Dienstag, 30. Dezember 2008

Du lagst zwischen den Äpfeln. Jahresrückblick dieses Blogs.

Was? -
Wir kriegen im Büro in Zürich immer eine Kiste mit Früchten und so ein Heft dazu. -
Und ich lag dort? -
Nein, du warst im Heft mit deinem Blog. -
In welchem Heft denn? -
Ich hab' dir's mitgebracht. -
Anthrazit?

So oder ähnlich spielte sich am Rande des stadträtlichen Schlussessens dieser Legislatur eine weitere Diskussion über die Medienpräsenz dieses Blogs ab, von der ich, so weit ich mich erinnere, nicht erzählt habe. Ich darf ja nicht behaupten, dass dieses Schreiben hier, das ich im Stillen und Geheimen vor etwas mehr als 16 Monaten begann, keine Beachtung erhalten habe und dies obwohl es nicht mein Ziel ist, damit in den Medien zu landen, obwohl mir damit in Politkreisen nie recht geglaubt wird, da es scheinbar einziges und unabdingbares Ziel sei, Medienpräsenz zu erreichen. Wie übel.

Lange Zeit glaubte ich gar nicht, dass hier überhaupt jemand mitliest und den Zahlen, welche mein Counter jeweils ausspuckte, misstraute ich, bis sowohl positive, wie auch negative Ereignisse in diesem Jahr über dieses Instrument an die Öffentlichkeit gelangten, welche zuerst zahlreiche Reaktionen von Bekannten oder auch den Medien auslösten. "Du, ich hab' das gelesen und...".

Hier ein paar ausgewählte, (medial) wohl meistbeachteten Artikel des Jahres 2008:
Bananenwurf am 1. Mai
Das Treffen mit Agim Ceku
Zecken im WK
Wahlanalysen Stadt Langenthal
Wie komme ich als Partei zu Geld. Über die SVP und ihr Verhältnis mit Christoph B.

Die Sitzung der langen Messer? Kommissionssitzverteilung in Langenthal.

Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Eine missverstandene Satire über die Wahlen in Huttwil.

Ein Blogger in der Zeitung. Positive Auswirkungen des Bloggens.

Ein Blogger in der Zeitung. Negative Auswirkungen des Bloggens.


Es war aber auch enorm viel los in diesem Jahr. Die Auswüchse waren gar so, dass sie in einem Interview durch eine ausserkantonale Journaille gefragt wurde, was sie denn für einen Partner habe - obwohl das nichts zur Sache tat. Bei Nennung des Namens meinte der Journalist: "Ach, der bloggende Stadtratspräsident?" Henusode.

Das Medium Blog - möge es auch seine Tücken für einen Politiker haben, die sich immer wieder offenbaren - mir ist nicht immer wohl dabei - fasziniert mich nach wie vor und als einer der ganz wenigen Vorsätze 2009 (die ich auch einhalten werde) verspreche ich, dass ich mich auch künftig noch damit auseinandersetzen werde.

Die Auflösung noch, warum ich wohl nebst der Qualität des Geschriebenen ;-) im Anthrazit erschien, verlieh ein Blick ins Impressum. Der Chefredaktor ist ein Langenthaler und ein Leser dieses Blogs...

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