Donnerstag, 31. Januar 2008

Email

Heute bekam ich folgende Zeilen per Email:
"Ich denke, wir dürfen als SPler dem Rest durchaus zeigen, dass wir auch „Eier“ haben und sollten gerade im Umgang mit den Rechtsextremen selbstbewusster auftreten."
Jawohl!

Entscheidungen

Bis am 10. Februar muss ich mich entscheiden, ob ich für den Gemeinderat in Langenthal kandidieren will oder nicht. Die Wahlen finden am 26. Oktober 2008 statt.
Was ich bei den Wahlen, in welchen ich bisher meist eine leitende und nicht primär eine kandidierende Funktion inne hatte, merkte: Es geht nicht, nur halbwegs anzutreten. Entweder man tritt an und versucht alles zu geben, um den Sitz für sich zu holen oder man lässt es bleiben. Schliesslich investiert man Zeit, Geld und Hirn für eine Kandidatur.

Antreten heisst für mich auch in der Politik weiter zu machen.
Nicht antreten bedeutet, mich langsam aus der Politik zu verabschieden.

Es spricht einiges dafür, dass ich antrete. Anderes wiederum behagt mir nicht. Ich bin nicht gerne der, welcher dann schlussendlich gegen andere Menschen - Kolleginnen und Kollegen - antritt. Wenn es sich um andere Personen handelt und ich nicht derjenige bin, der eventuell andere von ihrem Glück abhält, kenne ich hingegen fast keine Skrupel.

Was wiederum bedeutet, dass ich in meinem Wahlteam, wenn ich denn antrete, so eine Person bräuchte, die mir diese Skrupel nimmt. Irgendwie klingt das Ganze doch recht pervers oder nicht?

Schliesslich geht es ja nur um den Erfolg der ganzen Partei. ;-)
Ich habe noch 10 Tage um mich zu entscheiden.

Mittwoch, 30. Januar 2008

PNOS im Stadtrat

Obwohl wir hier in den Bergen ob Flüelen weilen, sind wir von der Umwelt nicht abgeschnitten. Der Kiosk bedient uns mit der Schweizer NZZ Ausgabe und der Berner Zeitung, das Langenthaler Tagblatt kann ich über das Internet - Swisscom mobile data unlimited sei Dank - lesen. Und was ich heute in der friedlichen Abgeschiedenheit zu lesen bekam, zog mir die Ski- und Snowboardsocken aus, so dass ich beinahe wünschte, nicht medial in den Ferien beliefert worden zu sein. Die PNOS Langenthal u.U. lancierte eine Flugblattkampagne gegen eine SP Parteigenossin in Lotzwil, welche in den Gemeinderat gewählt wurde. Einziger Grund der Hetze. Sie war vor über 20 Jahren migriert. Auf dem Flugblatt, das auf der Parteiseite heruntergeladen werden kann, die ich aber hier willentlich nicht verlinken will, gehen die Lügen und Behauptungen extrem weit. Lotzwil werde nun eine Flut von Einbürgerungen erleben und eine ebenso grosse Flut an Asylsuchenden werde das Dorf heimsuchen. Ecetera, ecetera, ... Parteihetze von der übelsten Sorte. Direkt auf die Person gespielt. Was soll das? Brauchen wir so eine Partei in der Schweiz?

Bislang schwieg sich die SP Langenthal zum Thema PNOS stets aus, da man der Partei nicht eine grössere (mediale) Aufmerksamkeit zulassen kommen wollte, als sie ohnehin schon hat. Ich kann diese Strategie sehr gut nachvollziehen und verstehen.
Ich hoffe, dass es richtig ist und wir im Herbst in Langenthal ein Parlament wählen, das frei ist von Menschenhetzern und von Ideologien, die einen Umbau der Schweiz wollen, deren Hintergrund im zwielichtigen Rechtsextremen haftet. Ich bin von heute an bereit, mich persönlich gegen diese Machenschaften, die von der PNOS vorangetrieben werden, zu wehren. Auch wenn ich mich hierdurch exponiere, so hoffe ich, dass viele mir folgen und sagen, die PNOS brauchen wir im Stadtrat Langenthal nicht.

Sonntag, 27. Januar 2008

Lustig ist das Lagerleben...


Skilagerstimmung.
Morgens in aller Frühe (8 Uhr) aus den Federn.
Dann schon bald auf die Piste (9 Uhr).
Schneesportgerätwechsel folgt auf Grund von zu harter Piste (10 Uhr).
Auflesen der Skis des ersten Zöglings, der dachte, er könne schneller bremsen, wenn er vorne die Skis kreuzt. Was sich theoretisch als korrekt, aber schmerzhaft herausstellte (11 Uhr).
Mittagessen. Tomatensuppe gestreckt mit Ochsenschwanzsuppe, worauf der schreibende Vegetarier dankend verzichtet (12 Uhr).

Pistendienst geht weiter (13 Uhr).
Abfahrten mit und ohne Begleitung durch Kinder und Jugendliche (14 Uhr).
Entdeckung der bisher besten Piste, welche als Rennpiste angeschrieben war (15 Uhr).
Zusammentreiben aller Zöglinge, welche noch nicht genug hatten und bis zur letzten Skiliftfahrt den Tag auf Skis oder Snowboards auskosteten. Verfrachtung ins Lagerhaus (16 Uhr).
Kleiner Parkdienst am eigenen Körper (17 Uhr).
Power-Napping (18 Uhr).
Power-Napping (19 Uhr).
Abendessen (bis 20 Uhr).
Ping-Pong, Dessert, Quatschen. (21 Uhr)
Bettzeit für Kinder und Jugendliche (22 Uhr)
Wein entzapft (22.05 Uhr - sorry liebe Abstinenz)
Blog-Eintrag (22.55 Uhr)

So oder ähnlich werden sich die Tage bis nächsten Mittwoch nun gestalten. Deshalb wird unter Umständen nicht mehr viel auf diesem Blog geschehen. Priska und ich geniessen die Zeit im Schnee. Danke für euer Verständnis.

Freitag, 25. Januar 2008

Burki 07 - vergriffen

Wo kriege ich noch einen Burki 07 her? Hoffentlich machen sie noch eine Auflage. Er ist einfach super:

Zwangspraktikum für Lehrer?

"Auf der Realstufe droht ein Lehrermangel, heisst es bei der Erziehungsdirektion. Derzeit sucht man nach Lösungen."
Einen langen Artikel zum Thema findet man in der heutigen Berner Zeitung. Dazu die passende Überschrift: "Gesucht: Superman für Realklasse."
Doch die Lösung wäre eigentlich sehr einfach. Ich sage nur ein Wort. Lohnerhöhung.

Den eingescannten Artikel findest du bei ihm.

