Montag, 31. März 2008

Wahlslogans - Blogslogans

Erfreut nahm ich bei den verweisenden Sites zur Kenntnis, dass Frau Plappermaul über einen Artikel meinerseits gebloggt hatte. Sie hat meine gefundenen Wahlslogans mit Blogslogans aus ihrem Versuch ergänzt. Nun. Ich denke, dass ein Blogslogan nicht derselbe sein kann, wie ein Wahlslogan. Ich hoffe, dass ein Blogslogan mehr Biss haben darf, als ein Wahlslogan. Oder denke ich etwa falsch? Wäre es von Vorteil, wenn er so gut wäre, dass man keinen anderen mehr bräuchte? *Denkpause*

Beim darüber Hirnen fiel mir dann auch auf, dass sie in der Liste meinen Blog-Slogan "vergass".
Die Leichtigkeit des Wahns. Leben und Denken in einer mittelländischen Kleinstadt.

Es wäre aber wohl undenkbar, dass man sagen könnte:
Die Leichtigkeit des Wahns. Reto Müller in den Gemeinderat wählen.

Obwohl da auch Sinnhaftes dran klebt. ;-)
Wie dem auch sei. Ich wünsche euch einen schönen Tag.... und hirne weiter.

Die falschen Studenten werden Lehrer


Die falschen Studenten werden Lehrer

Für die Berufswahl sind vor allem die kurze Studiendauer und viel Freiraum entscheidend

Von Nicole Meier

Bern In der Schweiz werden die falschen Leute Lehrer. Eine neue Studie der Koordinationsstelle für Bildungsforschung zeigt: Wer sich für den Lehrerberuf auf der Primar- und der Sekundarstufe I entscheidet, sucht ein Studium von kurzer Dauer, mit viel Freiraum und kurzer Distanz zur Ausbildungsstätte. Die künftigen Lehrer sind zwar sozial und musisch interessiert - Wissenschaft und Forschung können sie aber wenig abgewinnen.

Zu diesem Resultat kommen die Studienautoren der Universitäten Lausanne und Bern auf Grund einer repräsentativen Befragung von 1500 Maturanden in neun Deutschschweizer Kantonen.

Für den Lehrerverband LCH ein unerfreulicher Befund. Dieses Profil der künftigen Lehrer vertrage sich «ziemlich schlecht mit einer tüchtigkeitsorientierten Bildungspolitik», mit Pisa-Anforderungen und mit wirtschaftlichem Wettbewerb, sagt Anton Strittmatter vom LCH.

Lehrer entscheiden sich in erster Linie gegen die Uni

Auch Stefan Denzler, Ko-Autor der Studie, sieht Probleme: «Die Lehrerbildung muss ihren Auftrag mit Leuten verwirklichen, die nicht an Wissenschaftlichkeit interessiert sind.» Das hat sich trotz der Anhebung der Lehrerbildung auf Hochschulstufe nicht geändert. Die Maturanden mit Berufswunsch Lehrer unterscheiden sich stark von jenen, die ein Universitätsstudium anpeilen. Die Wahl eines Studiums an einer Pädagogischen Hochschule ist deshalb eher ein Entscheid gegen ein Unistudium als für den Lehrerberuf.

Dieses Ergebnis bestätigt eine Studie aus Deutschland: Die faulsten Studenten werden Lehrer, die besten schmeissen - unterfordert - das Studium frühzeitig hin.

Die Pädagogischen Hochschulen der Schweiz haben das Problem erkannt und die Beurteilung der Studenten verschärft.

Hmmmm... ich denke noch darüber nach. Aber einige Tage Ferien, ein gesichertes Einkommen und relativ viel frei einteilbare Zeit stehen einem grossen Lohn, Aufstiegsmöglichkeiten und dem Ende des politischen Engagements gegenüber. Bisher entschied ich mich stets für die erste Variante und gegen den Einstieg in die Privatwirtschaft. Mit einem Studium, mit welchem ich noch lange Zeit liebäugelte, habe ich abgeschlossen, denn man wird nicht jünger. Und... ich liebe meinen Beruf.

