Mittwoch, 6. August 2008

Eine mediale Zeit

Normalerweise habe ich es ja so gepflegt, dass ich alle Medienpublikationen über mich und auch sie hier einzeln präsentierte. Auf Grund der Zeckengeschichte und aller anderen Dinge, die im "Sommerloch" geschahen, ich momentan im Sommerkino und mit den Schulvorbereitungen schon relativ viel am Schreiben bin, fasse ich heute erst einmal zusammen und habe mir vorgenommen nun wieder zum daily-blogging zurückzukehren, da es sonst wieder zu solchen Staud kommen könnte.

Zu den Medien:

Ich habe für den Beobachter über die Zeckengeschichte geschrieben. Die meisten Betrachtenden fanden aber das ganzseitige Bild spannender...

Vorher erschienen darüber auch Berichte in der Berner Zeitung, Langenthaler Tagblatt, Sonntagszeitung, 20 Minuten und im Radio 32 in welcher dieser Blog und meine Wenigkeit explizit genannt wurden. Da muss ich dann mal im Swissdox genauer recherchieren...

Heute erschien im Langenthaler Tagblatt mein Gastbeitrag über die Unicon 14 in Kopenhagen.

Und schliesslich das Highlight dieser Tage. Priska Grütter war gestern als Leutnant der Schweizer Armee im "Club" des Schweizer Fernsehens.
Thema: Von Freunden umzingelt - wozu braucht es die Schweizer Armee?
Meine Meinung ist nicht zwangsläufig objektiv, aber à mon avis hat sie es toll gemacht.
Hier der dazugehörende Link.

Und abschliessend möchte ich nun auch noch den Text der Kolumne: "It was great in Switzerland" aus dem Langenthaler Tagblatt von heute anfügen.
Text und Bild gehören dem Langenthaler Tagblatt.

Gastautor

RETO MÜLLER

«It was great in Switzerland»

«Jeg har tabt min unicykel», hiess es dieser Tage in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen, wenn jemand nicht mehr genau wusste, wo er sein Einrad hingestellt hatte. Dass im Gewusel von 1000 Einrad fahrenden Weltmeisterschaftsteilnehmenden und 500 Gästen der Unicycling Convention (Unicon) so etwas durchaus zur Tagesordnung gehört, können die zahlreichen Helfer auch bei der 14. Austragung bestätigen. Zwei Jahre nach der WM in Langenthal 2006 fand man sich dieser Tage in Kopenhagen ein. Auch ich, als damaliger OK-Präsident.


Die Angst, dass Langenthal bereits in Vergessenheit der Einrädler hätte geraten können, wurde einem schnell genommen. «Reeetoooo!», schallte es und die Puerto Ricaner empfingen mich mit Umarmungen und freudigem Trommeln. «It was great in Switzerland!», hiess es aus verschiedensten der 26 Teilnehmerländern. Sie waren alle wieder da. Neuseeland, Japan, Australien, Israel, Ungarn, Slowenien, Brasilien, USA. Ein weltumspannendes Netz unterschiedlichster Menschen mit einem gemeinsamen Hobby: Dem Einradfahren. «Do you unicycle now?», war jeweils die erste Frage nach der Begrüssung.

Wie schon in Langenthal boten die Einradfahrenden in Dänemark und teils in Schweden (der Berge wegen) tollen Sport. Faszinierend, wie vielseitig, anspruchsvoll, graziös diese spezielle Art der Fortbewegung doch ist. Nebst dem Sport und der herzlichen Art der Teilnehmenden wurde auch sonst vieles aus Langenthal übernommen. Was bei uns die Markthalle als zentraler Treffpunkt bis spät in die Nacht war, hiess nun «Gym3 & social room». Der Zeitmesser war gar derselbe und wurde direkt aus der Schweiz eingeflogen. Die Parade am ersten Tag erinnerte an den Umzug in der Marktgasse. An Stelle von leeren Wohnungen und Zivilschutzunterkünften war es den Teilnehmenden ermöglicht worden, in Kopenhagen günstig in einer Schule zu übernachten. Und ebenfalls wie bei uns traf ich Personen aus dem Organisationskomitee, welche voller Elan für diesen Anlass rund um die Uhr unterwegs waren. Die Organisation in Dänemark unterschied sich sonst aber grundlegend von derjenigen der Schweiz. In Dänemark gehört Einradfahren dem Dänischen Gymnastikbund an. Ein vergleichsweise riesengrosser Verband mit enormen Ressourcen. Trotzdem brauchte es auch für diese Unicon schlaflose Nächte vieler Freiwilliger.

Noch etwas war anders: In Langenthal prägten die Einradfahrenden während der zehn Tage das Stadtbild massgeblich. Kein Wunder, wenn man 1000 Touristen in eine Stadt mit 15 000 Einwohnern bringt. Sie waren tags und meist auch des Nachts stetig unterwegs. Unausweichlich, überall. Mit allen Vor- und Nachteilen. In der Millionenstadt Kopenhagen sah man sie oft nur im Quartier, wo die Turnhallen standen. Sobald man ins Zentrum ging, waren sie weg. Eigentlich schade, fand ich. Trotzdem war es hier in Kopenhagen eine tolle Austragung. «Unicon XIV in Denmark. It was great! Thank you.»

Übrigens noch die Antwort zur ersten Frage:

«No, I can’t unicycle yet.» – Vielleicht an der Unicon XV 2010 in Wellington, Neuseeland?

RETO MÜLLER ist Stadtratspräsident 2008 und war Präsident der Einrad-WM Unicon 13, die 2006 in Langenthal stattfand.

Keine Kommentare: