Montag, 21. April 2008

SVP Bern zeigt demokratisches Verständnis

Und noch viel mehr. Der Entscheid, den Ausschluss der Sektion Graubünden nicht zu unterstützen zeugt von Mut, demokratischem Verstand und Herz. Nicht zu unterschätzen sind die taktischen Überlegungen, welche die SVP Bern bestimmt auch vorgenommen hat.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und bin froh, dass Eveline Widmer-Schlumpf - auch dank der grossartigen Unterstützung durch allianceF und allen Demonstrierenden, Unterschreibenden und Leserbriefschreibenden - nicht mehr alleine dasteht.
Wenn es wirklich zur Spaltung kommt, dann wird der Bündner SVP 2.0 alsbald die Berner SVP 2.0 folgen. Schau'n mer mal weiter zu.

Kommentare:

leumund hat gesagt…

und wirst du dann der SVP 2.0 beitreten wenn es soweit ist?

Anonym hat gesagt…

Demokratisches, rechtsstaatliches Verständnis, setzt die Fähigkeit diffenzierten, präzisen Denkens voraus. Dies ist weder Herrn Blocher noch seinen durchwegs populistisch veranlagten Kollegen der Parteiführung gegeben. Populisten denken holzschnittartig und handgestrickt."Wir bleiben unerbittlich" damit können sie die "Masse" beeindrucken und etwas Wählerstimmen holen. Aber wirkliche Sachpolitik lässt sich damit nicht machen. Ebensowenig wie sich damit eine Partei führen lässt. Joder und die Mehrheit der Berner sind keine Populisten. Ihnen ist somit präzises, rechtsstaatliches Denken gegeben. Die Partei wird am BlocherPrinzip scheitern. Der alte Mann wird für die Partei zu Belastung werden. Wetten?

Reto M. hat gesagt…

@ leumund:
Ich bin doch bereits in der SP 3.0. ;-)

@ anonym:
Präzise, messerscharfe Analyse. Wow. Danke.
Zur Wette. Ich denke/hoffe auch, dass die SVP Zürich irgendwann über das Bein stolpert, das sie sich mit diesem Stil selber stellt.
Bisher hat sie die Hürden aber meist auf wundervolle Weise dann doch noch hinkend und halb blind übersprungen...