Donnerstag, 11. Dezember 2008

Reaktionen zwischen Huttwil und Langenthal - SVP und SP


Das Angebot der Berner Zeitung, das ich gestern einforderte, da ich im ersten Artikel nicht zur Stellungnahme gebeten und überdies falsch zitiert wurde, kam. Aus meiner Sicht rückt der heutige (sehr gut verfasste) Artikel die Vorwürfe an meinereiner in ein klareres Licht. Nach wie vor finde ich es trotzdem unhaltbar, dass man sich eines unfairen Wahlkampfes zur Nichtwahl von Adrian Wühtrich als Vize beruft und hierfür sogar Externe und deren eigentlich nichtsbedeutende Meinung zum Grunde beruft. Eine mögliche Wahlbeschwerde wäre ja eigentlich auf Grund anderer Dinge möglich gewesen. Aber lassen wir die Sticheleien. Ich will mich wirklich nicht konkret politisch in einem anderen Dorfe einmischen. Das war nie meine Absicht.

Wie dem auch sei, denke ich, dass ich natürlich auch im neuerlichen BZ-Artikel auch wieder mein Fett abkriege und das ist auch gut so. Man kann und soll ruhig darüber diskutieren, ob ich Dinge wie "Massengrab, scheintot, u.ä." hätte Schreiben (in den Kommentaren und einer Email, die ich dazu bekam, nehme ich ja ausführliche zur Ironie und der Bedeutung der Worte Stellung) dürfen oder sollen in der konkreten ironischen Art und Weise, wie ich sie mir manchmal für Dinge herausnehme. Auf eine solche Diskussion lasse ich mich gerne ein, doch fühle ich mich instrumentalisiert in meiner Meinung, wenn sie den Bürgerlichen als Grundlage dienen soll, einen jungen, aufstrebenden Politiker mit Zukunft, der mit 40% Stimmenanteil bei den Gemeindepräsidentenwahlen seine Legitimation durch das Volk zur Genüge mitbringt, nicht als Vize wählen zu wollen.

Letzteres ist sowieso schon geschehen und bereits kalter Kaffee. Also müssen wir uns nicht mehr länger darüber aufhalten, wieso er nicht gewählt wurde, obwohl ich es nach wie vor bedauere.

Was lerne ich aus der Affäre "Müller (scheinbar) gegen Huttwil"?
- Mische dich nie in ein anderes Dorf ein.
(Obwohl ich das politisch nie tat und nur meine Meinung - welche nach 6 Wahlkämpfen, die ich meist leitete, einigermassen fundiert ist - zu einem Wahlfoto kund tat.)
- Politsatire und Ironie wird von den Angesprochenen wohl oft falsch und verletzlich aufgenommen.
- Manchmal kriegt meine Meinung und mein Geschreibe hier drin übermässig viel Gewicht, was ich aber nicht dadurch umdeuten möchte, dass ich zum langweiligen Bla-Bla-Blogger mutiere.
- Wenn man keine guten Gründe hat, so bedient man sich halt schlechter. (Halt, halt, nicht böse werden, gilt für mich auch.)
- Und Politkerinnen und Politiker sind empfindsame Wesen. Ich nehme mich dessen nicht aus, sonst hätte ich gestern trotz der Berichterstattung längst gesagt: "Ach, Schwamm drüber."

Für mich ist's jetzt erledigt. Hoffen wir, dass es für die "Gegenseite" auch so sei und begraben die Sache. Uuuppsss... vergessen die Geschichte. Sonst ginge ich gern eins im "Bahnhöfli, Mohren, Stadthaus, Rössli, ..." und wie sie alle im "Städtli" heissen, eins Trinken "um's z Bode z'berede."
Nach 600 Einträgen dürfte ich als Genugtuung dann auch sagen, dass es doch nicht schlimm sei, wenn mal einer daneben geht. Ich setze mich der Kritik aus, insbesondere auch mit und durch dieses Medium. Man darf mit mir Konflikte austragen. Man darf sich nachher wieder mit mir vertragen und ich geb' auch zu, wenn ich zum Schluss komme, mich ge- oder verirrt zu haben.

In diesem Sinne. Bis bald. Mit weiterem Geschreibsel aus & in der Blog-Provinz.

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