Montag, 3. November 2008

Tänzer auf verschiedenen Hochzeiten

"Du, schreib doch mal über die Eröffnung des Chrämerhuus, das lokale Thema des Sommers.", fand sich in den Kommentaren.
"Du, schreib doch mal wieder was über's Volleyball.", hiess es von einem jungen Herrn, welcher in derselben Mannschaft spielt, wie ich.
"Wie weit bist du eigentlich mit den Wahlanalysen?", wurde ich heute von einem JUSO aus Basel via Facebook-Chat gefragt.

Aber erst einmal der Reihe nach. Reto M. ist ein Tänzer auf verschiedenen Hochzeiten. Seine Zeit wird nach den Kriterien 1. Beruf, 2. Politik, 3. Freizeit eingeteilt. Dies nicht immer zu Ungunsten seiner selbst, aber doch auch oft. Manchmal gelingt es der Musik oder anderen Nettigkeiten des Lebens auf Rang 2 oder gar 1 vorzustossen. Grundsätzlich gilt aber die Liste.

Leider war es ihm deshalb auch nicht möglich, dass er der gesamten Chrämi-Eröffnung beiwohnen konnte. Seine Präsenz am Wochenende war - durch Volleymatch und private Einladungen sehr lückenhaft. Was gesagt werden kann: Die Renovation ist geglückt. Das Chrämi hat seinen Charme nicht verloren, aber es ist heller, offener und klarer. Das Essen schmeckt vorzüglich. Er wird das Thema bestimmt noch einmal differenzierter aufgreifen.

Heute Abend war er zuerst im Volleyballtraining der 3. Mannschaft des VBC Langenthals, dessen Vizepräsident er ja "by the way" auch ist. Es hat geschmerzt. Am Ende fühlten sich die Muskeln schwammig an und die Beine eierten beim Gehen nur so vor sich hin.
Dem nicht genug, stattete Herr Stadtratspräsident nach dem Training noch einen Besuch beim überparteilichen Podium zur AHV-Initiative in der alten Mühle zu Langentahl ab und die 2 Bierchen im Anschluss taten seinem Gehen nicht wirklich viel Gutes zu.

Schlussendlich die Wahlanalysen. Seite 15 im Moment. Nicht alles ist veröffentlichbar. Vieles bleibt intern. Heute hat er sich - Dani Bochslers Analysen sei Dank - auch tiefergehend mit den Panaschierstimmen auseinandergesetzt und leider festgestellt, dass der Anteil an Stimmen, welche von der SP an andere Parteien vergeben wurden, im Vergleich zur Gesamtzahl der Stimmenzahl und der Wahlen 2004 von 14% auf rund 18% gestiegen sind... Gründe dafür könnten viele sein... vielleicht spielt auch die vorkumulierte Liste eine Rolle.

Und schlussendlich liess er sich auch wieder auf eine Spielerei ein... er nahm seine Stimmen - ohne die unveränderten Listenstimmen der SP - und erstellte sich ein Diagramm, wie er sein müsste, nach dem Profil seiner Wählenden:

Das Resultat:


... ein Tänzer auf verschiedenen (Partei-)Hochzeiten. Etwas weniger krass ist es übrigens, wenn man sämtliche Listenstimmen der SP hinzunimmt. Dann nimmt der Anteil der SP auf 81% zu.

Spielereien... und bevor ich weiterhin in der dritten Person von mir selbst spreche, gehe ich doch besser mal Schlafen...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Seine königliche Hoheit spricht in der dritten Person von sich selbst. Durchgedreht oder bloss trunken der Cüplisozi? Schade, dass seine Hoheit nicht die effektiven Zahlen zum Verteilkuchen der erhaltenen Stimmen hinzugefügt hat. Wären vermutlich einige mickrige Zahlen dabei gewesen. Tatsächlich nur die PNOS agieren noch dümmer! Immerhin: !Über 70% wählten NICHT SP. So jedenfalls kommentieren die Sozis die Wahlresultate immer wenn sie abschifften.

Reto M. hat gesagt…

Hallo!
Bitte lesen. Das sind die Kandidatenstimmen, welche ich persönlich erhalten habe. Nur ich. Nix Partei!
Das sind meine ganz persönlichen Panaschierstimmen.
61% davon waren SP, 18% kamen von den Grünen, 6% von der FdP, etc...
übrigens PNOS Stimmen habe ich - zum guten Glück - keine erhalten.

Ich hoffe, die Interpretationshilfe sei verständlich und die Prozente des Diagramms nun richtig interpretiert werden können. Die genauen Verteilkuchen der Parteien findet man übrigens hier: http://retomueller.blogspot.com/2008/10/wahlanalyse-langenthal-teil-1.html

Ich habe nichts zu vertuschen.
Aber einige mehr zu begreifen.

Was mich eher verwundert: Woher kommen der Hass und diese Aggressivität mir gegenüber.

Der Artikel war durchaus ironisch zu verstehen. Ich weiss, dass nicht alle Menschen Ironie verstehen können, deshalb brauche ich sie im Umgang mit 10-12 Jährigen nur sehr, sehr selten... bewegen wir uns hier aber geistig tatsächlich auf diesem Niveau, dass ich künftig Beiträge in dieser Art nicht mehr machen kann?

Mit meiner eigenen Panaschierbilanz wollte ich eigentlich aufzeigen, dass ich nicht polarisiere und aus verschiedenen Lagern (mit Ausnahme von rechtsaussen) Stimmen generiere. Nun denn... scheinbar fühlen sich einige wenige durch meinereiner schon ziemlich provoziert.