Samstag, 29. März 2008

Calmy-Rey im Blick

Heute Morgen dachte ich mir, dass ich gemütlich in den Hütetag mit dem Neffen einsteigen möchte. Also stieg ich frühzeitig aus dem Bett und ging ins dafür perfekte Lokal Kaffee trinken. Während des Blick-"Studiums" sprang mir dieses Inserat ins Auge:

Im Text darunter: Micheline Calmy-Rey mit Kopftuch unter dem Bild des Islamistenführers Ayatola Khomeini.
Oder so ähnlich.
Und als erstes muss ich als Wahlstratege gestehen. Gratulation. Genial. Wiederum von den SVP Ideen- und Impulsgebern. Perfekt reduziert. Verständlich. Den politischen Feind gedemütigt. Den Kontext unkenntlich gemacht.
Als Mensch muss ich sagen: Das ist doch kein Stil. Viel zu einfach ausgedrückt. Zudem ist der Wahlkampf vorbei. Die SVP hat gewonnen. Was soll das jetzt noch?

Doch scheinbar nimmt sich die SVP als Oppositionspartei auch so wahr, dass sie den amerikanisierten Stil des letzten Wahlkampfs mit personifizierten Werbemassnahmen nun ständig weiter führen will. Stilfragen hin oder her. Das bringt Erfolg. Zumal die SVP einfach scheinbar unbegrenzte Geldmittel hat. Für den nächsten Abstimmungskampf glotzen alle Parteien auf ihre leeren Kässeli, währenddessen die SVP bereits vorgestern ankündete CHF 600'000 in die Abstimmungen zu investieren. Ufff.... Ich seh noch keinen "Turn around" des SVP-Aufstiegs. Das geht noch weiter. Da wette ich meine Socken drauf.

YB

Die Nationalmannschaft spielt schlecht. Egal.
Morgen kommt YB's Chance.
Ein Sieg gegen den letzten und krisengeschüttelten FC Thun wird wohl hoffentlich im Bereich des Möglichen sein.

Bezahlt wird nicht!


Gestern Abend. Gutes Theater im Stadttheater Langenthal. Es war sehr amüsant. Interessant fand ich dann auch das Pausengespräch mit einem FdP-Mitglied, welcher mir sagte: "Ja, damals vor 40 Jahren, war das wirklich so." Abschliessend fanden eine sozialdemokratische Kollegin und ich, dass sich eigentlich im Arbeiter"kampf" noch gar nicht so viel verändert hat. Immer noch kämpfen einige ArbeiterInnen um das nackte Überleben...
im Gegensatz zu vor vierzig Jahren wählen diese aber heute SVP und nicht mehr SP. Gut. Vielleicht ändert sich dies nun mit der UNIA im Streit um den neuen Landesmantelverband und/oder im Disput des SEVs mit der SBB Cargo wiederum.

Freitag, 28. März 2008

Frühlingserwachen


Die Wärme kehrt zurück. Die Sonne bräunt das Gesicht. Die Gefühle steigen und keimen auf.

Denn:
a) es ist endlich wieder sonnig und warm.
b) sie kehrt am Sonntag zurück.
c) es beginnt schon bald die unterrichtsfreie Zeit....

;-) Ich liebe mein Leben und meinen Beruf. Nicht bloss wegen Punkt c).

Donnerstag, 27. März 2008

So ein Tag wie heute...

...lässt mich manchmal daran zweifeln, ob unser Milizsystem in der Politik effektiv die beste Option ist. Bestimmt ist sie die günstigste Variante. Ich will mich nicht gross beklagen, denn alles was ich tue, mache ich a) freiwillig und b) sehr gerne. Zudem finde ich nichts peinlicher als Menschen, welche sich über ihre übervolle Agenden beschweren und einem vorjammern, wie streng sie es haben. Doch nachdem über Ostern gähnende Leere herrschte, war es in den vergangenen drei Tagen doch etwas hektisch. Auch für mich. Muss ich gestehen. Heute musste ich nach der Arbeit gar den Wagen nehmen, um noch einigermassen zeitlich sinnvoll an die Mieterverbandssitzung des Kantons Bern zu kommen. (Grüne bitte weghören.).

Heute Abend nach der Sitzung nahm ich mir aber vor, es jetzt wieder etwas gemütlicher angehen zu lassen, damit die Batterien auch wieder aufgeladen werden. Das Fladenbrot essen mit Bier mit Mieterverbandskollegin und - kollegen in der Markthalle Berns, wo ich lustigerweise noch rasch auf ihn traf, wie auch das anschliessende Kurzshopping im Abendverkauf taten enorm gut.

Also. Bereiten wir die nächsten Sitzungen vor. Wenn dann "Sport aktuell" vorbei ist....

