglich sind aber auch zwei Szenarien, die aus meiner Sicht nicht begrüssenswert wären:
a) Parteifinanzierungsskandale à la Deutschland. Die Justiz ermittelt in Spendengeldaffären mindestens jährlich seit der Ära Kohl und der Affäre um die damaligen Spendengelder an die CDU. Viele Gelder die in Deutschland gesprochen werden, tauchen sehr wahrscheinlich nie in den Statistiken auf. Wenn der Geldgeber und der Empfänger kein Interesse an einem Nachweis haben, so ist dieser nur schwerlich zu erbringen....
b) Wahlkampfspenden à la USA (falls wir das nicht so oder so schon haben..). Amerikansiche Politik ist (gänzlich) gekauft. Ich weiss, dass dies eine krasse Aussage ist, aber: Wer an die Macht kommen will, muss - sei er/sie jetzt Republikaner oder Demokrat - so viele Spendengelder aquirieren, wie nur möglich. Millionenbeträge. Diese werden selbstverständlich im amerikanischen System offen gelegt und gelten als Selbstverständlichkeit des Wahlsystems. Das ist eigentlich korrekt, auch wenn wir uns als Aussenstehende dann fragen, weshalb im Irak-Konflikt stetig Halliburton mit Lieferungen zum Zug kommt. Die Frage bleibt indes offen, wie viele Interessenbindungen man eingehen kann, um dann noch frei, demokratisch und loyal dem Volke, das einen wählt, verpflichtet zu sein.

Und genau Letzteres ist die Krux an der Sache. Wobei die SP (leider) nichts zu fürchten hat, denn sie finanziert sich ausschliesslich über die Mitglieder- und die obligaten Bundesbeiträge...

Mittwoch, 14. Mai 2008

Bloggen um des Bloggens willen?

392 Blogeinträge und dreiviertel Jahre später, suchte ich heute Abend auf Blogs, die ich gerne lese, nach Gründen, weshalb Mann und Frau bloggen. Ich fand keine übereinstimmende Antwort. Weshalb bloggt man?
Aus....
Informationsmitteilungsbedürfnis?
Schreibbedürfnis?
Exhibitionismus?
Geltungsdrang?
Neumedienjunkiebefriedigung?
.....
...
..
.

Sagt's mir sonst, wenn ihr es wisst. Ich bin noch nicht sicher...
auch bei mir selbst nicht.

Dienstag, 13. Mai 2008

Abendprogramm

Während sich das Thermometer stündlich überbietet, sich die Badeanstalt in meinen Gedanken füllt und füllt, jedermann und -frau auf das Beachvolleyfeld drängt und sich ein gutes Spielchen ans andere reiht....., darf ich den heutigen Abend in der Geschäftsprüfungskommission und in der Fraktion verbringen.

Ich freue mich.

Unter anderem heutiges Thema: "Ersatz der Teppichbeläge im Verwaltungszentrum."
Hoffentlich gibt's Barfuss-Tastproben....

Einbürgern am Stammtisch?


Montag, 12. Mai 2008

Langete Tröpfli

Langenthaler Tagblatt / Berner Rundschau von vorgestern:
Es ist an der Zeit, es einmal zuzugeben: Auch Käru greift ab und zu in die blauen Boxen und bedient sich bei der Littering-Presse. Denn dort steht einiges, was Käru im Tägu so nicht liest. Am Dienstag wurde etwa Langenthals Stadtpräsident Reto Müller in einer solchen Postille zu einem stadtbewegenden Vorfall zitiert. – «Moment einmal», fragen sich nun wohl einige, «weiss der Käru nicht einmal, wer der Langenthaler Stapi ist?» – Um es vorweg zu nehmen: Natürlich ist Käru als Langenthaler Urgestein über die personelle Situation in der hiesigen Politik bestens im Bild – nicht jedoch alle Schreiberlinge der Gratiszeitungen. Wie ist es sonst zu erklären, dass Stadtratspräsi Müller vom höchsten Langenthaler zum Chef der Stadtregierung gemacht wird? Oder handelt es sich dabei um einen Vorboten der Gemeindewahlen?
Käru, offen und ehrlich
Zählt das jetzt schon zum Wahlkampf? Oder nicht. ;-)

Freitag, 9. Mai 2008

Stadtratspräsident oder Stadtpräsident oder so...

