Dienstag, 21. Oktober 2008

Presseschau eines Politikers

Zugegeben, der wohl durch Müdigkeit und ein wenig Wehmut geprägte späte Blick auf die gestrige Sitzung wich heute beim Blick in den Tägu einem breiten Schmunzeln.
Erstens der Ratssplitter wegen... ich war nicht der einzige mit zu vielen ratsfremden Sprüchen.

Zweitens bei aller Würdigung der Religion der Sikh stehen wir "lokale Prominenz" da schon ein wenig wie Statisten zu "Pirates of the Caribbean" umrahmt von echten Würdenträgern.

Die Grösse der Präsente ist durchaus als Zeichen der Wichtigkeit zu werten. ;-) Auf alle Fälle und bei allem Schmunzeln:

Wir haben auch gestern im Stadtrat wichtige Geschäfte beraten und beschlossen:

1. Teilrevision des Schulreglements.
2. Teilrevision des Personalgesetzes (Art. 72) - Anhebung der Familienzulagen auf das kantonale Minimum.
3. Umbau und Modernisierung der Regionalbibliothek; Kredit von 610'000 Franken wurde angenommen.
4. Erheblicherklärung eines Postulates für einen Jugendbeauftragten.
5. Ablehnung der Motion Wasser in die Marktgasse
6. Erheblicherklärung des Jugendpostulates "50 Franken ans Abonnement."
7. Ablehnung des Postulates zur Prüfung der Parkplatzbeschilderung.
8. Erheblicherklärung des Postulates zur Einführung eines Standards bei städtischen Minergie-Bauten.
9. Erheblicherklärung und gleichzeitige Abschreibung betreffend eines Postulates zum Einbahnverkehr Friedhofweg.
10. Beantwortung der Interpellation zur "Heimatehrung mit lauter Knallerei."

Schliesslich dauerte die Sitzung auch wiederum 3 Stunden und 10 Minuten.

Und auch das Sikh-Tempel-Fest ist mir als Beispiel einer gelungenen Integration (auch wenn uns dreien das Kopftuch nicht wirklich passt) einer - nebst allen verschiedenen christlichen - Glaubensgemeinschaft in Langenthal dauerhaft in Erinnerung geblieben. Dass der Tempel vor fünf Jahren möglich war, scheint heute manchmal etwas wunderhaft, blickt man auf den Widerstand, der einer Moschee mit Minarett oder einem Kunstminarett auf dem Choufhüsi entgegen brandet. Mich und auch Priska hat der Besuch so beeindruckt, dass letztere nun gerne eine ausgedehntere Studienreise nach Indien machen möchte.

Zum Thema Integration: Die Partei (PNOS), welche bekanntlicherweise mit Begriffen, wie Geschwür und braune Schweizer auf der Homepage und leider auch im nationalen Pressespiegel um sich wirft, blieb der gestrigen Sitzung übrigens unentschuldigt fern. So ernst meinen sie es wohl nicht mit der Kandidatur. Hoffentlich wissen das die Wählenden am Wochenende dementsprechend zu würdigen.

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