Mittwoch, 26. März 2008

Mietamt und Parteitag SP Kanton Bern

Der heutige Tag war wieder recht ereignisreich. Morgens 100% für die Schule da. Nachmittags Mietamtverhandlungen, wobei ich die Mieterseite beisitzend unterstützte, dann wieder zurück in die Schule. Für und teils mit den Schülerinnen und Schülern die Mathprobe korrigiert. Dann in den Zug nach Bern, um am Parteitag der SP Kanton Bern teilzunehmen - wie gestern versprochen.

Hauptthema war die sozialdemokratische Politik in den Städten. Hauptsächlich kamen hierbei Bern (Tschäppät, Olibeth) und Biel (Stöckli, Sermet) zur Sprache. Rot regierte Städte, welche dieses Jahr in den Wahlen stehen. Nebst 77 anderen Gemeinden im Kanton Bern, die auch wählen werden. Ich fand es, obwohl ein klein wenig auch Müdigkeit in mir durchdrückte, interessant, auch einmal Neues zu hören. Ein klarer Alexander Tschäppät die Probleme von A-Städten betreffend und ein überzeugter Stöckli, weil Biel aus den Schulden geführt wurde.

Und im Gegensatz zu meiner Klage gestern: Immerhin über 100 stimmende Delegierte waren trotz Fussballspiels anwesend. Verpasst hat man ja scheinbar nicht viel, wenn man das Resultat erblickt. Ich informierte mich zudem per Live Ticker im Internet jeweils über den Zwischenstand. Das finde ich noch recht amüsant, wenn der/die Berichtende dort drin dann jeweils Sätze schreibt, wie:
35
Der Einsatz unserer Jungs stimmt. Sie kämpfen, sie ackern, sie zeigen Emotionen! Jetzt fehlt nur noch das Tor. Derdiyok mit einem Fallrückzieher nach einer Freistossflanke. Aber auch dieser Schuss geht direkt auf Lehmann.

47 Unsere Co-Veranstalter der Euro 08 bestreiten heute ebenfalls ein Freundschaftsspiel. Sie führen gegen die Niederlanden mit 3:1!!!!



85 Das Nennenswerteste, was derzeit zur vermelden ist, sind die zahlreichen
Wechsel...
90 PODOLSKI wird lanciert. Benaglio kann sich den Ball nicht schnappen. Der Bayern-Spieler verlädt Eggimann, der sich als Torwart versucht, und schiebt locker lässig zum 0:4 ein!

Nun, ich bin optimistisch. Ich habe im Vorfeld zwar auf ein 0:5 oder ein 0:4 heute getippt. Aber das klappt schon mit dem Europameistertitel. Ich spüre die Euro-Euphorie in mir aufsteigen... von Alex Tschäppät haben wir heute Abend auf jeden Fall einen t
ollen und aktuellen Euro-Pin geschenkt gekriegt.

Dienstag, 25. März 2008

schmutzige Kampagne gegen Hillary Clinton

Ich habe mich selbst abschliessend noch nicht für eine der demokratischen US-Kandidaturen entschieden. Du schon? Zudem befürchte ich nach den letzten Umfragen je länger je mehr, dass wir am Schluss wieder dumm aus der Wäsche schauen und McCain die schreckliche Politik Bush's weiterführt: "The war is not over yet!" - Da hat er natürlich teils Recht, denn der Kampf um die zu Grunde gerichtete US-Wirtschaft beginnt jetzt.
Abgesehen davon. Ich bin mir ja (bekanntlicherweise) in Wahlkämpfen bereits viel gewohnt und ich kenne diesbezüglich - wenn es sich nicht um meine eigene Person dreht - ehrlicherweise auch wenig Skrupel, denn am Schluss soll die bessere oder sympathischere Lösung durch das Volk gewählt werden. Dies aufzuzeigen ist einzige Losung eines guten Wahlkampfes, welcher nie durch Ängste oder falsche Rücksichtsnahme beeinflusst werden sollte.
Doch heute fand ich bei ihm eine Art des Wahlkampfs, welche mir viel zu schmutzig ist. Das ist nicht nur schmutzig, das ist pervers. Das Fremdgehen eines Mannes der Frau anzulasten, ist mittelalterlichstes Denken. Da schwingt bei mir das Sympathie-Pendel sofort ein wenig nach Hillary aus.

