Montag, 27. Oktober 2008

Wahlanalyse Langenthal Teil 1

Hier der 1. Teil der Wahlanalyse.

Bis zur leeren Zeile der Fragen bin ich heute gekommen. Ab dort - oder überhaupt darf man auch per Kommentar ergänzen oder Fragen stellen und Antworten liefern. Ich bin für jeden Hinweis, jede Frage und jede Antwort dankbar.

Es gibt auf alle Fälle erste, sehr interessante Rückschlüsse und vielleicht werden einige Fragen auch nicht zu 100% beantwortbar sein.

(Klick macht's grösser - wie immer.)





Kommentare:

Andreas Kyriacou hat gesagt…

Wählerzahlen sagen oftmals mehr aus als Prozentwerte. Was an Deiner Balkengrafik auffällt, ist dass die SP über die drei Wahlgänge hinweg praktisch gleich viel Stimmen gemacht hat, EVP und Bürgerblock hingegen laufend hinzu gewonnen haben.

Vielleicht ist's also nicht in erster Linie eine Abkehr von der SP, das zu beobachten ist, sondern ein Versagen beim Ansprechen von Neuwählern? Der Erfolg Eurer JungkandidatInnen deutet zwar darauf hin, dass das kaum die ganze Antwort sein kann. Aber vielleicht gelang es der SP weniger gut, Neuzuzüger anzusprechen?

Wie schauen denn die Wählerzahlen im Vergleich zu den NR-Wahlen aus?

Anonym hat gesagt…

also zu den wahlprognosen, lies mal meine vom 15. September in deinem Blog. ok die ist etwas grün eingefärbt, aber auch wenn ich die heute lese gar nicht so weit vom Ziel weg. Zur frage weshalb es dir nicht gereicht hat, dazu kann ich dir gerne mal persönlich meine Meinung sagen, das Internet scheint mir für sowas nicht der richtige Ramen. zur Arbeit der GLP, wir haben uns einiges vorgenommen, ob man es uns realisieren lässt und ob unsere Kraft dazu ausreicht, das werden die nächsten vier Jahre zeigen.

hansruedi

Anonym hat gesagt…

ich habe deine Liste "was wäre wenn", nochmals angesehen, ich hoffe entweder in deiner Liste oder meinem Denken hat sich ein Fehler eingeschlichen, ansonsten müsste die GL einen dritten Sitz bekommen zulasten der SP, die GL hat ja wirklich erheblich mehr Reststimmen gemacht als die SP.

hansruedi

Roland Loser hat gesagt…

@hansruedi: Das habe ich zuerst auch gemeint... Aber die Sitzverteilung erfolgt nicht "logisch" wie man es erwarten würde (Parteistimmen/(TotalStimmen/40) ) + wer am meisten Reststimmen, sondern der Quotient wird im ersten Durchgang immer mit einem Sitz mehr gerechent: also (Parteistimmen/(TotalStimmen/41) ).
Analog verhält es sich mit der Sitzverteilung innerhalb der Listenverbindung SP/GL.
Nachzulesen unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hagenbach-Bischoff-Verfahren
wenn ich mich nicht täusche ;-)

Reto M. hat gesagt…

@ Andreas:
Lieber Andreas.
Der Vergleich mit den NR-Wahlen ist schnell gemacht. Der Verlust im gesamten Kanton war ähnlich, wie derjenige der SP Langenthal.
Die Frauenliste verlor damals in Langenthal - Nadine Masshardt sei Dank - überhaupt nicht. Die Männerliste aber auch rund 6%, was dem Verlust der jetzigen Gesamtliste entspricht. Der Megatrend der Nationalratswahlen scheint sich hier bei uns fortgesetzt zu haben.

@ Hansruedi:
Als erster Ersatz und bestgewählter männlicher Stadtrat aller Parteien habe ich ein Spitzenresultat. In GLP Euphorie denkst du, dass einzig Gewählte Erfolg hatten. ;-) Ich mag es dir verzeihen. Für Tipps an meinereiner bin ich aber auch immer offen. Aber lass dir gesagt sein. In Langenthal schlägst du die Bisherigen nicht, da kannst du wohl machen, was du willst.