Nun, da die Besucher von einschlägigen Rechtsseiten weniger werden und auch das allgemeine Interesse sinkt, darf ich noch eine kurze, amüsante Replik auf die 20-Minuten-Banana-Story bringen.
20 Minuten online hat in meinem Zusammenhang richtigerweise vom Stadtratspräsidenten gesprochen. Ich bin ja Vorsitzender der 40-köpfigen Legislative (Parlament) Langenthals. In der gekürzten Print-Version von 20 Minuten Schweiz am kommenden Tag, war ich dann (steil befördert) bereits Stadtpräsident. Stapi ist aber bei uns im Kanton Bern (ich weiss, dass es in Zürich genau dasselbe wäre) der Präsident des 7-köpfigen Gemeinderates, der Exekutive.
Auf alle Fälle erreichten mich Glückwünsche und halbe Entschuldigungen - dass sie meine Wahl nicht mitkriegten, aus Basel - Zürich, Luzern, Bern und Port b. Biel, per Email, SMS und auch Telefon. Meine Lieben, lasst es mich hier sagen:

"Ich danke euch, aber das war eine Zeitungsente."
Viele haben's natürlich bemerkt. Schmunzeln musste ich zum Beispiel ob dieser SMS:
"Gratuliere! Die gröschti Zytig vor Schwiz het erkennt, wär dr wahr Stadtpräsi
vo Langete isch ;-)"
Aber lasst mir die Kirche im Dorf.... bzw. haben wir ja mehr als eine Kirche. Denn: Stadtpräsident in Langenthal wird wohl nie mehr ein Sozialdemokrat. Und wohl auch nie mehr ein Lehrer. Das hatten wir alles schon...


Bild: 20Min Printversion von letztem Dienstag.

Reto Müller - Die Unverwechselbarkeit eines Namens

Heute: Anruf einer Lokalredaktion:

"Grüessech Herr Müuer. I sueche fürnes Interview öper, wo am GP vo Bärn mitmacht und i ha im Internet gsuecht u öie Name uf der Startlischte gfunge."
-
"U dir. Das cha nid si. I ha die ganz Wuche bi langenthal.bewegt mitgmacht. I go nid o no a GP."
-
"Da steit aber Reto Müller, Langenthal, Jahrgang 1980."
-
"Das isch mi Namensvetter. I ha Jahrgang 1978."
-
"Achso. De gits zwe Reto Müller in Langenthal?"
-
"Ja. Und ganz e Huufe verteilt idr Schwiiz."
-
"Ahhh... isch no schad."

Es ist nicht das erste Mal, dass wir verwechselt werden. Einmal sandte das Steueramt ihm gar meine Rechnung. Auf Grund der AHV Nummer hatte er dann aber (leider) bemerkt, dass es nichtseine Rechnungwar...

Was lernen wir aus ersterer Geschichte... um noch mehr Medienpräsenz zu generieren, müsste ich wohl an alle(n) Anlässe(n) rennen.
"Nei, danke."

Donnerstag, 8. Mai 2008

Heute: Regeneration von langenthal.bewegt


Nachdem es mich gestern beim Inline-Skating überhobelt hatte - mein Kopf wollte nach rechts, meine Skates gingen nach rechts, mein Körper aber immer noch gerade aus - habe ich heute einen Langenthal.bewegt-Ruhetag eingelegt. Ich bin auf meine Bewegungsminuten lediglich im Stadion Hard Essen gegangen. Das musste für heute reichen, zumal ich in der Nacht, als ich um halb Zwei aufwachte, echt glaubte, dass das Handgelenk gebrochen sei - Schmerz, Schwindel.... heute fühlt es sich wieder relativ gut an.
Morgen ist der Abschluss und unsere sportlichen Partnerstadt-Gegner aus Brig-Glis & Naters sind uns ja auch nur knapp 100'000 Minuten voraus. Das holen wir uns noch, wenn jede/r Langenthaler/in morgen Freitag in etwa 20 Minuten Sport treibt. Eigentlich wäre das doch kein Problem. Oder?