Delegiertenversammlung Gewerkschaftsbund Oberaargau

Nachdem ich über Ostern effektiv zwei Tage lang (fast) nichts zu tun hatte, holten mich heute die Arbeit und die Politik wieder in üblicher Härte ein. Am Abend wohnte ich der Delegiertenversammlung des GBOs bei. Ein Bund, welcher überschlagsmässig anhand der Mitgliederzahlungseingänge und den Mitgliederbeiträgen in meiner Kopfrechnung einen Mitgliederbestand zwischen 4'000 und 5'000 Menschen haben sollte, wies heute Abend eine Präsenz von rund 30 - meist älteren - Gewerkschaftern aus. Nun. Dieses Schicksal ereilt ja nicht nur Gewerkschaftssitzungen. Meist herrscht auch an Parteiversammlungen der SP eine ungenügende Mobilisation. Wie soll die SP oder die Gewerkschaften denn überhaupt die Wählerschaft erreichen, wenn sie innerhalb der Mitglieder auch nur mässig oder überhaupt nicht mobilisieren kann? Beziehungsweise - wie holt man die Mitglieder wieder an die Sitzungen - ohne dass es in reine Show und Konsumation abgleitet und wie holt man insgesamt wiederum mehr Menschen in die SP und in die Gewerkschaften? Diesen Fragen muss man sich stellen, will man den Erfolg baldmöglichst zurück in die Partei holen.

Heute Abend wurde von Gewerkschaftsseiten auch betont, dass es eine SP ohne die Gewerkschaften nicht gebe. Nun... ich weiss nicht, ob das stimmt. Ich bin überzeugt, dass der Diskurs über den Kurs zwischen Gewerkschaftern und Reformatoren wieder ausgefochten werden muss. Nicht in Flügelkämpfen, sondern in Richtungsdiskussionen, welche die ganze Breite und Stärke der SP aufzeigen und damit die Partei wieder vorantreiben. Oder wie ein guter Freund so schön sagte: "Ein Vogel kann nur fliegen, wenn er zwei gleich starke Flügel hat."

Zudem muss ich mich daran gewöhnen, dass ich an solchen Sitzungen nun oft speziell als höchster Langenthaler begrüsst werde - geschah nun bereits etwa fünf Mal. Das erstaunt mich aber nach wie vor immer wieder und es beschämt mich auch im ersten Moment, bis ich mich dann besinne und merke, dass alle anderen Freude daran habe, wenn ich da bin. Zudem muss ich in meinem Kopf wohl ein kleines Arsenal an Grussbotschaften zurecht legen, die ich stets abrufen kann. Spontan habe ich mich auf die Auffoderungen des effizient und sehr gut leitenden Grossrats Markus Meyer zwar gut geschlagen, aber das kann man noch professionalisieren.

Nun. Sitzung zu Ende. Morgen Abend geh ich an den Parteitag der SP Kanton Bern. Ich kann der Partei ja schlecht fehlende Mobilisierung vorwerfen und dann selbst nicht dort sein.... oder?

Ist das noch zu toppen?


Wohlverstanden. Ich lebe im Flachland.

Montag, 24. März 2008

Fu-Photo @ Chrämerhuus

Das Treffen begann ja - wie bereits angetönt - als Glühwein-Feiertagsblues-Sit-In im Chrämerhuus Langenthal. Irgendwann nach interessanten Gesprächen meinte bu, er wolle noch Bilder für Rita aufhängen. Gesagt getan. Der Künstler schwang den Hammer und ich assistierte. Insgesamt sind es vier Stück. Zwei davon findet ihr unten - mit meiner Handycam abgebildet. Es lohnt sich nicht nur, aber auch betreffend der Bildqualität, die anderen zwei bei einem guten Essen zu bestaunen.
Es war auf alle Fälle ein gelungener Oster-Abschluss.


Hmm.... das Huhn kennt man doch.

Was tut man an so einem Ostermontag?

Natürlich bieten sich verschiedene Möglichkeiten, wie man Wetter um die null Grad Celsius, starken Wind und Schnee an einem Feiertag vergessen machen.

a) Man zappt sich den ganzen Tag durch sämtliche Walt-Disney-Sendungen, welche auf allen TV- Kanälen allösterlich laufen.
b) Man trifft sich zum Glühwein trinken mit Freunden, welche nach 4 Tagen den Feiertagsblues haben.
c) Man spielt lauter melancholische Lieder auf seinen Instrumenten.
d) Man zündet die grösste Kerze an, die man hat und liest endlich sämtliche Bücher, welche man genau für solche Momente zurückgelegt hat.

Mal schauen, ob auch eine Mischung desselben geht.