Belly off - Kurzfazit Woche 2

Nun. Ich habe mehr Sport getrieben. Aber so schlecht Volleyball gespielt, wie noch selten zuvor. Wiederum keine Zwischenmahlzeiten verfuttert. Effektiv immer 2 Portionen Früchte pro Tag gegessen.
Aber falls der Spruch stimmt: "1 Bier = 1 Mahlzeit.", hatte ich diese Woche ungezählte Mahlzeiten zu viel. Damit wird nun Schluss sein. Nächste Woche ist Abstinenzwoche, sowie täglich mindestens 5 Stunden Ski- oder Snowboardsport angesagt.

Belly off NOW!

Kann mir mal jemand sagen, wie viele Kalorien so ein Bier hat? Und eine Angabe machen, wie viel Minuten Joggen diesem Nährwert entsprechen würden? Vielleicht überlege ich dann in dieser, oder dieser, oder dieser Beiz zweimal, bevor ich bestelle....

Donnerstag, 24. Januar 2008

Funky-Piano-Nights

Er spielt oft mittwochs in einer Bar in Langenthal, welche als Provisorium entstand und diesen Namen behielt. Gestern begleitete er ihre warme, tiefe, "italienische" Stimme. Funk war eher Soul und auch Pop verschmähten sie nicht. Entwarfen aber neue Klänge in alten Liedern.
Ich und andere liessen die Seele aus dem Leibe hängen. Schön. Erholsam. Balsam.
Seh' gerade, dass der Sigi eine neue Homepage hat. Eindrücklich. Er ist auch buchbar....
und um die Geschichte hier abzurunden dann noch dies.

NOZ Stadtratsssitzung

Auch die Redaktorin der Inseratezeitung NOZ schien an der ersten Stadtratssitzung Wohlgefallen zu haben.


Vergnügliche erste Sitzung
Das Langenthaler Wahljahr ist eröffnet


Die erste Sitzung des Langenthaler Stadt­rates verlief in ge­mütlichem Rahmen.

Nach der Eröffnungs­rede von Stadtratsprä­sident Reto Müller und dem Stipendiaten der Lydia Eymann-Stiftung, Urs Mannhardt, begann der politische Alltag des Jahres 2008. Die Genehmigung
des Kaufvertrages für den Neubau CC/Growa war das einzige Sachge­schäft, welches traktandiert war. Ansonsten hatten die Parlamenta­rier über zwei Motionen und vier Postulate zu entschei­den. Am meisten zu reden gab dabei, ob man sich der Charta des Europarates für die Gleichstellung von Män­nern und Frauen anschlies­sen soll. Der bürokratische Aufwand war aber den Parlamenta­riern zu gross und das Anliegen von Nadine Masshardt wurde knapp ab­gelehnt.

Bus-Stille


Du steigst am Morgen in einen Bus. Mit rund 50 Personen ist er gut besetzt. Niemand spricht....

Mittwoch, 23. Januar 2008

Klappentexte

Heute veröffentliche ich mal was im Chnübli-Style.

Wenn meine Schülerinnen und Schüler nämlich in der Bibliothek Bücher ausleihen, so überfliege ich, bevor ich sie ins System einlese, oft die Klappentexte auf der Rückseite.

Heute stand da:

Was ich über die Liebe weiss....

  1. Nichts, was sich zwischen zwei Menschen abspielt, bleibt zwangsläufig
    privat.
  2. Leute sagen nicht immer, was sie wirklich fühlen. Und die Wahrheit ist, dass
    sie möglicherweise nicht dasselbe fühlen wie man selbst.
  3. Ich weiss nicht, ob man je über ein gebrochenes Herz hinwegkommt.
  4. Ich bin verliebt!

Ob da was Wahres dran ist?

Dienstag, 22. Januar 2008

Eröffnungsrede Stadtrat Langenthal 2008

Ich will euch aber auch noch mitteilen, was ich denn sagte, als ich gestern den Stadtrat eröffnete. Zumindest kam ich mal zum ersten politischen Teil.

Der kulturelle Part kommt dann an einer der nächsten Sitzungen. Nach Mannhart wollte ich nichts mehr hinzufügen. Es hätte sein ganzes schönes Bild zerstört, das er im Raum aufgebaut hat.
Da gab es keine kulturellen Weisheiten mehr hinzuzufügen.

"„Als Stadtratspräsident hast du genau zwei Möglichkeiten inhaltlich etwas zu sagen. In der Eröffnungs- und der Schlussrede. Diese zwei Möglichkeiten musst du nutzen.“

Dies sagte mir gestern Nachmittag anlässlich der Fusion des Frauen- und des Stadtturnvereins eine nicht näher genannt werden wollende Person. Er sitzt auch vorne. Trägt einen Schnauz.

Ich denke es ist kein Geheimnis mehr, wofür ich mich einsetzen will. Dies hat das Langenthaler Tagblatt bereits veröffentlicht. Alles über mein Privatleben konntet ihr ergänzend der Berner Zeitung entnehmen. Gross zu einer mächtigen Rede ansetzen will ich deshalb nicht. Denn meine Macht ist ja eigentlich klein.
Was wir hier in Langenthal für eine Politik machen werden, das bestimmen wir hier drin gemeinsam. Die Macht jedes einzelnen mag ebenfalls klein sein. Aber gemeinsam können und sollen wir uns für die Menschen in dieser Stadt einsetzen.

• Wir müssen in Langenthal investieren in Vorhaben, die wir aufgeschoben haben und in die Erneuerung dieser Stadt. In das Stadttheater zum Beispiel, in neue Überbauungen, in klimafreundliche Renovationen.
• Wir müssen Langenthal gestalten. Auf dem Wuhrplatz als Begegnungszone, in der Innenstadt mit einem attraktiven Kern, in den Quartieren wo nötig mit Tempo 30 und in unseren Herzen.
• Wir müssen den Langenthalerinnen und Langenthaler eine sichere Existenzgrundlage bieten. Dazu gehören Firmen mit Arbeitsplätzen, wie auch Schulen und Ausbildungsplätze, aber auch Sozialdienste für Bewohnerinnen und Bewohner, die in Not geraten sind.
• Wir müssen in die Zukunft denken, das Geld und die Ressourcen richtig investieren und Langenthal als die grosse Stadt im Oberaargau attraktiv, als starke und verlässliche Partnerin für die umliegenden Gemeinden, wie auch für den Kanton Bern etablieren.
• Wir müssen Langenthal so gestalten, dass sich die Menschen wohl und sicher fühlen.

Wir... ihr denkt vielleicht ein bisschen viel wir, für das wir ein Stadtrat sind, der aus allen Parteien von links über Mitte bis rechts zusammengesetzt ist. Doch....

Weder von den Hintergründen, noch von der Herkunft, noch vom Portemonnaie sollte abhängig sein, ob sich jemand in Langenthal wohl fühlt. Für alle Menschen, die dieser Stadt und den Mitbewohnern Gutes tun wollen, soll Langenthal eine Heimat sein.