Mittwoch, 7. Mai 2008

Street Soccer in der Berner Zeitung

Man könnte fast meinen, ich könne speziell gut Fussball spielen....
Trugschluss. Und mein heutiger Muskelkater ob erquicklichen 14 Minuten tschüttelen, ist auch nicht zu verachten.
By the way: Hopp YB!

Bericht aus der heutigen BZ:

Promis auf dem Streetsoccer-Feld

Strassenfussball der Lokalprominenz: Gestern Abend kickten auf dem Wuhrplatz Plauschteams gegeneinander. Lehrer, Politiker, Pfarrer und Journalisten lieferten sich spannende Partien. Die BZ schlug den «Tägu » 8:6.

Fussballminuten für «Langenthal bewegt»: Gestern Abend ging auf dem Wuhrplatz das Spass- und Promiturnier im Rahmen des Städteduells über die Bühne. Auf dem Streetsoccer-Feld hinter dem Chrämerhuus lieferten Teams aus Politikern, Lehrern, Vereinsvorständen oder Journalisten hart umkämpfte Spiele.

Die Schulmeister dominierten ihre Hauswarte klar und gewannen mit 10:1. Im Politikermatch – laut Speaker Marcel Hammel das «fairste Spiel des Abends» – half der SP auch der höchste Langenthaler Reto Müller nichts. Die EVP – mit Gemeinderätin Paula Schaub – besiegte die Genossen mit 6:1 Toren.

Alles andere als klar war die Ausgangslage des Spiels «Langenthaler Tagblatt» gegen «Berner Zeitung». Die beiden Jurni-Teams schenkten sich nichts. Der «Tägu» ging zwar mit 1:0 in Führung, kurz darauf hiess es schon 1:2 für die BZ. Manche Bälle wurden hoch übers Ziel geschossen, andere exakt im Tor platziert. Meist war die BZ in Führung, oft glichen die Tagblättler wieder aus. Bis zum Stand von 5:5. Wenige Sekunden vor Schluss hiess es 7:6 für die BZ, das Unentschieden lag in der Luft. Dann machte die BZ mit ihrem 8:6 klar, wer in Langenthal den Ton angibt

hrh/rbl

Die Spiele: Lehrer–Hauswarte 10:6. EVP–SP 6:1, Tägu–BZ 6:8. Witschi–Unihockeyclub 2:4. Reformierte Kirche–Tägu 4:5. Vorstand LV–Vorstand ULA 3:7.

Die Maitanne ist wieder da!

Gefunden. Immerhin können wir vorerst mal etwas von der Vermisstenanzeige streichen.

Bericht des Langenthaler Tagblattes von heute:

Es war doch nur ein Bubenstreich

Aufatmen bei der SP Langenthal: Die am vergangenen Donnerstag anlässlich der 1.-Maifeier aufgestellte und am Wochenende verschwundene geschmückte Maitanne ist gestern wieder zum Vorschein gekommen. Am Rande des Street Soccer Promi-Turniers erfuhr Stadtratspräsident Reto Müller von der freudigen Nachricht. Dabei handelte es sich bei diesem Vorfall wohl nun doch, wie von dieser Zeitung vermutet (siehe gestrige Berichterstattung), um einen harmlosen Bubenstreich und nicht um eine politisch motivierte Aktion. «Anscheinend haben sich Jugendliche mit dem Artikel aus dem Langenthaler Tagblatt gemeldet und gefragt, ob sie die Sache wieder gut machen könnten», so Müller gestern. Derzeit steht die der Gerechtigkeit gewidmete Tanne beim Restaurant «El Mosquito». (OAW)

Da trabten zwei Jungs während des Street-Soccer-Turniers zu uns SP'lern und fragten, wie sie die Meldung im gestrigen Tagblatt mit der entführten Tanne wieder gut machen könnten. Ende gut, alles gut. Jetzt fehlt mir nur noch das gesuchte Gespräch mit unseren offenbar(t) rechtsextremen Freunden, damit man auch im Früchtestreit einen Schritt weiter kommt. Haben sie wohl dieselbe Grösse, welche die zwei "Stell"-Buben gestern bewiesen, als sie mit zitternden Händen, den Tagblattartikel haltend, vor uns traten?
Übrigens. Ich will zum anderen (noch offenen) Thema nicht gross Aufhebens machen. Aber wer sich noch ein wenig ärgern möchte, dem sei der Bericht der Freiheitspartei hier zu Gemüte zu führen. Das schlägt an falschen Behauptungen sogar die Winkelrieder und dem Fass beinahe den Boden aus. Teils frei erfunden und erlogen, ist noch ein mildes Urteil. Dass sich eine Partei so etwas leisten kann...... äusserst fragwürdig....

