Montag, 6. Oktober 2008

Reto M.'s 4 Antworten im Tägu


Allen Gemeinderatskandidierenden wurden in Langenthal vom Langenthaler Tagblatt dieselben 4 Fragen gestellt. Die Antworten waren bisher erstaunlich unterschiedlich. Als ich heute meine eigenen Antworten in der Zeitung abgedruckt las, war mein erster Eindruck: "Hui Reto. Starker Kaffee. Das ist relativ direkt für einen "Politiker"...."
Zumindest was die Themen Autobahnzubringer und Marktgasse anbelangt...
Negative Reaktionen blieben bisher aus. Ein Mann, welcher sich bei mir heute für das Interview bedankte, meinte auf meine kritischen Einwände: "Ich mag das von dir. Zack, zack. Das ist meine Meinung. Das passt."
Ob das aber der Schlüssel zum Erfolg ist? Aber urteilt selbst:

Quelle Bild und nachfolgender Text: Langenthaler Tagblatt, 06.10.2008

«Beim Wuhrplatz beginnen»

Der SP-Gemeinderatskandidat Reto Müller (30) beantwortet vor den Wahlen vier Fragen zur Stadt.

Solothurn nennt sich «Ambassadorenstadt». Welchen Übernamen würden Sie Langenthal geben?
Reto Müller: Hoch-Trottoir-Lebensqualitäts-Stadt.

An welche drei Orte würden Sie einen Touristen führen, um ihm zu zeigen, was Langenthal ausmacht?
Müller: Zu den Wässermatten, zur Hochwasserschleuse beim Choufhüsi in der Marktgasse und in eine der erfolgreichen internationalen Firmen. Die 1000 Einradtouristen 2006 fandens beeindruckend.

Was würde der Autobahnzubringer Oberaargau Langenthal bringen?
Müller: Mehr Verkehr; drei Minuten Zeitersparnis, um auf die Autobahn zu gelangen; mehrere Grossfirmen mit Logistikaufgaben; eine breite Schneise durch ein wichtiges Naherholungsgebiet und weniger Geld in der Stadtkasse, da wir den unnötigen Zubringer mitfinanzieren müssten.

Der Gemeinderat hat im Investitionsplan 2009 für die Umgestaltung der Oberen Marktgasse eine Million Franken vorgesehen. Wie würden Sie die Obere Marktgasse umgestalten?
Müller: Eigentlich sollte man die Gasse komplett auf das Niveau der Häuser bringen. Damit der Charakter und Hochwasserschutz nicht verloren gingen, könnte man dies mit aufgehängten Glasplatten erreichen. Darunter könnte man, ähnlich wie in Bern, das Wasser, das jeweils bei Hochwasser durch die Stadt floss, in einem kleinen Kanal wieder ans Tageslicht bringen. Hierfür könnte man die ganze Strasse mit den hohen Trottoirs bis zum Manor einbeziehen und die Verkehrsfreiheit der Innenstadt ausdehnen. Das Ganze durch indirekt beleuchtete Häuser in Szene gesetzt, gäbe ein wunderbares Stadtzentrum. Das Problem: Meine Idee kostet wohl mehr als eine Million Franken. Daher würde man besser beim Wuhrplatz mit der Umgestaltung beginnen, als dass der Gemeinderat mit einzelnen «Millionenpflästerli» die Marktgasse zu verschönern versucht.

Reto Müller ist Reallehrer in Bützberg und sitzt seit 2003 für die SP im Stadtrat. In diesem Jahr amtet er als Stadtratspräsident.

Diese Zeitung hat allen Kandidierenden für den Langenthaler Gemeinderat dieselben vier Fragen gestellt. Bis Mitte Oktober werden die Kandidierenden und deren Antworten in zufälliger Reihenfolge publiziert.

P.s.: Nicht schlecht getroffen hab ich's übrigens wieder mal mit dem Termin... heute wurden viele Haushaltungen mit dem Wahlcouvert beliefert. Des passt schon... ;-)

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