Für die Menschen in dieser Stadt setzen wir uns ein. Nicht alle für dieselben Menschen, nicht alle mit denselben Hintergründen, nicht alle mit derselben Herkunft, nicht alle mit demselben Portemonnaie, doch alle mit dem Bestreben Langenthal zu entwickeln und hier Gutes zu tun. Für die Zukunft der Stadt und unserer Mitmenschen.

Und zu guter Letzt noch, was mir als Stadtratspräsident in diesem Jahr besonders am Herzen liegt.

• Wir müssen die Vereinsleben und unsere Kultur pflegen und als Stadt unterstützen, damit sie weiterhin für unsere Bewohnerinnen und Bewohner Gutes tun können.

Ich will mit euch die Kultur in Langenthal hoch halten.
Die „Cultura“ (lat. Äcker) der Stadt, wie auch die „cultura animi“ (Pflege der Seele) bei den Menschen.

Und um nicht bloss zu „plagieren“, sondern auch zu agieren, trete ich die offizielle Eröffnungsrede des Stadtrates 2008 ab an den Stipendiaten der Lydia Eymann Stiftung in Langenthal, Urs Mannhardt."

1. Sitzung unter meiner Leitung

Es ist gut gelaufen. Der Stadtrat agierte sehr diszipliniert. Es war daher sehr einfach die Sitzung zu leiten. Und ich glaube, ich habe dies gestern Abend auch nicht so schlecht gemacht. Radio32 meint, ich hätte die Aufgabe mit Bravour gelöst. Was mich natürlich sehr freut. Die Berner Zeitung spricht vor allem die sehr hohe Zuhörerkultur an, welche sich gestern entwickelte, bestimmt auch dank Urs Mannhart, dem Stipendiaten der Lydia Eymann Stiftung, welcher nach meiner politischen Eröffnungsrede das Wort übernahm und uns in ein Langenthaler Zauberland der Poesie entführte.
Und das Langenthaler Tagblatt listet nebst der Ratsberichterstattung auch die "BonMots" der gestrigen Sitzung auf:
;-)

«Ich gebe das Wort zum Schluss meiner Eröffnungsrede an den Lydia-Eymann-Stipendiaten Urs Masshardt ... Entschuldigung ... Urs Mannhart weiter.»
RETO MÜLLER, neuer Stadtratspräsident (SP), zu Beginn seiner ersten Sitzung wohl noch etwas nervös.

«Wir haben das nicht so eng gesehen mit dem Vertrag.»
FRITZ FIECHTER, Fraktionssprecher der SP, zum Kaufvertrag über die Steinackermatte-Parzelle, der von anderen Parteien heftig kritisiert wurde.

«Im Grossen Rat beträgt die maximale Redezeit acht Minuten, dort hört aber auch niemand zu. Du hast sechs Minuten gesprochen.»
Stadtratspräsident RETO MÜLLER (SP) zu Nadine Masshardt (SP) nach ihrem Plädoyer für die Gleichstellungscharta.

«Sogar Gemeinden aus dem Emmental unterstützen die Charta.»
Laut NADINE MASSHARDT (SP) kann die Gleichstellungscharta also so schlimm nicht sein.

«Ich setze mich nur zu 20 Prozent durch, zu 80 Prozent gibt meine Frau den Ton an.»
BEAT STERCHI (SVP) mit einem persönlichen Votum zur Gleichberechtigung in seiner eigenen Ehe.

«Wir haben Mitleid mit dir, Beat, aber mit diesem Votum schaffst du es morgen sicher auf die Titelseiten.»
Ganz traf die Vorhersage von Stadtratspräsident RETO MÜLLER (SP) leider nicht ein.

Montag, 21. Januar 2008

Reto M. und Radio 32

Huiiii.... gar auf der Titelseite. Ich war nicht nervös - wegen der heutigen ersten Stadtratssitzung - bis ich das sah und hörte...

... jetzt beginnt's in den Fingern leicht zu kribbeln. Aber ich mag das.




Sonntag, 20. Januar 2008

Fusion Stadtturnverein und Frauenturnverein

Heute Nachmittag, 14 Uhr, strahlendstes Wetter. Müller sitzt - gemeinsam mit rund 150 anderen interessierten Menschen - in der alten Mühle im grossen Saal und wartet auf seinen offiziellen Ersteinsatz als Stadtratspräsident.
Die Einladung zur Fusion des Stadtturnvereines mit dem Frauenturnverein zum Stadtturnverein Langenthal war mir eine Ehre und eine Gelegenheit mich wieder einmal rhetorisch zu betätigen.

Berührt war ich durch die Worte des neugewählten Präsidenten des Stadtturnvereines, der mich als jüngsten Präsidenten und höchsten Langenthaler als Symbol junger Menschen, die Verantwortung übernehmen würden, lobte, meine Anwesenheit ehrte und verdankte und mich ankündigte. Das hätte ich nicht erwartet. Vergessen war das schöne Wetter draussen, die stickig warme Luft im Saal und die rund eineinhalb vergangenen Stunden, die sich bereits im Sitzleder bemerkbar machten.

In meiner Grussbotschaft sagte ich dann in etwa dies:
"Man liest und merkt zwischen den Zeilen, dass ihr das Gefühl habt, es habe etwas lange gedauert, bis zu eurer Fusion. Aber da braucht ihr euch nicht zu sorgen. In der Stadtpolitik brauchen wir manchmal viel länger für ein Geschäft. "Gut Ding will Weile haben." Und das hier etwas Gutes geplant wurde, das merkt man heute bei allen Dingen, die gesagt und vorgelegt weden.

Im Namen des Stadtrates möchte ich euch zur Fusion beglückwünschen und euch für die Zukunft viel Erfolg, Mitglieder und fröhlich sportliche Stunden bei ebenso schönem Wetter wie heute wünschen.

Fusion:
Es gibt Kernfusionen. Dort wo 2 Dinge miteinander verschmelzen. Das gibt Kraft, enorme Energie und Wärme. Aber es birgt auch Risiken, wenn es unkontrolliert geschieht.
Es gibt Gemeindefusionen, wie kürzlich in Herzogenbuchsee und Oberönz. Das Zusammenlegen von Verwaltungen, das Verhindern von Doppelspurigkeiten. Mit dem negativen Punkt, dass ein Teil seine Autonomie aufgibt.
Es gibt Wirtschaftsfusionen. Wo der grössere Betrieb den kleineren schluckt. Gemeinsam ist man stärker. Man konzentriert die Kräfte. Nicht selten bleiben in diesen Prozessen aber Menschen auf der Strecke. Verlieren Arbeitnehmende ihre Stelle, da sie wegrationalisiert wurden.