Dienstag, 6. Mai 2008

langenthal.bewegt


Die EVP hat es uns heute im Rahmen von schweiz.bewegt beim Street-Soccer-Promi-Plausch-Turnier gezeigt. 6:1 haben sie uns vom Teerplatz geschickt, bzw. gekickt.
Der Einsatz unseres SP/JUSO-Sechserteams war aber sehr gut - obwohl wir heute, gemessen am Resultat, alle eine 2 auf dem Rücken verdient hätten - liessen wir uns die gute Laune und tolle Stimmung nicht trüben. Es hat Spass gemacht.
Was ist schon ein Sieg. Da wir in der Minderheit politisieren, sind wir uns kleine Rückschläge gewohnt. Und: Wir sind ja schliesslich sozial. Deshalb mussten wir der EVP doch heute den Sieg schenken. Wir holen ihn uns bei den Wahlen im Herbst zurück. ;-)

Auf ein nächstes Mal.

Montag, 5. Mai 2008

Kommunistischer Schaumschläger?

Bin ich in etwa doch ein kommunistischer Schaumschläger?
Der mit einem linken Journalisten online gemeinsame Sache macht?
Und wir alle die Banane nur erfunden haben?
Inkl. 20-30 Rechtsextremer an unserer Feier?
Reaktion und Gegenreaktion?
Ping oder Pong?

Nehme ich das alles zu locker? Oder zu verbissen?

Ich nehm's locker und doch musste ich einfach unbedingt meinen Kommentar auf winkelried.info hinterlassen:
Ober-superbünzlig und pseudointellektuell.... wie immer.

Wer mich und meine Art der Politik kennt, weiss, dass die Kommunismus-Behauptung völlig daneben greift. Ich weiss auch, dass es keinen Sinn hat, dass ich mich versuche in diesem Kommentar auf Ihrem Blog dagegen zu wehren oder zu rechtfertigen und da ein solches Unterfangen an reine Zeitverschwendung grenzt, will ich es unterlassen. Das Schwarz-Weiss-Denken, dass aus solchen unhaltbaren Behauptungen aus niederen Beweggründen hervordringt, wage ich gar nicht anzutasten. Aber ich hoffe, dass Sie auch mal über den Tellerrand blicken. Womit würden Sie denn gerne beschmissen werden, McCarthy? Mit einem Duden für korrekte deutsche Rechtschreibung? Mit einer Torte für die multiple Auswahl Sozialdemokraten, die Sie als Kommunisten betiteln? Oder doch lieber gar nicht? So wie Herr Lumengo auch gerne seine Meinung äussern möchte, ohne fies mit irgendwelchen Gegenständen beschmissen zu werden. Nu denn. Ich will nicht Öl ins Feuer giessen. Wagen Sie bitte einen empathischen Blick über den eigenen Tellerrand.

Zum Inhalt: Wir haben 3 Monate Zeit, um Anzeige einzureichen. Warum wollen Sie uns zum Handeln drängen?, McCarthy. Zudem stand bereits vor der Berichterstattung durch Blick, 20 Min und LT fest, dass wir Anzeige einreichen werden.
Für den Bananenwurf gibt es in etwa 60 Zeugen. Ich habe keine Angst, dass wir das nicht werden beweisen können. Die Frage ist, ob die Polizei die Täterin finden wird. Das kann ich Ihnen nicht beantworten.
Also. Bevor ich mich auch hier noch zu fest inszeniere, was Sie ja nicht wirklich mögen, danke ich Ihnen für die mediale Aufmerksamkeit, welche Sie mir mit Ihrem Beitrag haben zukommen lassen.