Das Gesicht des Friedens

Friedenssoldaten der UN in Libanon (Bild aus dem Beobachter). Sieht der heutige Frieden so aus?
Sehr wahrscheinlich. Und man muss gar sagen, zum Glück sind sie im Libanon. In Burma und auch in Tibet fehlen die Soldaten des Friedens - so abschreckend sei auch dreinblicken, so segensreich scheinen sie für die Stabilität eines Landes zu sein. Eigentlich enttäuschend, dass nach fast 20 Jahren Ende des kalten Krieges nach wie vor das Gleichgewicht der Abschreckung den Weltfrieden garantieren muss. So hat unter anderem Sarkozy das Aufrechterhalten der Atomwaffen Frankreichs begründet: Eine Abschreckung gegenüber dem Iran.

Was hilft dies den Menschen in Burma, Tibet und anderswo? Was können wir tun? Schauen wir keine olympischen Spiele mehr? Kaufen wir keine Spielsachen und Kleider mehr: "Made in China." Ich glaube keine Lösung zu finden, die effektiv den unterdrückten Menschen jener Regime der Welt hilft, welche selbstherrlich auftreten und dabei (sämtliche) Menschenrechte mit Füssen treten. Und so schliesse ich mich an Ostern für einmal gar den Wünschen des Papstes an: "Wir brauchen Frieden auf dieser Welt." Aber fragt mich nicht, wie wir den endlich erreichen können....

Sonntag, 23. März 2008

Der Unterschied zwischen Eis und Eis...

beträgt bloss 627km. Aber wenn man ihre Füsse sieht, so kommt doch ehrlich gesagt etwas Neid auf.
Mein Balkon gestern Morgen:
Priskas Blogeintrag:

Konsumpalast

Samstag, 22. März 2008

Umziehen

Ich hatte beinahe vergessen, wie anstrengend ein Umzug ist und das ist auch der Grund der Blogleere. Und dabei war ich nur Helfer und nicht derjenige, welcher umzieht. Mein Bruder und seine Frau, sowie der kleine Sohnemann sind es, die sich eine neue Bleibe einrichten. Mitten in Zürich. Mein Bruder hat von nun an nur noch 200m Arbeitsweg und seine Frau etwa gleich viel Weg bis ins Einkaufszentrum Sihlcity. Das klingt zwar etwas dumm klischeehaft, aber dies sind - nebst der grössen Wohnung - bereits alle Gründe. Gestern hatte das Kistenpacken begonnen (Ja, am Karfreitag. Auch der Auserwählte hat an diesem Tage gelitten... warum ist das heute ein Feier- und kein Arbeitstag?) und heute im grossen Schlepp geendet. Ich will mich aber nicht beklagen. Ich helfe gerne und die Zeit mit der Familie, insbesondere auch mit dem Kleinen geniesse ich sehr. Zumal sie sonst immer zu kurz kommt.

Heute ab 14 Uhr hatte ich aber einen starken Anflug von Fernweh und Sehnsucht. Ich stellte mir vor, wie schön es wäre, gemeinsam durch Nizza zu schlendern. Wieder einmal auf's Meer hinaus zu blicken und einfach so an der Sonne und Wärme zusammen zu sein. Innere und äussere Wärme zu tanken. Und ständig begleiteten mich Gedanken: "Warum tust du es nicht einfach? Geh doch. Heute noch. Dann hast du immer noch 2 Tage." Mein GPS im Handy, dass ich vorsorglich startete, meldete ab Zürich 6h20min... Autofahrt. Hmmm.... 48 Stunden. Davon 13 Stunden Autofahrt. Mein Herz, mein Körper frohlockten: "Das schaffst du. Kein Problem." Mein Verstand sagte: "Wahnsinn. 4 Tage wären ja super gewesen, aber so rasch husch-husch und dann auch noch mit dem Auto... tu es nicht." Und trotzdem dachte ich auch: "Es ist zwar verrückt bei all der Arbeit, die du auch noch erledigen solltest, aber warum nicht auch mal etwas Verrücktes machen. Schliesslich hast du die Herbstferien für die Kampagne der Nationalratswahlen geopfert. Du hast es dir verdient mit deiner Liebsten am Strand zu sitzen und auf's Meer hinaus zu blicken."