In eurem Bericht habe ich nun gesehen, dass ihr die Fusion als Ehe führen wollt. Zwei gleichberechtigte Partner, die sich kennen und lieben lernen, beschliessen, gemeinsam die Zukunft zu bestreiten. Ich kann zwar nicht aus Erfahrung sprechen, doch sicherlich ist so eine Ehe nicht ausschliesslich ohne Probleme. Aber doch ist man gemeinsam gestärkt, mit einer gemeinsamen Basis und demselben Willen durch gute und schlechte Zeiten im Leben zu gehen und jedwelche Schwierigkeiten zu meistern.
Nicht selten sind dann Kinder und Jugendliche diejenigen, welche von einer Ehe profitieren. Im Fall des neugegründeten Stadtturnvereines sind es bei euch 225 Kinder und Jugendliche.

Ich wünsche euch, dem Stadtturnverein Langenthal, deshalb ein schönes Eheleben und danke euch herzlichst, dass ihr mit eurem unglaublichen und tollen Engagement Bewegung in die Stadt bringt."

Einläuten der 5. Jahreszeit

Gestern haben wir die ersten Glocken der kommenden fünften Jahreszeit vernommen. Am Würgerball wurde das närrische Treiben, das dann in rund 3 Wochen beginnt, kräftig geübt. So kräftig, dass es mir den ganzen Sonntag noch im Kopf nachhallte. Ich glaub' die Musik war zu laut.

Freitag, 18. Januar 2008

Blocher in der Arena - ohne uns

Heute Abend kommt Blocher in die Arena. Schon wieder SVP und Opposition als Thema....

Nein danke, sagen sich da die anderen grossen Parteien. Wenn die SVP auch kurzfristig der Arena entsagen konnte in den letzten Woche, dann können wir das bei diesem Thema auch. Ich sage: "Bravo. So was brauchen wir echt nicht zu unterstützen."

Ich denke, dass ich die Mitteilung veröffentlichen kann, denn der Moderator Reto Brennwald (oder ist jetzt wieder Leuthard dort?), wird heute vor der Sendung sowieso erklären müssen, weshalb keine aktuellen Politikerinnen und Politiker der anderen Parteien in der ersten und zweiten Reihe stehen.

Per Email kam dies:
Gerne möchten wir euch kurz über die Arena-Sendung vom kommenden Freitag informieren: Die Arena-Redaktion plant, ihre kommende Sendung zum Thema “Albisgüetli: Was will die SVP in der Opposition?“ durchzuführen. Die Sendung soll am Freitagnachmittag bereits vor der Tagung aufgezeichnet werden, damit Christoph Blocher (der bereits zugesagt hat) an der Sendung teilnehmen kann. Damit in der Sendung auch wirklich über die (erst am Abend stattfindende) Albisgüetli-Rede diskutiert werden kann, werde - gemäss Auskunft der Arena - die Rede von Blocher den TeilnehmerInnen bereits vor der Sendung zur Vorbereitung verteilt (!).

Wir haben der Arena-Redaktion klar signalisiert, dass wir dieses Diskussionsthema für nicht akzeptabel halten - zumal die vorletzte ordentliche Arena-Runde bereits zum genau gleichen Thema stattgefunden hat (mit zwei Vertretern der SVP und zwei VertreterInnen der anderen Parteien).
Es ist wohl einmalig, dass eine ganze Arena-Sendung zu einer Rede eines Vizepräsidenten einer Partei gemacht wird.

Aus diesem Grund sind die Parteien SP, CVP, FDP und Grüne übereingekommen, nicht an der Arena teilzunehmen.

Homepages aktualisieren

Heute Nachmittag ist wieder mal Homepage-Pflege für gute Zwecke angesagt.

Dafür lasse ich auch gleich die Bombe platzen, welche Bands am von "Jugendlichen" organisierten B-Openair auftreten werden.

Belly off - Fazit reloaded

Als ich gestern Nacht das erste Fazit über meine Fastenwoche schrieb, hatte ich schon fast ein schlechtes Gewissen, da ich mich nicht an alle gefassten Vorsätze gehalten habe.

Und nun seht, wie es den anderen ergeht:
Chnübli
Herr Schmidt
Blabbermouth
Karin
Zudem:
5 Mitstreitende haben ihr Fazit noch gar nicht veröffentlich, was wohl nichts Gutes verheisst.

Einzig dieser Herr scheint sehr gut unterwegs zu sein.
Hui, da müssen wir anderen noch ziemlich ko.... eh klotzen.

Alle Belly-Off-Member:

Ray
Chätzle
Chnübli
Herr Schmidt
Miriam
Rouge
Karin
Falki
Snook

Belly off - Fazit Woche 1

Da sitze ich des Nachts mit meinem Wohlstandsbäuchlein vor dem Mac und versuche euch zu erklären, was ich für meine Figur in dieser Woche getan habe. Die Bilanz ist ein wenig ernüchternd - noch - und ich muss auch sagen, dass sie ein wenig von Relativismus geprägt ist.
Gerade erst bin ich vom Konzert zurückgekehrt, das mir sehr gut gefallen hat. Emilio Talva, ein Mann, der unter anderem von 36 Jahre dauernden Kriegen mit lauter Verlierern und Opfern ohne Gewinner und Sieger in Guatemala oder von der Flucht in die USA und deren Toten auf dem Weg in die "bessere Welt" singt.

Doch ich will euch nicht eines besseren belehren. Für den Körper muss ich was tun und zwar einzig für mich. Ob ich einen Bauch habe oder nicht, rettet kein Strassenkind. Also kann ich auch schlank sein und ein soziales Gewissen haben. Und doch will ich heute relativierend sagen: Es geht uns doch allen verdammt gut. Es wäre wieder mal an der Zeit etwas von unserem Glück abzugeben an die Schwächeren.

Nun aber konkret Belly off. Ich habe weniger gegessen. Die Zwischenmahlzeiten abgeschafft und mindestens 2 Portionen Früchte pro Tag gegessen. Noch nicht geklappt hat es mit 2x Sport und der Reduktion des Bierkonsums. Das wird aber schon noch klappen. Am Samstag ist erstmals seit längerem wieder Sport angesagt. Auf in die nächste Belly-Off Runde. Ich bin halt der nachhaltige Typ. Es darf etwas länger dauern, sowohl bei der Abnahme, wie bei der hoffentlich sehr verzögerten oder dann gar nicht mehr vorhandenen Wiederzunahme.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Wo steckst du?

Wo sind bloss die tollen Einträge von ihm geblieben?
Vereinzelt findet man wieder Kommentare in ausgewählten Blogs. Das lässt hoffen, dass auch er bald wieder in die Tasten greift. Mein Mentor.