Reto M. Blog auf 20min.ch - Teil 2

Der Mann auf der Online-Redaktion ist schneller als ich...
http://www.20min.ch/news/bern/story/29888430
Er hat den Text bereits geändert.

Reto M. Blog auf 20min.ch wegen Banane auf Lumengo

Nun schlägt's aber hohe Wellen. Aber fragt mich noch nicht in welche Richtung und ob ich das gut oder schlecht finde. Ich kann es nicht sagen, ich weiss es nicht. Aber ich fühle, dass es wiederum zwei Seiten gibt.

Die Titelseite von www.20min.ch:
Im Artikel steht unter anderem auch folgender Text:
"Der Stadtratspräsident von Langenthal, Reto Müller, schreibt in seinem Blog, dass ihm der Vorstand der Pnos per E-Mail ebenfalls versichert habe, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Trotzdem prüft Müller, ein Parteikollege Lumengos, rechtliche Schritte gegen die Partei national orientierter Schweizer, wie die «Berner Rundschau» berichtet. Müller war für eine Stellungnahme nicht erreichbar."
Nun. Ich konnte zum Glück vorhin - als ich mit meinen 9 Lektionen Unterricht fertig war - dem Autor zurückrufen und er wird den Text mit meinen Infos ergänzen. Was mit Sicherheit fest steht ist, dass mein Bloggen in der vermeintlichen Anonymität einiger weniger eingeweihter Leserinnen und Leser somit endgültig besiegelt wäre. Was auch immer das für Auswirkungen hat. Die Kommentare werden wohl heftiger und ich bezüglich der Inhalte im Bloggen noch vorsichtiger. Ich konnte zum Glück auch präzisieren, dass die Meldung in der "Berner Rundschau" von heute etwas gar ungenau war... es geht nicht um Sippenhaft gegenüber der PNOS. Wir werden nicht Anzeige gegenüber der PNOS machen, sondern gegenüber dem fehlbaren Verhalten einiger Menschen während unserer 1. Mai-Feier. Konkret per Email formuliert bedeutet dies:
Wir ziehen in Erwägung die Menschen mit offenbar(t)er rechtsextremer Gesinnung, welche am 1. Mai in Langenthal a) die Feier gestört b) Ricardo Lumengo mit einer Banane beworfen haben und c) aus unserer Sicht sehr wahrscheinlich den Maibaum gestohlen haben, anzuzeigen.
Ich habe im Kontakt mit der Presse immer von Rechtsextremen gesprochen und nicht von der PNOS.
Ich kann nämlich nicht beweisen, dass die Rechtsextremen beim 1. Mai in Langenthal Mitglieder der PNOS waren. Dazu bräuchte ich Zugang zum Mitgliederverzeichnis der PNOS.

Was richtig gesagt werden kann:
Wir haben 3 Monate Zeit um Anzeige einzureichen. Und wir werden Anzeige einreichen.
Wir werten unser Bildmaterial aus und schreiben unsere Zeugenliste auf, damit die fehlbaren Verhalten möglichst genau auf Personen zugeordnet werden können.
Dann werden die Anklagepunkte auf Verlässlichkeit geprüft (wir wollen vor Gericht nicht verlieren) und die Anzeige eingereicht.
Es kann sein, dass unser Material nicht genügt und wir sowohl wegen des Bananenwurfs, wie auch wegen der Maibaumklaugeschichte Anzeige gegen "unbekannt" einreichen müssen. Aber dann immerhin dies, damit die Kantonspolizei in den Ermittlungen aktiv werden kann, denn es handelt sich um Antragsdelikte. Die Kapo ist nicht verpflichtet von sich aus zu ermitteln.

Das war ein Zwischenupdate. Morgen geht's weiter. Ich geh jetzt im Rahmen von langenthal.bewegt und für meine eigene Psychohygiene joggen.

Sonntag, 4. Mai 2008

Plattform für oder Bekämpfung der PNOS ?

