Sonntag, 16. November 2008

Oppsition - Medien - Härte - alles Posse

Die SVP müsse wieder in den Bundesrat eingebunden werden, hört man nun vielerorts und aus vielen Mündern. Es sei wichtig, dass sie sich wieder als Regierungspartei sehe und den Kurs der Schweiz mittrage. Doch: Liebi Froue u Manne. Was hat sich denn verändert seit die SVP Oppositionspartei ist?

Nichts. Die SVP war auch vertreten mit o, einem halben, eineinhalb oder 2 Bundesräten immer dieselbe Partei. Sie scherte sich oft kaum darum, was ihre Bundesräte wollten. Sie dachte meist nicht daran, wirklich Regierungspartei zu sein. Und deshalb war der Wechsel von der sogenannten Regierungspartei SVP, zur Oppositionspartei SVP auch nicht spürbar.

Es spielt somit keine Rolle für die Schweizer Politik, aus welcher Partei man nun in den Bundesrat wählt, wichtiger ist vielmehr, wen man in den Bundesrat wählt. Er oder sie muss befähigt sein, die Probleme im VBS zu lösen. Ebenso hat es unser Schweizer Sport verdient, von einer charismatischen und aktiven Person vertreten zu werden. Über allem steht aber die Fähigkeit die Konkordanzregierung mitzutragen und zu stützen, anstatt sie zu spalten und zeitweise praktisch oder faktisch zu hintergehen.

Wen halte ich hier für fähig? Viele Politikerinnen und Politiker. Gerade in der Wahl von Frau Widmer-Schlumpf hat das Parlament bewiesen, dass es ausgesprochenes Fingerspitzengefühl hat, fähige Personen - auch weitab des eigenen Lagers - zu erkennen und zu ernennen.
Was die bisher portieren Namen Erich Hess, Caspar Baader, Adrian Amstutz, Ueli Maurer, Christoph Blocher betrifft, bin ich da eher skeptisch, dass sie meine Anforderungen erfüllen können. Dann doch wohl am ehesten noch Bruno Zuppiger. Wenn's denn SVP sein muss, was aus meiner Sicht wirklich nicht zwingend nötig ist.

Was den Frontalangriff des Bundesrats auf die Medien in den heutigen Sonntagspostillen - sie hätten zu hart berichtet - betrifft, kann ich wirklich auch nicht ganz verstehen. Ich denke die Politik muss damit zurecht kommen. Allzu oft nutzt sie die Medien zu ihren eigenen Gunsten und Gutdünken aus, als dass sie sich nun darüber zu beklagen hat, dass es in derselben Strenge in die andere Richtung ausschlägt. Wenn mehr Sachlichkeit gefordert sein soll, dann will ich die Homestorys über PolitikerInnen künftig nicht mehr sehen. Und da müssten einige über ihren Schatten springen und bei Anfrage auf solches verzichten.

Kommentare:

Titus hat gesagt…

Ob all den Fragen und möglichen KandidatInnen haben wir doch immerhin zwei Dinge erreicht:
Die Frage des Geschlechts wie auch des Alters spielen keine Rolle mehr.

Dafür ist wohl eher Reife und Weisheit gefragt. Beides versteht sich unabhängig vom Alter. Daran happert's aber meines Erachtens bei der SVP...

Reto M. hat gesagt…

Ich widerspreche nicht. Ich widerspreche nicht. ;-)