Bugsierer. Ich vermisse dich.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Veranstaltungstipp: Emilio Talva


Der Intendant bat mich, euch auf eine Veranstaltung von morgen Donnerstag, 20 Uhr, im Chrämerhuus Langenthal hinzuweisen. Zu Gast ist Emilio Talva aus Guatemala. Er singt lateinamerikanische, kubanische Lieder und thematisiert darin die Armut, Ungerechtigkeit beziehungsweise auch die Visionen Che Guevaras von einem geeinten, gerechten und reichen Südamerika.

Das Chrämi schreibt über ihn:
"Er ist kein Revolutionär, kämpft aber unermüdlich für die Kultur seiner Heimat. Der Musiker aus Guatemala besingt in seinen der Nuevo Canciòn der 60er Jahre verwandten Lieder die politische und ökonomische Realität Lateinamerikas. Mit den Einnahmen des Konzerts unterstützt Talvas Kaffee-Theater in Quetzaltango ein Strassenkind bei dessen Schulausbildung."

Noch mehr schreibt die heutige BZ. Klicke hier, falls du mehr erfahren willst.
Oder für spanisch Sprechende empfiehlt sich Talvas-Blog.

Würde mich freuen auf einen spannenden und entspannenden Donnerstagabend mit lateinamerikanischer Musik und deiner Anwesenheit.....?

Für einen echten Sozi ist das ja ein Muss!
Das erste Bier oder Mineral geht auf mich.....

DRS 3 - Cervelat

Heute Morgen früh DRS 3:
"Ach, wie schön ist es, in einem Land aufzuwachen, deren grösste Sorge eine Cervelathülle ist?"

Dienstag, 15. Januar 2008

Tue Volley oder nicht tue Volley

Heute fand ich das Matchaufgebot für das Spiel von nächstem Samstag in meiner Mailbox. Nach einer relativ langen Liste von Spielenden, war dann dies verzeichnet:
D., verletzt
V., mit Juniorinnen
S., im Ausland
Reto Müller, Berufspolitiker

Wer nicht kommen kann (Todesfall in der Familie, Prüfungstermin zum gleichen Zeitpunkt, grobe Verletzung, Krankheit über 41 Grad Fieber), meldet sich per Mail so früh wie möglich ab.
Mein schlechtes Gewissen der Mannschaft und meinem Körper gegenüber wächst stetig.
Aber ich kann ja am Samstag auch nicht einfach beim Match antraben, obwohl ich fast keine Möglichkeiten fand, in den letzten 2-3 Monaten um das Training zu besuchen. Sch....ade. Ich geh dann wohl das Bänkli hüten und die Jungs anfeuern. Dann bin ich wenigstens dabei.
Den Sieg haben wir nämlich bitter nötig.

Wieso du zu viel Geld ausgibst.

Liebe schenken
Großzügig durch mehr Sex? Wissenschaftler der Claremont Graduate University in Kalifornien schließen das nicht aus. Verantwortlich machen sie dafür ein Hormon, das in erotischen Momenten vermehrt ausgeschüttet wird. In einer Versuchsreihe wurde Testpersonen das Glückshormon Oxytocin verabreicht, woraufhin diese ihrem Gegenüber großzügigere Geschenke machten. Je höher die Dosis, desto opulenter das Präsent. Anders verhielten sich die Personen der Kontrollgruppe, die Geschenke ohne zusätzliche Hormongabe verteilen sollten: Sie zeigten sich deutlich knauseriger.

Quelle

Montag, 14. Januar 2008

Zwischen zwei Sitzungen


Zwischenmahlzeit zwischen zwei Sitzungen in meiner Lieblingsbeiz. Meine Stammleserin wünschte es und dem komme ich gerne nach. Ich hoffe, es sei Belly-Off-kompatibel. Und wenn nicht, so doch die Ausrede, dass ich fast nichts zum Mittagessen hatte.

Dafür verpasse ich heute Abend wegen der nächsten Sitzung schon wieder ein Volleytraining....

SVP-Couvert in SP-Briefkasten

Gestern Abend fand ich in meinem Briefkasten einen Umschlag der SVP Langenthal. Fein säuberlich mit Schreibmaschine angeschrieben und unfrankiert in meinen Briefkasten gelassen. Was mag das wohl sein? Ein verspätetes Gratulationsschreiben?
Nein. Es lagen die sogenannten "Wahlaussagen 2008" der SVP Langenthal drin.
Haben wohl alle Stadträtinnen und -räte diesen Brief erhalten? Oder möchte mir ein Informant das Gedankengut der SVP zukommen lassen? Ich weiss es nicht genau.
Spannend fand ich dann, dass ich in 4 von 15 Punkten mit der SVP übereinstimme. Immerhin macht das 26,6666666%. Ob das für eine Parteimitgliedschaft reichen würde, wage ich aber zu bezweifeln.

Sollte ich wohl eine Kategorie im Blog einrichten, die da heisst: "Es chunt gli cho wähle?"

Sonntag, 13. Januar 2008

Akten lesen


Zu jeder Sitzung gehört dementsprechend viel Papier. Das heutige Aktenstudium war aber von kurzer Dauer - proportional der Höhe der Papiere, die jeweils im Verwaltungszentrum aufliegen. Das wird eine kurze erste Sitzung am übernächsten Montag und von daher kann ich unbesorgt sein, dass die Stadträtinnen und Stadträte bereits durch die Länge ungehalten sein könnten.

Samstag, 12. Januar 2008

BZ heute

Zweitletzter Umgang im Medienhype um das Amt als Stadtratspräsidenten. Auf der Titelseite stand gar: "Der jüngste Präsident."
Nu denn. Jetzt müssen wir dann den zahlreichen Worten auch gute Taten folgen lassen.

Schlusswort in der ARENA


Priska hatte gestern das Schlusswort in der Arena. Sie scheint zwar nicht vollends zufrieden mit dem Gesagten. Ich find's aber sehr gut. Chapeau. Schlusswort.

Zu sehen hier ab 1:20:18.

Freitag, 11. Januar 2008

Ehrlichkeit und Offenheit

Heute wurden mir Ehrlichkeit und Offenheit fast zum Verhängnis, da mir plötzlich etwas zu persönlich war, das ich über mich las.... da erinnerte ich mich an die warnenden Politkolleginnen und -kollegen. Sollten sie recht bekommen?

Ich konnte es dann korrigieren, so dass es für mich stimmte. Wie?
Mit Offenheit und Ehrlichkeit.

Etwas auf den Magen geschlagen hat es mir schon, denn ich bin über mich selbst erschrocken. Dies hilft wenigstens dem Belly-Off-Projekt....

Übermotivation büssen

Irgendeine extreme Motivation hat mich dazu getrieben, mich bei ihr in der Belly-Off-Campain zu bewerben. Nun wurde das Programm durchgegeben. Heute - und ich bin bereits der letzte der Teilnehmenden, welcher seine Ziele offenbart - muss das Programm und Ziel bekannt gegeben werden. Künftig muss man dann jeden Freitag über die Fortschritte berichten.....
Nun. Vielleicht hilft es mir effektiv den Weihnachtsspeck wegzukriegen, wenn der Druck von aussen gross ist. Ich und auch andere hoffen...

