Montag, 5. Mai 2008

Reto M. Blog auf 20min.ch wegen Banane auf Lumengo

Nun schlägt's aber hohe Wellen. Aber fragt mich noch nicht in welche Richtung und ob ich das gut oder schlecht finde. Ich kann es nicht sagen, ich weiss es nicht. Aber ich fühle, dass es wiederum zwei Seiten gibt.

Die Titelseite von www.20min.ch:
Im Artikel steht unter anderem auch folgender Text:
"Der Stadtratspräsident von Langenthal, Reto Müller, schreibt in seinem Blog, dass ihm der Vorstand der Pnos per E-Mail ebenfalls versichert habe, nicht an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Trotzdem prüft Müller, ein Parteikollege Lumengos, rechtliche Schritte gegen die Partei national orientierter Schweizer, wie die «Berner Rundschau» berichtet. Müller war für eine Stellungnahme nicht erreichbar."
Nun. Ich konnte zum Glück vorhin - als ich mit meinen 9 Lektionen Unterricht fertig war - dem Autor zurückrufen und er wird den Text mit meinen Infos ergänzen. Was mit Sicherheit fest steht ist, dass mein Bloggen in der vermeintlichen Anonymität einiger weniger eingeweihter Leserinnen und Leser somit endgültig besiegelt wäre. Was auch immer das für Auswirkungen hat. Die Kommentare werden wohl heftiger und ich bezüglich der Inhalte im Bloggen noch vorsichtiger. Ich konnte zum Glück auch präzisieren, dass die Meldung in der "Berner Rundschau" von heute etwas gar ungenau war... es geht nicht um Sippenhaft gegenüber der PNOS. Wir werden nicht Anzeige gegenüber der PNOS machen, sondern gegenüber dem fehlbaren Verhalten einiger Menschen während unserer 1. Mai-Feier. Konkret per Email formuliert bedeutet dies:
Wir ziehen in Erwägung die Menschen mit offenbar(t)er rechtsextremer Gesinnung, welche am 1. Mai in Langenthal a) die Feier gestört b) Ricardo Lumengo mit einer Banane beworfen haben und c) aus unserer Sicht sehr wahrscheinlich den Maibaum gestohlen haben, anzuzeigen.
Ich habe im Kontakt mit der Presse immer von Rechtsextremen gesprochen und nicht von der PNOS.
Ich kann nämlich nicht beweisen, dass die Rechtsextremen beim 1. Mai in Langenthal Mitglieder der PNOS waren. Dazu bräuchte ich Zugang zum Mitgliederverzeichnis der PNOS.

Was richtig gesagt werden kann:
Wir haben 3 Monate Zeit um Anzeige einzureichen. Und wir werden Anzeige einreichen.
Wir werten unser Bildmaterial aus und schreiben unsere Zeugenliste auf, damit die fehlbaren Verhalten möglichst genau auf Personen zugeordnet werden können.
Dann werden die Anklagepunkte auf Verlässlichkeit geprüft (wir wollen vor Gericht nicht verlieren) und die Anzeige eingereicht.
Es kann sein, dass unser Material nicht genügt und wir sowohl wegen des Bananenwurfs, wie auch wegen der Maibaumklaugeschichte Anzeige gegen "unbekannt" einreichen müssen. Aber dann immerhin dies, damit die Kantonspolizei in den Ermittlungen aktiv werden kann, denn es handelt sich um Antragsdelikte. Die Kapo ist nicht verpflichtet von sich aus zu ermitteln.

Das war ein Zwischenupdate. Morgen geht's weiter. Ich geh jetzt im Rahmen von langenthal.bewegt und für meine eigene Psychohygiene joggen.

Kommentare:

Jochen Hoff hat gesagt…

Tja. Beim Bloggen noch vorsichtiger sein. Das kennen wir hier in Deutschland gut. Da haben wir auch die Winkelrieds die jeden verfolgen der eine abweichende Meinung hat. Bei uns haben sie dazu auch noch die Justiz und die Staatsanwaltschaften hinter sich.

Vielleicht wäre lautes schreien besser als Vorsicht. Zumindest solange wir noch schreien können.

Reto M. hat gesagt…

Lieber Jochen Hoff:

Ich danke dir für deine Meinung. Du hast im Grunde der Dinge recht und bis jetzt bleibt's ruhig. Gut so.
Mal schauen, wie's weiter geht. Und das Gute an den Wellen ist, dass sie auch mal wieder abebnen und auslaufen.