Donnerstag, 17. April 2008

Fussbälle für die Schweiz aus Kinderarbeit?

Schenkt man den heutigen Medienberichten Glauben, so verteilt die Credit Suisse 200'000 Fussbälle an Kinder, die möglicherweise teilweise aus Kinderarbeit stammen.
Abgekauft wurden die Bälle - für das Stück erhielten die Arbeitnehmenden vom Subunternehmer 39 Rappen, was etwa der Hälfte des üblichen Preises für einen pakistanischen Ball entspricht - einer Firma, welche sich nicht explizit gegen Kinderarbeit ausspricht und kein Abkommen mit der entsprechenden pakistanischen Organisation gegen Kinderarbeit Imac unterzeichnet hat.
Die entsprechende Firma sei der Organisation gar nicht bekannt...
Ich find's einfach schlecht. Richtig übel, wenn man zwangweise Opfer der Globalisierung wird und sich nur nach dem Preis richtet. Vielleicht erinnert ihr euch noch an diese Schweissbänder für die JUSO. Das Frottée kam per Post aus Deutschland und bestickt wurden sie in Aarwangen, Kanton Bern für die Juso Kanton Bern. In Taiwan hätte ich es günstiger haben können. Aber stellt euch den CO2-Weg der Bänder und die Lebensqualität der dortigen Arbeiterschaft vor. Dann lieber mehr bezahlen!
Und hierbei könnte der milliardenschwere Betriebskoloss CS von uns lernen. Das ist einfach unglaublich naiv und entbehrt jeder Verantwortung, was sich ein Betrieb in der Grösse und Bedeutung dieser Bank sehr wahrscheinlich "geleistet" hat.

Kommentare:

Ray hat gesagt…

Meine Quellen meldeten jeweils 200'000 Bälle, nicht 20'000. (?)

Reto M. hat gesagt…

Stimmt. Ich werde korrigieren. Danke.
Und hier noch der nächste Ethikkommentar:
http://www.20min.ch/news/wirtschaft/story/11890414