Ich hatte in den letzten Tagen des 1. Mai-Bananen-auf-Politiker-Themas wegen verschiedene Diskussionen in meinem Umfeld, ob man mit einer medialen Aufbereitung nicht den Rechtsextremen eine Freude macht und dann indirekt (weil einige primitiv denkende Menschen gar Freude an so infantilen Aktionen haben) im Herbst die PNOS wiederum in den Stadtrat Langenthals hievt. Das will aus meinem Umfeld niemand. Einige behaupten gar, es handle sich in dieser Art eventuell um einen orchestrierten Wahlkampf der PNOS, den man am besten tot schweigt.
Ich glaube es nicht. a) Hat mir der Vorsitzende der PNOS Langenthal per Email garantiert, dass der Vorstand der PNOS nicht an der Aktion beteiligt war. b) Kann so ein Wahlkampf doch keinen Erfolg bringen: Banane werfen, Maibaum stehlen.

Ich denke. Die Zeit des Schweigens ist vorbei. Vor vier Jahren haben wir fast alle geschwiegen (Urs Masshardt ausgenommen) und sie haben den Sitz gemacht. Wichtig ist vor allem, dass wir den Langenthalerinnen und Langenthalern dieses Wahljahr erklären, dass sie vor allem wenn sie nicht Wählen gehen, die Hürde für das Restmandat eines PNOS Sitzes in Langenthal sehr tief halten (letztes Mal waren's - glaub ich - erschreckend geringe 460 Stimmen). Wer also nicht Wählen geht, wählt PNOS. Überspitzt ausgedrückt. Aber an sich richtig.

Jannik wirft im Kommentar noch auf, ob es nicht eine zu grosse Provokation war, einen schwarzen Nationalrat in ein "rechtsextremes Zentrum" zu bringen. Und da sage ich mal Folgendes zuerst (auch mit einem Schielen auf den Blick-Redaktoren):
- Die SP und Gewerkschaften, ebenso wie die Polizei, waren sich der Auswirkungen nicht bis ins Detail bewusst.
aber:
- Ich will als Stadtratspräsident vehement widersprechen, dass wir ein "rechtsextremes Zentrum" sind. Diesen Stempel dürfen wir uns nicht aufdrücken lassen und deshalb ist es auch wichtig, nun endlich gegen den Rechtsextremismus zu handeln ("Hallo Gemeinderat?") und unangenehme Dinge - wie diejenigen am 1. Mai - auf den Tisch zu bringen.
...und...
- Wo führt das hin, wenn wir nicht mehr frei handeln und denken dürfen und uns von irgendwelchen Extremen ob rechts oder links oder religiös-fanatisch einschränken lassen? Dies oder das nicht mehr tun dürfen? Nein, danke. Das war und ist in hässlichen Diktaturen der Fall. Aber so weit dürfen wir es doch unter keinen Umständen (mehr) kommen lassen.

Ich wurde heute auch noch auf den Blogeintrag angesprochen (und staunte wiederum, wer hier alles liest...), ob ich das ernst meine, mit dem Treffen mit den Rex-Verantwortlichen. Ich sagte: "Ja. An einem moderierten Tisch auf alle Fälle. Aber man darf nicht erwarten, dass es zu einem Resultat führt, da die Ansichten wohl zu gegensätzlich sind." Aber ich würde echt gerne wissen, was in so einem Kopf - der klischeehaft wenig Haare zu tragen scheint - vor sich geht. Woher kommt diese Angst? Wieso wirft man mit Bananen und klaut einen Maibaum?

Leider konnte mir die PNOS Langenthal keine weiteren Auskünfte betreffend meines Kontaktwunsches der 1. Mai Aktionisten in Langenthal geben, "da dies nicht in meiner Hand liegt was andere national gesinnt Leute für Aktionen planen und machen."
Schade. Mal schauen, was sich im Telefonbuch findet....

