Mittwoch, 21. Mai 2008

gfs.bern: Meinungsumschwung hin zu 3x Nein

So was habe ich bewusst noch nie erlebt. Meinungsumschwünge in der Grössenordnung, wie wir sie nun zwischen der ersten SRG Umfrage vor rund 1 Monat betreffend der Abstimmungen vom 1. Juni erleben und denjenigen, die das gfs.bern in diesen Tagen veröffentlichte.

Es zeichnet sich nun ein dreifaches Nein ab, das natürlich meinem Geschmack entspräche.

56% der Befragten sprechen sich nun gegen die Vorlage "Für demokratische Einbürgerungen" aus. Nur noch 33% sind dafür. 11% unentschlossen.
In der krassen ersten Umfrage sah das Ganze noch ziemlich anders aus. Damals sprachen sich 48% für ein Ja aus.
Ebenso ein extremer Meinungsumschwung bei der Krankenkassenabstimmung. 45% sind dagegen. 39% sagen Ja. 16% sind unentschieden. Vor einem Monat waren nur 18% dagegen. Ein deutlicher Meinungsumschwung auch hier.

Nicht signigikant verändert hat sich die Meinung zur "Behördenpropagandainitiative". Dort sind 60% dagegen und 26% dafür, wobei sich 14% noch eine Meinung bilden wollen.

Es lohnt sich, Aufklärung zu betreiben. Ein Merci für die Daten ans gfs.
Doch der Einsatz für ein dreifaches Nein ist noch nicht zu Ende.

Deshalb:

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mann, da bin ich aber heilfroh. Und überrascht. Danke für die Info.

Es sah ja wirklich so aus als würde vor allem diese schreckliche Einbürgerungsinitiative mit den schrecklichen Plakaten angenommen werden...

Ich frage mich, was diesen umfassenden Umschwung ausgelöst hat..

kollege hat gesagt…

Die Schlacht ist noch nicht zu Ende - leider. Ich bin erst am 1. Juni 2008, 12.00 Uhr, sicher...

Reto M. hat gesagt…

@ zicu.

Ich denke, der Umschwung ist darin zu begründen, dass die Leute vorher nur den Titel der Initiativen kannten, jedoch zu wenig, was sich dahinter verbirgt. Denn niemand ist gegen demokratische Einbürgerungen oder für mehr Krankenkasseneffizienz und tiefere Kosten, doch das Übel steckt hier darin, dass die Initiativen nicht halten, was sie im Titel versprechen und sich dahinter viel Übel verbirgt, das nun stückweise von allen Gegnern und -innen ans Tageslicht befördert wird. Deshalb für einmal ein Dank an alle, die sich trotz wenig Geld in den Abstimmungskassen engagieren.

@ Kollege: Es ist erst zu Ende, wenn's zu Ende ist. Die (Prognosen-)Schwankung beträgt beim gfs aber "lediglich" zwischen 2-3%. Das lässt zumindest hoffen.