Samstag, 12. April 2008

Kaffeesatzphilosophie

Heute Morgen Parteitag der SP Bern-Nord/Oberaargau in Lotzwil.
Kurzfazit: Es gab zwei Highlights. Ursula Wyss und Pedro Lenz.

Ursula, die mich immer wieder politisch in ihren Bann zieht. Für mich hat das, was sie sagt, sowohl aus sozialdemokratischer, wie auch ökonomischer Sicht Hand und Fuss. Nicht umsonst Chefin der SP Bundeshausfraktion und Dr. rer. oec..

Pedro, die literarisch-philosophische Wundertüte. Rhetorisch wieder (und auch in der Frühe des literarischen Arbeitens) einmal brillant. Setzte mit der weitum bekannten Geschichte des "Afghanen" den ersten Denkanstoss, schwenkte dann in die Schlöf auf dem Schoren Langenthals, die so riecht, wie jede Eisbahn auf der Welt riecht und erntete auch in der Ernsthaftigkeit der leichtfüssigeren Geschichten Applaus genau mit den richtigen Impulsen. Ich denke, aus seinen Geschichten nimmt jeder etwas anderes für sich mit und nach Hause und aber jede und jeder kann sich sehr gut damit identifizieren ohne dass er in Zweifel zieht, dass jemand anderes die Geschichte nicht auch anders verstehen könnte. Oder man kennt diese Situationen, die Pedro so genau umschreibt. So genau und treffend, dass man sich hie und da fast ertappt fühlt.

Und so sitze ich des Nachmittages etliche Kaffees und Gespräche, aber in der Sache der anstehenden Pendenzen noch nicht wirklich weiter, in einer gemütlichen Kaffeestube Langenthals und versuche einige Dinge für mich philosophisch festzuhalten. Und fühle mich überhaupt nicht in der Lage, da ich gedanklich an den Worten und damit dem Werteverständnis des Morgens nachhänge und mir bewusst bin, dass ich das vielleicht heute und vielleicht überhaupt nicht erreiche. Nämlich das auszudrücken, was mich und die Menschen in Langenthal bewegt. Dies sollte die Sache der Lokalpolitik sein.

Pedro liest im Restaurant Bahnhof, Lotzwil.

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