Fortan begleiteten mich pro- und contra-Argumente meiner Gedankenspiele, bis ich um 18 Uhr realisierte: "Mann, du bist so kaputt und müde. Vergiss es. Es bringt weder ihr noch sonst jemandem etwas, wenn du dein Leben auf einer französischen oder italienischen Autobahn vor lauter Müdigkeit beendest." Und. "Liebe ist es auch, diese tiefe Sehnsucht zu empfinden und auszuhalten." Ich glaube denn auch wir sind uns heute in dieser grenzenlosen (hektischen) Mobilität einfach viel zu sehr gewohnt, bereits die ersten Anflüge von Sehnsüchten und Verlangen befriedigen zu lassen, da wir schlicht und einfach raschen Zugang zu Lösungen aller Art haben. In der Art von: "Ich habe gerade Lust auf Süsses. Ich habe gerade Lust auf Heiraten. Ich bin viel zu fett geworden. Das ist lästig. Lass uns scheiden."

Und so sitze ich nun hier und bin der langweilige Schweizer, welche seine verrückt spontanen Gedanken müde in einen Computer hineinschreibt und es so einer weltweiten Öffentlichkeit kund tut? Das ist wieder einmal ein sehr, sehr persönlicher Beitrag für einen Polit-Blog. Weshalb eigentlich? Diese Frage wird mich betreffend Aufspaltung in pro- und contra-Argumenten, wie auch in der Entscheidfindung bis zum Schlafen vom Fernweh ablenken. Die Sehnsucht tilgte (einigermassen) die wiederum unglaubliche Leistung der Mobilfunkanbieter. So viel zum Thema rasche Befriedigung von Sehnsüchten für heute. Nobody's perfect - ich schon gar nicht... ;-)

Donnerstag, 20. März 2008

Jugendausstellung Kunst in Langenthal - dumm aus der Wäsche gekuckt.

Noch bis morgen Freitag ist "unsere" Kulturausstellung in der Galerie Chrämerhuus zu sehen.
Die Presse berichtete rege - so auch die Umsonst-Zeitung "NOZ".

Jugend-Art im Chrämerhuus
Noch bis am Freitag, 21. März fin­det die Ausstellung «Jugend und In
tegration - ein Kulturprojekt», in der Galerie Chrämerhuus statt. Acht junge Kunstschaffende aus der Region stellen ihre Werke aus. Organisiert wird dieser Kulturan­lass von der JUSO BNO. Urs Mann­hart, Literat, Langenthal, las ei­nige Zeilen zur Vernissage. Unter­stützen Sie die jungen, talentier­ten Künstler mit einem Besuch. Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht! Öffnungszeiten und Infos: .
Hierzu fügten sie einen Bilderbogen bei:
"Toll.", dachte ich, bis ich dann in der Spalte ganz rechts (siehe unten) irgendwo auch noch mich selbst erkannte. "Ui, wie dumm schau ich denn da aus der Wäsche?", fuhr mir durch den Kopf, wohl wissend, dass Schönheit nicht per se allen gegeben ist. Aber irgendwie fand ich mich auf dem Bild echt sehr, sehr schlecht getroffen. *grins* Bleibt nur noch zu hoffen, dass der grossrätlich blonde Glanz rechts meiner Seite ein wenig auf mich abfärbt. Als Politiker muss man sich ja schliesslich immer gekonnt ins rechte ("linke") Bild rücken. Oder?
Dafür ist der oberste Mann wirklich der Hammer. Urs Mannhart. Lest die Bücher: "Der Luchs." sowie "Die Anomalie des geomagnetischen Feldes südöstlich von Domodossola." Das ist mehr, als nur empfehlenswert.

Parlamentarische Fragestunde

In der nächsten Stadtratssitzung werde ich auch eine Parlamentarische Fragestunde auf die Traktandenliste setzen.
Ich hoffe einfach, dass wir von Fragen dieses Niveaus verschont bleiben werden:
Alexander Baumann (SVP/TG) nahm in der Fragestunde eine unzutreffende Aussage der Bundesrätin zum Anlass, ihr mangelnde Kompetenz zu unterstellen.

Baumann fragte sie: «Denken Sie, wenn Sie nicht auf der Verräterschiene ins Amt gehievt worden wären, sondern den Weg über Hearings in den Fraktionen hätten nehmen müssen, dass Sie dann im Hinblick auf Ihre juristischen Qualitäten heute ebenfalls auf Ihrem Stuhl sitzen würden?»

Widmer Schlumpf entgegnete, dass er darauf wohl kaum eine Antwort erwarte und erntete dafür Applaus.
Gefunden bei ihr.