Auf jeden Fall habe ich nun hier meine persönliche Anti-Fett-Campain entworfen:

Donnerstag, 10. Januar 2008

typisch Priska

Sie stellte heute ein Bild in ihren Blog, das ich noch nicht kannte. Und es löst zwiespältige Gefühle aus. Was viele nicht wissen. Wir sind in derselben Kompanie. LW EKF 33, wenn ich mich nicht täusche.... ;-) Ja. Sie ist mein Leutnant. Ich ihr Soldat. Nein. Wir kennen uns nicht vom Militär. Dies löste im WK letzten Sommer die eine oder andere lustige Situation aus. Was sicher ist. Seit sie da ist, fühle ich mich in der Armee wohler....

Wahlkampf-Nachwehen

Irgendwie eigenartig. Für die NR-Wahlen stellten wir ja verschiedenste Themen und damit verknüpfte Aktionen in den Vordergrund. So auch eine Kampa - gemeinsam mit der JUSO Aargau - zum Thema: "Atomkraft - Nein danke!".

Damals. Frühling 07 war's, jährte sich gerade Tschernobyl zum 21-igsten Male und die AXPO mittels Werbung und die BKW mittels Presse lancierten ihre neuesten Atomgelüste.

Ich bastelte eine einfache Homepage mit Petitionsbogen. Diese ist nach wie vor unter den Adressen: www.akw-stopp.ch, www.atom-stopp.ch, www.akw-nichtschonwieder.ch abrufbar. Liess Buttons drucken, wovon wir noch eine ansehnliche Menge haben.... meldet euch, wenn ihr einen wollt. Die JUSO Aargau und Bern steuerten ein Argumentarium und ihre Meinung bei. Und die NR-Kandis des Kantons Bern lancierten wirksam auf Telebärn und im Bund mittels eines Schreibens, das sie dem Gemeindepräsidenten von Mühleberg überreichten.

Es kamen auch Unterschriften zusammen. Rund 500 tröpfelten ein. Und weshalb ich nun eigentlich schreibe? Seit Dienstag unterschreiben pro Tag rund 85 Menschen die Petition, nachdem zwischen September und Dezember fast niemand mehr die Seite besuchte! Nun haben wir plötzlich und aus dem Nichts heraus einen enormen Traffic. Woher das wohl kommt? Aus der ganzen Schweiz. Ein Rätsel!

Ich habe dann nachgeforscht. Am nähesten kommt der Verdacht, dass es über die Allianz Stopp-Atom kommt, welche in der Schweiz von Greenpeace betreut wird. Da ähnelt bereits der Name recht stark. Oder findet die vereinte Bloggergemeinde einen direkteren Zusammenhang oder irgendwo gar einen Aufruf?

Was soll ich nun mit all den Adressen tun? Den Petitionsbogen der Homepage aktualisieren wird am Samstag seine Zeit brauchen, wenn ich über 500 neue Adressen rüberkopiere..... Diejenigen vom Kanton Bern und meiner Region behalte ich dann bestimmt noch für den nächsten Wahlkampf ;-) und die anderen leite ich wohl am besten der Allianz weiter....

Mittwoch, 9. Januar 2008

Fensterputz

Heute kommt der BernerZeitungs-Mensch zu mir nach Hause. Es wäre wohl an der Zeit, die Fenster zu putzen....
Durchblick kann einem Politiker ja nicht schaden.

Dienstag, 8. Januar 2008

Das letzte Weihnachtsgeschenk

... habe ich erst am Sonntag von meiner Tante bekommen und heute das erste Mal eingeweiht. Yildirims Snackhouse gleich gegenüber der Strasse wird keine Freude daran haben. Ich aber schon. Es ist die zweite, welche in meiner "Koch"-Ära zum Einsatz kommt - nun aber mit Grillfunktion - die erste gab ich mal dem Bruder einer Freundin und sie ward nicht mehr gesehen. So oft brauche ich das Ding nicht, deshalb lebte ich auch ohne sehr gut genährt, aber es ist halt ganz schön praktisch. Vor allem ist so ein Teil einfach schnell. Extrem schnell. Oder "gschwing ling", wie der Chinese sagen würde.

Ich gebe ja zu. Die Romantik eines Caquelons lässt so was schon vermissen, aber ein Glas des guten Weissweinresten von Silvester liess die geschmackliche Differenz vergessen.

heute im Tägu

Nun... drittletzter Umgang im Medienhype für das Amt.

Abgesehen davon, dass zwei falsche Daten drin sind und mir die Aussage über eine mögliche Ausgliederung des Stadttheaters nicht wirklich in den Kram passt, da ich a) inhaltlich viel zu wenig über das Thema weiss, was ich nun mit Mails an die betroffenen Stellen zu korrigieren versuche und b) dies terminlich extrem vom Kalender und den Absichten des Gemeinderates abhängt und man da als Stadtrat keinen Einfluss hat, ist der Text aus meiner Sicht doch sehr gut geworden.

Aber wer gibt schon gerne zu, dass der Einfluss auf die stadträtliche Traktandenliste äusserst gering - ja eigentlich überhaupt nicht vorhanden ist? Ich.

Hier der Text aus dem Langenthaler Tagblatt.

Ein weiterer Schritt für den «Jungpolitiker»

Reto Müller

Der SP-Politiker ist Stadtratspräsident 2008

Er wurde im Dezember zum jüngsten Stadtratspräsidenten aller Zeiten gewählt. Für Reto Müller (SP) sagt das Alter allein jedoch nichts über die Qualität eines Politikers aus. Die Leitung des Ratsbetriebes sieht er als weitere politische Herausforderung.

TOBIAS GRANWEHR

Der 29-jährige Reto Müller wurde an der Stadtratssitzung vom 19. Dezember als Mitglied der SP-Fraktion turnusgemäss zum Vorsitzenden des Stadtrates gewählt (wir berichteten). Er tritt die Nachfolge Armin Flükigers (SVP) an und wird zum jüngsten Langenthaler Stadtratspräsidenten aller Zeiten. Doch Müller macht sich nichts daraus, jüngster Präsident zu sein. Das Alter spielt für ihn in der Politik ohnehin keine zentrale Rolle. Viel wichtiger sei die Qualität der Arbeit eines Parlamentsmitgliedes, sagt Müller. Er ist bei Weitem kein politisches Greenhorn mehr. Als 22-jähriger kandidierte er erstmals für den Langenthaler Gemeinderat, seit 2003 sitzt er im Stadtparlament. Im vergangenen Jahr leitete er die Wahlkampagne der Juso Kanton Bern für den Nationalrat.