Samstag, 3. Mai 2008

Blick: Schwarzer Nationalrat mit Bananen beworfen

© Blick; 03.05.2008; Seite a9
SCHWEIZ

Schwarzer Nationalrat mit Bananen beworfen
Von Simon Spengler

LANGENTHAL BE - Rassistische Attacke gegen einen Nationalrat. Der schwarze SP-Politiker Ricardo Lumengo (45) wurde am 1.-Mai-Fest mit Bananen beworfen.
Wir haben schon im Vorfeld erfahren, dass Rechtsradikale mobilisieren, um die Rede Lumengos zu stören», sagt die Langenthaler SP-Stadträtin Stefanie Loser-Fries. Die Berner Kantonspolizei war deshalb informiert und auch mit Beamten vor Ort präsent. Immerhin ist Langenthal als Zentrum der Schweizer Rechtsradikalen-Szene bekannt. Die «Partei national orientierter Schweizer» Pnos hat hier einen Sitz im Stadtrat.Alles verlief zuerst friedlich. Bis rund 30 Neonazis auftauchten. Lumengo hatte seine Rede schon gehalten. Er sass aber noch vorne bei der Rednertribüne. Plötzlich trifft ihn eine matschige Banane an der Schulter, sein Sitznachbar wird am Kopf getroffen. «Ich sah nicht, wer die Bananen geworfen hatte, sonst hätte ich ihn der Polizei gemeldet», so Lumengo.
Die Beamten kriegen davon offensichtlich nichts mit. «Unsere Leute erfuhren erst aus dem Umfeld Lumengos davon», so der Sprecher der Kantonspolizei gegenüber BLICK.
Erwähnt ist auch nichts im Tagesrapport. Dort heisst es nur: «Keine besonderen Vorkommnisse. Wenig Besucher.» Dass die Polizisten Lumengo nach der Bananenattacke zu seinem Auto eskortieren müssen, um weitere Zwischenfälle zu verhindern, ist ihnen auch keine Notiz wert.
Pnos-Sprecher Renato Bachmann bestreitet, dass der «Angriff von uns orchestriert» wurde. Dass aber ein Pnos-Kamerad die Bananen geworfen hat, schliesst er nicht aus: «Wir kontrollieren nicht unsere Mitglieder.» Eigentlich finde er selbst, dass Bananen-Werfen schlechter Stil sei. Aber Verständnis dafür hat er trotzdem: «Lumengo soll in seiner Heimat Angola Reden halten und nicht uns hier erzählen, was wir zu tun hätten.»
Lumengo selbst sagt: «Man muss nicht aus einer Banane einen Elefanten machen. Aber andererseits frage ich mich: Heute wars nur eine Banane. Aber was kommt morgen?»

Bananen gegen den Nationalrat - Polizei sah nichts. «Heute wars nur eine Banane, aber was kommt morgen? » Nationalrat Ricardo Lumengo

Mein Kommentar:

Darf ich bekannt machen. Ich bin das Umfeld Lumengos. Doch mein Hinweis an die Kapo, dass Ricardo Lumengo mit einer Banane beworfen wurde, schien nicht in Handeln überzuleiten. Die Rechtsextremen waren da schon auf dem Rückzug. Da waren wir und die Polizei froh drum.... und
Uff... schlechte Presse wiederum für unser Städtchen im Zusammenhang mit
Rechtsextremen. Jetzt kommen auch die lokalen Medien in die Gänge. Ich hatte heute schon Telefonate.

1. Mai: Seither gesucht werden...

in Langenthal:

- 1 junge, blonde Bananenwerferin auf Ricardo Lumengo. (siehe Blick-Ausgabe von heute).
- die Drahtzieher hinter des Aufmarsches von 20-30 jungen Rechtsradikalen zwecks Gespräch mit dem Stadtratspräsidenten und Schreibenden dieses Blogs.
- 1 Maitanne, aufgestellt in der Marktgasse von der SP und den Gewerkschaften.

War den Rechten das Bananewerfen etwa nicht genug? Mussten sie auch noch den Maibaum klauen?

Ich schüttle den Kopf und übe mich im Nichtbegreifen.
Sachdienliche Hinweise bitte per Email oder Kommentar an mich.

Freitag, 2. Mai 2008

Im Nachgang zum 1. Mai...