Zu den Grünen: Siehe Antwort zu Roland Loser.

@ Roland:
Merci vielmals für die Ergänzungen. Ich war gestern etwas verwirrt und durch den Wind, als ich die Berechnungen machte. Du hast Recht. Man darf die Aussage aber trotzdem so stehen lassen, dass wir den 11. Sitz nur auf Grund der Listenverbindnung mit den Grünen gemacht haben. Wenn wir dann irgendwann mal den doppelten Pukelsheim haben, können wir das laienhafte Nachrechnen der Wahlen dann wohl sowieso vergessen.

Wir bleiben dran.

Mättu Schmid hat gesagt…

Eine Frage zur unschönen Wiederwahl der Braunen. Gabs nicht mal Bestrebungen, den Stadtrat zu verkleinern? Vielleicht wäre das eine sehr elegante Lösung, denn der Tägu schreibt heute: "Gleichzeitig wies Rufener auch darauf hin, dass die Pnos den erneuten Einzug in den Stadtrat mit einem «relativ kleinen» Wähleranteil geschafft habe. Zudem brauche es für die Wahl in ein vierzigköpfiges Parlament nur wenige Stimmen."

Gruss aus dem PNOS- (aber auch SP-)freien Hinterkaffligen :-)

Anonym hat gesagt…

Politisch bin ich ungebildet - dies zum Voraus - deshalb hier meine eher hemdsärmelige und einfach gestrickte "Wahlanalyse". Ach ja, ich wählte bürgerlich ;-)

Ich denke, dass die Wahlerfolge der bürgerlichen und eher rechten Parteien viel mit dem Egoismus der Menschen - mich inklusive - zu tun haben. Vor allem, wenn es um das Materielle geht. Ich teile nicht gerne meinen selbst und hart erarbeiteten Wohlstand mit Wirtschaftsflüchtlingen, arbeitsscheuen Menschen und - pardonnez l'expression - Schmarotzern.

Die Linke hat sich in den letzten Jahrzehnten immer wieder für diese Leute eingesetzt. Will immer mehr Abgaben und Steuern um den Sozialstaat zu alimentieren. Das ist vielen Schweizern langsam einfach zu viel des Guten und die Steuern für Privatpersonen sind ja nicht ganz ohne.

Das heisst nicht, dass ich gar nichts Soziales tue, doch ich überlege mir nicht zweimal, ob ich Geld für Afrika spende oder lieber Weihnachten mit benachteiligten Schweizer Seniorinnen und Senioren feire.

kathrinb hat gesagt…

@anonym
kann sein, dass die wahlerfolge von bürgerlichen parteien mit egoismus zu tun haben.
aber zum teil sicher auch mit falsch verstandenem egoismus.
was nützt es den normalen, zitat "hart arbeitenden" leuten, wenn die steuern für die reichsten 10'000 menschen im land immer stärker gesenkt werden? was nützt es den "durchschnitts-rentnerinnen und -rentnern", wenn nur die reichsten sich mit 62 pensionieren lassen können, was nützt es dem "kleinen mann von der strasse", wenn die löhne der reichen immer weiter steigen während die löhne der normal oder schlecht verdienenden stehen bleiben usw. usw.

Anonym hat gesagt…

ich habe es jetzt mal auf dem compi nachgerechnet, die sp kommt tatsächlich auf 11 Sitze, sogar ohne Listenverbindung.

hansruedi

Anonym hat gesagt…

@kathrinb
Ja, da muss ich Dir - als bürgerlich Wählender - absolut Recht geben, was die Sache betrifft mit der Besteuerung der Reichen und Superreichen. Das stört dann sogar mich enorm! Schwierige Sache diese Politik ;-)

Reto M. hat gesagt…

@ Hansruedi:
Ich werde meine Analyse dahingehend verändern. Es ist der Fehler eingeschlichen, welcher Roland Loser aufdeckte mit den 41 Sitzen. Hier drin werde ich es aber mal so belassen.

@ kathrinb:
Meine Meinung.

@ anonym:
Es hat niemand behauptet, sie sei einfach, diese Politik.