Der Reallehrer stellt sein Präsidialjahr 2009 unter das Motto «die Kultur hochhalten». Ihm ist eine gute Kultur wichtig, sowohl im Stadtrat wie auch in der Stadt. Er möchte unter den Stadträten das Verständnis für Kultur fördern. Es gebe schon Ideen, was er in seinem Amtsjahr initiieren könnte. Vielleicht organisiere er einen gemeinsamen Ausflug. Ein solcher Anlass solle aber nicht zwanghaft sein, sondern lediglich den Gedankenaustausch über politische Themen hinweg fördern. Der Stadtrat müsse letztlich nicht als Team fungieren und lebe von Diskussionen und auch Konfrontationen. «Doch man soll auch danach noch gut miteinander auskommen.»

Den Ratsbetrieb nicht umkrempeln

Reto Müller erwartet für Langenthal wegen der Wahlen ein politisch spannendes Jahr. Es werde wahrscheinlich seitens einiger Stadträtinnen und Stadträte Profilierungsversuche und dadurch mehr Vorstösse geben. «Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein», sagt Müller. Er ist sich bewusst, dass sein Einfluss im Stadtrat in diesem Jahr beschränkt ist, da er sich nicht mehr inhaltlich äussern kann. Doch er habe das Amt ja gewollt, es habe ihn gereizt. «Es ist eine Herausforderung, den Ratsbetrieb zu leiten.» Dass nun deutlich mehr Vorbereitungszeit für die Sitzungen notwendig wird, stört Müller nicht. «Wie alles hat auch das Amt als Stadtratspräsident Vor- und Nachteile.»

Müller wird den Ratsbetrieb nicht umkrempeln. Das sei gar nicht möglich, «schliesslich ist der Betrieb reglementiert. Da gibt es keine grossen Möglichkeiten für Veränderungen.» Aus seiner Sicht ist das auch nicht nötig. «Armin Flükiger hat im Rat eine gute Atmosphäre aufgebaut. Man kann an den Sitzungen diskutieren und kommt auch zu Resultaten», findet Müller lobende Worte für seinen Vorgänger von der politischen Gegnerschaft. «Ich werde meinerseits für ein konstruktives Sitzungsklima sorgen. Hierbei und auch bei Repräsentationsfunktionen darf man die sozialdemokratische Herkunft durchaus spüren.»

Müller möchte 2009 wenn immer möglich wichtige Projekte wie die Ausgliederung des Stadttheaters aus der Stadtverwaltung zum Abschluss bringen. Zudem hofft er auf interessante Ideen aus den Reihen der Stadträte. «Ich wünsche mir Ideen, die die Stadt weiterbringen und Stadträte, die Visionen entwickeln.» Müller ist der Meinung, dass sich in Langenthal die Ausgaben und Einnahmen die Waage halten müssen. Natürlich gebe es aufgrund der onyx-Gelder Potenzial für Projekte. Aber es entstünden eben auch viele Wünsche. Wichtig sei, dass man nachhaltig denke und zukunftsorientiert plane.

«Es fehlen die Rentner im Stadtrat»

Im Stadtrat gehört Müller immer noch zur jungen Gilde. «Als ich 2003 in den Stadtrat nachrückte, gab es noch weniger junge Parlamentarier.» In den Wahlen 2004 sind einige Junge gewählt worden. Nun sei die Jugend auf mehrere Schultern verteilt. Der Stadtrat müsse das Gesicht des Volkes abbilden, ist Müller überzeugt. «So gesehen fehlen im Moment die Rentner im Parlament.»

Auf den Schulleiter Flükiger folgt im Präsidium der Lehrer Müller. Auch dieser beruflichen Ähnlichkeit misst er nicht allzu grosse Bedeutung bei. Jeder bringe seinen Hintergrund in den Rat. Und durch die verschiedenen Berufe gebe es auch verschiedene Einflüsse. Dass viele aktive oder ehemalige Lehrer im Stadtrat sitzen, ist Müller aber auch schon aufgefallen. Einen Grund sieht Müller nicht. «Ich bin Lehrer, weil ich gerne mit Jugendlichen zusammenarbeite. Und ich bin Politiker, weil ich probiere, etwas mitzugestalten.»

Später einmal in der Exekutive?

Müller setzt sich im Hinblick auf die Wahlen auch als Stadtratspräsident für die SP ein. Er hofft, dass bei den Gemeindewahlen ein Absturz wie im vergangenen Herbst auf der nationalen Bühne verhindert werden kann. «Ich persönlich hoffe auf einen zusätzlichen SP-Sitz im Gemeinderat.» Ihm ist bewusst, dass dies ein ambitioniertes Ziel ist. Daneben möchte er mit seiner Partei stärkste Kraft im Stadtrat bleiben.

Und wie sieht Müllers politische Zukunft aus? «Ich mache keine politische Karriereplanung. Ich habe immer Stück für Stück genommen und jedes Jahr ist etwas Neues dazugekommen», erklärt er. Er kann sich aber durchaus vorstellen, einmal in einer Exekutive mitzuwirken, «weil man dort Projekte direkt anreissen kann». Seine Kandidatur für den Gemeinderat will er damit aber nicht bestätigt sehen. Müller wird sicher für den Stadtrat kandidieren – und möglicherweise auch für einen Sitz im Gemeinderat.


Flükiger zufrieden mit Ratsbetrieb

Das Amt des Stadtratspräsidenten sei für ihn eine Ehre gewesen, das aber auch mit Verpflichtungen verbunden gewesen sei, sagt Armin Flükiger (SVP), Vorgänger von Reto Müller als höchster Langenthaler. In einem lehrreichen Jahr habe er viele Kontakte knüpfen können. Die Zielsetzung für das Amtsjahr ergibt sich laut Flükiger durch die anstehenden Geschäfte. «Ich habe da nicht viel steuern können.» In der Präsidialzeit des SVP-Stadtrates wurden beispielsweise die Geschäftsordnung des Parlamentes erneuert oder die neue Stadtverfassung genehmigt, die später auch vom Volk abgesegnet wurde.

Die Sitzungsführung sei spannend gewesen, berichtet Flükiger. «Ich habe das Gefühl, dass ich den Rat gut und effizient geführt habe.» Allerdings hätten die Stadträtinnen und Stadträte auch gut mitgearbeitet, so die positive Einschätzung des Schulleiters des Schulzentrums Kreuzfeld 1 bis 3. Dass seine Arbeit im Rat auch gut angekommen sei, hätten ihm die vielen positiven Rückmeldungen der Parlamentsmitglieder gezeigt. Flükiger war als Stadtratspräsident auch ausserhalb der Sitzungen aktiv. So initiierte er erstmals ein Essen, zu dem alle ehemaligen Ratspräsidenten eingeladen wurden. Weiter organisierte Flükiger für alle Stadträte den Besuch je eines Spiels des SC Langenthal und des VBC Langenthal.