...habe ich heute verschiedene Telefonate und Emails geführt. Eigentlich nervt es mich total, dass 1 Banane rund 3 Stunden Arbeit und Engagement erfordern - kumuliert mit allen Parteimitglieder, die sich nun engagieren sind es zudem etliche mehr - aber wie soll man sonst reagieren, wenn der dunkelhäutige Nationalrat Ricardo Lumengo von Rechtsextremen mit einer Banane beworfen wird. Tolerieren bedeutet akzeptieren und so was wie gestern, kann und soll nicht geschehen und muss vehement verurteilt werden. Ich habe mich geschämt für unsere Stadt und das obwohl ich sonst sehr glücklich und auch stolz bin, hier zu leben und hier zum öffentlichen Leben beizutragen.
Wollen wir solche Zustände in unserer Stadt? Will ich das in der Stadt, die ich parlamentarisch präsidiere?
Ich rufe euch vehement zu einem lauten "Nein !" auf.
Etwas erstaunt war ich, dass in keinem lokalen Medium der Vorfall beschrieben wurde. Die Presse will den Rechtsextremen keine Plattform bieten, das verstehe ich auch. Aber es geht hier darum, eine äusserst primitive Art und Weise der Rechtsextremen an die Öffentlichkeit zu tragen. Leserbriefe werden dies korrigieren. Zudem habe ich erfahren, dass sich der Blick heute bei verschiedenen Menschen nach den Ereignissen erkundigte.
Ich verfolge meinen Weg. Ich versuchte heute ergebnislos Kontakt zu den Rechtsextremen herzustellen, damit ich mich mit ihnen nach dem "Wieso und wer?" ihrer Aktion unterhalten kann. Warum kann man als klar denkender Mensch einen anderen Menschen mit einer weichen Banane bewerfen?
Ich begreife so viel Primitivität einfach nicht.
Vorerst bin ich gescheitert, da der angesprochene Pnos-Vorsitzende eine Teilnahme an der Veranstaltung verneinte. Aber ich gebe nicht auf - ich will mich mit diesen Rechtsextremen unterhalten.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Abwechslungsreicher 1. Mai

Zumindest war er sehr abwechslungsreich und spannend, der 1. Mai in der Region Oberaargau. Verschiedene SP Sektionen hatten zusammengespannt und man beschritt unter dem Motto: "Teilen statt Herrschen" eine Wanderung durch die Region, wobei die einzelnen Sektionen immer wieder in ihren Dörfern Verpflegungspunkte einbauten. Es war gemütlich und interessant, da recht viele Leute teilnahmen. Einmal zählte ich 62 Personen. Wenn auch die Wanderung als Ganzes schlussendlich sehr anstrengend war.... das Konzept mit einer gemeinsamen Feier hat auf jeden Fall funktioniert.
In Langenthal erwarteten uns die beiden nationalrätlichen Schlussredenden Margret Kiener-Nellen und Ricardo Lumengo. Und ich will auch die unschöne Szene nicht verschweigen. Es gab im Verlaufe des Nachmittages bereits Hinweise, dass die rechtsextreme Szene gegen Lumengo protestieren wolle. Deshalb war auch die Polizei zivil und mobil präsent. Und die Rechtsextremen marschierten dann auch auf. In kleinen Grüppchen à 4-5 Personen (eine Pnos-Demo wurde ihnen vorher behördlich untersagt) und setzten sich kreisförmig um die SP / Unia Gruppierung. Lumengos Rede hatten die meisten verpasst, da sie zu spät kamen. Bei Kiener-Nellens Rede gab es einmal einen Buhruf.
Schlussendlich wurde Lumengo an seinem Platz sitzend doch noch von einer Banane getroffen. Ultraprimitiv! Extrem dumm. Unsere SP und JUSO Frauen und Männer haben aber gut reagiert. Danach verzogen sich die Rechten an der Zahl von 20 - 30 Stück wieder. Nun. Ich werde morgen Freitag, wenn ich den ersten Ärger in meinem Magen verdaut habe, a) schauen, wie wir diese "Kundgebung" der rechten Szene an einem friedlichen Fest rechtlich würdigen können und b) mehr über meine Meinung und Haltung zu dieser Art mit primitivsten Mitteln zur Schau gestellten Intoleranz gewisser Menschen, die mit ähnlichem Hintergrund (die Pnos war aber scheinbar vor allem in Fribourg heute) in unserem Stadtrat sitzen, kund tun.

So nicht. Nicht auf diese Art. Nicht mit diesen Mitteln. Nicht mit dieser menschenverachtenden Gesinnung.