Samstag, 12. Juli 2008

Militärisches Wochenende

Wochenendwache. Für viele Angehörige der Armee ein Schreckbegriff. Für mich ist's das erste Mal in meiner militärischen "Laufbahn" überhaupt. Es wird wohl auch das letzte Mal sein, da ich ja in den letzten Tagen bin. Ich find's aber gar nicht mal so schlimm. Man kommt zur Ruhe. Man hat viel Zeit. Man eilt nicht von Ort zu Ort und von einer Wochenenderledigung zur anderen. Man ist hier. Gebunden. Zusammen mit 7 anderen Kolleginnen und Kollegen und gestaltet sich die Zeit so angenehm als möglich und hält trotzdem den Wachtauftrag aufrecht.

Irgendwie kommt es mir recht familiär daher. Man kocht, spricht und isst zusammen. Schaut DVD oder geht gemeinsam die Patrouille "spazieren". Bestimmt kommt es mir auch so familiär daher, weil sie dabei ist und mein Bruder und seine Frau heute unsere Wäsche abholten, sie wuschen und wieder zurück brachte. Das ist super, denn sonst wäre es mit der Wäsche wohl fast zu einem Problem geworden im Verlaufe der letzten WK-Woche. So viele grüne T-Shirts hat man nämlich nicht. Schlussendlich besitzt die Wochenendwache noch einen grossen Vorteil. Das Einrücken, verbunden mit der Demotivation beim neuerlichen Einsteigen in die Uniform am Sonntagabend, entfällt. Das ist jeweils mein persönlicher moralischer Tiefpunkt...

Kommentare:

Adrian Wüthrich hat gesagt…

Deine Einschätzung hat etwas. Der Sonntagabend mit Einrücken hat immer etwas Bedrückendes. Gli ist es ja vorbei! Gruess, Ädu

Reto M. hat gesagt…

Jawohl. Sie haben Recht Herr Trsp Of.