Mittwoch, 19. März 2008

Unicon 13 Video

Das ist zwar nicht das Teil, was ich hier meinte, aber immerhin auch etwas. Gibt auch einen schönen Überblick, wie damals in Langenthal die Post abging.

Tagesende...

Ja. Auch heute war wiederum einiges los. Politisches und Berufliches und dann auch noch Privates. Zuerst Arbeit. Dann Kreditabrechnungen für Anschaffungen auf der Stadtverwaltung unterschreiben. Dann wiederum Arbeit. Dann ab 16 Uhr Akten lesen für die anschliessende Sitzung ab 17 Uhr der Kommission für öffentliche Sicherheit. Diese dauerte in etwa bis um 19.30 Uhr. Sehr gut, denn um 20 Uhr hatte ich mit Einrad-KollegInnen bei mir zu Hause abgemacht, um die letzten Schritte betreffend Unicon 13, welche ich präsidierte (das war schon im Jahre 2006) zu besprechen.

Wir sahen uns auch noch etwa 15 Minuten Videoaufnahmen per DVD an. Das war super. Gleich war wieder das Feeling von damals da. 1000 Leute aus 26 Nationen damals im kleinen Langenthal. Verrückt aber wahr. Es war äusserst anstrengend, aber auch eine tolle Zeit. Ich muss schauen, dass ich das Video irgendwie auf Youtube bringe, damit ich es hier implementieren kann. Mit welchem Programm kann ich so was von DVD auf PC oder Mac speichern?

Jetzt muss ich aber vorerst schauen, dass ich nebst Kaffee und Süssem noch etwas Brot zwischen die Rippen kriege....

nette Menschen Langenthals

Als ich gestern Morgen die Zeitung aus meinem Heimbriefkasten auf den Lehrerzimmertisch knallte, fielen 2 Briefe (Krankenkasse und Bankbeleg) daraus. Scheinbar war es nicht das einzige, was ich verloren hatte. Diese Karte fand ich "erst" heute in meinem Briefkasten.

Zum guten Glück gibt es so nette Stadträtinnen und Stadträte und wohl auch sonst LangenthalerInnen, welche als persönliche Pösteler die Karte ergänzt mit einigen netten Zeilen vom Autoparkplatz aufheben und wieder in den Briefkasten einwerfen. Danke dir vielmals, Stefan.

Dienstag, 18. März 2008

Ein Schrein der (momentanen) Trennung?

Heute, als ich ins Chrämi kam, fand ich folgende Bilder an der Wand:
Hmm.... ist das nicht Priska auf dem linken Bild mit den braunen Haaren. Das ist doch ein Bild von ihrem Blog. Und den Mann mit Huhn, den kenn' ich doch auch.
Beim genaueren Hinsehen bestätigte sich der erste Eindruck:Meine schönste Liebste. Und der Mann mit Huhn. Wenn mir das als Politiker in einem öffentlichen Lokal so aufgehängt zu werden, mal den Kopf kosten sollte, dann sage ich: "Es hat sich gelohnt." Ich fand's nämlich mega herzig von Rita und Masi, dass sie an unserer temporären Trennung so teilhaben.

Pressebilder der Stadtratssitzung

Eine Sitzung, ein Thema, zwei Bilder: Ich find's interessant.Aus dem Langenthaler Tagblatt mit der Bildunterschrift:
ABSCHIED
Erich Burri sagte gestern «auf Wiedersehen» und nicht «Adieu». (OAW)

Und aus der Berner Zeitung.

Übrigens: Wer mich auf den Bildern sucht. Ich sitze/stehe hinten in der Mitte hinter dem Mikrofon. Grauer Anzug. Schwarzes Hemd. Krawatte. Zu Ehren von Erich Burri und seiner Amtsübergabe.

Ratssplitter und O-Ton

Die Ratssplitter aus dem Langenthaler Tagblatt:

«In der GPK gab es mittellange Diskussionen, als wir uns der Biologie zuwandten und die Frage klärten, wie Kinder entstehen können.»
RETO STEINER (EVP) erörtert mit seiner Geschäftsprüfungskommission durchaus grundsätzliche Fragen.

«... auch Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften entstehen können.»
Dabei denkt die GPK unter RETO STEINER an alles.

«Nach diesen hochtrabenden Worten zur Familienpolitik und Biologie getraue ich mich fast nicht, meinen Text vorzulesen.»
BEAT STERCHI (SVP) vor seinem Votum als Fraktionssprecher.