Viel kann und will er seinem Nachfolger Reto Müller nicht auf den Weg geben. «Er soll als Stadtratspräsident einfach so sein, wie er ist», sagt Flükiger. Das habe er auch getan. «Müller wird vielleicht etwas wilder und mutiger auftreten als ich», mutmasst er mit einem Schmunzeln. Flükiger freut sich darauf, als Stadtrat wieder aktiv Geschäfte vertreten und Vorstösse einreichen zu können. (TG)

Sonntag, 6. Januar 2008

Multitasking

Links Spiderman, rechts Arbeit, im Kopf den morgigen Schulbeginn. Soll einer mal sagen, wir seien nicht multitaskingfähig.

Dann schauen wir mal, wie Spiderman 2 ausgeht. ;-)

Reto M. auf Radio32

Nun. Da war wieder einmal ein Thema, das sogar im Radio Beachtung fand. Ein Parkhaus unter dem Wuhrplatz in Langenthal zu bauen.
Meine Meinung war gefragt. Ich wog ab und zählte Vor- und Nachteile auf. Im Radio wurden dann eher die Nachteile gewichtet, damit es so ein schönes Sozi- gegen Gewerblerbild abgibt, das eigentlich so nicht stimmt.
Worum geht's:
Bei der Vorlage zur Umgestaltung des Wuhrplatzes vom Parkplatz zum Begegnungsort, was von ihr und mir und ihnen gefordert wurde, verlangte ja die bürgerliche Mehrheit im Stadtrat Realersatz für die 25 bestehenden Parkplätze. Wenn sich diese nun mit einem Parkhaus unterhalb des Platzes schaffen liessen, so wäre es eine bestechende Lösung.
Es gibt aber aus ökonomischer und ökologischer Sicht durchaus Einwände... aber hört doch selbst, wenn es euch interessiert:

http://www.radio32.ch/play.cfm?id=985023

Freitag, 4. Januar 2008

USA - erster Caucas an Obama und Huckabee

Bildquelle: http://www.mittelbayerische.de/top_themen/artikel/obama_und_huckabee_siegen_erst/178159/obama_und_huckabee_siegen_erst.html
Textquelle:
"Obama und Huckabee gewinnen in Iowa erste US-Vorwahl

Der Demokrat Barack Obama und der Republikaner Mike Huckabee haben die erste Vorwahl im Kampf um die US-Präsidentschaft gewonnen.
Die Mitfavoriten Hillary Clinton und Mitt Romney mussten empfindliche Niederlagen einstecken. "
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Gut. Die knapp 250'000 Wählenden des ländlichen Iowas haben nicht die grosse Aussagekraft. Aber ein Zeichen ist es allemal.
Ein (fast-)Schwarzer und ein äusserst konservativer - aber cooler bassspielender, scherzender - Baptistenpfarrer booten die Favoriten aus.
Ich hoffe einfach auf die Demokraten. Hillary oder Obama egal. Denn entweder sind die Republikaner für den Einsatz im Irak oder wie Huckabee gegen Homo-Ehen, gegen die darwinistische Lehre und so weiter...
Staat und Religion wurden im Mittelalter bewusst voneinander getrennt und so sollte es auch bleiben. Oder hat man das göttliche Wirken in Bush's Handeln erkannt?

Sarkozy-Sarkozy-Bruni

Eine böse Karikatur, welche ich da auf einem französischen Blog fand. Aber was findet das Ex-Model bloss an dem kleinen Mann aus der Elysée?

Macht? Geist? Publicity?

Man könnte auch andere interessante Vergleiche machen:

1798

2007

Aber wir wollen uns ja nicht auf dasselbe Niveau herunterlassen, wie die "Verjüngungschirurgen" im französischen Bild.



Donnerstag, 3. Januar 2008

höchster Langenthaler

Ja. Das bin ich nun seit vorgestern und politisch gesehen. Doch - wer weiss das überhaupt und wen interessiert das überhaupt?
Abgesehen von den paar wenigen Menschen, welche mein neues Amt als Stadtratspräsidenten mit demjenigen des Stadtpräsidenten verwechseln, erzeugt es höchstens unter den älteren Bewohnerinnen und Bewohnern frohlockende Töne und auch ich relativiere.

Effektiv ist man ja bloss zur Sitzungsleitung gewählt. Kann vielleicht hier und dort einen Akzent setzen. An einem oder zwei zusätzlichen Apéros teilnehmen. Wenn es knapp wird einen Stichentscheid fällen...
Oder verkenne ich selbst die Bedeutung dieses Amtes? Vernichtige ich meine politische Leistung der letzten sieben Jahre, welche mir die Nomination und Wahl eingetragen hat?

Bereits ein paar Mal wurde mir gesagt, ich hätte die Tendenz meine eigenen Leistungen, wenn sie mir von aussen vorgetragen würden, stets zu schmälern. Mich fast ein wenig dafür zu schämen. Bereits wurde mir gesagt, ich solle dann auch mal mich selbst auch fördern und nicht nur andere Jungpolitikerinnen, da ich ebenso Potenzial hätte.
Ebenso oft wurde mir bereits vorgetragen, ich hätte ein sehr gesundes Selbstvertrauen und sähe mich gerne in der Presse. Der Blog wurde hämisch auch schon als befriedigendes Instrument meiner Geltungssucht abgetan.

Und irgendwo dazwischen steckt wohl die Wahrheit. Die Ambivalenz zwischen diesen Aspekten, welche mich als Menschen ausmachen.

Auch wenn ich nun politisch und sehr regional beschränkt schon etwas erreicht habe, muss ich sagen, es gibt viel mehr Leben als die Politik wohl ist.

Was will ich also werden?
Glücklich.

Und das bin ich bereits sehr oft.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Die Stille durchbrechen...

muss ich wohl mal. Jetzt habe ich mir 1 Woche (Blog-)Ferien gegönnt. Dies auch, weil meine Internetzeit nur zum Mailen reichte, da ereignisreiche Tage hinter mir - und wohl uns allen - liegen und die Vezweiflung, wie ich meine Absenz begründe, die (Hemm-)Tippschwelle immer höher steigen liess.

Nun werde ich wieder Arbeitszeiten einläuten und auch den grossen Brocken aufarbeiten, welchen ich mir noch zur Erledigung vorgenommen habe.
Ebenso die Bewirtschaftung des Blogs mit neuen Beiträgen wird - insofern möglich - wieder täglich erfolgen. Schliesslich muss ich mir langsam auch Gedanken darüber machen, wie es politisch und auch sonst im neuen Jahr weitergehen soll.

Ich freue mich auch 2008 über viele Lesende und zahlreiche Kommentare und wünsche euch hiermit alles, alles Gute, viel Glück und Gesundheit - ob jetzt gerade Neujahr war oder nicht... denn das sollte man doch immer haben.