«Ist jemand Stellvertreter der Pnos?»
DA TOBIAS HIRSCHI (Pnos) an der Sitzung fehlte, musste Stadtratspräsident RETO MÜLLER (SP) gemäss Reglement nachfragen – für seine Bemühungen erntete er das Schmunzeln des Plenums.

«Das Abfallkübel-Postulat»
Die Bezeichnung von Gemeinderätin CHRISTINE BOBST (jll) für das Postulat von PIERRE MASSON (SP) könnte unter Umständen missverstanden werden.

Und der O-Ton aus der BZ:

Stadtratssitzung Langenthal

Gut gegangen, würde ich behaupten. Jedenfalls durfte ich auch heute Abend wiederum Lob von links bis rechts einsammeln. Überrascht habe ich heute Abend mit folgendem Flyer, den ich allen hinlegte und den dazugehörenden Ostereiern.
Das brachte natürlich von Beginn an eine positive Stimmung. Gedrückt wurde diese indes durch die Verabschiedung eines langjährigen Kollegens und Gemeinderatsmitglied, welcher krankheitshalber sein Amt Ende März übergibt. Das stellte ein Traktandum dar, welches mir echt auf den Magen schlug. Aber alle. Der Betroffene, der Stadtpräsident, wie auch ich als Stadtratspräsident brachten die Worte aus meiner Sicht treffend an die Anwesenden und ich glaube, dass wir die richtige Balance zwischen Emotionalität und Sachlichkeit der eigentlichen Tragik gut trafen. Aber irgendwie spürte ich heute Abend auch, dass man, wenn man sieben Jahre mehr oder weniger in denselben Gremien sitzt, sich auch menschlich sehr nahe kommt, obwohl man aus verschiedenen politischen Lagern entstammt. Auch wenn die Emotionen bei mir nicht so tief waren, wie gestern, als ich die Rede schrieb, war dieser Augenblick hart für mich. Und wohl auch für sehr viele andere.... zum Glück ist Politik auch menschlich.

Aber es gab auch Erheiterndes. PNOS-Mann Hirschi hatte ein Postulat traktandiert, war aber selber nicht anwesend. Also fragte ich gemäss Organisationsreglement unseres Stadtrates an, wer von Hirschi als PNOS-Stellvertreter benannt wurde, was spontanes Gelächter auslöste, da sich verständlicherweise niemand meldete.

Oder ein EVP-Mann (Kollege) bat darum, dass der SVP-Mann standhaft sein Postulat betreffend "scharfer Wache" aufrecht erhalten solle, damit man gegen die mögliche Gefahr von Waffenmissbrauch durch geladene Armeewaffen etwas unternehmen könne. Dies wurde ihm aber nicht vergönnt. SVP-Sterchi zog mit den Worten zurück: "Ich bin keine Widmer-Schlumpf." Worauf die beiden in ein kleines Wortgefecht nebst den Mikrofonen begleitet von Gelächter ansetzten. Was ich dann mit der Bitte um letzte Konzentration auch bei den letzten beiden Traktanden unterband.

Heute Abend wäre ich gerne beim einen oder anderen Traktandum aufgestanden und hätte auch meinen Senf dazu geben wollen, wenn ich denn könnte. Auf der anderen Seite gefällt mir die Moderationsrolle als Präsident sehr gut und ich glaube auch selbst, dass ich es gut mache.

Die Atmosphäre war wiederum sehr aufmerksam und die Diskussionskultur hochstehend. Mir war sehr wohl, ausser dass meine Blase ab Traktandum 7 zu drücken begann und ich noch bis Traktandum 15 tapfer ausharrte. ;-)

Aber jetzt bin ich völlig groggy... bis Morgen!

Sonntag, 16. März 2008

Volkes Zorn - Volkes Wille?

Partei Sitze 2008 Sitze 2004 bei 120 M. Sitze 2004 bei 180 M. Sitze 2000 Vergleich 2008/2004 bei 120 M.
CVP 33 37 55 62 2008
2004
41 32 45 42 2008
2004
<span 16 23 35 27 2008
2004
23 22 32 40 2008
2004
4 4
8
5
2008
2004
1 1
2
0
2008
2004
2 1
2
2
2008
2004



Wenn das in allen anderen Kantonen und Städten 2008 im selben Trend wie St. Gallen (siehe Tabelle) und Schwyz weitergeht, dann müssen wir uns verdammt warm anziehen....